Kilimandscharo, Kilimanjaro

Kilimandscharo: Wie der schneebedeckte Riese Afrika verändert

20.05.2026 - 15:59:48 | ad-hoc-news.de

Der Kilimandscharo bei Moshi in Tansania ist mehr als ein Berg: Er ist Mythos, Klimawächter und Traumziel. Was deutsche Reisende über Kilimanjaro wirklich wissen sollten.

Kilimandscharo, Kilimanjaro, Tansania
Kilimandscharo, Kilimanjaro, Tansania

Am frühen Morgen, wenn der Nebel über den Ebenen Ostafrikas aufreißt, schält sich der Kilimandscharo aus den Wolken: ein gewaltiger, schneebedeckter Vulkan, der über der Stadt Moshi in Tansania thront. Der Kilimanjaro (sinngemäß oft als „glänzender Berg" gedeutet) ist nicht nur Afrikas höchster Gipfel, sondern ein Symbol – für Abenteuer, für Wandel und für die Verletzlichkeit unserer Umwelt.

Kilimandscharo: Das ikonische Wahrzeichen von Moshi

FĂĽr Moshi, eine quirlige Stadt im Nordosten Tansanias, ist der Kilimandscharo allgegenwärtig. An klaren Tagen bildet sein schneeweiĂźes Gipfeldach die Kulisse hinter Kaffeeplantagen, Märkten und Gästehäusern. Viele Deutsche kennen den Berg aus Schulatlanten oder Dokumentationen – real wirkt er nochmals monumentaler: Der Hauptgipfel Kibo ragt nach ĂĽbereinstimmenden Angaben der UNESCO und von National Geographic Deutschland auf rund 5.895 m ĂĽber dem Meeresspiegel und ist damit der höchste Punkt des afrikanischen Kontinents.

Der Kilimandscharo ist ein erloschener bis ruhender Vulkan-Komplex mit mehreren Kratern und Gipfeln, eingebettet in den Kilimanjaro National Park. Die UNESCO hat das Gebiet bereits in den 1980er-Jahren als Weltnaturerbe anerkannt, weil hier tropischer Regenwald, Hochmoor, alpine Wüstenlandschaft und Gletscher innerhalb weniger Klimazonen auf engstem Raum zusammentreffen. Für Reisende aus Deutschland ist der Berg damit ein extrem kontrastreiches Ziel: vom staubigen Basiscamp bis zur eisigen Gipfelregion – alles in wenigen Tagen zu Fuß.

Gleichzeitig ist der Kilimandscharo ein empfindlicher Klimawächter. Die charakteristischen Gletscher und Firnfelder, über die Medien wie die BBC und GEO seit Jahren berichten, ziehen sich stark zurück. Wissenschaftler sehen den Berg daher auch als Symbol für die Folgen des globalen Klimawandels. Wer heute hinreist, erlebt nicht nur eine spektakuläre Berglandschaft, sondern Zeuge eines sich sichtbar wandelnden Naturwunders.

Geschichte und Bedeutung von Kilimanjaro

Die Geschichte des Kilimandscharo beginnt lange vor der Ankunft europäischer Entdecker. Für die Völker der Region – vor allem die Chagga, die an seinen Hängen siedeln – war der Berg immer heilig. In ihren Überlieferungen ist der Kilimanjaro ein Sitz von Geistern und Ahnen, ein Quell des Wassers und Grundlage der fruchtbaren Böden, auf denen bis heute Bananen, Kaffee und Mais gedeihen. Diese kulturelle Bedeutung betonen sowohl die Deutsche Welle als auch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in ihren Hintergrundberichten zu Tansania.

In europäischen Karten tauchte der Berg zunächst als sagenhafte „Schneeinsel" nahe des Äquators auf – schwer vorstellbar für Geografen des 19. Jahrhunderts. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts berichteten Forschungsreisende wie der Deutsche Hans Meyer und der Österreicher Ludwig Purtscheller detailreicher über den Berg. Meyer gilt vielen Quellen zufolge als erster dokumentierter Europäer, der 1889 den Hauptgipfel Kibo erreichte. Fachartikel, etwa im Umfeld der Royal Geographical Society, ordnen diese Erstbesteigung als Meilenstein der damaligen Afrikaforschung ein.

