Kupfercanyon bei Creel: Mexikos wilder Grand Canyon der Sierra
20.05.2026 - 14:04:38 | ad-hoc-news.deAm Rand des Kupfercanyons bei Creel öffnet sich plötzlich eine Landschaft, die wie ein zerknittertes Hochplateau aus Fels wirkt: Barrancas del Cobre, die „Kupferschluchten“, fallen hunderte Meter tief ab, Kiefern duften in der klaren Höhenluft und in der Ferne schraubt sich die legendäre Zugstrecke „El Chepe“ durch die Sierra Madre.
Kupfercanyon: Das ikonische Wahrzeichen von Creel
Der Kupfercanyon, auf Spanisch Barrancas del Cobre (wörtlich „Kupferschluchten“), ist keine einzelne Schlucht, sondern ein ausgedehntes System von Canyons im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Creel, ein Hochlandstädtchen auf rund 2.300 m Höhe, gilt als wichtigster Zugangsort und touristisches Zentrum dieser spektakulären Landschaft. Für viele Mexiko-Reisende ist der Ort Ausgangspunkt für Wanderungen, Zugfahrten und Begegnungen mit der indigenen Kultur der Tarahumara.
Medien wie National Geographic Deutschland und das ADAC Reisemagazin betonen seit Jahren, dass das Schluchtensystem des Kupfercanyons flächenmäßig deutlich größer ist als der berühmte Grand Canyon in den USA – eine Einordnung, die auch in englischsprachigen Veröffentlichungen der BBC und von Reiseautoren immer wieder aufgegriffen wird. Während der Grand Canyon mit seiner ikonischen Silhouette und UNESCO-Welterbe-Marke weltweit im Bewusstsein verankert ist, wirkt Barrancas del Cobre für viele Europäer noch wie ein Geheimtipp.
Gleichzeitig ist der Kupfercanyon ein wichtiges Identitätsmerkmal des Bundesstaats Chihuahua. Die staatliche Tourismusbehörde bewirbt ihn als eines der großen Naturwunder Mexikos, in dem sich dramatische Landschaft, traditionelles Leben und moderne touristische Infrastruktur – etwa Seilbahnen und Aussichtspunkte – direkt begegnen. Für Reisende aus Deutschland eröffnet sich hier eine Mischung aus Abenteuer, Hochgebirgslandschaft und Kultur, die in dieser Form selbst in den Anden oder im Alpenraum kaum zu finden ist.
Geschichte und Bedeutung von Barrancas del Cobre
Geologisch ist Barrancas del Cobre das Ergebnis von Millionen Jahren Erosion. Flüsse schnitten sich tief in das vulkanische Hochplateau der Sierra Madre Occidental ein und schufen bis zu mehrere hundert Meter tiefe Täler mit steilen Felswänden. Fachpublikationen, auf die sich unter anderem GEO und die mexikanische Tourismusbehörde beziehen, ordnen den Kupfercanyon als Teil eines ausgedehnten vulkanischen Gürtels ein, dessen Gestein sich im Tertiär bildete – lange, bevor die ersten menschlichen Kulturen der Region sesshaft wurden.
Historisch ist das Gebiet eng mit den Rarámuri, im Spanischen meist Tarahumara genannt, verknĂĽpft. Dieses indigene Volk lebt nach Angaben von mexikanischen Kulturinstitutionen wie dem Instituto Nacional de los Pueblos IndĂgenas seit Jahrhunderten, wenn nicht seit Jahrtausenden, in den Tälern und auf den Hochflächen der Canyons. Ihre Ausdauerläufe ĂĽber Distanzen von oft mehr als einem Marathon sind legendär und wurden durch Reportagen von BBC, New York Times und SachbĂĽcher ĂĽber „Barefoot Running“ auch in Europa bekannter; deutsche Medien wie die SĂĽddeutsche Zeitung haben diese Geschichten aufgegriffen und auf Deutsch erläutert.
Mit der Ankunft spanischer Kolonialherren im 16. und 17. Jahrhundert rückte die Region in den Fokus der Erzsuche. Der Name Barrancas del Cobre verweist auf kupferfarbene Gesteinsschichten; nach heutigen Erkenntnissen der mexikanischen Geologiebehörden ist die tatsächliche Ausbeute an Kupfer jedoch begrenzt, während andere Erze wie Silber in der weiteren Region eine größere wirtschaftliche Rolle spielten. Für das unmittelbare Schluchtsystem standen und stehen die Möglichkeiten der Viehhaltung, der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und später des Tourismus stärker im Vordergrund.
