Mont-Saint-Michel, Frankreich

Mont-Saint-Michel: Frankreichs mystische Gezeiten-Insel entdecken

20.05.2026 - 22:19:41 | ad-hoc-news.de

Mont-Saint-Michel bei Le Mont-Saint-Michel in Frankreich fasziniert mit Abtei, Gezeiten und Mittelaltergassen. Was Reisende aus Deutschland jetzt fĂĽr ihren Besuch wissen sollten.

Mont-Saint-Michel, Frankreich, Reise
Mont-Saint-Michel, Frankreich, Reise

Wenn sich das Meer um den Mont-Saint-Michel („Berg des heiligen Michael“) im Nordwesten Frankreichs zurückzieht, verwandelt sich die sagenumwobene Klosterinsel plötzlich in eine scheinbar endlose Sand- und Schlickwüste. Wenige Stunden später rollt die Flut heran, umspült die Mauern – und Le Mont-Saint-Michel wird wieder zu einer echten Insel. Dieses Spiel der Gezeiten, kombiniert mit einer spektakulären Silhouette aus Mauern, Fachwerkhäusern und der hoch aufragenden Abtei, macht den Ort zu einem der eindrucksvollsten Wahrzeichen Europas.

Mont-Saint-Michel: Das ikonische Wahrzeichen von Le Mont-Saint-Michel

Der Mont-Saint-Michel liegt an der Küste der Normandie, an der Grenze zur Bretagne, in einer der spektakulärsten Gezeitenlandschaften Europas. Die kleine, steil aufragende Felseninsel ist nur rund 1 Kilometer vom Festland entfernt, wirkt aber durch das Meer und das flache Umland wie eine mittelalterliche Festung mitten im Ozean. Bereits aus mehreren Kilometern Entfernung erscheint die Abtei wie ein steinernes Schiff über einem silbrigen Meer aus Wasser und Sand.

Die UNESCO bezeichnet den Mont-Saint-Michel und die Bucht seit den 1970er-Jahren als außergewöhnliches Kultur- und Naturensemble und hat das Gebiet 1979 zum Weltkulturerbe erklärt. Der Ort ist damit in einer Reihe mit europäischen Ikonen wie dem Kölner Dom oder dem Schloss Versailles. Nach Angaben der französischen Behörden und der Deutschen Zentrale für Tourismus gehört die Insel mit mehreren Millionen Besuchen pro Jahr zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs außerhalb von Paris.

Für Reisende aus Deutschland ist der Mont-Saint-Michel ein Sehnsuchtsort: eine Mischung aus Pilgerstätte, mittelalterlicher Stadt, Festung und Küstenlandschaft. Die enge Hauptgasse mit ihren Fachwerkfassaden, die Wehrmauern mit Blick über die Bucht und der stille Kreuzgang der Abtei vermitteln ein Gefühl, das viele Besucher als „wie im Fantasy-Film“ beschreiben – und dennoch ist es reale, lebendige europäische Geschichte.

Geschichte und Bedeutung von Mont-Saint-Michel

Die Ursprünge des Mont-Saint-Michel reichen weit zurück. Archäologen und Historiker verweisen darauf, dass der Granitfelsen schon in der Antike bekannt war. Seine christliche Geschichte beginnt im frühen Mittelalter. Laut den von der französischen Denkmalpflege und der offiziellen Abteiverwaltung verbreiteten Überlieferungen soll im Jahr 708 der Bischof Aubert von Avranches eine Vision des Erzengels Michael gehabt haben. Dieser habe ihn beauftragt, auf dem Felsen ein Heiligtum zu errichten. Wenig später entstand dort eine erste kleine Kirche.

Im Verlauf des 10. und 11. Jahrhunderts ließen normannische Herzöge Benediktinermönche auf den Mont-Saint-Michel kommen. Die Mönche bauten die Anlage systematisch aus: Aus der kleinen Kapelle wurde ein Kloster, aus dem Kloster eine steinerne Abtei mit romanischer Kirche. Später, im 13. Jahrhundert, entstanden mit Unterstützung der französischen Könige gotische Bauteile, darunter der berühmte Komplex „La Merveille“ („Das Wunder“) an der Nordseite der Insel. Kunsthistoriker aus Frankreich und Deutschland heben hervor, dass hier über mehrere Jahrhunderte hinweg nahezu alle wichtigen Bauphasen der mittelalterlichen Architektur ablesbar sind.