Zu Zeiten des kolonialen „Scramble for Africa" wurde der Kilimandscharo auch politisch bedeutend. Das Gebiet gehörte in der Kaiserzeit zu Deutsch-Ostafrika. Aus dieser Zeit stammt auch die Vorstellung, der Kaiser habe den Berg im Rahmen eines Gebietstauschs zwischen den Kolonialmächten „geschenkt" bekommen – ein Motiv, das in populären Darstellungen bis heute auftaucht, in seriösen historischen Analysen aber deutlich relativiert wird. Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Gebiet als Völkerbundsmandat an Großbritannien, später entstand daraus das unabhängige Tanganjika, das sich 1964 mit Sansibar zu Tansania zusammenschloss.

Im Jahr 1973 erklärte die Regierung das Gipfelgebiet offiziell zum Nationalpark; 1987 wurde der Kilimanjaro National Park von der UNESCO als Weltnaturerbe gelistet. In den Unterlagen des Welterbekomitees wird hervorgehoben, dass der Berg als freistehender Vulkan mit ausgeprägtem Höhenstufungssystem weltweit einzigartig ist. Für die lokale Bevölkerung ist der Kilimandscharo heute auch ein ökonomischer Faktor: Bergtourismus und begleitende Dienstleistungen (Unterkünfte, Transport, Führer, Träger, Landwirtschaft) sichern vielen Familien ein Einkommen.

In Deutschland hat der Kilimandscharo einen festen Platz in der Popkultur: in Jugendbüchern, Schulbüchern, Dokumentarfilmen und Reiseberichten. Er symbolisiert Afrika ähnlich stark wie der Tafelberg für Kapstadt oder die Pyramiden für Ägypten – und ist damit ein Sehnsuchtsort, der Abenteuerlust und Fernweh weckt, aber auch Fragen nach nachhaltigem Reisen und fairem Tourismus aufwirft.

Architektur, Natur und besondere Merkmale

Wer den Kilimandscharo besucht, entdeckt keine klassische „Architektur" aus Stein und Stahl, sondern eine architektonische Komposition der Natur selbst. Der Berg besteht aus drei vulkanischen Hauptkomplexen: Kibo, Mawenzi und Shira. Geologische Übersichten, unter anderem der britischen BBC und Fachbeiträge der UNESCO, beschreiben Kibo als jüngsten, heute ruhenden Zentralvulkan mit einem nahezu kreisrunden Krater. Mawenzi ist ein stark erodierter, zerklüfteter Gipfel im Osten, Shira ein weitgehend abgetragenes Plateau im Westen.

Der Weg vom Fuß bis zum Gipfel führt durch klar unterscheidbare Vegetationszonen, die der Deutsche Alpenverein in seinen Informationsmaterialien anschaulich gliedert: Zunächst tropischer Regenwald mit riesigen Baumfarnen, Moosen und Lianen, dann eine nebelverhangene Heide- und Moorzone mit Riesen-Senezien und Lobelien, später eine karge alpine Wüste und schließlich Schutt- und Eisflächen am Kraterrand. Diese vertikale Abfolge erinnert an eine komprimierte Reise vom Äquator bis in Polargebiete – nur eben auf einer Distanz von wenigen Dutzend Kilometern.

Die weißen Flächen auf dem Kibo-Gipfel bestehen aus Gletschern und Firnfeldern, deren Rückgang seit Jahren dokumentiert wird. Klimaforscher, auf die unter anderem die Tagesschau und die Süddeutsche Zeitung Bezug nehmen, warnen, dass ein Großteil dieses Eises in den kommenden Jahrzehnten verschwinden könnte, wenn der globale Temperaturanstieg anhält. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das: Der „klassische" Anblick des schneebedeckten Kilimandscharo ist ein Bild im Wandel – was dem Besuch eine zusätzliche Dringlichkeit, aber auch Verantwortung verleiht.