Die touristische „Entdeckung“ des Kupfercanyons ist eng mit dem Bau der Eisenbahnverbindung zwischen Chihuahua im Hochland und dem Pazifikhafen Los Mochis verbunden. Nach Recherchen von Deutsche Welle und offiziellen Unterlagen der mexikanischen Eisenbahnbehörden wurde die heutige Trasse des „Ferrocarril Chihuahua al PacĂfico“, kurz „El Chepe“, in mehreren Etappen im 20. Jahrhundert vollendet. Der durchgehende Betrieb zwischen Chihuahua und der KĂĽste wurde in den 1960er-Jahren aufgenommen – also zu einer Zeit, als in Deutschland das Wirtschaftswunder bereits in vollem Gange war und Fernreisen langsam erschwinglicher wurden.
Seitdem hat sich der Kupfercanyon von einer abgelegenen, schwer zugänglichen Region zu einem international wahrgenommenen Reiseziel entwickelt. Die mexikanische Regierung und der Bundesstaat Chihuahua investierten in den folgenden Jahrzehnten in Straßen, Aussichtspunkte, einen Abenteuerpark und touristische Infrastruktur rund um Creel und die bekannte Station Divisadero. Dabei wurde nach Angaben offizieller Stellen immer wieder betont, dass die Lebensweise der Rarámuri respektiert und lokale Gemeinden einbezogen werden sollen – ein Spannungsfeld, das auch Reiseberichte in deutschsprachigen Medien regelmäßig thematisieren.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Im Unterschied zu klassischen Bauwerken wie Kathedralen oder Palästen besteht der Reiz des Kupfercanyons vor allem in der Naturarchitektur. Steile Felsnadeln, abgestufte Hänge und horizontale Gesteinsschichten bilden eine dramatische Kulisse, die – ähnlich wie im Grand Canyon – besonders im schrägen Morgen- und Abendlicht zur Geltung kommt. GEO und andere Naturmagazine beschreiben die Farbpalette der Barrancas del Cobre als Mischung aus Kupferrot, Ocker, Grau und dem dunklen Grün der Kiefernwälder.
Dennoch finden sich im Umfeld des Canyons kulturelle und architektonische Elemente, die das Erlebnis prägen. In und um Creel stehen kleine Kirchen aus der Kolonialzeit und dem 19. Jahrhundert, geprägt vom schlichten Missionsstil mit weiß verputzten Fassaden und einfachen Glockentürmen. Sie erinnern an die christlichen Missionierungsversuche, die in der Region seit dem 17. Jahrhundert unternommen wurden. Fachautoren, auf die sich unter anderem Merian und Reiseführer-Verlage beziehen, ordnen diesen Baustil als Teil des spanisch-mexikanischen Kolonialerbes ein, das sich durch pragmatische, eher zurückhaltende Architektur auszeichnet.
Ein besonderes Element moderner Infrastruktur ist der „Parque de Aventura Barrancas del Cobre“ bei Divisadero. Nach Angaben der offiziellen Parkbetreiber und des Tourismusministeriums von Chihuahua gehört die dortige Gondelbahn zu den längsten und spektakulärsten Seilbahnen Mexikos. Sie führt ohne Stützmasten über eine große Distanz hinweg von der Hochfläche zu einem Aussichtspunkt, von dem sich gleich mehrere Canyons überblicken lassen. Ergänzt wird dies durch zusätzliche Attraktionen wie Zipline-Strecken und Plattformen, die sich weit über den Abgrund schieben.
Für Fotografen, darunter viele aus Deutschland, gelten die Metall- und Glasplattformen an den Aussichtspunkten als moderne „Balkone“ über der Landschaft. Architekturexperten, die sich im Kontext des internationalen Ingenieurbaus äußern, verweisen darauf, dass solche Konstruktionen ähnlich wie Skywalks in den Alpen oder im Grand Canyon ein bewusstes Spiel mit der Wahrnehmung von Höhe und Tiefe sind. Glasböden, Stahlträger und die scheinbar schwebende Position erhöhen den Nervenkitzel, erlauben aber gleichzeitig ein sicheres Erlebnis – eine Verbindung aus Technologie und Natur, die in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit stark an Popularität gewonnen hat.
