Mykines und die Mauern von Mykene: Bronzezeit auf der Argolis
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 00:05 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Mykines bezeichnet den Ort in der Argolis, an dem die Ruinen von Mykene auf einem niedrigen HĂŒgel ĂŒber der Ebene liegen. Das Bild bestimmen gewaltige Mauern, ein Tor mit Löwenrelief und der Wechsel zwischen befestigter Höhe und offener Landschaft.
Mykines: eine Zitadelle ĂŒber der Ebene
Das moderne Mykines liegt im Nordosten der Peloponnes in Griechenland. Die archÀologische StÀtte von Mykene befindet sich westlich des Ortes und gehört zur Gemeinde Argos-Mykines.
Die Anlage liegt auf einem KalksteinhĂŒgel ĂŒber der Argolis. Von den Mauern öffnen sich Blicke ĂŒber die Ebene, wĂ€hrend innerhalb der Befestigung Wege, Toranlagen, Höfe und GebĂ€udereste die Struktur der ehemaligen Zitadelle erkennen lassen. Das GelĂ€nde verbindet steinerne Architektur mit einer weiten Landschaft aus Feldern und Bergen.
Mykines: Löwentor und Zyklopenmauern
Der Zugang zur Zitadelle fĂŒhrt durch das Löwentor von Mykene. Ăber dem Eingang liegt ein Relief mit zwei Löwen, dessen DreiecksflĂ€che zwischen den mĂ€chtigen Steinblöcken sofort ins Auge fĂ€llt.
Die Befestigungsmauern bestehen aus groĂen, unregelmĂ€Ăig gefĂŒgten Steinblöcken. Diese Bauweise wird als zyklopisch bezeichnet. Innerhalb der Mauern liegen die Reste des Palastbereichs, ein unterirdischer Wasserspeicher und das Grabrund A. Die Anlage zeigt damit militĂ€rische, herrschaftliche und kultische Bereiche in enger rĂ€umlicher Verbindung.
Mykines: Bronzezeit, GrÀber und homerische Erinnerung
Mykene war ein Zentrum der mykenischen Kultur, die in der ĂgĂ€is zwischen 1600 und 1100 v. Chr. bestand. Die Stadt gehört zu einer Epoche, deren PalĂ€ste, GrĂ€ber und Handelskontakte den spĂ€ten Bronzezeithorizont Griechenlands prĂ€gen.
Mit Mykene sind die Namen Agamemnon und Atreus aus der griechischen Sagenwelt verbunden. Die archÀologische StÀtte selbst belegt jedoch vor allem eine komplexe Gesellschaft mit monumentalen Bauten, reprÀsentativen GrÀbern und weitreichenden Beziehungen. 1876 legte Heinrich Schliemann im Grabrund A bedeutende Funde frei.
Zum Umfeld der Zitadelle gehört das sogenannte Schatzhaus des Atreus, ein groĂes Kuppelgrab auĂerhalb der eigentlichen Befestigung. Der Name verweist auf die spĂ€tere Verbindung des Ortes mit den homerischen Epen. Mykene und Tiryns stehen seit dem 4. Dezember 1999 gemeinsam auf der UNESCO-Welterbeliste.
Mykines besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Mykines liegt in der Argolis im Nordosten der Peloponnes. Die archĂ€ologische StĂ€tte ist ĂŒber StraĂen aus Richtung Argos, Nafplio und Korinth erreichbar.
- Das GelĂ€nde liegt auf einem HĂŒgel und umfasst unebenes Terrain, Steinwege und ansteigende Passagen. Festes Schuhwerk gehört zur AusrĂŒstung fĂŒr den Rundgang zwischen Tor, Mauern, Palastbereich und GrĂ€bern.
- Im Bereich der Zitadelle wechseln offene Wege, Mauerreste und schattige InnenrĂ€ume des unterirdischen Wasserspeichers. Das GelĂ€nde verlangt Aufmerksamkeit an steinernen Kanten und ungleichmĂ€Ăigen FlĂ€chen.
- In der Umgebung liegen die Ebene der Argolis, die Stadt Argos und die Festungsanlage von Tiryns. Die Orte verbinden Landschaft und ArchÀologie der mykenischen Zeit.
- Amtssprache ist Griechisch, gezahlt wird in Euro.
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Mykines: hÀufige Fragen
Wo liegt Mykines?
Mykines liegt in der Argolis im Nordosten der Peloponnes. Der moderne Ort befindet sich nahe der archÀologischen StÀtte von Mykene.
Was bietet ein Besuch in Mykines?
Zu sehen sind die befestigte Zitadelle, das Löwentor, die Zyklopenmauern, der Palastbereich, das Grabrund A und der unterirdische Wasserspeicher.
Was kennzeichnet Mykines?
Mykines verbindet eine bronzezeitliche Festungsanlage mit der homerischen Ăberlieferung. Die Löwen ĂŒber dem Tor und die gewaltigen Steinmauern prĂ€gen das Bild der StĂ€tte.