Der Kilimanjaro National Park ist streng reguliert. Laut der offiziellen Verwaltung der Tanzania National Parks (TANAPA), auf die auch die Deutsche Zentrale für Tourismus verweist, ist das Besteigen des Berges nur mit registrierten Guides erlaubt. Mehrere etablierte Routen führen zum Gipfel, darunter die Marangu-, Machame-, Lemosho- oder Rongai-Route. Sie unterscheiden sich durch Länge, Schwierigkeit und Übernachtungsformen (Hütten oder Zelte). Generell empfehlen seriöse Bergsportorganisationen, darunter der Deutsche Alpenverein, ausreichend Akklimatisationstage einzuplanen, um der Gefahr der Höhenkrankheit vorzubeugen.

Neben der physischen Herausforderung beeindruckt der Kilimandscharo mit weiten Ausblicken: In der Ferne sind die Ebenen Kenias zu erkennen, bei Sonnenaufgang taucht die Landschaft in goldenes Licht, während über dem Gipfel ein klarer Sternenhimmel zu sehen ist. Viele Berichte – unter anderem im GEO Magazin – beschreiben die Gipfelnacht als stillen, fast surrealen Moment, in dem nur das Knirschen des Eises und das Schlurfen der Stiefel zu hören ist.

Kulturell ist der Berg auch in der zeitgenössischen Kunst und Literatur präsent. Fotografie-Ausstellungen in Europa und Afrika greifen die sich verändernden Eisfelder und die Lebenswelt der Menschen an den Hängen auf. Reiseführer von Häusern wie Marco Polo und Merian betonen zudem die besondere Rolle der Chagga-Kultur: traditionelle Bewässerungssysteme, Kaffeeanbau und lokale Speisen, die viele Trekkingveranstalter in ihre Programme integrieren.