Kulturell besonders prägend ist im Kupfercanyon die sichtbare Präsenz der Rarámuri. Traditionelle Kleidung mit farbenfrohen Röcken, Tüchern und Hemden, handgefertigte Körbe und Holzspielzeuge sowie einfache, in den Fels gebaute Siedlungen prägen das Bild. Ethnologische Studien, auf die unter anderem die Deutsche Welle in Hintergrundberichten verweist, beschreiben die Kunsthandwerke als wichtigen Teil der ökonomischen Selbstbestimmung der Gemeinschaften. Für Besucherinnen und Besucher aus Europa bietet sich hier – bei aller Vorsicht vor romantisierender Folklore – die Möglichkeit, direkt gefertigte Produkte zu erwerben und damit lokale Familien zu unterstützen.
Ein weiterer besonderer Aspekt ist die Eisenbahnarchitektur des „El Chepe“. Brücken, Tunnel und Viadukte ziehen sich über hunderte Kilometer durch die Berge. Reiseführer von Marco Polo, Baedeker und Lonely Planet (in deutscher Übersetzung) heben die vielen Kunstbauten hervor, die teils spektakuläre Schluchten überspannen oder sich mit engen Kurven an Steilhängen entlangziehen. Ingenieurhistoriker werten die Fertigstellung der Zugstrecke als eines der großen Infrastrukturprojekte Mexikos im 20. Jahrhundert – vergleichbar mit den alpinen Bahnprojekten, die die Schweiz und Österreich prägten.
Kupfercanyon besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Der Kupfercanyon liegt im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua im Norden des Landes. Creel, das Tor zu Barrancas del Cobre, befindet sich auf einem Hochplateau der Sierra Madre Occidental. Reisende aus Deutschland erreichen die Region in der Regel per Flug über große Drehkreuze wie Mexiko-Stadt oder andere nordmexikanische Städte. Ab Frankfurt, München oder Berlin ist mit mindestens einem Umstieg und einer Gesamtflugzeit von oft 14–18 Stunden zu rechnen, je nach gewählter Route. Von Mexiko-Stadt aus geht es in der Regel per Inlandsflug nach Chihuahua-Stadt und dann mit Bus oder Bahn weiter nach Creel. Alternativ kann der Zug „El Chepe“ von Chihuahua in Richtung Pazifik genutzt werden, der in Creel und Divisadero hält. - Anreise per Zug und Straße vor Ort
Die Fahrt mit dem „El Chepe“ gilt laut Berichten von National Geographic und verschiedenen Reiseverlagen als eine der schönsten Eisenbahnstrecken Lateinamerikas. Sie führt über viele Brücken und durch zahlreiche Tunnel. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte bedenken, dass die Straßen durchs Gebirge kurvig und teils witterungsanfällig sind. In der Trockenzeit sind sie meist gut befahrbar, in der Regenzeit können Erdrutsche oder Auswaschungen vorkommen. Öffentliche Busse verbinden Creel mit Chihuahua und anderen Orten der Region, wobei Fahrpläne schwanken können. - Öffnungszeiten
Der Kupfercanyon als Landschaft ist naturgemäß rund um die Uhr zugänglich. Konkrete Einrichtungen wie der „Parque de Aventura Barrancas del Cobre“, Seilbahnen und Aussichtspunkte mit Infrastruktur haben jedoch feste Öffnungszeiten, die saisonal variieren können. Offizielle Stellen und Betreiber weisen darauf hin, dass aktuelle Zeiten direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder der Tourismusbehörde von Chihuahua zu prüfen sind, da sich Betriebszeiten etwa wegen Wartung oder Wetter kurzfristig ändern können. - Eintritt
Der Zugang zur Landschaft des Kupfercanyons ist grundsätzlich frei, aber viele Aussichtspunkte, Parkanlagen und Aktivitäten wie Seilbahnfahrten, Zipline-Touren oder geführte Wanderungen sind kostenpflichtig. Reiseführer und offizielle Informationsstellen nennen einen Rahmen im niedrigen bis mittleren zweistelligen Euro-Bereich für einzelne Aktivitäten, wobei Preise je nach Saison und Anbieter schwanken. Da sich konkrete Beträge regelmäßig ändern, ist es sinnvoll, vor Ort oder kurz vor der Reise aktuelle Preise zu recherchieren. Grundsätzlich sollte mit Ausgaben in Mexikanischem Peso gerechnet werden, die sich umgerechnet im Bereich typischer europäischer Freizeitattraktionen bewegen können. - Beste Reisezeit
