Nachtblick Hakodate, Hakodate

Nachtblick Hakodate: Warum der Hakodateyama Japans leuchtender Balkon ist

14.06.2026 - 20:01:35 | ad-hoc-news.de

Der Nachtblick Hakodate vom Hakodateyama in Hakodate, Japan, gilt als einer der schönsten Stadtpanoramen Asiens. Was macht diesen Lichterteppich so besonders – gerade für Reisende aus Deutschland?

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Wenn sich über der Bucht von Hakodate langsam die Dämmerung senkt, verwandelt sich der Hakodateyama in eine leuchtende Bühne: Der berühmte Nachtblick Hakodate liegt dann wie ein glitzernder Teppich aus Gold, eingerahmt von zwei dunklen Meeresarmen. Diese ikonische Aussicht, oft als eine der schönsten Nachtansichten Japans beschrieben, zieht seit Jahrzehnten Besucher:innen aus aller Welt auf den markanten Berg über der Stadt.

Nachtblick Hakodate: Das ikonische Wahrzeichen von Hakodate

Der Nachtblick Hakodate vom Gipfel des Hakodateyama (japanisch sinngemäß „Berg Hakodate“) gehört zu den bekanntesten Stadtansichten in Japan. Reiseführer wie der deutschsprachige Marco Polo und Magazine wie GEO Saison stellen die Lichterkulisse regelmäßig neben berühmte Panoramen etwa in Hongkong oder Nagasaki vor. Der Blick zeichnet sich dadurch aus, dass die Stadt auf einer schmalen Landzunge liegt, die sich tief zwischen zwei Buchten schiebt. Dadurch scheint der Lichterteppich von beiden Seiten von der Dunkelheit des Meeres umrahmt zu werden – eine Form, die aus der Distanz fast wie eine funkelnde Sanduhr wirkt.

Japanische Tourismusorganisationen bezeichnen die Aussicht schon seit den 1960er-Jahren als eine der eindrucksvollsten Nachtansichten des Landes. Der Hakodateyama ist zu einem Symbol für Hakodate geworden; Fotos des Nachtblicks finden sich in Broschüren der regionalen Tourismusverbände, im Material der Präfektur Hokkaido und in internationalen Kampagnen. Viele Reisende planen ihre Route durch Hokkaido so, dass mindestens ein Abend in Hakodate bleibt – allein, um diesen Anblick mit eigenen Augen zu erleben.

Für Besucher:innen aus Deutschland bietet die Szenerie eine Mischung aus Vertrautem und Fremdem. Einerseits ist das Bild einer von oben gesehenen Hafenstadt vielen etwa aus Hamburg oder Genua bekannt. Andererseits sorgt die besondere Geografie von Hakodate – die schmale Landbrücke, das fast symmetrische Zusammenspiel von Meer und Stadtlichtern und die klaren Konturen der Berge im Hintergrund – für einen Charakter, der sich deutlich von europäischen Häfen unterscheidet.

Geschichte und Bedeutung von Hakodateyama

Hakodate selbst war eine der ersten japanischen Städte, die sich im 19. Jahrhundert für den internationalen Handel öffneten. In der zweiten Hälfte der Edo-Zeit, also in den Jahrzehnten vor der Meiji-Restauration 1868, gewann der Hafen zunehmend an Bedeutung. Als Japan sich in Richtung Moderne öffnete, wurde Hakodate neben Yokohama und Nagasaki zu einem der zentralen Fenster des Landes zur Welt. In vielen historischen Darstellungen wird hervorgehoben, dass hier bereits früh ausländische Handelsschiffe anlegten und westliche Einflüsse sichtbar wurden.

Der Hakodateyama, der hinter der Stadt steil aufragt, spielte in dieser Entwicklung zunächst eher eine strategische als eine touristische Rolle. Hoch gelegene Standorte waren in der frühen Moderne wichtig für die Beobachtung der Schifffahrtswege und – später – für militärische Zwecke. Während der Meiji-Zeit und im 20. Jahrhundert wurden auf dem Berg verschiedene Anlagen errichtet, deren genaue Nutzung sich im Laufe der Jahrzehnte veränderte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Hakodateyama schrittweise zu einem reinen Freizeit- und Ausflugsziel.

