Palacio da Pena in Sintra: Zwei Baukörper, eine romantische Silhouette
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 00:36 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Palacio da Pena steht auf einem Gipfel der Serra de Sintra und verbindet die erhaltenen RĂ€ume eines Klosters mit einem farbigen Palast des 19. Jahrhunderts. Seine Silhouette aus TĂŒrmen, Mauern, Terrassen und WehrgĂ€ngen gehört zu den markantesten Bauformen von Sintra. Zwischen Granitfelsen und bewaldeten HĂ€ngen liegt ein Bauwerk, in dem mittelalterliche, manuelinische, maurische und Renaissanceformen nebeneinander erscheinen.
Palacio da Pena zwischen Kloster und Königspalast
Der Ă€ltere Teil des Palacio da Pena geht auf ein Kloster zurĂŒck, dessen Bau Manuel I. im Jahr 1503 anordnete. Die Anlage war dem Orden des heiligen Hieronymus anvertraut. Erhalten blieben unter anderem die ehemalige Kirche, der Kreuzgang, die Kapelle und RĂ€ume des Klosterbetriebs.
Das Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 beschÀdigte die GebÀude. Nach der Auflösung der religiösen Orden im Jahr 1834 stand das Kloster leer. 1838 erwarb Ferdinand II. die Ruine mit dem umliegenden Land. Der aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha stammende Prinz war seit 1836 mit Maria II., der Königin von Portugal, verheiratet.
Aus dem Kloster und dem Neubau entstand ein Palast mit zwei deutlich unterscheidbaren Bereichen. Im ehemaligen Kloster liegen private RĂ€ume, wĂ€hrend der neue FlĂŒgel ReprĂ€sentationsrĂ€ume und gröĂere SĂ€le enthĂ€lt. Die bauliche Trennung ist an Grundriss, Raumfolge und Fassaden ablesbar.
Wilhelm Ludwig von Eschwege und der romantische Formenmix
Die Erweiterung des Palacio da Pena stand unter der Leitung von Wilhelm Ludwig von Eschwege. Der deutsche Mineraloge und Bergbauingenieur arbeitete in Portugal und prĂ€gte die Anlage mit einer Architektur, die mehrere historische Bildwelten zusammenfĂŒhrt.
Der Palacio da Pena zeigt neugotische Zinnen, manuelinische Dekoration, maurische Motive und Elemente der Renaissance. Auch Àgyptische AnklÀnge gehören zu dem Formenrepertoire, das die UNESCO dem Bauwerk und der Kulturlandschaft von Sintra zuordnet. die romantische Architektur von Sintra verbindet historische Stile mit Parkanlagen und exotischen Gehölzen.
Die Arbeiten am neuen Palast begannen im 19. Jahrhundert und prĂ€gten die Anlage bis zur Mitte dieses Jahrhunderts. Der Palacio da Pena wurde zur Sommerresidenz der portugiesischen Königsfamilie. Die farbigen Fassaden, die TĂŒrme und die Terrassen bilden dabei keinen einheitlichen Block, sondern ein gegliedertes Ensemble.
Zu den sichtbaren Bauteilen zĂ€hlen ein Zugangstunnel, WehrgĂ€nge, AussichtstĂŒrme und eine ZugbrĂŒcke. Diese Elemente liegen an einem Baukörper, der auf unregelmĂ€Ăigen Felsen sitzt. Der Wechsel zwischen massivem Mauerwerk, farbigem Putz und dekorierten FlĂ€chen prĂ€gt das Ă€uĂere Erscheinungsbild.
Der Palacio da Pena ĂŒber der Serra de Sintra
Der Palacio da Pena liegt hoch ĂŒber Sintra auf dem Monte da Pena. Die Serra besteht aus bewaldeten Granitbergen, zwischen denen historische Anlagen, GĂ€rten und LandhĂ€user liegen. Vom Palast aus öffnet sich die Landschaft in Richtung der Stadt und der AtlantikkĂŒste.
Zum Ensemble gehört der Park da Pena. Seine Wege fĂŒhren durch WaldflĂ€chen und an benannten Parkelementen vorbei, darunter das Tal der Seen, der Mönchsgrotte, der Tempel der SĂ€ulen und das Tal der Königsfarne. Im Park wachsen einheimische und aus anderen Erdteilen stammende Baumarten.
Der Park umfasst nach der historischen Darstellung von Parques de Sintra 85 Hektar. Zwischen Palast, Felsen, Wald und kleineren Bauwerken entsteht ein rÀumlicher Wechsel, der die Architektur nicht von der Landschaft trennt. der Park mit seinen 85 Hektar gehört zur Gesamtanlage des Palacio da Pena.
Die Kulturlandschaft von Sintra steht seit 1995 auf der UNESCO-Welterbeliste. Der Palacio da Pena ist als Nationaldenkmal verzeichnet und bildet einen wichtigen Bestandteil dieser Landschaft. die Kulturlandschaft von Sintra umfasst neben dem Palast weitere historische Anlagen der Serra.
Palacio da Pena besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Palacio da Pena liegt oberhalb von Sintra in der Serra de Sintra. Eine Zufahrt fĂŒhrt ĂŒber die Estrada da Pena; Sintra ist ĂŒber das portugiesische Bahnnetz mit Lissabon verbunden.
- Das GelÀnde liegt auf steilem, felsigem Bergland. Zum Palast gehören ansteigende Wege, Terrassen, Treppen und unebene Abschnitte.
- Im Inneren verbinden sich RĂ€ume des ehemaligen Klosters mit den SĂ€len des Neubaus. Der Rundgang fĂŒhrt durch unterschiedliche Raumfolgen und Bauphasen.
- Im Park liegen der Palast, WaldflÀchen, Granitfelsen, Teiche und kleinere Bauwerke in wechselnder Höhenlage.
- Amtssprache ist Portugiesisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Palacio da Pena: hÀufige Fragen
Wo liegt der Palacio da Pena?
Der Palacio da Pena liegt auf dem Monte da Pena oberhalb von Sintra in Portugal. Die Anlage befindet sich in der bewaldeten Serra de Sintra.
Was bietet ein Besuch des Palacio da Pena?
Zum Besuch gehören der ehemalige Klosterbereich, die RĂ€ume des neuen PalastflĂŒgels, Terrassen, WehrgĂ€nge und der Park mit seinen Felsen, WĂ€ldern und Wasseranlagen.
Was kennzeichnet den Palacio da Pena?
Der Palacio da Pena verbindet ein Kloster des 16. Jahrhunderts mit einem romantischen Palast des 19. Jahrhunderts. Seine Architektur vereint neugotische, manuelinische, maurische, Renaissance- und Àgyptische Elemente.