Der Kupfercanyon liegt in einem Hochgebirge: Die Winter können kalt werden, mit gelegentlichem Schnee in höheren Lagen, während die Sommer tagsüber warm bis heiß, nachts aber oft frisch sind. Nach Auskünften von Reiseverlagen und der Tourismusbehörde von Chihuahua gelten die Monate Herbst und Frühling als besonders angenehm, da das Wetter stabil und die Temperaturen ausgewogen sind. Die Regenzeit liegt grob im Sommer, wenn nachmittägliche Gewitter auftreten können. Wer Aussichtspunkte und Fotomotive genießen möchte, profitiert von der klaren Luft in der kühleren Jahreszeit. Ähnlich wie in den Alpen lohnt sich eine Planung nach Saison: Hochsommer bedeutet mehr Besucher, während Übergangszeiten oft etwas ruhiger sind. - Höhenlage und Gesundheit
Creel und viele Aussichtspunkte liegen über 2.000 m Höhe. Für Reisende aus Deutschland, die an Meereshöhe oder im Flachland leben, kann dies zunächst ungewohnt sein. Gesundheitsorganisationen und Reisemediziner empfehlen, sich langsam zu akklimatisieren, viel zu trinken, Alkohol in den ersten Tagen zu begrenzen und körperliche Anstrengung moderat zu steigern. Akute Höhenkrankheit ist bei diesen Höhen weniger wahrscheinlich als etwa in den Anden über 3.000 m, dennoch sollten leichte Symptome wie Kopfschmerzen oder ungewöhnliche Müdigkeit ernst genommen werden. - Sprache vor Ort
Die Hauptsprache ist Spanisch. In touristischen Einrichtungen in Creel, in Hotels und bei Touranbietern wird häufig zumindest grundlegendes Englisch gesprochen, deutschsprachige Angebote sind dagegen selten. Einfache spanische Floskeln erleichtern den Alltag spürbar. In den Rarámuri-Gemeinschaften wird zudem die eigene Sprache Rarámuri gesprochen. Respektvoller Umgang und die Bereitschaft, sich mit Gesten und wenigen Worten zu verständigen, werden von Reiseexperten und Ethnologen gleichermaßen empfohlen. - Zahlung und Trinkgeld
Die Landeswährung ist der Mexikanische Peso. In größeren Hotels, Restaurants und im Adventure-Park sind Kreditkarten verbreitet, in kleineren Läden, auf Märkten und bei indigenen Händlerinnen und Händlern ist Bargeld jedoch oft unverzichtbar. Reisemagazine und Verbraucherschützer empfehlen, einige kleinere Scheine und Münzen griffbereit zu halten. Trinkgeld ist in Mexiko üblich: In Restaurants werden häufig 10–15 % gegeben, bei Gepäckträgern und Guides sind kleine Beträge erwartet. Bei Rarámuri-Händlerinnen und -Händlern ist Trinkgeld unüblich; hier erfolgt Unterstützung in der Regel durch den Kauf von Handwerksprodukten. - Sicherheit
Nordmexiko wird in Medien gelegentlich im Zusammenhang mit Kriminalität erwähnt. Gleichzeitig betonen seriöse Reiseberichte, dass touristische Orte wie Creel und die unmittelbaren Gebiete rund um die Hauptaussichtspunkte des Kupfercanyons meist ruhig sind, wenn grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden: keine auffällige Zurschaustellung von Wertgegenständen, Nutzung offizieller Transportmittel, Meiden von nächtlichen Alleingängen in unbekannten Vierteln. Deutsche Staatsbürger sollten sich vor einer Reise stets über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) informieren, da Lageeinschätzungen sich ändern können. - Einreisebestimmungen und Gesundheitsschutz
Für die Einreise nach Mexiko gelten je nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsdauer unterschiedliche Regeln. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Bestimmungen – etwa zur maximalen Aufenthaltsdauer, zu eventuell erforderlichen elektronischen Vorabregistrierungen oder Impfnachweisen – beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) prüfen. Generell wird für Reisen außerhalb Europas eine Auslandskrankenversicherung empfohlen, die auch einen medizinisch sinnvollen Rücktransport abdeckt. Impfempfehlungen und Hinweise zu Trinkwasserqualität und Lebensmittelsicherheit sollten idealerweise vorab mit einem tropenmedizinischen Zentrum oder der Hausärztin bzw. dem Hausarzt besprochen werden. - Zeitzone und Zeitverschiebung
