Monasterio de Piedra, Spanien

Monasterio de Piedra: Spaniens verborgenes Kloster mit Wasserfall-Paradies

31.05.2026 - 06:08:03 | ad-hoc-news.de

Monasterio de Piedra bei Nuevalos in Spanien verbindet mittelalterliches Kloster und spektakuläre Wasserfälle. Warum dieser Ort Reisende aus Deutschland so nachhaltig beeindruckt.

Monasterio de Piedra, Spanien, Reise
Monasterio de Piedra, Spanien, Reise

Ein ehemaliges Zisterzienserkloster, versteckt in einer kargen Hügellandschaft, dahinter ein grünes Tal mit Wasserfällen, Höhlen und smaragdgrünen Becken: Das Monasterio de Piedra (sinngemäß „Steinkloster“) bei Nuevalos in Spanien wirkt wie eine Kulisse aus einem Fantasy-Film – und liegt doch nur wenige Stunden Reisezeit von Deutschland entfernt.

Wo draußen Staub und Steppe dominieren, öffnet sich hinter den Klostermauern ein unerwartetes Paradies aus Wasser, Licht und Stein – ein Kontrast, der das Monasterio de Piedra zu einem der eindrucksvollsten Ausflugsziele im Nordosten Spaniens macht.

Monasterio de Piedra: Das ikonische Wahrzeichen von Nuevalos

Das Monasterio de Piedra liegt in der Provinz Zaragoza, unweit des kleinen Ortes Nuevalos in der spanischen Autonomen Gemeinschaft Aragon. Eingebettet in ein Seitental des Río Piedra wirkt das Kloster wie eine grüne Oase mitten in einer eher trockenen, von Kalkfelsen und Buschlandschaften geprägten Region. Für Reisende aus Deutschland, die Spanien meist mit Küstenorten oder Metropolen wie Barcelona oder Madrid verbinden, ist dieser Ort eine überraschende dritte Dimension des Landes.

Die Anlage besteht im Kern aus zwei Welten: dem historischen Klosterkomplex mit Kirche, Kreuzgang und einfachen Zellen der Mönche – und dem dahinterliegenden Naturpark mit Wasserfällen, Höhlen, Schluchten und üppiger Vegetation entlang des Flusses. Beide Bereiche lassen sich bei einem Besuch bequem verbinden, doch sie entfalten jeweils eine völlig eigene Stimmung: stille Steinarchitektur auf der einen Seite, rauschendes Wasser und kühle Schatten auf der anderen.

Spanische Reiseführer wie die renommierte Reihe von Guía Repsol sowie das traditionsreiche Magazin National Geographic España heben das Monasterio de Piedra regelmäßig als eine der eindrucksvollsten Kombinationen aus Kulturdenkmal und Landschaftserlebnis in Aragon hervor. Damit ist es für Kultur- wie Naturinteressierte gleichermaßen attraktiv – und als Tages- oder Wochenendausflug etwa von Zaragoza aus fest etabliert.

Geschichte und Bedeutung von Monasterio de Piedra

Die Geschichte des Monasterio de Piedra beginnt im späten 12. Jahrhundert, als der Orden der Zisterzienser im damals von der Reconquista geprägten Königreich Aragón neue Klöster gründete. Nach Angaben der Betreiber der Anlage und einschlägiger spanischer Fachliteratur wurde das Kloster in den 1190er-Jahren gegründet und über mehrere Jahrzehnte errichtet. Die Zisterzienser, ein aus Frankreich stammender Reformorden, legten Wert auf Einfachheit, Strenge und Abgeschiedenheit – Eigenschaften, die sich in der Lage des Klosters am Rand eines abgelegenen Tals widerspiegeln.

Das Mittelalter war eine Zeit intensiver Grenzverschiebungen auf der Iberischen Halbinsel. Christliche Königreiche drängten die muslimischen Reiche Schritt für Schritt nach Süden; in diesem Kontext wurden Klöster zu spirituellen, wirtschaftlichen und kulturellen Ankerpunkten. Für Leser:innen aus Deutschland lässt sich die Rolle eines solchen Klosters grob mit der eines bedeutenden Benediktinerklosters im Heiligen Römischen Reich vergleichen, jedoch mit dem spezifisch zisterziensischen Fokus auf schlichte Architektur und strenge Ordensregeln.