Kilimandscharo besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Der Kilimandscharo liegt im Nordosten Tansanias, nahe der Grenze zu Kenia. Nächstgrößere Stadt ist Moshi, ein wichtiger Ausgangspunkt für Trekkingtouren. Von Deutschland aus ist das Gebiet über den Kilimanjaro International Airport erreichbar, der zwischen Moshi und Arusha liegt. Von Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC) oder Berlin (BER) bestehen in der Regel Verbindungen mit Umstieg über internationale Drehkreuze, etwa in Europa oder im Nahen Osten. Die reine Flugzeit ohne Umstiege bewegt sich nach Angaben verschiedener Reiseanbieter und Luftfahrtportale typischerweise im Bereich von rund 10 bis 12 Stunden, je nach Route und Verbindung. Vom Flughafen aus fahren Taxis, Shuttlebusse und private Transfers nach Moshi; die Fahrzeit liegt je nach Verkehr meist bei etwa 45 bis 60 Minuten.
  • Anreise im Land und Einstiegspunkte
    Innerhalb Tansanias sind Moshi und Arusha wichtige Knotenpunkte. Linienbusse und Minibusse verbinden die Städte mit anderen Regionen, etwa der Küstenmetropole Daressalam. Für den Aufstieg starten die meisten Routen an offiziellen Parkgates wie Marangu Gate, Machame Gate oder Londorossi Gate. Seriöse Bergtouranbieter organisieren den Transfer von Moshi oder Arusha zu diesen Einstiegspunkten.
  • Ă–ffnungszeiten und Zugang
    Der Kilimanjaro National Park ist ganzjährig geöffnet. Exakte Öffnungszeiten der einzelnen Parkgates und Regelungen (zum Beispiel Check-in-Zeiten für Gruppen) können sich ändern. Die offizielle Verwaltung von TANAPA empfiehlt, aktuelle Informationen direkt bei den Parkbehörden oder bei seriösen lokalen Veranstaltern zu erfragen. Es gilt: „Öffnungszeiten können variieren – Reisende sollten diese direkt beim Kilimandscharo National Park oder ihrem Anbieter prüfen."
  • Eintritt und TrekkinggebĂĽhren
    Für den Besuch des Nationalparks fallen verschiedene Gebühren an: Parkeintritt, Camping- oder Hüttenübernachtungen, Rettungs- und Verwaltungsgebühren. Diese werden in der Regel über den Veranstalter abgewickelt und sind im Gesamtpreis der Trekkingtour enthalten. Da sich Beträge und Wechselkurse regelmäßig ändern, sollten Reisende aktuelle Preise vor Buchung direkt bei ihrem Anbieter einholen. Faustregeln in Reiseführern wie dem ADAC-Reisemagazin weisen darauf hin, dass mehrtägige Touren, inklusive Gebühren und Dienstleistungen, meist im Bereich einiger hundert bis mehrerer tausend Euro liegen können – abhängig von Dauer, Route, Ausstattung und Service.
  • Beste Reisezeit
    Offizielle Empfehlungen von TANAPA und Einschätzungen seriöser Reiseverlage wie Marco Polo und Merian nennen grundsätzlich zwei Hauptsaisons als besonders attraktiv: die relativ trockenen Zeiträume etwa von Januar bis März sowie von Juni bis Oktober. In diesen Monaten ist die Sicht oft besser, die Niederschlagswahrscheinlichkeit geringer, allerdings sind beliebte Routen auch stärker frequentiert. Regenzeiten können zu rutschigen Wegen und eingeschränkter Sicht führen; erfahrene Anbieter passen ihre Tourenpläne entsprechend an. Wichtig: Wetterbedingungen können am Berg schnell wechseln, selbst in der „guten" Saison ist mit Kälte, Wind, Regen oder Schnee zu rechnen.
  • Gesundheit und körperliche Vorbereitung
    Der Kilimandscharo ist bergtechnisch auf den Standardrouten kein Kletterberg, aber eine ernstzunehmende Hochgebirgstour. Institutionen wie der Deutsche Alpenverein empfehlen eine solide Grundfitness und eine sorgfältige Vorbereitung. Herz-Kreislauf-Probleme, Atemwegserkrankungen und die Gefahr der akuten Höhenkrankheit sollten mit einem Arzt abgeklärt werden. Eine langsame Akklimatisation – also genügend Tage am Berg – erhöht die Chancen, den Gipfel sicher zu erreichen. Da Tansania außerhalb der EU liegt, wird üblicherweise eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport empfohlen. Für Impf- und Gesundheitsfragen sollten aktuelle Hinweise von Tropeninstituten und dem Auswärtigen Amt konsultiert werden.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Für deutsche Staatsbürger gelten visumspflichtige Einreisebestimmungen nach Tansania. Details zu Visa, erforderlichen Dokumenten und möglichen Gesundheitsnachweisen können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Hinsichtlich der allgemeinen Sicherheitslage verweist das Auswärtige Amt ebenfalls auf regelmäßig aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise.
  • Zeitverschiebung
    Tansania liegt in der Zeitzone Ostafrika-Zeit (EAT). In der Regel beträgt der Unterschied zu Mitteleuropa +2 Stunden, wenn in Deutschland Winterzeit gilt, und +1 Stunde während der mitteleuropäischen Sommerzeit. Da sich Regeln und Zeitumstellungen ändern können, sollten Reisende vor Abflug die aktuelle Zeitverschiebung überprüfen.
  • Sprache und Verständigung
    Amtssprache in Tansania ist Swahili, im administrativen und touristischen Bereich wird weit verbreitet Englisch gesprochen. In der Region Moshi, in Hotels, Lodges und bei Bergtouranbietern können sich deutsche Reisende in der Regel gut auf Englisch verständigen. Deutschsprachige Guides gibt es punktuell, sie sollten ausdrücklich bei Reiseveranstaltern angefragt werden. Einfache Swahili-Begrüßungen wie „Jambo" (Hallo) oder „Asante" (Danke) werden von Einheimischen sehr geschätzt.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld
    Offizielle Währung ist der Tansanische Schilling (TZS). In vielen touristischen Einrichtungen sowie bei internationalen Veranstaltern werden Preise in US-Dollar angegeben. Für Reisende aus Deutschland ist es üblich, größere Zahlungen wie Touren oder Hotels in harter Währung oder per Kreditkarte zu begleichen, während kleinere Ausgaben vor Ort häufig in lokaler Währung erfolgen. Kartenakzeptanz ist in Städten und touristischen Zentren verbreiteter als im ländlichen Raum, aber nicht flächendeckend. Eine Mischung aus Kreditkarte und etwas Bargeld (in Euro und/oder US-Dollar, vor Ort gewechselt) hat sich laut Reiseberichten bewährt. Trinkgeld spielt im Bergtourismus eine wichtige Rolle: Guides, Träger und Kochteams erhalten am Ende der Tour üblicherweise eine Anerkennung. Seriöse Anbieter geben oft Richtwerte an, um ein faires und transparentes System zu gewährleisten.
  • AusrĂĽstung, Kleidung und Fotografieren
    Die Temperaturunterschiede am Kilimandscharo sind extrem: tagsüber kann es in tieferen Lagen warm werden, während in der Gipfelnacht oft strenger Frost herrscht. Deutsche Bergsportexperten und Ausrüster empfehlen daher ein Zwiebelprinzip mit atmungsaktiver Funktionsunterwäsche, wärmenden Isolationsschichten und winddichter Außenschicht. Feste Bergstiefel, Mütze, Handschuhe und Stirnlampe sind unverzichtbar. Viele lokale Anbieter stellen gegen Gebühr Ausrüstung wie Schlafsäcke oder Stöcke zur Verfügung, für höhere Qualität und Hygiene greifen viele Reisende dennoch auf eigene Ausrüstung zurück. Fotografieren ist im Nationalpark erlaubt, allerdings bitten manche Angehörige lokaler Gemeinschaften darum, vor Portraitaufnahmen um Erlaubnis zu fragen. Drohnen sind in vielen Nationalparks reguliert oder verboten; wer Luftaufnahmen plant, sollte sich vorab über die aktuellen Bestimmungen informieren.

