Palast des Grossmeisters Rhodos, Rhodos

Palast des Grossmeisters Rhodos: Mittelalterglanz über der Ägäis

31.05.2026 - 11:00:48 | ad-hoc-news.de

Der Palast des Grossmeisters Rhodos, das Palati tou Megalou Magistrou, erzählt in der Altstadt von Rhodos in Griechenland die Geschichte der Ritter des Johanniterordens – und überrascht mit Details, die Reisende aus Deutschland oft übersehen.

Palast des Grossmeisters Rhodos, Rhodos, Reise
Palast des Grossmeisters Rhodos, Rhodos, Reise

Wer durch das gewaltige Tor des Palast des Grossmeisters Rhodos in die steinernen Innenhöfe tritt, spürt sofort: Hier hat Macht Geschichte geschrieben. Das Palati tou Megalou Magistrou (auf Deutsch sinngemäß „Palast des Großmeisters“) thront über der Altstadt von Rhodos und bewacht seit Jahrhunderten die Einfahrt in die Ägäis.

Palast des Grossmeisters Rhodos: Das ikonische Wahrzeichen von Rhodos

Der Palast des Grossmeisters Rhodos ist das sichtbarste Symbol der Ritterzeit auf der Insel Rhodos. Das mächtige Bauwerk markiert den höchsten Punkt der ummauerten Altstadt, die seit den 1980er-Jahren als Gesamtensemble in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Die UNESCO betont dabei ausdrücklich die außergewöhnliche Erhaltung der mittelalterlichen Befestigungsanlagen sowie die Rolle des Johanniterordens, der Rhodos zu einem Bollwerk des christlichen Abendlandes im östlichen Mittelmeer machte.

Wer heute die Altstadt betritt, sieht den Palast bereits aus der Ferne: Zylinderförmige Türme, Zinnen, dicke Mauern und ein markantes Tor bestimmen die Silhouette. Hinter diesen Mauern residierten einst die Großmeister des Johanniterordens – und mit ihnen Gesandte aus ganz Europa, Händler, Pilger und später auch osmanische Würdenträger sowie Vertreter der italienischen Kolonialverwaltung. Der Palast erzählt damit nicht nur eine Geschichte, sondern gleich mehrere Schichten europäischer und mediterraner Vergangenheit.

Für Reisende aus Deutschland ist der Palast des Grossmeisters Rhodos ein Schlüssel, um die Insel weit über Sonne, Strand und Badeurlaub hinaus zu begreifen. Zwischen Mosaikfußböden aus der Antike, rekonstruierten Rittersälen und einem eindrucksvollen Blick über die roten Dächer der Altstadt erschließt sich, wie eng Rhodos mit der Geschichte der Kreuzfahrer, der Seemächte des Mittelalters und der rivalisierenden Imperien im östlichen Mittelmeerraum verknüpft ist.

Geschichte und Bedeutung von Palati tou Megalou Magistrou

Die Wurzeln des Palati tou Megalou Magistrou reichen in die Zeit des Ritterordens des Heiligen Johannes (Johanniterorden) zurück, der im 14. Jahrhundert die Kontrolle über Rhodos erlangte. Die Johanniter, ursprünglich ein Hospitalorden im Heiligen Land, wandelten sich nach dem Verlust Jerusalems zunehmend zu einer militärischen und maritimen Macht. Rhodos wurde ab Beginn des 14. Jahrhunderts ihr Hauptsitz und damit ein strategischer Außenposten zwischen Europa und dem Nahen Osten.

Der Palast entstand auf den Resten einer byzantinischen Zitadelle. Diese Vorgängeranlage nutzte die exponierte Lage innerhalb der Stadtmauern bereits als bastionierten Herrschaftssitz. Unter den Johannitern wurde die Anlage im Lauf des 14. und 15. Jahrhunderts zum repräsentativen Palast des Großmeisters ausgebaut. Die Großmeister standen an der Spitze des Ordens und vereinten religiöse, militärische und politische Funktionen. In den Sälen des Palastes wurden Bündnisse geschlossen, Verteidigungsstrategien gegen Angriffe von Mamluken und später Osmanen entworfen und Pilgerströme organisiert.