Über Jahrhunderte prägten Landwirtschaft, Viehzucht und Fischzucht im Klosterumfeld den Alltag der Mönche. In spanischen Quellen wird betont, dass die Zisterzienser den Flusslauf und die vorhandenen Quellen nutzten, um Mühlen und Bewässerungssysteme zu betreiben. Die wasserreiche Topografie, die heute Besuchende begeistert, war schon im Mittelalter Grundlage für die wirtschaftliche Selbstversorgung des Klosters.

Im 19. Jahrhundert kam es – ähnlich wie in anderen europäischen Ländern – zu tiefgreifenden Säkularisierungen. In Spanien ist diese Phase als „Desamortización“ bekannt, also die Enteignung kirchlicher Güter durch den Staat. In diesem Zuge verließen die Mönche das Monasterio de Piedra, das Kloster ging in Privatbesitz über. Aus spanischen historischen Darstellungen geht hervor, dass ein Unternehmer aus Zaragoza die Anlage übernahm und bereits im 19. Jahrhundert begann, den Naturraum mit seinen Wasserfällen touristisch zu erschließen und Gäste zu empfangen. Damit gehört das Monasterio de Piedra zu den frühen Beispielen eines „Naturparks“ im modernen Sinne auf der Iberischen Halbinsel.

Heute ist das Kloster kein aktives Ordenshaus mehr, sondern eine touristisch erschlossene Anlage mit Hotelbetrieb im historischen Gemäuer und einem öffentlich zugänglichen Naturpark. Das religiöse Leben ist weitgehend Vergangenheit, doch die spirituelle Atmosphäre der schlichten Kirche und der stillen Kreuzgänge ist weiterhin spürbar. Spanische Kulturinstitutionen beschreiben die Anlage vielfach als wichtiges Zeugnis zisterziensischer Architektur in Aragon – wenn auch ohne den formellen UNESCO-Welterbestatus, den beispielsweise Klöster wie Poblet in Katalonien besitzen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist das Monasterio de Piedra ein Beispiel für den Übergang von der Romanik zur Gotik in Spanien, eingebettet in die klare Formensprache der Zisterzienser. Charakteristisch sind die reduzierten Fassaden ohne üppigen Figurenschmuck, einfache Spitzbögen und Kreuzrippengewölbe. Während etwa der Kölner Dom mit seiner filigranen Hochgotik bewusst auf Höhe und Verzierung setzt, wirkt das Monasterio de Piedra in seiner Schlichtheit beinahe asketisch – ganz im Sinne der Ordensregeln.

Die Klosterkirche präsentiert sich heute teilweise ruinös, was ihren Reiz eher erhöht: Das fehlende Dach in einigen Bereichen öffnet den Blick zum Himmel, Pflanzen haben sich zwischen den Steinen angesiedelt. Besucher:innen bewegen sich durch eine Mischung aus Ruine und erhaltenen Strukturen und erleben so eine Art „Archäologie zum Anfassen“. In Führungen, wie sie von der Verwaltung der Anlage angeboten werden, wird die Entwicklung des Bauwerks über die Jahrhunderte erläutert – von den ersten romanischen Teilen bis zu späteren gotischen Ergänzungen.

Besonders eindrucksvoll ist der Kreuzgang, der sich um einen Innenhof gruppiert. Die streng gegliederten Arkaden und das Zusammenspiel von Licht und Schatten schaffen eine ruhige, beinahe meditative Atmosphäre. Spanische Kunsthistoriker betonen in Fachbeiträgen, dass gerade im Kreuzgang die Prinzipien der zisterziensischen Architektur gut ablesbar sind: klare Linien, Konzentration auf Proportionen, Verzicht auf überbordende Dekoration.

Über die Zeit wurden einzelne Bereiche des Klosters im Stil der jeweiligen Epoche ergänzt oder umgestaltet. So finden sich in Teilen der Wohn- und Repräsentationsräume Elemente der Renaissance und des Barock, etwa reichere Decken- und Wandgestaltungen. Der heutige Hotelbetrieb nutzt viele dieser Räume, was Besuchende in die seltene Lage versetzt, in einem ehemaligen Kloster zu übernachten, ohne auf zeitgemäßen Komfort verzichten zu müssen. Dies wird von spanischen Reiseportalen und klassischen Reiseführern immer wieder als besonderer Reiz der Anlage hervorgehoben.