Warum Kilimanjaro auf jede Moshi-Reise gehört

Für eine Reise nach Moshi ist der Kilimandscharo weit mehr als ein Fotomotiv am Horizont. Der Berg prägt die Stadt in jeder Hinsicht: wirtschaftlich, kulturell, landschaftlich. Selbst wer den Gipfel nicht besteigen möchte, kann seine Präsenz intensiv erleben – bei Tageswanderungen im Regenwald, auf Kaffeeplantagen an seinen Hängen oder beim Blick von einer Dachterrasse in Moshi, wenn die Abendsonne das Firnfeld rosa färbt.

Die journalistische Berichterstattung deutschsprachiger Medien wie GEO, Merian oder der Süddeutschen Zeitung macht immer wieder deutlich, dass die Region ideal in längere Tansania-Rundreisen eingebunden werden kann: Oft wird der Kilimanjaro mit Safaris in den Nationalparks Serengeti, Tarangire oder Ngorongoro kombiniert, gelegentlich mit einem Badeaufenthalt auf Sansibar. Für viele Gäste aus Deutschland entsteht so eine facettenreiche Reise, die aktive Bergtour, Tierbeobachtung und Küstenlandschaft verbindet.

Auch wer nicht mehrtägig wandern will oder kann, findet rund um Moshi attraktive Angebote: Ausflüge zu Wasserfällen und heißen Quellen, Besuche in Dörfern der Chagga, Einblicke in den traditionellen Kaffeeanbau oder geführte Radtouren durch Bananenplantagen. Solche Touren stärken nach Einschätzung von Entwicklungsorganisationen und Tourismusverbänden die lokale Wertschöpfung – insbesondere, wenn sie von Community-basierten Initiativen organisiert werden, bei denen ein Teil der Einnahmen direkt in Dorfgemeinschaften fließt.

Reiseführer wie Marco Polo und das ADAC Reisemagazin empfehlen, bei der Wahl des Anbieters auf Seriosität, faire Arbeitsbedingungen für Guides und Träger sowie umweltverträgliche Tourgestaltung zu achten. Dazu gehören etwa die Mitnahme von Abfällen, die Nutzung vorhandener Toiletten und eine respektvolle Haltung gegenüber Flora, Fauna und kulturellen Stätten. Einige deutsche und internationale Reiseveranstalter arbeiten mit Zertifizierungen und Nachhaltigkeitslabels, die transparent über Standards informieren.

Der Kilimandscharo ist damit auch ein Spiegelbild größerer Debatten: Wie lässt sich Fernreisen mit Klimaschutz vereinbaren? Wie kann Tourismus vor Ort gerecht gestaltet werden? Institutionen wie die Deutsche Zentrale für Tourismus und verschiedene NGOs betonen, dass bewusstes Reisen – längerer Aufenthalt statt Kurztrips, Nutzung lokaler Angebote, CO?-Kompensation, umsichtiger Ressourcenverbrauch – ein Ansatz sein kann, um die positiven Effekte des Tourismus zu stärken und negative zu begrenzen.