Im Mittelalter war der Mont-Saint-Michel zugleich Pilgerort und strategischer Stützpunkt. Pilger aus ganz Europa – auch aus den Regionen des heutigen Deutschlands – kamen hierher, um den Erzengel Michael zu verehren und einen Ablass zu erhalten. Zugleich war der Felsen militärisch nahezu uneinnehmbar. Während des Hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich im 14. und 15. Jahrhundert widerstand die Insel mehreren Belagerungen. Französische und britische Historiker betonen, dass der Mont-Saint-Michel damals zu einem Symbol des französischen Widerstands wurde – ähnlich identitätsstiftend wie später für Deutschland das Hambacher Fest oder das Wartburg-Mythos für die Nationalbewegung.

Mit der Reformation und den religiösen Umbrüchen der Neuzeit nahm die Bedeutung als Pilgerort zunächst ab. Zur Zeit der Französischen Revolution wurden die Mönche vertrieben, die Abtei säkularisiert und der Mont-Saint-Michel in ein Gefängnis umgewandelt. Berichte aus jener Zeit, etwa in französischen Geschichtszeitschriften und von der historischen Sektion des Kulturministeriums, schildern harte Haftbedingungen und einen stark vernachlässigten Bauzustand.

Erst im 19. Jahrhundert setzte ein Umdenken ein. Inspiriert von der aufkommenden Denkmalpflege – vergleichbar mit der Rettung des Kölner Doms – traten Schriftsteller wie Victor Hugo als Fürsprecher des Mont-Saint-Michel auf. Die französische Regierung erklärte die Abtei zum historischen Monument und ließ sie Schritt für Schritt restaurieren. Seit 1966 leben wieder Mönche und religiöse Gemeinschaften auf der Insel, heute unter anderem Mitglieder der Gemeinschaften von Jerusalem, und geben dem Ort neben der touristischen Dimension erneut eine spirituelle Prägung.

Mit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste 1979 wurde die internationale Bedeutung nochmals hervorgehoben. Die UNESCO verweist in ihren Unterlagen sowohl auf den außergewöhnlichen Wert der Abtei als Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst als auch auf die einzigartige Küsten- und Gezeitenlandschaft der Bucht.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Architektur des Mont-Saint-Michel ist in Europa einzigartig: eine vertikale Stadt, die sich auf engstem Raum um einen Felskern schichtet. Fachzeitschriften und Institutionen wie ICOMOS (der internationale Denkmalrat) betonen, dass die Bauherren vor einer enormen technischen Herausforderung standen: Auf dem schmalen Plateau mussten Kirche, Klostergebäude, Wirtschaftsbereiche und Verteidigungsanlagen so übereinander gestapelt werden, dass der Gesamteindruck harmonisch bleibt und der Fels nicht überlastet wird.

Herzstück ist die Abteikirche, die auf dem höchsten Punkt des Felsens steht. Ihre ältesten Teile stammen aus der Romanik, später kamen gotische Erweiterungen hinzu. Besonders spektakulär ist der bereits erwähnte Baukomplex „La Merveille“ aus dem 13. Jahrhundert. Er besteht aus mehreren übereinanderliegenden Stockwerken mit Refektorium (Speisesaal), Schlafsaal, Gäste- und Armenräumen. Diese aufeinander gestapelten Hallen werden von hohen, schlanken Pfeilern getragen und gelten laut französischen und deutschen Kunsthistorikern als Meisterwerk der frühen französischen Hochgotik, vergleichbar in der Eleganz mit Teilen der Kathedralen von Chartres oder Amiens.