Historisch besonders prägend war die Belagerung von Rhodos durch die Osmanen im Jahr 1522. Nach schwerem Beschuss und langen Kämpfen musste der Orden die Insel aufgeben und verließ Rhodos in Richtung Malta. Der Palast des Grossmeisters Rhodos verlor damit seine Funktion als Ordenssitz. Unter osmanischer Herrschaft diente die Anlage unter anderem als Festung und Lagerhaus; repräsentative Nutzung trat in den Hintergrund, und Teile der ursprünglichen Ausstattung gingen verloren. Die Belagerungen und später ein schweres Explosionsunglück – ausgelöst durch gelagertes Schießpulver – beschädigten den Komplex erheblich.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfuhr der Palast eine bemerkenswerte Wendung. Nach dem Italienisch-Türkischen Krieg ging Rhodos vorübergehend an Italien über. Die italienische Verwaltung ließ den Palast ab den 1930er-Jahren in einem historisierenden Stil restaurieren und teilweise neu aufbauen. Diese Arbeiten orientierten sich an idealisierten Vorstellungen mittelalterlicher Ritterarchitektur. Der Palast wurde zum Symbol der italienischen Präsenz im Dodekanes und sollte zugleich an die vermeintliche Kontinuität römischer und mediterraner Geschichte anknüpfen. Für heutige Besucher ist daher wichtig: Man erlebt eine Mischung aus mittelalterlicher Substanz, osmanischen Spuren und italienischer Restaurationsarchitektur.

Mit dem Übergang der Dodekanes-Inseln an Griechenland nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Palast des Grossmeisters Rhodos zum bedeutenden nationalen Kulturerbe. Heute fungiert er als Museum und wichtiger Teil des archäologischen Parks der mittelalterlichen Stadt. Die griechische Denkmalpflege und internationale Fachgremien wie der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) betonen die Rolle der Anlage als herausragendes Beispiel für eine befestigte Ordensstadt des Mittelalters im östlichen Mittelmeerraum.

Für deutsche Leserinnen und Leser lohnt ein historischer Vergleich: Der Palast ist zwar jünger als viele romanische Kirchen im deutschsprachigen Raum, steht aber zeitlich in einer Linie mit gotischen Kathedralen wie dem Kölner Dom, dessen Bauphasen sich bis weit ins Spätmittelalter erstreckten. Während in Mitteleuropa gotische Türme in die Höhe wuchsen, entstanden auf Rhodos wehrhafte Bastionen und Paläste, die ganz auf den Schutz gegen Angriffe vom Meer und gegen Kanonenfeuer ausgerichtet waren.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch vereint der Palast des Grossmeisters Rhodos mehrere Einflüsse. Die Grundstruktur folgt den Prinzipien einer mittelalterlichen Festung: dicke Mauern, Türme, Wehrgänge und ein klar definierter, leicht zu verteidigender Zugang. Gleichzeitig besitzt der Palast eine repräsentative Palastarchitektur, die sich in großzügigen Innenhöfen, Treppenanlagen und Sälen niederschlägt. Der Übergang von Wehrbau zu Residenz ist fließend – ähnlich wie bei den großen Burgen und Schlossanlagen in Europa, etwa der Wartburg oder dem Castel del Monte in Süditalien.

Besonders eindrucksvoll ist der Haupteingang: Zwei mächtige Rundtürme rahmen das Portal ein und verleihen der Fassade ein beinahe theatralisches Erscheinungsbild. Hinter dem Tor öffnet sich ein weitläufiger Innenhof, umgeben von Arkaden. Diese Kombination aus Strenge der Befestigungsarchitektur und der Eleganz der Arkadengänge prägt den ersten Eindruck. Besucher erleben ein Wechselspiel aus Licht und Schatten, das die Steinoberflächen je nach Tageszeit warm leuchten oder kühl wirken lässt.

