Mezquita-Catedral de Cordoba, Cordoba

Mezquita-Catedral de Cordoba: Steinbögen zwischen Moschee und Kathedrale

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 16:28 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Mezquita-Catedral de Cordoba in Cordoba verbindet islamische Moschee und christliche Kathedrale zu einem einzigen Bauwerk und lÀdt zum Staunen ein.

Pop-Art-Comic von Mezquita-Kathedrale Cordoba in Cordoba, Spanien mit Rasterpunkten
Pop-Art-Comicillustration des Wahrzeichens Mezquita-Kathedrale Cordoba in Cordoba Spanien, kraeftige Konturen Rasterpunkte und satte Farben, Illustration mit AI erstellt.

Die Mezquita-Catedral de Cordoba in Cordoba gehört zu den bekanntesten Sakralbauten Spaniens und vereint in einem einzigen GebĂ€ude eine frĂŒhmittelalterliche Moschee und eine spĂ€ter eingefĂŒgte Kathedrale. Der Bau geht auf Abd al-Rahman I im spĂ€ten 8. Jahrhundert zurĂŒck und wurde nach der Eroberung Cordobas durch Ferdinand III von Kastilien im Jahr 1236 zur Kathedrale umgewidmet, ohne die Grundstruktur der Moschee zu entfernen.

Hypostylhalle und Wald aus SĂ€ulen

Wer die Mezquita-Catedral de Cordoba betritt, steht in einer großen Gebetshalle, die als hypostyle Halle mit einem beinahe regelmĂ€ĂŸigen Raster aus SĂ€ulen und Arkaden angelegt ist. Der ursprĂŒngliche Moscheebau unter Abd al-Rahman I entstand zwischen 785 und 788 und setzte dieses System von SĂ€ulenhallen als tragendes Prinzip ein, das spĂ€tere Erweiterungen erleichterte.Der ursprĂŒngliche Moscheebau unter Abd al-Rahman I

In der heutigen Gebetshalle tragen zahlreiche schlanke SĂ€ulen ein zweigeteiltes Bogen- und TrĂ€gersystem, bei dem auf einem unteren Hufeisenbogen ein weiterer Halbkreisbogen liegt. Die Bögen sind aus abwechselnd hellem Stein und rötlichem Material gefĂŒgt, wodurch ein gestreiftes Muster entsteht, das sich durch den Raum zieht und ihm seine bekannte Bildwirkung gibt.zweigeteiltes Bogen- und TrĂ€gersystem Zwischen den SĂ€ulen entstehen gleichmĂ€ĂŸige GĂ€nge, die sich quer zur Gebetsrichtung durch die Halle ziehen.

Vom Emirat zur Kathedrale: Baugeschichte in Schichten

Die Geschichte der Mezquita-Catedral de Cordoba beginnt mit Abd al-Rahman I, dem ersten Umayyadenemir von Cordoba, der Ende des 8. Jahrhunderts den Bau einer großen Moschee veranlasste, um dem Rang der Stadt im Emirat Al-Andalus Ausdruck zu geben.Abd al-Rahman I, der erste Umayyadenemir In den folgenden Jahrhunderten wurde der Bau unter weiteren Herrschern des Emirats und Kalifats von Cordoba mehrfach nach SĂŒden und Westen erweitert, sodass sich mehrere Bauphasen in der Tiefe der Halle ablesen lassen.

Nach der Einnahme Cordobas durch Ferdinand III von Kastilien im Jahr 1236 wurde die Moschee als Kathedrale geweiht, blieb aber im Grundriss und in den SĂ€ulenreihen zunĂ€chst erhalten.Nach der Einnahme Cordobas durch Ferdinand III Im 16. Jahrhundert ließ Karl V eine neue Kathedralenkirche mit Langhaus, Querhaus und Chor in die Mitte der Gebetshalle einfĂŒgen, wobei Teile der ursprĂŒnglichen Arkaden zugunsten eines höheren, kreuzförmigen Raums mit Renaissance- und spĂ€teren Gewölben abgebrochen wurden.neue Kathedralenkirche mit Langhaus So entstand ein Innenraum, in dem islamische Arkaden und christliche HochrĂ€ume unmittelbar ineinander ĂŒbergehen.

