Murchison-Falls-Nationalpark, Reise

Murchison-Falls-Nationalpark: Ugandas gewaltige Wasserkraft erleben

26.05.2026 - 05:57:15 | ad-hoc-news.de

Im Murchison-Falls-Nationalpark bei Masindi in Uganda zwĂ€ngt sich der Nil durch eine enge Felsspalte – ein Natur-Spektakel, das Safaris und Flusskreuzfahrten einzigartig macht.

Murchison-Falls-Nationalpark, Reise, Uganda
Murchison-Falls-Nationalpark, Reise, Uganda

Wenn sich der Viktoria-Nil im Murchison-Falls-Nationalpark (englisch: „Murchison Falls National Park“) bei Masindi in Uganda auf nur wenige Meter verengt und als gewaltige Wasserwand in die Tiefe stĂŒrzt, wird aus Landschaft pure Urkraft. Hier treffen donnernde FĂ€lle, Nebelschwaden und Regenbögen auf Savanne, Löwen und Elefanten – ein Naturtheater, das sich Reisende aus Deutschland nur schwer vorstellen können, bis sie selbst am Rand der Schlucht stehen.

Murchison-Falls-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Masindi

Der Murchison-Falls-Nationalpark ist der Ă€lteste und flĂ€chenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Nationalpark Ugandas und gilt als eine der eindrucksvollsten Landschaften Ostafrikas. Zwischen den StĂ€dten Masindi und Pakwach gelegen, schĂŒtzt er einen ausgedehnten Abschnitt des Viktoria-Nils, der den Park von Ost nach West durchschneidet und Landschaftstypen von dichter Tropenvegetation bis hin zu offener Savanne miteinander verbindet.

Das HerzstĂŒck des Parks sind die Murchison-FĂ€lle selbst: Hier wird der breite Nil in eine nur wenige Meter enge Felsspalte gezwungen und stĂŒrzt als brodelnde Wassermasse in ein rund 40 m tiefes Becken. Der permanente SprĂŒhnebel lĂ€sst, besonders morgens und spĂ€tnachmittags, hĂ€ufig Regenbögen entstehen – ein Bild, das sich einprĂ€gt. FĂŒr viele Reisende ist dieser Moment, wenn das Tosen der FĂ€lle fast jedes GesprĂ€ch unmöglich macht, der emotionale Höhepunkt jeder Uganda-Reise.

FĂŒr ein deutschsprachiges Publikum ist der Murchison-Falls-Nationalpark in etwa das, was die VictoriafĂ€lle fĂŒr das sĂŒdliche Afrika sind: ein Naturwahrzeichen, das seit Jahrzehnten in BildbĂ€nden, Naturdokumentationen und Reisereportagen auftaucht. Gleichzeitig ist der Park deutlich weniger ĂŒberlaufen als bekannte Safariregionen in Kenia oder Tansania, was ein intensives Naturerlebnis mit vergleichsweise wenig Fahrzeugen ermöglicht.

Geschichte und Bedeutung von Murchison Falls National Park

Die Region rund um die Murchison-FĂ€lle war schon lange vor der Kolonialzeit Siedlungs- und Jagdgebiet verschiedener Volksgruppen im Norden Ugandas. Der Nil war dabei Lebensader, Verkehrsweg und spirituelle BezugsgrĂ¶ĂŸe zugleich. Der heutige Name des Parks geht auf die britische Kolonialzeit zurĂŒck: Der britische Entdecker Samuel White Baker benannte die FĂ€lle im 19. Jahrhundert nach dem damaligen PrĂ€sidenten der Royal Geographical Society, Roderick Murchison. Aus dieser Zeit stammt auch der englische Name „Murchison Falls National Park“, der bis heute international gebrĂ€uchlich ist.

Als Nationalpark wurde das Gebiet Mitte des 20. Jahrhunderts ausgewiesen, um die außergewöhnliche Kombination aus Flusslandschaft, Savanne und Artenreichtum zu schĂŒtzen. In den Jahrzehnten nach der UnabhĂ€ngigkeit Ugandas erlebte der Park, wie viele Teile des Landes, politisch unruhige Zeiten. Wilderei und bewaffnete Konflikte setzten dem Tierbestand erheblich zu: Elefanten, Antilopen und andere Großtiere wurden teilweise dramatisch dezimiert.