Im Inneren beherbergt der Palast unter anderem eindrucksvolle Mosaikböden, von denen viele ursprünglich aus verschiedenen Orten der Insel stammen und in der Antike datieren. Während der italienischen Restaurierungen wurden zahlreiche dieser Mosaike in den Palast gebracht, um die Räume mit einem „klassischen“ Ambiente zu versehen. Das Ergebnis ist eine ungewöhnliche Kombination: mittelalterliche Ritterarchitektur mit antiken Mosaiken. Fachleute weisen darauf hin, dass diese Zusammenstellung historisch nicht authentisch ist, aber trotzdem einen faszinierenden Überblick über verschiedene Epochen der Inselgeschichte vermittelt.

Zu den wichtigsten Räumen zählen die repräsentativen Säle im Obergeschoss, die heute teils als Museumsräume genutzt werden. Hier finden sich Ausstellungen zu der Geschichte der mittelalterlichen Stadt Rhodos, zu den Ritterorden im östlichen Mittelmeer und zu archäologischen Funden. Der Palast dient damit zugleich als historisches Monument und als modernes Ausstellungsgebäude. Für kulturinteressierte Gäste aus Deutschland ist dies besonders attraktiv, weil sich architektonische Erfahrung und museale Vermittlung an einem Ort bündeln.

Die Gestaltung der Räume folgt einem klare Achsensystem. Große Fensteröffnungen bieten Ausblicke über die Altstadt, auf die Stadtmauern und – in der Ferne – auf den Hafen. Diese Verbindung von Innenraum und Stadtlandschaft war für Residenzen im Mittelmeerraum charakteristisch und unterstreicht den Herrschaftsanspruch: Der Blick der Machthaber sollte das Stadtbild beherrschen. Gleichzeitig bieten diese Blickachsen heute einzigartige Fotomotive, die die räumliche Lage des Palasts über der Stadt eindrucksvoll dokumentieren.

Architekturhistoriker betonen oft die Rolle des Palastes als Herzstück eines größeren Verteidigungs- und Stadtsystems. Die mittelalterliche Stadtmauer, die Befestigungswerke, die Straße der Ritter (Ippoton-Straße) und die verschiedenen „Herbergen“ der Ordenszunge (Nationen) sind als zusammenhängendes Ensemble zu verstehen. Der Palast ist dabei das Zentrum, von dem aus der Orden militärische und politische Entscheidungen traf. Diese Ensemblewirkung ist einer der Gründe, warum die Altstadt von Rhodos in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde.

Ein weiteres Merkmal ist die Schichtung der Stile: Neben mittelalterlichen und italienischen Elementen finden sich osmanische Spuren, etwa in Form von Umbauten, die während der Jahrhunderte der osmanischen Herrschaft vorgenommen wurden. Diese Mehrschichtigkeit macht den Palast zu einem Stein gewordenen Archiv der Inselgeschichte. Für Besucher, die sich nicht nur auf die Ritterzeit konzentrieren, eröffnet sich so ein Panorama vom Byzantinischen Reich über die Kreuzfahrerzeit und das Osmanische Reich bis hin zur neueren griechischen Geschichte.

Palast des Grossmeisters Rhodos besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Palast des Grossmeisters Rhodos liegt im Norden der Insel Rhodos, am oberen Ende der berühmten Straße der Ritter in der ummauerten Altstadt der Stadt Rhodos. Vom Mandraki-Hafen aus ist der Palast zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar, der Weg führt durch enge Gassen und über Plätze, die bereits einen Eindruck vom mittelalterlichen Stadtgrundriss vermitteln.