Zu den eindrucksvollsten Räumen zählen der Kreuzgang der Abtei mit seinen feinen Arkaden, der Blick auf die Bucht aus den Gärten oberhalb der Wehrmauern und die Untergeschosse, in denen früher Lager- und Versorgungsräume untergebracht waren. Die massive Westfassade der Kirche wurde im 19. Jahrhundert teilweise neugotisch überformt und mit einem hohen Vierungsturm gekrönt, auf dessen Spitze die Figur des Erzengels Michael thront. Diese goldene Statue ist schon aus großer Entfernung sichtbar und gilt in offiziellen Broschüren als visuelles Wahrzeichen des gesamten Ensembles.

Auch die Befestigungsanlagen um den Mont-Saint-Michel sind bemerkenswert. Massive Mauern, Bastionen und Torhäuser schützen den Zugang. Besucher betreten den Ort heute meist durch das „Porte du Roi“, das Königstor, und gelangen direkt in die Hauptgasse „Grande Rue“. Entlang dieser Straße reihen sich kleine Läden, Restaurants und historische Häuser. Viele sind Fachwerkbauten aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Die französische Denkmalpflege überwacht die Erhaltung streng, um ein historisches Gesamtbild zu bewahren – ähnlich rigoros wie beim Erhalt der Altstadtensembles in deutschen Städten wie Rothenburg ob der Tauber.

Ein weiterer, oft unterschätzter Aspekt des Mont-Saint-Michel ist die Landschaft der Bucht. Das französische Umweltministerium und regionale Naturschutzverbände heben die extreme Gezeitenamplitude hervor: Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut kann hier mehrere Meter betragen. Bei Springtiden zählen die Gezeiten zu den stärksten in Europa. Die Bucht ist zugleich ein bedeutendes Vogel- und Feuchtgebiet. Geführte Wattwanderungen – nur mit erfahrenen Guides, da es Treibsand-Zonen gibt – zeigen die Naturseite des Welterbes.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde zudem ein umfangreiches Renaturierungsprojekt umgesetzt. Französische Behörden und Medien wie „Le Monde“ und „France 3“ haben ausführlich darüber berichtet: Ein alter Damm, der den Mont-Saint-Michel dauerhaft mit dem Festland verbunden hatte und zu einer zunehmenden Versandung führte, wurde durch eine moderne Paserelle (Steg) und ein steuerbares Sperrwerk ersetzt. Ziel war es, die Inselsituation durch die Strömung des Flusses Couesnon und der Gezeiten wieder stärker herzustellen. Heute wird die Insel bei bestimmten Flutständen wieder vollständig von Wasser umgeben, was auf Fotos und aus der Luft besonders eindrucksvoll sichtbar ist.

