Medeu in Almaty zwischen Eisoval und Bergschlucht
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 02:07 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Medeu liegt südöstlich von Almaty in einer Schlucht des Transili-Alatau. Das offene Eisoval befindet sich auf 1.691 Metern Höhe und verbindet eine Sportanlage mit der Landschaft der nördlichen Tian-Schan-Ausläufer. Seine Geschichte reicht von einer Natureisbahn aus dem Jahr 1951 bis zum Sportkomplex der Jahre 1969 bis 1972.
Medeu zwischen Stadtgrenze und Transili-Alatau
Der Name Medeu bezeichnet die Eislaufbahn, den umliegenden Gebirgstalraum und den Sportkomplex am südöstlichen Rand von Almaty. Die Anlage liegt im Tal des Flusses Malaja Almatinka am Nordhang des Transili-Alatau. Damit gehört Medeu räumlich zur Berglandschaft Kasachstans und zugleich zum erweiterten Stadtgebiet von Almaty.
Die Höhe von 1.691 Metern prägt das Erscheinungsbild der Anlage. Unter freiem Himmel liegt das Eisoval zwischen betonierten Tribünen, Stützkonstruktionen und den steilen Hängen der Schlucht. Die Bergwände bilden dabei keinen dekorativen Hintergrund, sondern den unmittelbar sichtbaren Raum, in dem der Sportkomplex steht. Die Lage auf 1.691 Metern gehört zu den festen geografischen Merkmalen von Medeu.
Vom Stadtgebiet führt eine Straße durch das Tal in Richtung der höheren Bergregionen. Medeu liegt damit an einer markanten Übergangszone: Unten befindet sich Almaty mit seinen dicht bebauten Stadtvierteln, darüber folgen Schlucht, Waldhänge und die Hochgebirgslandschaft des Transili-Alatau. Die Anlage selbst bleibt als breite künstliche Fläche in diesem engen Naturraum klar erkennbar.
Vom Natureis zur Betonarena
Die erste Eislaufbahn in Medeu wurde 1951 eröffnet. Zu dieser Zeit bestand die Eisfläche aus Natureis. Der Ort wurde dadurch mit dem Eisschnelllauf verbunden, bevor die heutige Anlage mit künstlicher Kühlung entstand.
Zwischen 1969 und 1972 wurde der Sportkomplex in seiner heutigen architektonischen Grundform errichtet. Am 28. Dezember 1972 öffnete die neue Anlage mit künstlicher Eisfläche. Der Neubau von 1969 bis 1972 gehört zur Baugeschichte des Ortes.
Zu den genannten Architekten gehören Wladimir Katsew und Arystan Kainarbajew. Als Ingenieur wird Stanislaw Matwejew genannt. Die Anlage verbindet ein großes Eisfeld mit Tribünen, Betonterrassen und technischen Einrichtungen. Ihre Wirkung entsteht aus dem Gegensatz zwischen der regelmäßigen Sportfläche und den unregelmäßigen Hängen der Schlucht.
Das Eisfeld umfasst 10.500 Quadratmeter. Unter der Oberfläche liegt ein weit verzweigtes System zur künstlichen Kühlung. Sichtbar bleibt davon vor allem die große, ebene Fläche, die von den Rängen und den steilen Berghängen eingefasst wird. Medeu ist damit kein geschlossenes Stadion, sondern eine offene Arena in der Höhe.
Ein Name aus der Geschichte Almatys
Der Sportkomplex trägt den Namen Medeu Pusurmanow. Er lebte im 19. Jahrhundert und wird mit der Entwicklung des Geländes am Fuß des Transili-Alatau verbunden. Sein Name ging auf den Talraum über und wurde später zur Bezeichnung der Eislaufbahn.
Die Benennung verweist auf eine regionale Geschichte, die älter ist als die Sportanlage. Medeu Pusurmanow gehörte zur Zeit der Stadt Werny zu den lokalen Persönlichkeiten des Gebiets. Werny war der frühere Name von Almaty. Der Name Medeu Pusurmanow verbindet den Sportort mit der regionalen Geschichte des 19. Jahrhunderts.
Die Sportgeschichte der Anlage begann mit dem Eisschnelllauf. Bei der Eröffnung der ersten Bahn im Februar 1951 wurden zwei Weltrekorde und sechs nationale Rekorde aufgestellt. In den folgenden Jahrzehnten wurde Medeu als Ort für internationale Wettkämpfe, Eishockey, Eiskunstlauf und Breitensport genutzt.
Der Ort besitzt außerdem einen formalen Denkmalstatus. Der Sportkomplex ist im staatlichen Verzeichnis der historischen und kulturellen Denkmäler Kasachstans als Denkmal der Stadtplanung und Architektur geführt. Der Denkmalstatus des Sportkomplexes verweist auf die architektonische Bedeutung der Anlage über ihre sportliche Nutzung hinaus.
Wer durch Medeu geht, sieht deshalb mehrere Zeitschichten zugleich. Der Name erinnert an eine Persönlichkeit aus dem 19. Jahrhundert. Die erste Bahn steht für den sowjetischen Eisschnelllauf der Nachkriegszeit. Die Betonarena von 1972 zeigt die großmaßstäbliche Sportarchitektur der Sowjetunion. Darüber liegt die Berglandschaft des Transili-Alatau.
Medeu besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Medeu liegt südöstlich von Almaty im Tal der Malaja Almatinka. Die Anlage ist über die Straße erreichbar und liegt an der Verbindung in Richtung der höheren Bergregionen des Transili-Alatau.
- Das Gelände umfasst Betonterrassen, Außenstufen und geneigte Wege innerhalb einer Bergschlucht. Die Eislaufbahn liegt auf 1.691 Metern über dem Meeresspiegel.
- In der Umgebung liegen die Hänge des Transili-Alatau und der Fluss Malaja Almatinka. Die Landschaft geht unmittelbar in die baulichen Flächen des Sportkomplexes über.
- Amtssprache ist Kasachisch, Russisch ist im öffentlichen Leben ebenfalls weit verbreitet; gezahlt wird in Tenge.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Medeu auf Social-Media-Plattformen
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Medeu: häufige Fragen
Wo liegt Medeu?
Medeu liegt südöstlich von Almaty in einer Schlucht des Transili-Alatau. Die Anlage befindet sich am Fluss Malaja Almatinka auf 1.691 Metern Höhe.
Was bietet ein Besuch in Medeu?
Zu sehen sind eine offene Eislaufbahn, Tribünen, Betonterrassen und technische Bauteile des Sportkomplexes. Dazu kommt die Berglandschaft unmittelbar an der Anlage.
Was kennzeichnet Medeu?
Medeu verbindet die Geschichte des Eisschnelllaufs mit der Sportarchitektur von 1972. Der Name erinnert an Medeu Pusurmanow aus dem 19. Jahrhundert.