In der Nachkriegszeit und insbesondere ab den 1950er- und 1960er-Jahren begannen Japaner:innen, das nächtliche Stadtpanorama als romantischen Ausflug zu entdecken. Ähnlich wie in deutschen Großstädten bestimmten in dieser Phase neue Freizeitformen das soziale Leben – Stadtparks, Kinobesuche, aber auch abendliche Spaziergänge zu Aussichtspunkten. In Japan entstand der Begriff der „Nachtansichten“ (in etwa vergleichbar mit dem deutschen Bild vom „Lichtermeer der Stadt“), und Orte wie der Hakodateyama wurden zum Teil dieser neuen Alltagskultur.

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Seilbahn auf den Hakodateyama eröffnet. Diese erleichterte den Zugang zum Gipfel erheblich und machte aus dem Berg einen für alle Generationen erreichbaren Aussichtspunkt. Zeitgenössische Berichte zeigen, dass der Ausbau der Infrastruktur – Seilbahn, Straßen, Aussichtsplattformen – eng mit dem wachsenden Binnen- und später auch internationalen Tourismus verknüpft war. Aus dem vormals eher abgelegenen Höhenzug wurde ein identitätsstiftendes Wahrzeichen.

Die Stadt Hakodate selbst betont in ihren offiziellen Informationen, dass der Hakodateyama heute nicht nur touristische, sondern auch emotionale Bedeutung für die Bevölkerung hat. Hochzeitsfotos, Jubiläumsfeiern, romantische Treffen – die Bergspitze mit dem Panorama ist für viele Menschen in Hakodate ein Ort biografischer Erinnerungen. Für ein deutsches Publikum lässt sich dies mit Orten wie dem Drachenfels über Bonn oder dem Aussichtspunkt auf den Heidelberger Schlossruinen vergleichen, die ebenfalls weit über ihre touristische Funktion hinauswirken.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn der Nachtblick Hakodate in erster Linie ein Natur- und Stadtpanorama ist, spielt die Gestaltung der Infrastruktur auf dem Hakodateyama eine wichtige Rolle für das Erlebnis. Die Gipfelstation der Seilbahn und die zugehörigen Aussichtsplattformen sind so angelegt, dass sich der Blick möglichst ungestört entfalten kann. Die Architektur ist funktional, modern und stark auf Glasflächen und offene Terrassen ausgerichtet, damit sich tagsüber wie nachts ein weiter Horizont eröffnet.

Besonders charakteristisch ist der Kontrast zwischen künstlichem Licht und natürlicher Umgebung. Die beiden Buchten, die den schmalen Streifen von Hakodate einfassen, werden in der Nacht zu dunklen Flächen, die das Leuchten der Stadt wie ein Rahmen umziehen. Das Lichtband der Hauptstraßen und Hafenanlagen zeichnet die Struktur der Stadt nach. Auffällig sind auch die eher niedrigen Gebäude: Anders als in Metropolen wie Tokio oder Osaka prägen keine dicht gedrängten Hochhausfronten das Bild. Stattdessen entsteht ein feines, weit ausgebreitetes Muster aus kleinteiligen Lichtpunkten, das die eher horizontale Ausdehnung der Stadt betont.

Kunsthistorisch lässt sich der Reiz dieses Panoramas mit typischen Bildaufbauten der Landschaftsmalerei vergleichen: Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund bilden klare Ebenen; die Linien der Küsten und Straßen führen den Blick ins Zentrum, während der dunkle Berg im Rücken für eine natürliche Rahmung sorgt. Fotografie- und Reisemagazine nutzen die Szene deshalb häufig auf Titelseiten oder Doppelseiten, weil sie eine starke grafische Wirkung besitzt.