Mont-Saint-Michel besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Mont-Saint-Michel liegt in der Normandie, rund 360 km westlich von Paris. Für Reisende aus Deutschland bietet sich eine Anreise per Flugzeug, Bahn und Auto an. Direkte Flüge gehen von Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf nach Paris oder in manche Fälle auch nach Rennes oder Nantes (Angebot variiert je nach Saison). Von Paris aus führt die schnellste Route mit dem TGV bzw. Intercités-Zügen Richtung Westen, etwa nach Rennes oder Pontorson, von wo aus Busse zum Mont-Saint-Michel verkehren. Reisemagazine und Bahnanbieter weisen darauf hin, dass Bahnanreise plus Shuttle für viele Reisende eine komfortable und vergleichsweise umweltschonende Option ist.
  • Anreise mit dem Auto
    Mit dem Auto ist der Mont-Saint-Michel von Deutschland aus über die französischen Autobahnen erreichbar. Von der deutsch-französischen Grenze im Raum Saarbrücken oder Karlsruhe sind es je nach Route etwa 800–1.000 km. Die meisten Strecken führen über die Regionen Champagne und Île-de-France oder über Belgien und Nordfrankreich. In Frankreich sind auf vielen Autobahnen Mautgebühren fällig. Direkt am Festland gegenüber dem Mont-Saint-Michel gibt es große, gebührenpflichtige Parkplätze. Von dort verkehren kostenlose Shuttlebusse über den Steg bis nahe an das Stadttor. Wer lieber zu Fuß geht, kann die rund 2–3 km über die Paserelle mit Aussicht auf die Bucht zurücklegen.
  • Ă–ffnungszeiten
    Der Ort Mont-Saint-Michel an sich – also die Gassen, Mauern und der Blick auf die Bucht – ist grundsätzlich frei zugänglich, wobei nachts nur eingeschränkt Busverbindungen fahren. Die Abtei wird als nationales Denkmal von der französischen Denkmalverwaltung betrieben. Offizielle Stellen geben an, dass sie in der Regel täglich geöffnet ist, mit längeren Öffnungszeiten in der Hauptsaison und reduzierten Zeiten im Winter. Da sich Öffnungszeiten etwa an Feiertagen oder aufgrund von Veranstaltungen ändern können, empfehlen sowohl die französische Tourismusorganisation als auch deutsche Reiseführer, die aktuell gültigen Zeiten direkt auf der offiziellen Website der Abtei beziehungsweise der französischen Monumentverwaltung zu prüfen.
  • Eintritt
    Der Zugang zur Insel und zu den Außenbereichen ist kostenlos; nur für die Besichtigung der Abtei wird ein Eintrittspreis erhoben. Offizielle Preisangaben variieren je nach Alter, Ermäßigung und möglicher Kombinationstickets. Seriöse Reiseführer und die französische Kulturverwaltung weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich Preise gelegentlich ändern. Wer seine Reise plant, sollte die aktuellen Tarife direkt auf der offiziellen Website oder bei der französischen Denkmalverwaltung einsehen, um auf dem neuesten Stand zu sein.
  • Beste Reisezeit
    Die Bucht des Mont-Saint-Michel hat ein gemäßigtes maritimes Klima mit relativ milden Wintern und eher kühlen Sommern. Als besonders angenehm gelten Frühling und Frühherbst, wenn die Temperaturen oft zwischen etwa 12 und 20 °C liegen und der Besucherandrang etwas geringer ausfallen kann als in den Sommerferien. In der Hochsaison im Juli und August berichten sowohl deutsche als auch französische Medien regelmäßig von sehr vollen Gassen zur Mittagszeit. Viele Kenner empfehlen, den Besuch auf den frühen Morgen oder den späten Nachmittag zu legen und nach Möglichkeit eine Übernachtung in der Nähe einzuplanen, um die Atmosphäre nach dem Tagestourismus zu erleben. Die spektakulärsten Gezeitenereignisse – die stärksten Springfluten – treten meist einige Male im Jahr auf; lokale Tourismusstellen veröffentlichen Gezeitenkalender.
  • Sprache und Verständigung
    Französisch ist vor Ort die Hauptsprache. In touristischen Betrieben, in der Abtei und in vielen Restaurants wird aber nach Angaben des französischen Tourismusverbands häufig auch Englisch gesprochen. Deutschkenntnisse sind weniger verbreitet, aber in einigen Hotels, auf Campingplätzen und bei Reisegruppen vereinzelt anzutreffen. Viele Informationsschilder und Audioguides sind mehrsprachig, oft auf Französisch, Englisch und mitunter auch auf Deutsch erhältlich.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Da Frankreich zur Eurozone gehört, zahlen Besucher aus Deutschland am Mont-Saint-Michel bequem mit Euro. Kartenzahlungen (Kreditkarte, Debitkarte) sind im Regelfall weit verbreitet, insbesondere in Hotels, Restaurants und Souvenirgeschäften. Kleinere Beträge, etwa in Cafés oder bei Kleinsthändlern, werden aber teilweise bevorzugt bar gezahlt. Die Trinkgeldkultur ähnelt der in Deutschland: Service ist meist im Preis enthalten; ein zusätzliches Trinkgeld von etwa 5–10 % bei Zufriedenheit ist üblich, insbesondere im Restaurant oder beim Taxi.
  • Kleiderordnung und Fotografieren
    Die Abtei ist zwar ein touristisch stark frequentiertes nationalhistorisches Denkmal, behält aber ihren Charakter als religiöser Ort. Die Verwaltung bittet um respektvolle Kleidung, insbesondere im Bereich der Kirche und des Kreuzgangs. Extrem freizügige oder laute Aufmachungen sind unpassend. Fotografieren ist in großen Teilen der Anlage erlaubt, Blitzlicht kann in bestimmten Innenräumen untersagt sein. Für kommerzielle Foto- oder Filmaufnahmen gelten besondere Regeln; hier ist eine vorherige Genehmigung erforderlich.
  • Sicherheit bei Wattexkursionen
    Mehrere französische Behörden und Naturschutzorganisationen weisen nachdrücklich darauf hin, dass eigenständige Wanderungen in der Bucht ohne ortskundige Begleitung riskant sind. Starke Gezeiten, schnell auflaufendes Wasser und Bereiche mit Treibsand können gefährlich werden. Empfehlenswert sind geführte Touren mit lizenzierten Guides, die den Gezeitenplan kennen und die sichere Route wählen.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Für Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt Frankreich als leicht zugängliches Reiseziel innerhalb der EU beziehungsweise des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger sollten dennoch vor der Abreise die aktuellen Einreisebestimmungen und mögliche Hinweise zur Sicherheitslage auf der Website des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de) prüfen. Innerhalb der EU kann die Europäische Krankenversicherungskarte, die auf der Rückseite der deutschen Gesundheitskarte aufgebracht ist, für die medizinische Basisversorgung genutzt werden. Ergänzend kann eine private Auslandskrankenversicherung sinnvoll sein, wenn man besonderen Wert auf Rücktransport oder Zusatzleistungen legt.
  • Zeitzone
    Frankreich liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ/MESZ). Es besteht in der Regel keine Zeitverschiebung, was die Planung von Zug- und Flugverbindungen für Reisende aus der DACH-Region erleichtert.