Ein weiteres Merkmal des Monasterio de Piedra ist die enge Verbindung von Architektur und Landschaft. Die Klostergebäude schmiegen sich an die Felsformationen an, der Zugang zum Naturpark erfolgt quasi direkt hinter den Mauern. Damit erinnert die Anlage in ihrer symbiotischen Beziehung zur Umgebung eher an alpine Klöster oder Bergheiligtümer als an urban gelegene Klöster wie etwa das berühmte Escorial nahe Madrid.

Künstlerisch ist das Monasterio de Piedra weniger für große Malereien oder Skulpturen bekannt, als vielmehr für die Gesamterfahrung von Stein, Wasser und Licht. Fotograf:innen und Filmemacher:innen nutzen die Anlage immer wieder als Kulisse für Bildproduktionen – nicht zuletzt wegen der dramatischen Wasserfälle und der teils nebelartigen Gischt, die sich in der Schlucht sammelt.

Der Naturpark: Wasserfälle, Höhlen und grüne Schluchten

Der Naturpark des Monasterio de Piedra ist für viele Besuchende der eigentliche Star. Entlang eines ausgeschilderten Rundwegs führt ein Pfad durch ein enges, bewaldetes Tal mit zahlreichen Wasserfällen und kleineren Seen. Der Río Piedra hat über Jahrtausende Kalkablagerungen geschaffen und zugleich wieder abgetragen – Resultat sind bizarre Felsformationen, Überhänge und tuffartige Stufen, über die das Wasser in Kaskaden herabstürzt.

Besonders bekannt ist der hohe Wasserfall, der häufig auf Fotos des Monasterio de Piedra zu sehen ist. Das Wasser fällt über mehrere Dutzend Meter in die Tiefe, je nach Jahreszeit unterschiedlich wasserreich, und bildet an sonnigen Tagen häufig Regenbögen im Sprühnebel. Der Rundweg führt sowohl zu Aussichtsplattformen oberhalb des Falls als auch hinab in die Tiefe, wo Besuchende fast hinter der Wasserwand stehen und den Lärm der herabstürzenden Wassermassen hautnah erleben.

Ein weiteres Highlight sind die Höhlen entlang des Wegs. Einige von ihnen können betreten werden, andere bilden natürliche Fenster in die Schlucht. Die Kombination aus kühler, feuchter Luft, dem Geräusch des Flusses und dem gedämpften Licht vermittelt eine fast unterirdische Stimmung – ein starker Kontrast zur trockenen Landschaft oberhalb des Tals.

Spanische Naturkundemagazine betonen, dass der Park in einem ökologisch sensiblen Gebiet liegt. Die Betreiber der Anlage weisen darauf hin, dass Besuchende auf den markierten Wegen bleiben und die Vegetation respektieren sollen. Der Flusslauf schafft ein Mikroklima, in dem Arten gedeihen, die im sonst eher trockenen Umland kaum vorkommen. Für naturinteressierte Reisende aus Deutschland bietet sich so die Möglichkeit, eine unerwartet grüne Seite der Region Aragon zu entdecken, ohne in hohe Gebirgslagen ausweichen zu müssen.

FĂĽr Familien mit Kindern ist der Park ebenfalls attraktiv, da der Weg abwechslungsreich ist und immer wieder neue Perspektiven auf Wasser, Felsen und Pflanzen bietet. Gleichzeitig sollten Reisende trittsicheres Schuhwerk und eine gewisse Grundkondition mitbringen, da einige Abschnitte ĂĽber Treppen und abschĂĽssige Pfade fĂĽhren. Im Sommer kann es trotz der KĂĽhle im Tal schwĂĽl werden, im FrĂĽhling und Herbst ist das Erlebnis meist besonders angenehm.

