Kom Ombo Temple, Kom Ombo

Kom Ombo Temple: Doppeltempel für Sobek und Horus am Nil

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 22:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Kom Ombo Temple in Kom Ombo in Agypten ist ein seltener Doppeltempel am Ostufer des Nils, dessen symmetrischer Aufbau zwei Göttern zugleich dient.

Fotorealistische Ansicht von Kom-Ombo-Tempel in Kom Ombo, Agypten im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Kom-Ombo-Tempel in Kom Ombo Agypten, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Kom Ombo Temple bei Kom Ombo in Oberägypten ist ein ungewöhnlicher altägyptischer Tempel am Ostufer des Nils, der zwei Göttern zugleich geweiht ist. Der Bau entstand überwiegend in der ptolemäischen Epoche zwischen dem 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. und gehört damit zu den jüngeren großen Tempelanlagen am Nil. Sein Grundriss folgt zwei parallelen Kultachsen, die dem Krokodilgott Sobek und dem falkenköpfigen Horus der Alte (Haroeris) zugeordnet sind, wodurch ein nahezu vollständig symmetrischer Doppeltempel entsteht.

Kom Ombo Temple am Nil: Lage und Aufbau des Doppeltempels

Kom Ombo Temple steht auf einer leichten Erhebung direkt am Ostufer des Nils in der Stadt Kom Ombo im Gouvernement Aswan in Oberägypten. Die Anlage überblickt den Fluss und lag in der Antike an einer Biegung des Nils, an der Krokodile als heilige Tiere des Sobek besonders präsent waren. Der Ort war bereits im Neuen Reich ein Kultplatz, doch der heute sichtbare Tempelbau gehört in die ptolemäische und frühe römische Zeit und wurde in der Regierungszeit von Ptolemaios VI. Philometor begonnen.

Die heutige Tempelanlage entstand überwiegend zwischen der Herrschaft von Ptolemaios VI. und Ptolemaios XII. Neos Dionysos und wurde in der römischen Epoche ergänzt, etwa durch Teile der Umfassungsmauer und der Vorhöfe.Bauphasen der ptolemäischen und römischen Zeit Frühere Tempelbauten aus dem Neuen Reich sind nur in wenigen Bauteilen belegt, während der Doppeltempel als Gesamtanlage klar der ptolemäischen Epoche zugeordnet wird.Die heutige Anlage gehört zur Graeco-Romanischen Zeit

Architektur und Symmetrie: zwei Kultachsen in einem Bauwerk

Architektonisch ist Kom Ombo Temple besonders, weil der Grundriss zwei nahezu identische Tempelhälften in einem gemeinsamen Baukörper vereint. Die südliche Hälfte ist Sobek, dem Krokodilgott, geweiht, die nördliche Hälfte Horus der Alte, einem älteren Aspekt des falkenköpfigen Horus. Beide Kultbereiche besitzen eigene Eingänge, eigene Säulenhallen, eigene Raumfolgen und eigene Sanktuarien, die parallel zueinander angeordnet sind.

Der Weg durch den Tempel folgt daher zwei nebeneinanderliegenden Achsen, die vom Eingang über einen Hof und Hypostylhallen bis zu den inneren Kulträumen führen.Die parallelen Tempelachsen für Sobek und Horus Der Bau ist weitgehend aus Stein errichtet, mit massiven Mauern, Säulenreihen und Reliefwänden, deren Dekoration zum großen Teil in der späten ptolemäischen Zeit unter Ptolemaios XII. ausgeführt wurde.Ein Doppeltempel mit zwei Sanktuarien

Reliefs, Götterbilder und der Krokodilkult von Kom Ombo

Die Bild- und Inschriftenprogramme von Kom Ombo Temple spiegeln die doppelte Ausrichtung des Heiligtums wider. In den Sobek-Bereichen treten Darstellungen des Krokodilgottes, seiner Gefährtin als Erscheinungsform der Göttin Hathor und ihres gemeinsamen Sohnes auf, während in den Horus-Bereichen Horus der Alte mit seiner Gefährtin Tasenetnofret und ihrem Kind verehrt wird. Viele Reliefs zeigen Könige der ptolemäischen Dynastie bei Opferhandlungen vor Sobek und Horus, was die enge Verbindung zwischen Herrscherkult und Tempelgöttern betont.

Bemerkenswert sind Darstellungen, die mit Medizin und Zeitmessung in Verbindung gebracht werden, darunter sogenannte medizinische Szenen mit Instrumenten und Tafeln sowie Reliefs, die ein detailliertes altägyptisches Kalendersystem zeigen.Reliefs mit Gottheiten und Kalenderdarstellungen Der Bezug zum Krokodilkult setzt sich im benachbarten Museum mit mumifizierten Krokodilen und Funden aus der Umgebung fort.Krokodilkult und Funde aus Kom Ombo

Kom Ombo Temple besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Kom Ombo Temple liegt in Kom Ombo in Oberägypten am Ostufer des Nils zwischen Aswan und Luxor; viele Nilkreuzfahrtschiffe legen in der Nähe des Tempels an, sodass der Zugang häufig über einen kurzen Weg vom Flussufer erfolgt.
  • Das Gelände des Tempels umfasst Höfe und Säulenhallen mit Steinboden sowie mehrere Treppen und leicht ansteigende Wege, die über die Geländestufe vom Fluss zur Tempelplattform führen.
  • In der Umgebung des Tempels liegt unmittelbar angrenzend ein kleines Museum mit Funden zum Krokodilkult, das sich auf mumifizierte Krokodile und Kultobjekte aus Kom Ombo konzentriert.
  • Agypten hat Arabisch als Amtssprache und als Landeswährung werden Ägyptische Pfund verwendet.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Kom Ombo Temple: häufige Fragen

Wo liegt Kom Ombo Temple in Agypten?

Kom Ombo Temple liegt in der Stadt Kom Ombo am Ostufer des Nils in Oberägypten im Gouvernement Aswan und gehört zum Niltal zwischen Aswan und Luxor.

Was bietet ein Besuch von Kom Ombo Temple?

Ein Besuch von Kom Ombo Temple führt durch einen seltenen Doppeltempel mit zwei parallelen Kultachsen für Sobek und Horus der Alte sowie durch reich dekorierte Reliefwände und Säulenhallen.

Was kennzeichnet Kom Ombo Temple im Vergleich zu anderen Tempeln?

Kom Ombo Temple ist dadurch gekennzeichnet, dass er als Doppeltempel zwei Göttern gleichzeitig geweiht ist und sein Grundriss konsequent symmetrisch in einen Sobek- und einen Horus-Bereich gegliedert ist.

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