Warum Mont-Saint-Michel auf jede Le-Mont-Saint-Michel-Reise gehört

Wer die Normandie oder die angrenzende Bretagne besucht, kommt am Mont-Saint-Michel kaum vorbei. Der Ort verbindet mehrere Erlebnisse, die in dieser Form selten zusammenkommen: eine monumentale Abtei, eine mittelalterliche Siedlung, dramatische Natur und eine bis heute spĂĽrbare spirituelle Dimension.

Viele Reisemagazine und Kulturpublikationen beschreiben die Atmosphäre in den schmalen Gassen als „zeitentranszendierend“. Durch die steilen Treppen, die kleinen Plätze und die alten Fachwerkhäuser entsteht das Gefühl, direkt in eine andere Epoche zu treten. Anders als in einem Freilichtmuseum ist der Mont-Saint-Michel aber keine Kulisse, sondern ein lebendiger Ort, in dem Menschen wohnen, arbeiten, Gottesdienste feiern und Gäste empfangen.

Die Abtei selbst wirkt aus der Ferne monumental, entfaltet ihre Wirkung aber besonders im Detail: der stille Kreuzgang mit Blick auf Meer und Himmel, die Akustik in der Kirche, die massiven Pfeiler in den Untergeschossen, die mittelalterliche Großküche mit ihrem gewaltigen Laufrad, in dem einst ein Mönch oder Gefangener wie ein Hamster laufen musste, um Lasten zu bewegen – all das wird in Führungen und Audioguides erläutert und macht den Besuch zu einer eindrücklichen Geschichtsstunde.

Hinzu kommt die Inszenierung durch Licht und Wetter: Nebelschwaden, die sich morgens über die Bucht legen, dramatische Wolkenformationen im Herbst, Sonnenuntergänge, bei denen die Silhouette der Abtei dunkel vor einem orangefarbenen Himmel steht. Fotografinnen und Fotografen aus aller Welt zählen den Mont-Saint-Michel zu den spektakulärsten Motiven Europas. Für viele Reisebegeisterte aus Deutschland steht er daher auf einer ähnlichen Wunschliste wie die Cliffs of Moher in Irland oder die Fjorde Norwegens.

Ein besonderer Reiz liegt für viele Besucherinnen und Besucher darin, den Mont-Saint-Michel zu Fuß über den Steg anzusteuern. Je näher man kommt, desto stärker wird die vertikale Dimension der Anlage sichtbar. Wer zusätzlich eine geführte Wattwanderung bucht, sieht die Insel noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive – als einsamen Felsen in einem weiten, scheinbar grenzenlosen Raum aus Sand und Wasser.