In einigen Publikationen zu japanischen Städten wird darauf hingewiesen, dass Hakodate in Konkurrenz zu anderen berühmten Nachtansichten steht, etwa Nagasaki oder K?be. Anstatt jedoch mit Superlativen zu operieren, lässt sich die Besonderheit des Nachtblicks Hakodate sachlich beschreiben: Die Kombination aus Hafenstadt, schmalem Landstreifen, symmetrischer Einbettung in zwei Buchten und relativ geringem Hochhausanteil ist im japanischen Kontext selten. Für deutsche Reisende, die vielleicht schon viele europäische Skylines gesehen haben, bietet dies eine eigene Ästhetik, die weniger von Höhe und Dichte, dafür von Form und Rhythmus der Lichter lebt.

Die touristische Infrastruktur umfasst neben der Seilbahnstation ein Besucherzentrum mit gastronomischen Angeboten und Souvenirverkauf. Beobachtungsplattformen innen und außen erlauben einen Rundblick, wobei die Hauptausrichtung selbstverständlich auf die Landzunge mit der Stadt zielt. In klaren Nächten kann man nicht nur die Lichter, sondern auch die Konturen entfernter Berge erkennen. Manche Beschreibungen betonen, dass der Ausblick im Winter, wenn Schnee die Umgebung bedeckt und die Luft oft besonders klar ist, eine nochmals gesteigerte Intensität erhält.

Nachtblick Hakodate besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Der Besuch des Nachtblicks Hakodate lässt sich gut in eine Reise durch Hokkaido oder eine Japan-Rundreise integrieren. Für Leser:innen in Deutschland ist vor allem die praktische Planung relevant – von der Anreise über die beste Besuchszeit bis zur Frage, wie man sich als Gast vor Ort verhält.

