Nami-seom: Baumalleen und Flussinsel-Landschaft bei Chuncheon
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 15:40 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Nami-seom bei Chuncheon in Sudkorea ist eine halbmondförmige Flussinsel im Bukhan-Fluss, deren dicht bepflanzte Alleen und offene Uferwiesen eine klar abgegrenzte Kulturlandschaft bilden. Die Insel entstand in der Mitte des 20. Jahrhunderts, als der Bukhan-Fluss durch den Bau des Cheongpyeong-Damms zu einem Stausee aufgestaut wurde und höher gelegener Boden zur eigenständigen Insel wurde.
Nami-seom zwischen Bukhan-Fluss und Cheongpyeong-Stausee
Nami-seom liegt im Bukhan-Fluss, der als nördlicher Arm des Han-Flusssystems durch die Täler bei Chuncheon und Richtung Seoul verläuft. Die Insel gehört verwaltungsmäßig zu Chuncheon in der Provinz Gangwon-do, während das gegenüberliegende Festland am Ufer dem Landkreis Gapyeong in der Provinz Gyeonggi-do zugeordnet ist.halbmondförmige Flussinsel im Bukhan-Fluss Der heutige Inselkörper ging aus einem Flusshügel im Tal des Bukhan-Flusses hervor, der zur Insel wurde, als der Cheongpyeong-Damm im Jahr 1944 fertiggestellt und der Fluss zu einem Stausee angestaut wurde.Cheongpyeong-Damm im Jahr 1944
In der Kartenansicht liegt Nami-seom im Bereich des Cheongpyeong-Stausees zwischen Chuncheon und der Region nordöstlich von Seoul. Die Adresse der Insel ist in der Verwaltungseinheit Namsan-myeon von Chuncheon verzeichnet, während das Festland mit der Anlegestelle auf der Seite von Gapyeong als Zugangspunkt dient.Namsan-myeon in Chuncheon Die Lage im Flussbecken und die geschwungene Kontur der Insel prägen den Charakter von Nami-seom als klar umgrenzte Landschaft zwischen Wasserflächen und Uferböschungen.
Vom Flusshügel zur bepflanzten Insel mit Baumalleen
Die Landfläche von Nami-seom hatte vor der Aufstauung des Flusses die Form eines Hügels im Tal und wurde erst mit dem steigenden Wasserspiegel zur abgeschlossenen Insel. Nach dem Bau des Cheongpyeong-Damms entwickelte sich das frühere Flussufer zur Insel, deren Umriss im Groben einer Mondsichel entspricht.Umriss im Groben einer Mondsichel In den 1960er Jahren wurde das Gelände gezielt begrünt, nachdem Min Byeong-do die Insel erworben und ein Tourismusunternehmen gegründet hatte, um Nami-seom als Ferien- und Ausflugsziel zu entwickeln.Min Byeong-do und Gyeongchun Tourism Development
Die großflächige Aufforstung hat Nami-seom in eine Insel mit Baumalleen und dichtem Baumbestand verwandelt, auf der Wege, Gärten und kleine Plätze zwischen die Stämme gelegt wurden. Die Spazierwege verlaufen als lange gerade oder leicht gekrümmte Achsen durch Reihen von Bäumen und verbinden offene Wiesen, kleine Kunstinstallationen und einfache Uferbereiche mit Blick auf den Bukhan-Fluss.Spazierwege durch Baumreihen und offene Wiesen Das Gelände ist überwiegend eben und lässt sich zu Fuß erschließen, wobei einzelne Wegabschnitte über Treppen, Rampen oder kurze Böschungen die leichte Höhenlage des ursprünglichen Hügels nachvollziehbar machen.
General Nami und die Insel als Kulturpark
Der Name Nami-seom geht auf General Nami, auch Nam-yi genannt, zurück, einen Militärführer der frühen Joseon-Zeit im 15. Jahrhundert. General Nami wurde während der Herrschaft von König Yejong, dem achten König der Joseon-Dynastie, der Jahre 1468 bis 1470 zugerechnet werden, der Falschbeschuldigung des Hochverrats ausgesetzt und starb mit 28 Jahren.General Nami der frühen Joseon-Zeit Auf Nami-seom erinnert ein Grab sowie ein Gedenkbereich an General Nami, wodurch die Insel neben ihrer landschaftlichen Anlage auch einen Bezug zur Geschichte der Joseon-Dynastie trägt.Grab von General Nami
Ab den 1960er Jahren wurde Nami-seom schrittweise zu einem Freizeit- und Kulturpark umgestaltet, der unter dem spielerischen Namen „Naminara Republic“ firmiert. Die Insel beherbergt unterschiedliche Themenbereiche mit Gärten, kleinen Museen, Ausstellungsflächen und gestalteten Ecken, die sich über das ganze Gelände verteilen.Gärten und kleine Museen auf der Insel Zwischen diesen Bereichen bleiben die Baumalleen und freien Flächen sichtbar, sodass der Charakter der Insel als ausgedehnte Parklandschaft im Fluss erhalten bleibt.
Nami-seom besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Nami-seom liegt nordöstlich von Seoul im Bukhan-Fluss und ist vom Festland aus über eine Fährverbindung zu erreichen, die an einem Anleger auf der Seite von Gapyeong beginnt.
- Das Gelände der Insel ist überwiegend eben, einzelne Wege verlaufen jedoch über Treppen, kurze Rampen und leichte Böschungen, sodass für einen Rundgang eine gewisse Trittsicherheit nötig ist.
- Die Insel liegt in einer Region mit kalten Wintern und warmen Sommern, wodurch sich das Erscheinungsbild der Baumalleen und Uferbereiche je nach Jahreszeit deutlich verändert.
- In der unmittelbaren Umgebung von Nami-seom liegen weitere Ausflugsziele entlang des Bukhan-Flusses und im Raum Chuncheon, etwa andere Flussuferparks und Aussichtspunkte.
- Amtssprache ist Koreanisch, gezahlt wird in Won; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Nami-seom auf Social-Media-Plattformen
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Nami-seom: häufige Fragen
Wo liegt Nami-seom genau?
Nami-seom liegt im Bukhan-Fluss im Verwaltungsgebiet von Chuncheon in der Provinz Gangwon-do und ist vom gegenüberliegenden Ufer bei Gapyeong aus erreichbar.
Was bietet ein Besuch auf Nami-seom?
Ein Besuch führt durch Baumalleen, Gärten, kleine Museen und gestaltete Freiflächen sowie zu einfachen Uferbereichen mit Blick auf den Bukhan-Fluss.
Was kennzeichnet Nami-seom besonders?
Besonders kennzeichnend ist die Kombination aus halbmondförmiger Flussinsel, dichter Bepflanzung mit Baumreihen und der Verknüpfung von landschaftlichem Park und Kulturflächen im Wasserraum des Bukhan-Flusses.