Auch kulturell wirkt der Mont-Saint-Michel weit über Frankreich hinaus. Er taucht in Literatur, Filmen, Comics und Videospielen auf. Deutsche Reise- und Kulturseiten verweisen immer wieder auf die Inspiration, die der Ort für fantasievolle Welten bietet – bis hin zu Ähnlichkeiten mit fiktiven Festungen in populären Serien oder Rollenspielen. Gleichzeitig bleibt der reale Hintergrund: Die Geschichte der Pilger, der Mönche, der Gefangenen, der Restauratoren und der heutigen Bewohner bildet eine vielschichtige Erzählung, die sich bei einem Besuch erschließen lässt.

Mont-Saint-Michel in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Netzwerken ist der Mont-Saint-Michel ein Dauerbrenner. Reisende teilen Fotos beim Sonnenaufgang, Zeitraffer der heranrollenden Flut oder Eindrücke aus den nächtlich beleuchteten Gassen. Diese Bilderflut spiegelt den weltweiten Reiz des Ortes wider – ersetzt aber nicht das unmittelbare Erleben von Wind, Geruch des Meeres und dem Klang der Glocken der Abtei.

Häufige Fragen zu Mont-Saint-Michel

Wo liegt der Mont-Saint-Michel genau?

Der Mont-Saint-Michel liegt an der Küste der Normandie in Nordwestfrankreich, nahe der Grenze zur Bretagne. Die Insel befindet sich in der Bucht des Mont-Saint-Michel, etwa 360 km westlich von Paris und nur gut 1 km vom Festland entfernt. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Avranches und Saint-Malo.

Warum ist der Mont-Saint-Michel so berĂĽhmt?

Der Mont-Saint-Michel ist berühmt, weil er eine spektakuläre Kombination aus mittelalterlicher Abtei, befestigter Inselstadt und außergewöhnlicher Gezeitenlandschaft bietet. Seine Silhouette mit der auf dem Fels thronenden Abtei gilt als ikonisches Bild Frankreichs, ähnlich prägend wie der Eiffelturm oder die Kathedrale Notre-Dame. Zudem ist die Insel seit 1979 UNESCO-Welterbe und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Wie kann man den Mont-Saint-Michel von Deutschland aus am besten erreichen?

Von Deutschland aus führt die bequemste Route meist über Paris: mit dem Flugzeug oder Hochgeschwindigkeitszug dorthin und von Paris weiter per TGV oder Intercités in Richtung Rennes oder Pontorson. Von dort verkehren Busse bis zum Besucherzentrum am Festland, von dem aus Shuttlebusse und ein Fußweg über einen Steg zur Insel führen. Mit dem Auto geht es über die französischen Autobahnen (mautpflichtig) via Reims oder Lille in Richtung Normandie; am Festland stehen große Parkplätze zur Verfügung.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr den Mont-Saint-Michel?

Angenehm sind vor allem Frühjahr und Herbst, wenn das Klima milde ist und der Andrang etwas geringer sein kann als in den Schulferien. Wer die Insel in ruhigerer Atmosphäre erleben möchte, plant seinen Besuch möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag und bleibt idealerweise über Nacht in der Region. Spektakulär sind Besuche zu Zeiten besonders starker Gezeiten, deren genaue Daten von lokalen Tourismusstellen veröffentlicht werden.

Ist der Mont-Saint-Michel für Kinder und ältere Menschen geeignet?

Grundsätzlich ja, allerdings sollten die vielen Treppen, steilen Wege und manchmal rutschigen Pflastersteine bedacht werden. Kinder erleben die Insel oft als „Abenteuerburg“, während ältere Besucher mit eingeschränkter Mobilität ihre Kräfte gut einteilen sollten. Es empfiehlt sich festes Schuhwerk, Pausen auf den Mauern oder in Cafés einzulegen und bei Bedarf auf die Abtei-Besichtigung zu verzichten, falls die zahlreichen Stufen zu beschwerlich sind.

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