Der Bundesstaat Chihuahua liegt in einer Zeitzone, die gegenüber Mitteleuropa zeitlich versetzt ist. Je nach Jahreszeit – insbesondere im Hinblick auf Sommer- und Winterzeitregelungen – ergibt sich in der Regel ein deutlicher Zeitunterschied von mehreren Stunden zwischen Deutschland und Nordmexiko. Für die genaue Umrechnung empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick in aktuelle Zeitzonentabellen oder auf verlässliche Online-Zeitrechner. Dieser Zeitversatz kann bei der Kommunikation mit Zuhause und bei der Planung von Anschlussflügen eine Rolle spielen. - Fotografieren und lokale Kultur
Die Schluchten, Züge und Aussichtspunkte sind beliebte Fotomotive. Bei Menschen – insbesondere bei Angehörigen der Rarámuri – sollte jedoch stets vorher gefragt werden, ob ein Foto gewünscht ist. Ethnologische Institutionen und seriöse Reiseführer betonen, dass viele Rarámuri sehr zurückhaltend sind, wenn es um Fotografien geht, und dass ein respektvoller Umgang entscheidend ist. Manche bieten gegen ein kleines Entgelt das Fotografieren an; andere lehnen ab. Eine freundliche Nachfrage und die Akzeptanz eines „Nein“ sind hier zentral.
Warum Barrancas del Cobre auf jede Creel-Reise gehört
Für eine Reise nach Mexiko, die über Strandurlaub und klassische Kolonialstädte hinausgehen soll, bietet der Kupfercanyon eine außergewöhnliche Ergänzung. Die Schluchtenlandschaft kombiniert dramatische Natur mit einer Zugreise, die in vielen internationalen Rankings als eine der spektakulärsten der Welt genannt wird. Wer von Creel aus an den Rand der Barrancas del Cobre tritt, erlebt eine Tiefe und Weite, die im deutschsprachigen Raum höchstens mit einem Blick in die großen Täler der Alpen vergleichbar ist – nur dass hier die Dimensionen noch einmal deutlich größer wirken.
Reisejournalistinnen und -journalisten, darunter Stimmen aus der FAZ und aus spezialisierten Outdoor-Magazinen, heben die Vielseitigkeit der Region hervor: Von gemütlichen Spaziergängen zu Aussichtspunkten über Tageswanderungen bis hin zu mehrtägigen Trekkingtouren eröffnet sich ein Spektrum für unterschiedliche Fitnesslevel. Hinzu kommt die Möglichkeit, traditionelle Dörfer zu besuchen, Handwerk direkt bei den Produzenten zu erwerben und einen Eindruck vom Alltag der Rarámuri zu gewinnen – vorausgesetzt, Besuche erfolgen in Zusammenarbeit mit verantwortungsvollen, lokal verankerten Anbietern.
Viele Reisende verbinden den Kupfercanyon mit weiteren Zielen in Mexiko. Beliebte Kombinationen umfassen die pulsierende Metropole Mexiko-Stadt mit ihren Museen und präkolumbischen Stätten wie Teotihuacán, die historischen Kolonialstädte im Hochland oder Badeorte an der Pazifik- oder Karibikküste. Aus Sicht eines deutschsprachigen Publikums ist besonders reizvoll, dass sich in einem Land mehrere unterschiedliche „Welten“ verbinden lassen: Hochgebirge mit kühlen Nächten, Wüstenlandschaften im Norden, tropische Strände und dicht besiedelte urbane Zentren.
Ein weiterer Grund für die wachsende Attraktivität des Kupfercanyons sind digitale Erfahrungsberichte. Auf YouTube, Instagram und anderen Plattformen teilen Reisende aus aller Welt, darunter auch deutschsprachige, zunehmend Videos und Bilder, die die Zugfahrt, die Seilbahn und Wanderungen dokumentieren. Diese persönlichen Eindrücke ergänzen die Berichterstattung klassischer Medien und helfen bei der konkreten Reiseplanung – etwa bei der Frage, wie viel Zeit für Creel und Divisadero eingeplant werden sollte oder welche Kleidung sich für die Jahreszeit empfiehlt.