  • Lage und Anreise
    Hakodate liegt im Süden der Insel Hokkaido, also im Norden Japans. Von Deutschland aus gibt es in der Regel keine Direktflüge nach Hakodate; üblich sind Verbindungen mit Umstieg über große internationale Drehkreuze wie Tokio, Osaka, Seoul oder andere asiatische Flughäfen. Die gesamte Reisezeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Hakodate liegt – je nach Verbindung – häufig im Bereich von rund 14 bis 18 Stunden, inklusive Umstieg. Innerhalb Japans ist Hakodate von Tokio aus mit dem Hochgeschwindigkeitszug (Shinkansen) über die Shinkansen-Linie nach Shin-Hakodate-Hokuto in etwa vier Stunden erreichbar; von dort bestehen regionale Bahnverbindungen in die Stadt. Für Reisende, die auf der Hauptinsel Honsh? unterwegs sind, ist die Kombination aus Shinkansen und Regionalzug eine komfortable und landschaftlich reizvolle Anreiseoption.
  • Aufstieg zum Hakodateyama
    Der Gipfel des Hakodateyama ist für Besucher:innen auf zwei Hauptwegen zugänglich: per Seilbahn (Ropeway) und über eine Bergstraße, die meist mit dem Auto oder speziellen Bussen genutzt wird. Die Seilbahnstation befindet sich im Stadtgebiet; von zentralen Stadtteilen aus ist sie per Straßenbahn oder Bus erreichbar, alternativ per Taxi. Die Auffahrt mit der Seilbahn dauert nur wenige Minuten und bietet bereits während der Fahrt eindrucksvolle Blicke auf Stadt und Bucht. Je nach Saison und Wetter kann es abends zu Wartezeiten kommen, insbesondere kurz vor Sonnenuntergang, wenn viele Gäste gleichzeitig auf den Berg möchten.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die genauen Betriebszeiten der Seilbahn und der Aussichtsanlagen variieren je nach Jahreszeit und Wochentag. Häufig orientieren sich die Öffnungszeiten an den Tageslichtzeiten und dem touristischen Andrang: tagsüber für Besucher:innen, die den Panorama-Blick bei Sonne oder Schnee erleben wollen, und bis in den Abend hinein, damit der berühmte Nachtblick Hakodate wahrgenommen werden kann. Da sich Fahrpläne ändern können, sollte man die aktuellen Öffnungszeiten direkt auf der offiziellen Website des Hakodateyama oder bei der städtischen Tourismusbehörde prüfen. Gerade in der Nebensaison oder bei schlechtem Wetter können kurzfristige Anpassungen vorkommen.
  • Eintritt und Tickets
    Für den Zugang zum Aussichtspunkt fallen in der Regel keine gesonderten Eintrittsgebühren an; kostenpflichtig sind jedoch die Transportmittel wie die Seilbahn oder gegebenenfalls spezielle Busse. Ticketpreise werden vor Ort üblicherweise in japanischen Yen angegeben; in Euroumrechnung kann man – je nach Wechselkurs – von einem zweistelligen Betrag in Euro für Hin- und Rückfahrt der Seilbahn ausgehen, wenn mehrere Personen oder zusätzliche Leistungen hinzukommen. Da Preise angepasst werden können, ist es sinnvoll, vor der Reise die aktuellen Tarife auf offiziellen Seiten zu prüfen. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich, ein kleines Budget in barer Landeswährung einzuplanen, auch wenn Kartenzahlung zunehmend üblich ist.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Der Nachtblick Hakodate entfaltet zu unterschiedlichen Jahreszeiten jeweils eine eigene Wirkung. Im Frühjahr und Herbst sorgen milde Temperaturen und häufig klare Luft für gute Sicht; im Winter kommen die Lichter der Stadt besonders zur Geltung, wenn Schnee die Landschaft teilweise bedeckt. Im Sommer kann die Luft wegen höherer Feuchtigkeit diesiger sein, gleichzeitig sind die Abende angenehm warm. Als Tageszeit empfiehlt sich meist die Phase rund um den Sonnenuntergang: Wer im Hellen auf den Berg fährt, erlebt zunächst die blaue Stunde und sieht dann, wie sich die Stadt nach und nach in ein Meer aus Lichtern verwandelt. Da sich die Zeiten für Sonnenuntergang und Dämmerung im Jahresverlauf verändern, lohnt ein Blick in lokale Wetter- und Sonnenstandstabellen.
  • Andrang und Reservierung
    Der Hakodateyama ist eine der Hauptattraktionen der Stadt. In Reisezeiten mit vielen Inlands- und Auslandsbesucher:innen, etwa an japanischen Feiertagen (Golden Week im Frühjahr, Obon im Sommer, Neujahr), kann es daher abends sehr voll werden. Wer Gedränge vermeiden möchte, plant seinen Besuch außerhalb der Spitzenzeiten oder weicht nach Möglichkeit auf Wochentage aus. Einige Anbieter bieten kombinierte Tickets oder Touren an; bei individuell organisierter Reise genügt es meistens, rechtzeitig zur gewünschten Zeit an der Seilbahnstation zu sein. Feste Reservierungssysteme können je nach Saison eingeführt oder geändert werden; aktuelle Hinweise liefert die offizielle Tourismusinformation von Hakodate.
  • Sprache und Kommunikation
    In Hakodate, wie generell in Japan, ist Japanisch die Alltagssprache. In touristischen Einrichtungen wie Seilbahnstation, Hotels und größeren Restaurants werden häufig englische Grundkenntnisse vorgehalten, Beschilderungen sind oft zweisprachig (Japanisch/Englisch). Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. Für Reisende aus Deutschland ist Englisch die wichtigste Kommunikationsbrücke; einfache Phrasen auf Japanisch werden jedoch von vielen Einheimischen geschätzt. Informationsmaterial der regionalen Tourismusbehörden ist teilweise auch in weiteren Sprachen erhältlich, gelegentlich auch auf Deutsch, häufiger aber auf Englisch.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Japan gilt als Land, in dem Bargeld traditionell eine große Rolle spielt, auch wenn Kartenzahlung und Mobile Payment in den letzten Jahren stark zugenommen haben. In touristisch geprägten Einrichtungen in Hakodate sind Kreditkarten in der Regel akzeptiert; dennoch empfiehlt sich ein Vorrat an Bargeld in Yen für kleinere Ausgaben, Snackstände oder Automaten. Trinkgeld ist in Japan unüblich und kann sogar zu Verwirrung führen; Freundlichkeit und guter Service gelten als selbstverständlicher Teil der Dienstleistung. Statt Trinkgeld ist es üblich, sich höflich zu bedanken. Für Reisende aus Deutschland ist dieser Unterschied wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Auf dem Hakodateyama herrscht eine entspannte Freizeitatmosphäre ohne formelle Kleiderordnung. Da es auf dem Gipfel deutlich kühler und windiger sein kann als in der Stadt, sind warme Schichten empfehlenswert, besonders in den Abendstunden und im Winter. Rücksichtnahme auf andere Besucher:innen ist ein wichtiger Aspekt japanischer Höflichkeit: laute Gespräche, Drängeln an den Aussichtspunkten oder das Blockieren von Sichtachsen mit großen Stativen sollte man vermeiden. Fotografieren ist an den offiziellen Viewpoints grundsätzlich erlaubt, solange keine ausdrücklichen Einschränkungen ausgeschildert sind.
  • Fotografieregeln und Sicherheit
    Der Nachtblick Hakodate ist eines der meistfotografierten Motive in der Region, und entsprechende Infrastruktur wie Geländer, Plattformen und beleuchtete Wege ist vorhanden. Für Hobbyfotograf:innen gilt: Stative sind je nach Andrang und konkreter Regelung eventuell eingeschränkt; Hinweise vor Ort sind zu beachten. Sicherheit hat Vorrang: Geländer und Absperrungen dürfen nicht überstiegen werden. Wege können bei Regen, Schnee oder Eis rutschig sein; geeignetes Schuhwerk ist daher empfehlenswert. Offizielle Stellen der Stadt weisen darauf hin, dass Besucher:innen die markierten Wege nicht verlassen sollten, um sowohl sich selbst als auch die Vegetation zu schützen.
  • Zeitverschiebung und Einreise
    Hakodate liegt in der japanischen Zeitzone, die der Mitteleuropäischen Zeit im Winter typischerweise um acht Stunden und der Mitteleuropäischen Sommerzeit um sieben Stunden voraus ist. Deutsche Staatsbürger:innen benötigen für touristische Kurzaufenthalte in Japan in der Regel kein Visum, müssen aber gültige Reisedokumente mitführen. Da sich Einreisebedingungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Hinweise und Bestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, bevor sie eine Reise nach Japan antreten. Eine Auslandskrankenversicherung ist empfehlenswert, da Leistungen der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung in Japan in der Regel nicht gelten.