Seit den 1990er-Jahren lĂ€uft jedoch ein umfassender Wiederaufbau: Die ugandische Naturschutzbehörde Uganda Wildlife Authority arbeitet gemeinsam mit internationalen Naturschutzorganisationen daran, WildtierbestĂ€nde zu stabilisieren, Infrastruktur zu verbessern und nachhaltigen Tourismus zu fördern. Heute gilt Murchison Falls erneut als wichtiger Pfeiler des ugandischen Naturtourismus und als Symbol fĂŒr die Regeneration geschĂ€digter Ökosysteme.

FĂŒr Uganda hat der Park eine mehrfache Bedeutung: Er ist wirtschaftlich wichtig als Safariziel, ökologisch als Schutzgebiet fĂŒr bedrohte Arten und kulturell als Landmarke, die in SchulbĂŒchern, Medien und dem SelbstverstĂ€ndnis des Landes verankert ist. In vielen offiziellen Materialien des ugandischen Tourismusministeriums wird der Park als „Kronjuwel“ oder „Flagship Park“ des Landes hervorgehoben.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn beim Stichwort „Murchison-Falls-Nationalpark“ vor allem Natur in den Sinn kommt, prĂ€gen den Besuch einige markante von Menschen geschaffene Elemente. Sie sind zwar keine Monumentalbauten wie ein Dom oder ein Museum, aber sie strukturieren das Erlebnis und erzĂ€hlen viel ĂŒber die Beziehung des Landes zu seinem Naturerbe.

Am spektakulĂ€rsten ist die Kombination aus Aussichtspunkten und gesicherten Pfaden an den Murchison-FĂ€llen. Von der Oberkante der FĂ€lle fĂŒhren Wege zu unterschiedlichen Aussichtspunkten, die den Blick sowohl auf den engen Durchbruch als auch auf die darunterliegende Schlucht freigeben. Diese Infrastruktur ist bewusst zurĂŒckhaltend gehalten: GelĂ€nder, Treppen und kleine Plattformen fĂŒgen sich in die Felsen ein, meist aus schlichten Materialien gestaltet, um die Naturwirkung nicht zu ĂŒberdecken. Wer die FĂ€lle von unten sehen will, nimmt meist ein Boot auf dem Nil und beobachtet, wie sich die Wasserwand Schritt fĂŒr Schritt nĂ€hert.

Charakteristisch fĂŒr den Park sind außerdem die Lodges und Camps, die in den letzten Jahren verstĂ€rkt auf nachhaltige Bauweisen setzen. Viele UnterkĂŒnfte nutzen Naturmaterialien wie Holz und Stein, fĂŒgen sich mit flachen DĂ€chern und gedeckten Farben in die Umgebung ein und kombinieren lokale Handwerkskunst – etwa gewebte Körbe, Holzschnitzereien und Stoffe mit traditionellen Mustern – mit modernen Komfortstandards. FĂŒr Reisende aus Deutschland ergibt sich damit ein stimmiger Spagat zwischen authentischer AtmosphĂ€re und verlĂ€sslicher Infrastruktur.

Kulturell spannend ist, dass in einigen Lodges und Besucherzentren Kunst und Handwerk lokaler Gemeinschaften prĂ€sentiert werden: Schnitzereien, Malereien und Textilien greifen hĂ€ufig Tiermotive oder Szenen am Nil auf. Solche StĂŒcke können oft direkt vor Ort erworben werden, was die lokale Wertschöpfung stĂ€rkt und Reisenden die Möglichkeit gibt, ein StĂŒck ugandischer Ästhetik mit nach Hause zu nehmen.

Zu den besonderen Merkmalen des Parks gehören auch die FĂ€hren, die Fahrzeuge und Besucher ĂŒber den Nil setzen, sowie punktuell kleine BrĂŒcken und DĂ€mme. Sie sind funktional, werden aber oft als Fotomotive genutzt – besonders im warmen Abendlicht, wenn sich die Silhouetten von Safari-Fahrzeugen, Palmen und Flusspferden im Wasser spiegeln.