Für Leserinnen und Leser in Deutschland, die vielleicht bereits die Alpen, den Grand Canyon oder den Himalaya erlebt haben, kann der Kupfercanyon eine Art „fehlendes Puzzleteil“ auf der persönlichen Landkarte bedeutender Schluchtenlandschaften sein. Anders als der US-amerikanische Grand Canyon ist Barrancas del Cobre bisher weniger von Massentourismus geprägt, was die Chancen auf ruhigere Momente am Abgrund erhöht – auch wenn natürlich die Zahl der Besucherinnen und Besucher langsam wächst.
Wer sich auf den Weg macht, sollte allerdings genügend Zeit einplanen. Viele Experten empfehlen, nicht nur einen schnellen Fotostopp einzuplanen, sondern mindestens mehrere Tage vor Ort zu verbringen. So bleibt Raum für unterschiedliche Perspektiven auf die Schluchten, für Begegnungen und für die unvermeidliche Verzögerung, die das Reisen in abgelegenen Gebirgsregionen mit sich bringt. In Kombination mit einer Zugfahrt auf wenigstens einem Teilabschnitt des „El Chepe“ entsteht eine Reiseroute, die sich deutlich von klassischen Rundreisen durch Mexikos Kolonialstädte oder Badeorte abhebt.
Kupfercanyon in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
In sozialen Medien ist der Kupfercanyon längst angekommen: Kurzvideos von Zugfahrten, Drohnenaufnahmen über den Schluchten und Reels von Zipline-Abfahrten verbreiten sich auf Plattformen wie Instagram, YouTube und TikTok. Sie geben einen unmittelbaren Eindruck von Dimension, Farbe und Licht der Barrancas del Cobre – und inspirieren zunehmend auch deutschsprachige Reisende, die Region in ihre Mexiko-Planung aufzunehmen.
Kupfercanyon — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Kupfercanyon
Wo genau liegt der Kupfercanyon?
Der Kupfercanyon befindet sich im Norden Mexikos im Bundesstaat Chihuahua und ist Teil der Sierra Madre Occidental. Das Hochlandstädtchen Creel gilt als wichtigster Zugangsort und Ausgangsbasis für Ausflüge in die Barrancas del Cobre.
Was unterscheidet Barrancas del Cobre vom Grand Canyon?
Während der Grand Canyon vor allem durch eine einzige, sehr markante Schlucht geprägt ist, besteht Barrancas del Cobre aus einem System mehrerer großer Canyons. Fachmedien und Tourismusbehörden weisen darauf hin, dass die Gesamtfläche des Kupfercanyons größer ist als die des Grand Canyon, auch wenn nicht alle Schluchten die gleiche Tiefe erreichen. Zudem ist die Region stärker bewaldet und kulturell von den Rarámuri geprägt.
Wie erreicht man den Kupfercanyon am besten von Deutschland aus?
Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel zunächst über internationale Drehkreuze wie Mexiko-Stadt oder US-Hubs nach Nordmexiko und reisen anschließend weiter nach Chihuahua-Stadt. Von dort geht es per Inlandsflug, Fernbus oder mit der Eisenbahn „El Chepe“ nach Creel und zu den Aussichtspunkten wie Divisadero. Direkte Flugverbindungen ohne Umstieg gibt es von Deutschland in der Regel nicht.
Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr den Kupfercanyon?
Als besonders angenehm gelten die Monate im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen moderat sind und die Niederschläge geringer ausfallen. Im Sommer ist mit nachmittäglichen Gewittern und teilweise höherer Luftfeuchtigkeit zu rechnen, während im Winter vor allem in höheren Lagen kühle bis kalte Temperaturen und gelegentlich Schnee auftreten können.
Ist ein Besuch des Kupfercanyons fĂĽr Individualreisende geeignet?
Ja, viele Reisende erkunden den Kupfercanyon individuell, häufig in Kombination mit dem Zug „El Chepe“ und Übernachtungen in Creel oder Divisadero. Aufgrund von Entfernungen, Höhenlage und gelegentlich wechselnden Fahrplänen erfordert dies jedoch eine sorgfältige Planung. Für weniger erfahrene Fernreisende können organisierte Touren mit lokalen Anbietern eine sinnvolle Alternative sein.
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