Jiufen Laojie: Laternen, Berggassen und Goldgeschichte über Neu-Taipeh
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 14:53 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Jiufen Laojie ist die historische Marktstraße im Bergort Jiufen in Neu-Taipeh und zieht sich als enges Geflecht aus Gassen und Treppen durch den Hang über der Küste im Nordosten von Taiwan. Ihre heutige Gestalt geht auf die Zeit des Goldrauschs im späten 19. Jahrhundert und auf die Jahre der japanischen Kolonialherrschaft zwischen 1895 und 1945 zurück, als Jiufen sich von einem kleinen Dorf zu einer bedeutenden Bergbausiedlung in Ruifang District entwickelte und die Häuser dicht an den Felshang rückten.Jiufen Old Street ist das Zentrum dieser früheren Goldstadt
Jiufen Laojie als Herz der ehemaligen Goldstadt
Der Ortsname Jiufen verweist auf eine frühe Phase, in der nur wenige Familien in den Bergen östlich von Taipei lebten und Lieferungen in „neun Portionen“ teilten, bevor der Goldfund die Gegend verwandelte.Gold wurde in den 1890er Jahren entdeckt Mit dem Beginn des Abbaus entstand ein dichter Hangort mit Wohnhäusern, Läden und Betriebsanlagen, und Jiufen Laojie bildete sich als verbindende Marktgasse, in der Geschäfte die Bergarbeiter mit Lebensmitteln, Alltagsware und einfachen Vergnügungen versorgten.Die Straßenstruktur geht auf diese Goldrauschjahre zurück
Während der japanischen Kolonialzeit von 1895 bis 1945 wurde der Ort weiter ausgebaut, und die Architektur in Jiufen Laojie spiegelt eine Mischung aus japanischen und chinesisch-taiwanischen Elementen wider.Holzhäuser mit Schiebetüren und Ziegeldächern sind typische Merkmale dieser Epoche Das Ende des Bergbaus im 20. Jahrhundert ließ den Ort phasenweise zurückgehen, doch die alte Straßenstruktur blieb bestehen, und Jiufen Laojie wurde nach und nach zu einem historischen Viertel mit kleinen Museen, Teehäusern und Läden, in denen sich die bergbauliche Vergangenheit und Alltagskultur der Region widerspiegeln.
Gassen, Treppen und Architektur am steilen Hang
Jiufen Laojie verläuft über steile Hänge in Ruifang District, und ihre Gassen sind so dicht bebaut, dass viele Häuser direkt übereinander liegen oder über schmale Treppen verbunden sind.Schmale Straßen und steinerne Stufen prägen das Bild Die Ladenzeilen stehen unmittelbar an den Wegen, und darüber ragen Balkone, Vordächer und kleine Terrassen, von denen sich der Blick über Dächer und Berghänge bis zur Küstenlinie richten lässt.
In der Architektur der Straße finden sich Holzbalken, geflieste Dächer, verzierte Geländer und Fassaden, die an die japanische Kolonialzeit erinnern, zugleich aber mit Elementen der südchinesischen Stadthausarchitektur kombiniert sind.Terrassierte Hanglage und gemischte Bauformen gelten als kennzeichnend Charakteristisch ist die Vielzahl von roten Laternen, die über den engen Wegen hängen und an vielen Teehäusern und Snackständen angebracht sind, sodass die Straße besonders am Abend als zusammenhängendes Band aus Lichtpunkten wirkt.
Teekultur, Filmbezüge und Ausblicke über die Küste
Jiufen Laojie ist heute eine durchgehende Marktstraße, in der in kurzer Folge Teehäuser, Snackstände und Souvenirläden liegen, viele davon in ehemaligen Wohn- oder Geschäftshäusern aus der Bergbauzeit.Die Gasse bildet ein Netzwerk aus Fußwegen mit dicht gesetzten Läden Zu den bekannten Häusern gehören historische Teestuben, deren mehrgeschossige Bauten mit Holz, grünen Fassadenelementen und Laternen markant am Hang stehen und von mehreren Ebenen aus den Blick über Jiufen und die Küste öffnen.Ein über ein Jahrhundert bestehendes Teegasthaus in Jiufen gilt landesweit als bekannt
Die Bildsprache der Laternen, Treppen und dicht bebauten Hänge hat Jiufen Laojie über Taiwan hinaus bekannt gemacht; Filme wie „A City of Sadness“ trugen dazu bei, dass die Straße als Symbol für das bergige Nordost-Taiwan gelesen wird, und in Reiseberichten wird die Gasse häufig mit animierten Stadtlandschaften in Verbindung gebracht.Jiufen ist als Hangort mit Teehäusern und Aussichtspunkten beschrieben Neben den gastronomischen Angeboten prägen auch kleine Museen und Erinnerungsorte an den Bergbau sowie an die Filmgeschichte die Straße, sodass ein Gang durch Jiufen Laojie sowohl einen Blick in die Geschichte der Region als auch über das Meer bietet.
Jiufen Laojie besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Jiufen Laojie liegt im Ort Jiufen im Ruifang District von Neu-Taipeh; von Taipei aus führen Busverbindungen und die Bahn bis nach Ruifang, von wo lokale Busse den Hangort erschließen.
- Das Gelände der Straße ist steil und von zahlreichen Steintreppen geprägt, die sich zwischen den Häusern nach oben und unten ziehen; ein Besuch erfordert sicheres Gehen auf Stufen und in engen Passagen.
- Jiufen Laojie verläuft über einem Hang mit Blick zur Küste im Nordosten von Taiwan, und viele Abschnitte liegen oberhalb der umgebenden Straßen, sodass sich die Wege mit längeren Treppenläufen verbinden.
- In der Umgebung der Straße liegen weitere Teile des historischen Ortskerns von Jiufen sowie der Ruifang District von Neu-Taipeh mit zusätzlichen Aussichtspunkten über die Küstenlandschaft.
- Amtssprachen sind Chinesisch in der Variante des Mandarin und weitere lokale Sprachen; gezahlt wird in Neuen Taiwan-Dollar. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Jiufen Laojie auf Social-Media-Plattformen
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Jiufen Laojie: häufige Fragen
Wo liegt Jiufen Laojie genau?
Jiufen Laojie liegt im Ort Jiufen im Ruifang District von Neu-Taipeh im Nordosten von Taiwan und verläuft über die Hänge oberhalb der Küstenlandschaft.
Was bietet ein Besuch der Jiufen Laojie?
Ein Gang durch Jiufen Laojie führt durch enge Hanggassen mit Treppen, historischen Hausreihen, Teehäusern, Snackständen und kleinen Museen, in denen die Goldberggeschichte und Alltagskultur des Orts präsent sind.
Was kennzeichnet Jiufen Laojie besonders?
Kennzeichnend für Jiufen Laojie sind die steilen Treppenwege, die dichte Bebauung am Hang, die Mischung aus japanisch geprägter und taiwanisch-chinesischer Architektur sowie die vielen roten Laternen, die die Straße als zusammenhängende Berggasse hervorheben.