Warum Hakodateyama auf jede Hakodate-Reise gehört

Der Besuch des Hakodateyama ist weit mehr als ein obligatorischer Fotostopp. Die Fahrt auf den Berg, die langsam dunkler werdende Bucht, das Aufleuchten der Stadtlichter – all dies schafft einen Moment, der vielen Reisenden im Gedächtnis bleibt. Für Besucher:innen aus Deutschland, die vielleicht schon Tokyo, Kyoto oder Osaka kennen, eröffnet Hakodate einen anderen Blick auf Japan: weniger Megastadt, mehr Hafenatmosphäre, mehr Weite, mehr Nähe zum Meer.

Die Stadt selbst bietet neben dem Nachtblick zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten: historische Viertel mit westlich beeinflusster Architektur aus der Zeit der Öffnung Japans, alte Kirchen verschiedener christlicher Konfessionen, Märkte mit frischen Meeresfrüchten und Ausflugsziele entlang der Küste. Der Hakodateyama fungiert dabei als natürlicher Orientierungspunkt: Von fast überall in der Stadt sieht man den Berg, und vom Berg erkennt man, wie sich die Stadt in die Landschaft einfügt. Diese gegenseitige Bezugnahme von Stadt und Berg macht den Besuch auch aus städtebaulicher Perspektive spannend.

Thesenhaft lässt sich sagen: Wer Hakodate ohne den Nachtblick gesehen hat, kennt die Stadt nur zur Hälfte. Der Blick von oben hilft, das Zusammenspiel von Hafen, Wohngebieten, Verkehrsachsen und Natur zu verstehen. Gleichzeitig bietet der Moment des Innehaltens auf dem Gipfel Gelegenheit, eine Reiseetappe innerlich zu ordnen. Viele Reisende kombinieren den Besuch des Hakodateyama mit einem Abendessen in der Stadt – entweder in der Nähe der Seilbahnstation oder zurück unten im Zentrum, wo lokale Spezialitäten wie Meeresfrüchte und Hokkaido-Küche serviert werden.