Mihrab, Hof und Glockenturm

An der Gebetsrichtung der Moschee, an der SĂŒdseite der Halle, liegt der reich gestaltete Mihrab, die Gebetsnische, die die Richtung des Gebets markiert. Sein Zugang wird durch einen Hufeisenbogen mit geneigten Seiten gefasst, dessen OberflĂ€che mit Mosaikdekor ausgestattet ist, der an byzantinische Vorbilder erinnert und auf die BautĂ€tigkeit unter Al-Hakam II zurĂŒckgeht.Hufeisenbogen mit geneigten Seiten Hinter dem Bogen öffnet sich eine kleine, tief wirkende Nische mit einer gewölbten Decke und reicher ornamentaler Gestaltung.

Vor der Halle erstreckt sich ein Hof mit OrangenbĂ€umen und Wasserbecken, der als Vorhof zur Moschee und spĂ€ter zur Kathedrale dient und der Anlage einen offenen, von Arkaden gerahmten Außenraum gibt. Der heute als Glockenturm genutzte Turm ĂŒber einem ehemaligen Minarett markiert den Zugang von der Stadtseite und verbindet die Anlage mit der Silhouette der Altstadt Cordobas.der heute als Glockenturm genutzte Turm Im Zusammenspiel von Hof, Turm, Gebetshalle und Kathedralschiff entsteht ein vielschichtiges Ensemble, das verschiedene Epochen der Stadtgeschichte rĂ€umlich fassbar macht.

Mezquita-Catedral de Cordoba besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Mezquita-Catedral de Cordoba liegt im historischen Zentrum von Cordoba am Nordufer des Guadalquivir und ist von den Bahnhöfen der Stadt aus zu Fuß oder mit innerstĂ€dtischem Verkehr erreichbar.
  • Der Zugang zur Anlage fĂŒhrt ĂŒber mehrere Ebenen mit Stufen zwischen Vorhof, SĂ€ulenhalle und Kathedralenschiff, sodass der Rundgang durch das GebĂ€ude wechselnde Bodenhöhen umfasst.
  • Im Hof der Mezquita-Catedral de Cordoba stehen OrangenbĂ€ume und Wasserbecken, der Boden besteht aus Stein und PflasterflĂ€chen, die sich von den gedeckten Bereichen der Halle deutlich unterscheiden.
  • Cordoba liegt im SĂŒden von Spanien, Amtssprache ist Spanisch und gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Mezquita-Catedral de Cordoba: hÀufige Fragen

Wo liegt die Mezquita-Catedral de Cordoba?

Die Mezquita-Catedral de Cordoba steht im historischen Zentrum von Cordoba in Spanien, nahe dem Nordufer des Flusses Guadalquivir und umgeben von der Altstadt.

Was bietet ein Besuch der Mezquita-Catedral de Cordoba?

Ein Besuch fĂŒhrt durch den Hof mit OrangenbĂ€umen, die SĂ€ulenhalle der ehemaligen Moschee und das in die Halle eingefĂŒgte Kathedralenschiff, sodass islamische und christliche Bauformen in einem zusammenhĂ€ngenden Innenraum erlebbar sind.

Was kennzeichnet die Architektur der Mezquita-Catedral de Cordoba?

Kennzeichnend sind die zahlreichen SĂ€ulen mit doppelten Bögen in roter und weißer Gliederung, der reich dekorierte Mihrab an der SĂŒdseite der Halle und der spĂ€ter eingebaute Kathedralraum mit höheren Gewölben im Zentrum des GebĂ€udes.

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