Monasterio de Piedra besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Das Monasterio de Piedra liegt nahe Nuevalos in Aragon, rund 110–120 km sĂĽdwestlich von Zaragoza und etwa 220–250 km westlich von Barcelona. FĂĽr Reisende aus Deutschland bietet sich in der Regel ein Flug nach Zaragoza oder Barcelona an, mit Umstieg an Drehkreuzen wie Frankfurt/Main, MĂĽnchen oder Berlin. Von Zaragoza aus ist das Monasterio de Piedra per Mietwagen in rund 1,5 bis 2 Stunden erreichbar, die Strecke fĂĽhrt ĂĽber gut ausgebaute LandstraĂźen. Ă–ffentliche Busverbindungen in die unmittelbare Umgebung existieren, sind jedoch begrenzt und können je nach Saison variieren; ein eigener Wagen oder ein organisierter Ausflug bietet daher die größte Flexibilität.
  • Bahn und Auto: Wer Spanien mit dem Zug bereist, kann von Madrid oder Barcelona aus mit HochgeschwindigkeitszĂĽgen nach Zaragoza fahren. Von dort geht es weiter per Mietwagen. Eine direkte Anreise mit dem Auto aus Deutschland ist möglich, erfordert aber mehrere Fahrtage (je nach Startpunkt etwa 1.500–1.800 km). Auf Autobahnen in Frankreich und Spanien fallen teilweise MautgebĂĽhren an. FĂĽr detaillierte Routenplanung empfiehlt sich die Nutzung aktueller Routenplaner oder die Beratung durch Automobilclubs wie den ADAC.
  • Ă–ffnungszeiten: Die Anlage ist ganzjährig geöffnet, die konkreten Ă–ffnungszeiten können jedoch je nach Saison, Wochentag und Feiertagen variieren. Die Verwaltung des Monasterio de Piedra veröffentlicht aktuelle Zeiten auf ihrer offiziellen Website. Besuchende sollten die Ă–ffnungszeiten vorab dort prĂĽfen, insbesondere wenn sie auĂźerhalb der Hauptsaison oder an Feiertagen anreisen. Es ist ĂĽblich, dass der Naturpark am späten Nachmittag schlieĂźt, während der Hotel- und Restaurantbetrieb eigenen Zeiten folgt.
  • Eintritt: FĂĽr den Zugang zum Naturpark und zum Kloster wird ein Eintritt erhoben, der je nach Alter (Erwachsene, Kinder, Ermäßigungen) und gewählter Besuchsoption (mit oder ohne FĂĽhrung, Kombiangebote mit HotelĂĽbernachtung) variiert. Da sich Preise ändern können, empfiehlt die Redaktion, die aktuellen Tarife direkt auf der offiziellen Seite des Monasterio de Piedra oder bei seriösen Reiseveranstaltern zu prĂĽfen. Zahlung ist in der Regel in Euro (€) möglich, oft auch mit gängigen Kreditkarten; einige Anbieter akzeptieren zusätzlich digitale Zahlungsmittel. Wechselkurse spielen hier keine Rolle, da Spanien zur Eurozone gehört.
  • Beste Reisezeit: FĂĽr Reisende aus Deutschland bieten sich insbesondere FrĂĽhling (etwa März bis Mai) und Herbst (September bis Oktober) an. In diesen Monaten fĂĽhren die Wasserfälle meist ausreichend Wasser, ohne dass die Sommerhitze ihren Höhepunkt erreicht hat. Im Hochsommer steigen die Temperaturen in Aragon häufig deutlich ĂĽber 30 °C, was den Besuch trotz der kĂĽhleren Schlucht anstrengender machen kann. Der Winter ist ruhiger, kann aber witterungsbedingt Einschränkungen mit sich bringen, etwa nasse oder rutschige Wege. Wer Menschenmengen meiden möchte, sollte nach Möglichkeit Wochentage und die frĂĽhen Morgenstunden wählen.