Reiseführer aus dem deutschsprachigen Raum betonen, dass Hakodate ein idealer Einstieg oder Abschluss einer Hokkaido-Reise sein kann. Kommt man von Süden über den Shinkansen, ist die Stadt das Tor zum Norden; reist man von Norden kommend zurück nach Honsh?, bildet sie einen atmosphärisch dichten Schlusspunkt, an dem man noch einmal die Lichter Japans in konzentrierter Form erlebt. In beiden Fällen wird der Nachtblick Hakodate zu einem emotionalen Fixpunkt wie der erste Blick auf den Fuji oder der Sonnenaufgang über dem Pazifik.

Nicht zuletzt ist der Hakodateyama auch für Familien, Alleinreisende und ältere Menschen gut geeignet. Dank der Seilbahn ist kein anstrengender Anstieg erforderlich, und die Wege auf dem Gipfel sind überwiegend gut ausgebaut. So können Generationen gemeinsam diesen Moment teilen – eine Erfahrung, die nicht nur für japanische, sondern auch für europäische Besucher:innen einen besonderen Reiz ausmacht.

Nachtblick Hakodate in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Der Nachtblick Hakodate ist längst ein Motiv der digitalen Bildkultur geworden. Auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok finden sich unzählige Fotos und Videos, die die Lichter der Stadt in unterschiedlichen Stimmungen zeigen – von der tiefblauen Stunde über klaren Winterhimmel bis zum sommerlichen Dunst. Für Reisende aus Deutschland bieten diese Eindrücke eine gute Möglichkeit, sich vorab ein Gefühl für Perspektiven, Andrang und Lichtverhältnisse zu verschaffen.

Häufige Fragen zu Nachtblick Hakodate

Wo liegt der Nachtblick Hakodate genau?

Der berĂĽhmte Nachtblick Hakodate ist vom Gipfel des Hakodateyama aus zu sehen, einem Berg direkt oberhalb der Stadt Hakodate im SĂĽden der japanischen Insel Hokkaido. Von dort blickt man auf die schmale Landzunge, auf der sich das Stadtzentrum zwischen zwei Buchten erstreckt.

Wie erreicht man den Hakodateyama am einfachsten?

Am bequemsten gelangt man mit der Seilbahn (Ropeway) von einer Talstation im Stadtgebiet auf den Gipfel. Alternativ führen Straßen hinauf, die je nach Saison von Autos, Bussen oder organisierten Touren genutzt werden. In der Stadt selbst sind die Talstation und andere Ausgangspunkte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Taxi erreichbar.

Wann ist die beste Zeit fĂĽr den Nachtblick Hakodate?

Besonders stimmungsvoll ist der Besuch rund um den Sonnenuntergang: Wer im Hellen hinauffährt, erlebt zunächst den Übergang in die blaue Stunde und sieht anschließend, wie sich die Stadt in ein Meer aus Lichtern verwandelt. Im Herbst und Winter sind die Luft oft klar und die Konturen der Umgebung besonders scharf, während der Sommer mit angenehm milden Abendtemperaturen punktet.

Ist der Besuch auch fĂĽr Familien mit Kindern geeignet?

Ja, dank der Seilbahn und der ausgebauten Wege ist der Hakodateyama prinzipiell gut für Familien mit Kindern oder älteren Personen geeignet. Es ist jedoch wichtig, auf Wetterbedingungen zu achten und auf dem Gipfel warme Kleidung mitzuführen, da es deutlich kühler und windiger sein kann als in der Stadt. Kinder sollten in der Nähe der Geländer und an den Abhängen stets beaufsichtigt werden.

Welche Rolle spielt der Hakodateyama im Kontext einer Japanreise aus Deutschland?

Für viele deutsche Reisende ergänzt der Hakodateyama klassische Japanziele wie Tokio oder Kyoto um eine weitere Perspektive auf das Land: eine nordjapanische Hafenstadt mit starkem Bezug zum Meer und einem ikonischen Nachtpanorama. Wer Hokkaido besucht oder eine längere Rundreise plant, kann den Nachtblick Hakodate als atmosphärischen Höhepunkt und visuell eindrucksvolle Etappe einbauen.

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