Aus naturschutzfachlicher Sicht sticht der Park durch seine BiodiversitĂ€t hervor: Hier leben unter anderem Elefanten, Löwen, Leoparden, BĂŒffel, Giraffen und zahlreiche Antilopenarten. Besonders prĂ€gend sind zudem die Flusspferd- und KrokodilbestĂ€nde am Nil. Ornitholog:innen schĂ€tzen Murchison Falls als hervorragendes Vogelbeobachtungsgebiet, mit einer Vielzahl an Wasservögeln, Greifvögeln und seltenen Arten.

Murchison-Falls-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Murchison-Falls-Nationalpark liegt im Nordwesten Ugandas, grob zwischen den StĂ€dten Masindi im SĂŒden und Pakwach im Norden. Von Kampala, der Hauptstadt Ugandas, betrĂ€gt die Straßenentfernung je nach Route rund 280–320 km. Aus Deutschland fĂŒhrt der Weg in der Regel mit dem Flugzeug ĂŒber große internationale Drehkreuze wie Istanbul, Doha, Dubai, Amsterdam oder BrĂŒssel nach Entebbe, den internationalen Flughafen des Landes. Die reine Flugzeit von Frankfurt, MĂŒnchen oder Berlin nach Entebbe liegt ĂŒblicherweise im Bereich von etwa 10–12 Stunden, je nach Verbindung und Zwischenstopp.
    Von Entebbe/Kampala aus geht es mit dem GelĂ€ndewagen oder Safari-Minibus weiter: Die Fahrzeit zum sĂŒdlichen Eingang bei Masindi liegt, abhĂ€ngig von Straßenzustand und Pausen, meist zwischen 4 und 6 Stunden. Organisierte Safaris ĂŒbernehmen Anreise, Fahrer und ParkformalitĂ€ten, was besonders fĂŒr Erstbesucher empfehlenswert ist. Alternativ sind auch InlandsflĂŒge zu nahe gelegenen Airstrips möglich, die vor allem von höherpreisigen Lodges genutzt werden.
  • Öffnungszeiten
    Nationalparks in Uganda sind in der Regel ganzjĂ€hrig geöffnet, einschließlich des Murchison-Falls-Nationalparks. Die offiziellen Öffnungszeiten können jedoch variieren, insbesondere fĂŒr ParkeingĂ€nge, Besucherzentren und Bootsfahrten. Es empfiehlt sich, die jeweils aktuellen Angaben direkt bei der Uganda Wildlife Authority oder ĂŒber die gebuchte Lodge beziehungsweise den Reiseveranstalter zu prĂŒfen. Da die Tierbeobachtung vor allem in den frĂŒhen Morgenstunden und spĂ€ten Nachmittagen stattfindet, richten sich Game Drives und Bootsfahrten ohnehin nach Tageslicht und TieraktivitĂ€t.
  • Eintritt
    FĂŒr die meisten Nationalparks in Uganda wird eine tĂ€gliche ParkgebĂŒhr pro Person erhoben, die fĂŒr auslĂ€ndische Besucher höher ausfĂ€llt als fĂŒr Einheimische. Die genauen BetrĂ€ge werden von der Uganda Wildlife Authority festgelegt und können sich Ă€ndern. In vielen Pauschalreisen sind ParkgebĂŒhren, Game Drives und Bootsfahrten bereits im Gesamtpreis enthalten. Reisende aus Deutschland sollten bei der Buchung genau nachfragen, welche Leistungen inkludiert sind und mit welchen Zusatzkosten vor Ort zu rechnen ist. Als OrientierungsgrĂ¶ĂŸe kann man von einem nennenswerten Budgetposten pro Safaritag ausgehen, sich jedoch auf aktuelle Angaben verlassen.
  • Beste Reisezeit
    Uganda liegt in ÄquatornĂ€he und kennt eher Regen- und Trockenzeiten als klassische Jahreszeiten. FĂŒr den Murchison-Falls-Nationalpark gelten die trockeneren Monate hĂ€ufig als besonders angenehm fĂŒr Safaris, da die Vegetation niedriger ist und Tiere leichter zu entdecken sind. Gleichzeitig kann die Landschaft nach Regenperioden besonders grĂŒn und fotogen sein, und die WasserfĂŒhrung des Nils ist beeindruckend. Wer eine Reise plant, sollte berĂŒcksichtigen, dass Straßen bei starken RegenfĂ€llen schwerer passierbar sein können und sich zur gewĂŒnschten Reisezeit ĂŒber die aktuelle Situation bei Veranstaltern oder UnterkĂŒnften informieren.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    Uganda ist ein vielsprachiges Land mit zahlreichen lokalen Sprachen; auf nationaler Ebene sind jedoch Englisch und Swahili wichtige Verkehrssprachen. In den meisten Lodges, bei Reiseveranstaltern und an touristisch relevanten Orten im und rund um den Murchison-Falls-Nationalpark wird Englisch gesprochen. Deutschsprachige Guides sind seltener und oft vorab ĂŒber spezialisierte Anbieter buchbar.