  • Sprache, Kultur und Umgangsformen: Vor Ort wird Spanisch gesprochen; in der Region Aragon ist Kastilisch die dominierende Alltagssprache. In touristischen Bereichen der Anlage sprechen viele Mitarbeitende zumindest grundlegendes Englisch, teilweise auch weitere Sprachen. Deutschkenntnisse sind weniger verbreitet als in klassischen KĂĽstenregionen. Höfliche Grundfloskeln auf Spanisch werden positiv wahrgenommen. Trinkgeld ist in Spanien ĂĽblich, aber nicht zwingend: In Restaurants und CafĂ©s sind 5–10 Prozent des Rechnungsbetrags als Anerkennung gut angebracht, sofern der Service zufriedenstellend war. In Taxis und bei Kleinbeträgen genĂĽgt es oft, auf- oder abzurunden.
  • Zahlungsmittel: In Spanien ist das Bezahlen mit Karte weit verbreitet, vor allem mit Kredit- und Debitkarten der groĂźen Anbieter. In ländlicheren Regionen und bei kleineren Beträgen bleibt Bargeld jedoch sinnvoll. Deutsche Girokarten werden je nach Bankverbindung nicht ĂĽberall akzeptiert; Reisende sollten mindestens eine international einsetzbare Debit- oder Kreditkarte dabeihaben. Mobile Payment via Smartphone (Apple Pay, Google Pay) setzt entsprechende Akzeptanzstellen voraus, die in touristischen Einrichtungen zunehmend ĂĽblich, aber nicht garantiert flächendeckend sind.
  • Gesundheit und Sicherheit: Spanien gehört zur Europäischen Union; gesetzlich Versicherte aus Deutschland können in der Regel mit ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) medizinische Basisleistungen in Anspruch nehmen. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung mit RĂĽcktransportoption kann dennoch sinnvoll sein, insbesondere bei Mietwagenreisen und Aktivurlaub. Im Naturpark ist auf trittsicheres Schuhwerk, Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser zu achten. Abseits der Wege sollten Reisende Vorsicht walten lassen, da Felsen rutschig sein können.
  • Einreisebestimmungen: Spanien ist Teil des Schengen-Raums. FĂĽr deutsche StaatsbĂĽrger genĂĽgt in der Regel ein gĂĽltiger Personalausweis oder Reisepass fĂĽr die Einreise. Da sich Regelungen ändern können, insbesondere im Kontext von Gesundheitskrisen oder politischen Anpassungen, sollten Reisende die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂĽfen.
  • Zeitzone: Spanien (mit Ausnahme der Kanarischen Inseln) liegt in der Mitteleuropäischen Zeitzone. FĂĽr Reisende aus Deutschland gibt es daher in der Praxis keine Zeitverschiebung – weder im Winter (MEZ) noch im Sommer (MESZ). Dies erleichtert die Reiseplanung, etwa in Bezug auf Flugzeiten und Anschlussverbindungen.
  • Kleiderordnung und Fotografieren: Im Klosterbereich ist eine respektvolle, eher dezente Kleidung angebracht, auch wenn es sich heute primär um eine touristische Stätte handelt. Schultern und Knie sollten idealerweise bedeckt sein, insbesondere bei Teilnahme an FĂĽhrungen im Kirchenraum. Im Naturpark empfiehlt sich sportliche, dem Wetter angepasste Kleidung. Fotografieren ist in den meisten Bereichen erlaubt; Stative oder Drohnen können Einschränkungen unterliegen. Die genauen Regeln legen die Betreiber fest, aktuelle Hinweise finden sich vor Ort oder auf der offiziellen Website.