Kilimandscharo in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Netzwerken ist der Kilimandscharo längst zu einem eigenen Genre geworden: Gipfelfotos bei Sonnenaufgang, Drohnenansichten (wo erlaubt), Videos von jubelnden Trekkinggruppen am Uhuru Peak und persönliche Erfahrungsberichte aus Moshi erzeugen ein weltweites Gemeinschaftsgefühl unter „Kili"-Fans. Hashtags wie #Kilimanjaro, #Kilimandscharo oder #MoshiTanzania bündeln Millionen von Beiträgen. Viele Reisende aus Deutschland informieren sich vor der eigenen Reise über solche Kanäle, um ein Gefühl für Routen, Ausrüstung und Stimmung am Berg zu bekommen – sollten diese Eindrücke aber mit den sachlichen Hinweisen von Nationalparkverwaltung, seriösen Veranstaltern und Gesundheitsdiensten abgleichen.

Häufige Fragen zu Kilimandscharo

Wo liegt der Kilimandscharo genau?

Der Kilimandscharo befindet sich im Nordosten Tansanias, nahe der Grenze zu Kenia. Der Berg liegt unweit der Stadt Moshi, die als wichtiges Drehkreuz fĂĽr Trekkingtouren und als Basis fĂĽr viele Reiseprogramme dient. Der Kilimanjaro International Airport, ĂĽber den die meisten internationalen Besucher anreisen, liegt zwischen Moshi und Arusha.

Wie hoch ist der Kilimanjaro und warum ist er so berĂĽhmt?

Der Hauptgipfel Kibo des Kilimandscharo erreicht rund 5.895 m ĂĽber dem Meeresspiegel und ist damit laut ĂĽbereinstimmenden Angaben von UNESCO und National Geographic Deutschland der höchste Berg Afrikas. BerĂĽhmt ist er, weil er als freistehender Vulkan direkt am Ă„quator liegt, dessen Gipfel dennoch von Eis und Schnee bedeckt ist – ein Bild, das seit Jahrzehnten Forschende, Fotograf:innen und Reisende fasziniert.

Kann man den Kilimandscharo ohne besondere Klettererfahrung besteigen?

Die gängigen Routen auf den Kilimanjaro gelten bergtechnisch als anspruchsvolle Wanderungen, für die in der Regel keine Kletterkenntnisse nötig sind. Dennoch handelt es sich um eine Hochgebirgstour, die wegen der Höhe, der Dauer und des wechselhaften Wetters ernst genommen werden muss. Organisationen wie der Deutsche Alpenverein empfehlen eine gute Kondition, sorgfältige Planung, eine schrittweise Akklimatisation sowie die Begleitung durch erfahrene, offiziell registrierte Guides.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr den Kilimandscharo?

Viele seriöse Quellen, darunter TANAPA und etablierte Reiseführer, nennen die trockensten Monate etwa von Januar bis März sowie von Juni bis Oktober als besonders geeignet für Trekkingtouren. In diesen Zeiträumen ist die Regenwahrscheinlichkeit meist geringer und die Sicht häufig besser. Dennoch können Wetter und Verhältnisse stark schwanken. Wer den Kilimandscharo besuchen möchte, sollte die individuelle Reisezeit mit einem erfahrenen Anbieter abstimmen.

Was sollten Reisende aus Deutschland in Bezug auf Einreise und Gesundheit beachten?

Tansania liegt außerhalb der EU, es gelten daher visumspflichtige Einreisebestimmungen und besondere Gesundheitsvorgaben. Deutsche Staatsbürger sollten vor der Reise die aktuellen Informationen des Auswärtigen Amts zu Visa, Sicherheitslage, Impfempfehlungen und medizinischer Versorgung unter auswaertiges-amt.de prüfen. Eine Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransportleistung sowie eine ärztliche Beratung zur Höhenverträglichkeit sind ebenfalls dringend zu empfehlen.

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