    Als WĂ€hrung dient der Uganda-Schilling (UGX). In Kampala und grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten sind Geldautomaten verbreitet; im Umfeld des Parks ist die Bargeldversorgung deutlich dĂŒnner. Internationale Kreditkarten werden in vielen Lodges und bei etablierten Veranstaltern akzeptiert, Kartenzahlung ist aber nicht ĂŒberall garantiert. Es empfiehlt sich, genĂŒgend Bargeld in Uganda-Schilling und gegebenenfalls eine internationale Kreditkarte mitzufĂŒhren. Girocards deutscher Banken sind außerhalb Europas hĂ€ufig nicht einsetzbar. Mobile Payment ist in Ostafrika verbreitet, setzt aber meist lokale Konten oder Anbieter voraus.
    Trinkgeld ist im Safari-Kontext ĂŒblich und wird oft gemeinschaftlich fĂŒr Guides, Fahrer und Lodgepersonal in einer Tip Box gesammelt. Die Höhe ist von Reisedauer, Serviceumfang und Budget abhĂ€ngig; viele Veranstalter geben Richtwerte an. Wichtig ist, Trinkgeld als Anerkennung guten Service zu verstehen und es nach Möglichkeit in der LandeswĂ€hrung zu geben.
  • Kleiderordnung und Fotografieregeln
    Im Murchison-Falls-Nationalpark gibt es keine formale Kleiderordnung, dennoch sind praktische ErwĂ€gungen entscheidend: Leichte, atmungsaktive Kleidung in Naturtönen (Beige, Khaki, GrĂŒn) hilft, sich angenehm und unauffĂ€llig zu bewegen. Lange Hosen und Shirts mit langen Ärmeln bieten Schutz vor Sonne, Insekten und GestrĂŒpp. Feste, geschlossene Schuhe sind vor allem bei Besichtigungen der FĂ€lle oder beim Ein- und Aussteigen in Boote sinnvoll.
    Beim Fotografieren gilt: Tiere stets mit respektvollem Abstand aufnehmen und Anweisungen des Guides beachten. Blitzlicht sollte bei Nachtpirschfahrten und in unmittelbarer NĂ€he von Tieren vermieden werden. Drohnen sind in vielen afrikanischen Nationalparks genehmigungspflichtig oder verboten; wer Luftaufnahmen plant, sollte sich frĂŒhzeitig ĂŒber die Rechtslage informieren.
  • Gesundheit und Sicherheit
    FĂŒr Uganda gelten aus deutscher Sicht besondere gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen. Reisende sollten sich rechtzeitig vor Abreise ĂŒber empfohlene Impfungen, mögliche Malariaprophylaxe und weitere Schutzmaßnahmen informieren, zum Beispiel bei Tropeninstituten oder ihrem Hausarzt. Eine Auslandskrankenversicherung mit RĂŒcktransportoption ist dringend zu empfehlen, da medizinische Versorgung im lĂ€ndlichen Raum nicht dem gewohnten europĂ€ischen Standard entspricht. Im Park selbst sorgen Guides und Ranger dafĂŒr, dass Begegnungen mit Wildtieren sicher ablaufen, sofern die Hinweise beachtet werden. Baden im Nil ist wegen starker Strömungen, Krokodilen und anderen Risiken nicht ĂŒblich und wird nicht empfohlen.
  • Einreisebestimmungen
    Uganda liegt außerhalb der EuropĂ€ischen Union und des Schengen-Raums. Deutsche StaatsbĂŒrger benötigen fĂŒr die Einreise in der Regel ein Reisedokument und hĂ€ufig ein Visum, dessen Bedingungen von der ugandischen Regierung festgelegt werden. Da sich Bestimmungen Ă€ndern können, sollten deutsche StaatsbĂŒrger die aktuellen Einreisehinweise, Visa-ModalitĂ€ten sowie gegebenenfalls Hinweise zu Sicherheitslage und Gesundheitsrisiken rechtzeitig vor Abreise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen.
  • Zeitverschiebung
    Uganda liegt in der Zeitzone East Africa Time (EAT). Im Vergleich zur MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) ergibt sich in der Regel ein Zeitunterschied von plus zwei Stunden, wĂ€hrend es wĂ€hrend der mitteleuropĂ€ischen Sommerzeit (MESZ) meist plus eine Stunde sind. FĂŒr Reisende bedeutet dies eine relativ moderate Zeitumstellung, die sich in der Regel schnell bewĂ€ltigen lĂ€sst.