Warum Monasterio de Piedra auf jede Nuevalos-Reise gehört

Für Reisende aus Deutschland, die Spanien jenseits von Strandurlaub und Metropolen erleben möchten, bietet das Monasterio de Piedra eine außergewöhnliche Kombination aus Kulturgeschichte und Naturerlebnis. Der Besuch erlaubt am Vormittag die Auseinandersetzung mit mittelalterlichem Klosterleben, Architektur und der Geschichte des Ordens der Zisterzienser – und am Nachmittag den Spaziergang durch eine der stimmungsvollsten Flussschluchten der Region.

Die Anlage ist zudem ein gut planbarer Baustein in einer Rundreise durch Nordostspanien. Sie lässt sich mit einer Städtereise nach Zaragoza verbinden, die für ihre Mudejar-Architektur und die Basilika del Pilar bekannt ist, oder mit einem Roadtrip in Richtung Mittelmeerküste, etwa nach Tarragona oder Barcelona. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann weitere landschaftliche Highlights Aragonien einbinden, darunter die Schluchten des Río Ebro oder die historischen Orte der sogenannten „Pueblos Blancos“ der Region.

Emotional prägend wirkt vor allem der Kontrast: Draußen die trockene Landschaft, die an Teile der spanischen Meseta erinnert, drinnen das kühle Grün des Parks mit seinen Wasserfällen. Viele Besuchende berichten in Berichten und Bildbänden von dem Moment, in dem sie nach einer staubigen Anfahrt zum ersten Mal das Rauschen des Wassers hören – ein Eindruck, der sich tief einprägt und das Monasterio de Piedra von anderen Klöstern Europas unterscheidet.

Anders als bei manchen überlaufenen Sehenswürdigkeiten an der Küste verteilt sich der Besucherandrang im Monasterio de Piedra auf ein vergleichsweise großes Areal. Zwar kann es an Wochenenden und in der spanischen Ferienzeit voll werden, doch auf dem Rundweg im Naturpark finden sich immer wieder ruhigere Abschnitte. Wer früh am Tag oder außerhalb der Hauptsaison kommt, erlebt die Wasserfälle häufig in einer fast schon kontemplativen Stille – unterbrochen nur vom Rauschen des Wassers und dem Ruf der Vögel.

Hinzu kommt die Möglichkeit, im ehemaligen Kloster selbst zu übernachten. Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum, die abends gerne zur Ruhe kommen und den Tag mit Blick auf historische Mauern und das Tal ausklingen lassen möchten, ist dies eine besonders reizvolle Option. Das Zusammenspiel aus Abendlicht, alten Steinen und den Geräuschen der Natur schafft eine Atmosphäre, die viele Gäste als „zeitlos“ beschreiben.

Monasterio de Piedra in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Netzwerken taucht das Monasterio de Piedra immer wieder als „geheime“ Empfehlung für Nordspanien auf – vor allem durch spektakuläre Wasserfall-Fotos und kurze Clips aus den Höhlen. Für die Reiseplanung kann ein Blick in die aktuellen Bilder und Videos helfen, ein Gefühl für Wege, Wasserstand und Lichtstimmungen zu bekommen.

Häufige Fragen zu Monasterio de Piedra

Wo liegt das Monasterio de Piedra genau?

Das Monasterio de Piedra befindet sich in der Provinz Zaragoza in der spanischen Region Aragon, in der Nähe des Ortes Nuevalos. Es liegt etwa 110–120 km südwestlich von Zaragoza und ist am besten mit dem Auto oder im Rahmen eines organisierten Ausflugs zu erreichen.

Seit wann gibt es das Monasterio de Piedra?

Die Gründung des Klosters geht auf das späte 12. Jahrhundert zurück, als der Zisterzienserorden im damaligen Königreich Aragón neue Häuser etablierte. Die Bauarbeiten zogen sich über mehrere Jahrzehnte hin, sodass die Anlage Elemente der Romanik und Frühgotik vereint.

Was macht einen Besuch des Monasterio de Piedra besonders?

Ein Besuch verbindet zwei Erlebnisse: das Erkunden eines historischen Zisterzienserklosters mit Kreuzgang, Kirchenruinen und Klosterzellen – und einen Rundweg durch einen spektakulären Naturpark mit Wasserfällen, Höhlen und einer grünen Schlucht. Der starke Kontrast zwischen der trockenen Umgebung und dem wasserreichen Tal macht den Ort einzigartig.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr den Besuch einplanen?

Für die Kombination aus Klosterführung und Rundweg durch den Naturpark sollten Reisende mindestens einen halben Tag einplanen. Wer in Ruhe fotografieren, die Atmosphäre auf sich wirken lassen oder vor Ort essen möchte, ist mit einem Ganztagesausflug besser beraten. Eine Übernachtung im ehemaligen Klosterhotel ermöglicht es, die Anlage zu unterschiedlichen Tageszeiten zu erleben.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr das Monasterio de Piedra?

Die angenehmsten Reisezeiten sind Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen mild sind und die Wasserfälle durch Regen oder Schneeschmelze gut gespeist werden. Im Sommer ist der Park ebenfalls geöffnet, es kann jedoch heiß und in der Schlucht schwül werden. Im Winter ist es ruhiger, einzelne Wege können witterungsbedingt anspruchsvoller sein.

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