Kapellbrucke, Luzern

Kapellbrucke in Luzern: gedeckte Holzbrücke mit Bildern und Wasserturm

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 19:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Kapellbrucke in Luzern verbindet als gedeckte Holzbrücke über der Reuss Altstadt und Neustadt und prägt mit ihrem Wasserturm das Stadtbild von Luzern.

Fotorealistische Ansicht von Kapellbrücke Luzern in Luzern, Schweiz im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Kapellbrücke Luzern in Luzern Schweiz, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Kapellbrucke in Luzern ist eine gedeckte Holzbrücke aus dem 14. Jahrhundert, die über die Reuss führt und Altstadt sowie Neustadt miteinander verbindet. Sie entstand als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Luzern und gehört zu den ältesten überdachten Holzbrücken Europas. An ihrer Flanke steht der markante achteckige Wasserturm aus Stein, der bereits um 1300 errichtet wurde und damit älter ist als die Brücke selbst.

Kapellbrucke als Wehrgang über der Reuss

Kapellbrucke wurde im 14. Jahrhundert als Wehrgang gebaut und schloss die durch die Reuss getrennte Alt- und Neustadt in die Linie der Stadtbefestigung ein. Dendrochronologische und schriftliche Zeugnisse datieren ihren Bau in die Mitte des 14. Jahrhunderts, eine erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1367.Der Bau in der Mitte des 14. Jahrhunderts Ursprünglich war Kapellbrucke deutlich länger als heute und überspannte die Reuss mit einer Länge von rund 280 Metern, bevor sie im 19. Jahrhundert im Zuge von Uferaufschüttungen verkürzt wurde.Die ursprüngliche Länge von rund 285 Metern und die Verkürzung im 19. Jahrhundert

Die Brücke besteht aus einem hölzernen Steg, dessen Tragwerk aus kräftigen Holzbalken konstruiert ist, die auf Pfeilern in der Reuss ruhen. Darüber spannt sich ein durchgehendes Dach, das den hölzernen Wehrgang schützt und Kapellbrucke als gedeckte Holzbrücke klar erkennbar macht.Die Kapellbrucke als gedeckte Holzbrücke über der Reuss Der Wasserturm an der Brücke ist ein achteckiger Turm aus Bruchstein, der um 1300 entstand und in seiner Geschichte unter anderem als Teil der Stadtwehr sowie als Lager und Kerker diente.Der achteckige Wasserturm aus dem frühen 14. Jahrhundert

Holzbrücke mit Bilderzyklus im Giebel

Unter dem dunklen Holzdach von Kapellbrucke hängen dreieckige Bildtafeln, die einen Bilderzyklus aus dem 17. Jahrhundert bilden. Der Luzerner Stadtschreiber Renward Cysat beauftragte den Maler Hans Heinrich Wägmann damit, diesen Zyklus zu gestalten, der Szenen aus der Geschichte der Eidgenossenschaft sowie Darstellungen der Luzerner Stadtheiligen zeigt.Der Bilderzyklus mit Szenen der Schweizer Geschichte und der Stadtheiligen Die dreieckigen Tafeln sind an den Giebeln der Brücke angebracht und begleiten den gesamten gedeckten Gang über der Reuss.

Viele der historischen Bilder wurden im Lauf der Jahrhunderte erneuert oder ergänzt, dabei blieb der Charakter einer durchgehenden historischen Bildfolge erhalten. Die Tafeln verbinden religiöse Motive mit Darstellungen politischer Ereignisse und geben Kapellbrucke eine zusätzliche Dimension als erzählender Raum. In ihrer Anordnung folgen sie der Abfolge der Felder zwischen den Holzbindern, sodass sich beim Gang über die Brücke eine kontinuierliche Abfolge von Bild und Text ergibt.

Verkürzungen, Schutzstatus und Rekonstruktion

Im 19. Jahrhundert wurde Kapellbrucke mehrfach gekürzt, weil an den Ufern der Reuss Land aufgeschüttet und neue Quais angelegt wurden. Die Brückenköpfe wurden dabei zurückversetzt, sodass die heutige Länge der Brücke nur noch gut 200 Meter beträgt.Die Verkürzung der Kapellbrucke und die heutige Länge Kapellbrucke steht seit 1913 als kulturhistorisches Objekt von nationaler Bedeutung unter dem Schutz der Eidgenossenschaft und wird als Wahrzeichen der Stadt Luzern geführt.Der Schutzstatus als Objekt von nationaler Bedeutung

Schadhafte Teile der Holzbrücke wurden über die Jahrhunderte immer wieder ersetzt, sodass das heutige Bauwerk eine Folge von Reparaturen und Teilneubauten aus verschiedenen Epochen vereint. Ein grosser Teil der Kapellbrucke wurde am 18. August 1993 durch einen Brand zerstört, nur die Brückenköpfe und der Wasserturm blieben erhalten.Der Brand von 1993 und die Rekonstruktion des fehlenden Brückenteils Der fehlende Abschnitt wurde innerhalb weniger Monate mit neuen Holzelementen rekonstruiert, sodass Kapellbrucke als geschlossenes Bauwerk über der Reuss wiederhergestellt wurde.

Kapellbrucke besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Kapellbrucke liegt im Zentrum von Luzern und überspannt die Reuss zwischen Altstadt und Neustadt; der Zugang erfolgt zu Fuss aus der Altstadt und von den Strassen am gegenüberliegenden Ufer.
  • Beim Gang über Kapellbrucke führen Wege über Holzbohlen, und im Inneren verläuft der gedeckte Steg leicht ansteigend und abfallend, mit sichtbaren Holzbalken und Stützen.
  • Der Wasserturm steht unmittelbar an der Brücke in der Reuss und ist von den Uferwegen aus sichtbar, sodass sich die Lage des Turms im Flussbett beim Besuch gut nachvollziehen lässt.
  • Luzern liegt in der Schweiz, Amtssprache ist Deutsch und gezahlt wird in Schweizer Franken.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Kapellbrucke auf Social-Media-Plattformen

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Kapellbrucke: häufige Fragen

Wo liegt Kapellbrucke in Luzern genau?

Kapellbrucke überspannt die Reuss im Zentrum von Luzern und verbindet die Altstadt am rechten Ufer mit der Neustadt am linken Ufer.

Was bietet ein Gang über Kapellbrucke?

Beim Gang über Kapellbrucke führt der Weg durch einen gedeckten Holzsteg mit sichtbarem Dachtragwerk und einem Bilderzyklus aus dreieckigen Tafeln im Giebel.

Was kennzeichnet Kapellbrucke im Stadtbild von Luzern?

Kapellbrucke prägt das Stadtbild von Luzern als historische Holzbrücke über der Reuss gemeinsam mit dem achteckigen Wasserturm aus Stein, der unmittelbar an der Brücke im Fluss steht.

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