Warum Murchison Falls National Park auf jede Masindi-Reise gehört

Der besondere Reiz des Murchison-Falls-Nationalparks liegt in der Kombination aus Flusssafari, klassischer Pirschfahrt und dem dramatischen NaturphĂ€nomen der FĂ€lle. Wer von Masindi aus in den Park fĂ€hrt, erlebt den Übergang von fruchtbaren Feldern in die offene Savannenlandschaft, begleitet von wechselnden Ausblicken auf den Nil. Schon auf den ersten Kilometern nach dem Parkeingang sind hĂ€ufig Antilopen, Warzenschweine oder Giraffen zu sehen.

Typischerweise umfasst ein Aufenthalt zwei bis drei NĂ€chte. Am frĂŒhen Morgen stehen Game Drives an: Im offenen oder mit Schiebedach ausgestatteten GelĂ€ndewagen geht es ĂŒber Pisten durch die Savanne, immer auf der Suche nach Elefantenherden, Löwen oder seltenen Vogelarten. Der Vorteil gegenĂŒber manchen stark frequentierten Parks in anderen LĂ€ndern: Es kommt hĂ€ufiger vor, eine Tierbeobachtung nur mit wenigen Fahrzeugen zu teilen, was ein intensiveres Erlebnis ermöglicht.

Besonders eindrucksvoll ist eine Bootsfahrt den Nil hinauf zu den Murchison-FĂ€llen. Flusspferde, die im Wasser dösen, Krokodile am Ufer und ein Gewimmel von Wasservögeln bilden die BĂŒhne, wĂ€hrend sich in der Ferne bereits der feine SprĂŒhnebel der FĂ€lle abzeichnet. Je nĂ€her man kommt, desto lauter wird das Donnern, bis das Boot in sicherer Distanz stoppt und der Blick frei wird auf die enge Felsspalte, in der sich der Nil förmlich ĂŒberschlĂ€gt.

Viele Reisende kombinieren den Besuch der FĂ€lle von unten mit einem Ausflug zur Oberkante. Hier erschließt sich die Wucht des Flusses noch einmal anders: Was aus der Distanz wie eine Wasserwand wirkt, entpuppt sich aus der NĂ€he als tobender Strudel, der sich durch Fels und Schaum kĂ€mpft. Der Kontrast zwischen ruhigem Oberlauf, enger Schlucht und dem ruhiger fließenden Fluss darunter macht die Murchison-FĂ€lle zu einem der fotogensten Orte Ugandas.

FĂŒr Besucher aus Deutschland lĂ€sst sich der Murchison-Falls-Nationalpark gut in eine grĂ¶ĂŸere Uganda-Rundreise einbinden, etwa in Kombination mit dem Kibale-Nationalpark (Schimpansen-Tracking), dem Queen-Elizabeth-Nationalpark oder den berĂŒhmten Berggorillas im Bwindi-Impenetrable-Nationalpark. Wer vor allem Großwild und klassische Safarimotive erleben möchte, findet in Murchison Falls einen idealen Einstieg: Leichtere Erreichbarkeit als einige abgelegenere Parks, eindrucksvolle Landschaft und ein vergleichsweise breites Angebot an UnterkĂŒnften unterschiedlicher Preiskategorien.

Auch aus Nachhaltigkeitsperspektive kann ein Besuch sinnvoll sein: Einnahmen aus ParkgebĂŒhren und Tourismus tragen dazu bei, Schutzgebiete zu erhalten, Wilderei zu bekĂ€mpfen und lokale Gemeinschaften am Tourismus zu beteiligen. Wer auf verantwortungsvolle Anbieter achtet, lokale Produkte kauft und respektvoll reist, unterstĂŒtzt diese Entwicklung.

Murchison-Falls-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In sozialen Medien hat der Murchison-Falls-Nationalpark in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Sichtbarkeit gewonnen. Besonders beliebt sind kurze Video-Clips, die das donnernde Wasser, majestĂ€tische SonnenuntergĂ€nge ĂŒber dem Nil und ĂŒberraschend nahe Tierbegegnungen zeigen. FĂŒr viele Reisende ist das Teilen dieser EindrĂŒcke Teil des Reiseerlebnisses geworden – gleichzeitig liefern Instagram, YouTube und Co. authentische Einblicke fĂŒr alle, die ihre Uganda-Reise noch planen.

HĂ€ufige Fragen zu Murchison-Falls-Nationalpark

Wo liegt der Murchison-Falls-Nationalpark genau?

Der Murchison-Falls-Nationalpark liegt im Nordwesten Ugandas, in der Region um Masindi und Pakwach, und umfasst einen langen Abschnitt des Viktoria-Nils. Er ist von Kampala aus ĂŒber Straßen in mehreren Stunden erreichbar und lĂ€sst sich gut in eine Rundreise durch das Land integrieren.

Was macht den Murchison-Falls-Nationalpark so besonders?

Besonders ist die Kombination aus dem spektakulĂ€ren Wasserfall, bei dem sich der Nil durch eine enge Felsspalte stĂŒrzt, und klassischer Savannenlandschaft mit reichen WildtierbestĂ€nden. Fluss- und Landsafaris lassen sich hier ideal verbinden, und die relative Abgeschiedenheit sorgt fĂŒr ein intensives Naturerlebnis.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr einen Besuch einplanen?

FĂŒr einen ausgewogenen Besuch mit mindestens einem Game Drive, einer Bootsfahrt zu den Murchison-FĂ€llen und genĂŒgend Zeit fĂŒr die An- und Abreise sind in der Regel mindestens zwei bis drei NĂ€chte sinnvoll. Wer den Park mit weiteren Nationalparks kombiniert, sollte insgesamt deutlich mehr Zeit einkalkulieren.

Ist der Murchison-Falls-Nationalpark fĂŒr Familien mit Kindern geeignet?

Viele Lodges und Veranstalter sind auf Familien vorbereitet, und Kinder können die Tierbeobachtungen sowie Bootstouren oft sehr intensiv erleben. Wichtig sind eine kindgerechte Planung mit ausreichend Pausen, der Schutz vor Sonne und Insekten sowie klare Sicherheitsregeln im Umgang mit Wildtieren und GewÀssern.

Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr den Murchison-Falls-Nationalpark?

Beliebt sind die trockeneren Phasen des Jahres, da dann die Vegetation niedriger ist und sich Tiere leichter beobachten lassen. Nach Regenzeiten zeigt sich die Landschaft besonders grĂŒn und der Nil fĂŒhrt viel Wasser, was die FĂ€lle imposant wirken lĂ€sst. Wer zeitlich flexibel ist, kann seine Reise gemeinsam mit einem Veranstalter an die jeweils aktuelle Wetter- und Straßenlage anpassen.

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