    Für Reisende aus Deutschland ist Rhodos in der Regel über Direktflüge von größeren Flughäfen wie Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin oder Hamburg aus erreichbar, insbesondere in der Hauptreisezeit von Frühjahr bis Herbst. Außerhalb der Saison können Verbindungen über internationale Drehkreuze wie Athen, Istanbul oder andere europäische Flughäfen sinnvoll sein. Die Flugzeit von Deutschland nach Rhodos beträgt je nach Abflugort meist zwischen etwa 3 und 4 Stunden. Vom internationalen Flughafen von Rhodos sind es rund 15–20 km bis zur Altstadt; Taxi, Linienbusse oder Mietwagen verbinden den Airport mit dem Stadtzentrum.
  • Orientierung vor Ort
    Die Altstadt von Rhodos ist eine Fußgängerzone mit teilweise sehr engen Gassen und Kopfsteinpflaster. Der Palast des Grossmeisters Rhodos liegt am höchstgelegenen Bereich der Altstadt, in der Nähe der Stadtmauern. Viele Besucher betreten die Altstadt durch das Eleftherias-Tor oder vom Hafen aus; von dort ist der Palast ausgeschildert. Eine Orientierung mithilfe von Stadtplänen, die in Hotels oder beim örtlichen Fremdenverkehrsamt erhältlich sind, erleichtert den Weg.
  • Öffnungszeiten
    Die Öffnungszeiten des Palastes können je nach Saison, Wochentag und Feiertagen variieren. In den Sommermonaten ist in der Regel mit erweiterten Öffnungszeiten zu rechnen, während im Winter kürzere Besuchszeiten möglich sind. Da sich Vorgaben der Denkmalverwaltung und Museumsorganisation ändern können, sollten Besucher die aktuellen Öffnungszeiten direkt bei der offiziellen Verwaltung oder dem zuständigen griechischen Kulturministerium prüfen. Kurzfristige Anpassungen etwa aufgrund von Wartungsarbeiten, Veranstaltungen oder behördlichen Vorgaben sind möglich.
  • Eintritt
    Für den Besuch des Palast des Grossmeisters Rhodos wird in der Regel ein Eintrittspreis erhoben. Dieser kann je nach Alter der Besucher, Saison oder Kombiticket-Regelungen (z.?B. gemeinsam mit anderen archäologischen Stätten oder Museen der Altstadt) variieren. Informationen zu aktuellen Tarifen und möglichen Ermäßigungen – etwa für Kinder, Studierende oder Seniorinnen und Senioren – sollten vor der Reise oder unmittelbar vor dem Besuch direkt über die offiziellen Stellen eingeholt werden. Generell ist davon auszugehen, dass an der Kasse sowohl Barzahlung in Euro als auch gängige Kreditkarten akzeptiert werden; eine zeitgemäße Kartenakzeptanz ist im griechischen Tourismusbereich weit verbreitet.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Rhodos zählt zu den sonnigsten Inseln Griechenlands, mit warmen bis heißen Sommern und milden Wintern. Für einen Besuch des Palastes sind Frühjahr (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober) besonders angenehm, da die Temperaturen meist moderat sind und das Besucheraufkommen etwas geringer sein kann als in der Hochsaison. In den Sommermonaten empfiehlt es sich, den Palast möglichst am frühen Vormittag oder späteren Nachmittag zu besuchen, um der größten Mittagshitze und den größten Besuchergruppen etwas auszuweichen. Die steinernen Höfe und Räume können sich tagsüber stark aufheizen, daher ist leichte, aber respektvolle Kleidung ratsam.
  • Sprache, Zahlung und Trinkgeld
    In der Stadt Rhodos, insbesondere in der Altstadt und in touristischen Einrichtungen wie dem Palast des Grossmeisters Rhodos, wird neben Griechisch häufig auch Englisch gesprochen. Einige Beschäftigte im Tourismusbereich verstehen oder sprechen zudem Deutsch, vor allem in Geschäften, Hotels oder bei geführten Touren. Für die Verständigung im Museum und an der Kasse reicht in der Regel Englisch; schriftliche Informationen sind oft auf Griechisch und Englisch vorhanden, teilweise auch in anderen Sprachen.

    Bei der Zahlung im Alltag sind Bargeld in Euro und gängige Bank- und Kreditkarten weit verbreitet. In Griechenland werden Kartenzahlungen im Tourismusumfeld seit einigen Jahren verstärkt gefördert. In kleineren Läden oder bei sehr kleinen Beträgen kann Bargeld weiterhin sinnvoll sein. Trinkgeld ist in Griechenland üblich, aber nicht verpflichtend. Im Restaurant sind 5–10?% der Rechnungssumme als Anerkennung guter Leistung verbreitet, sofern kein Servicezuschlag ausgewiesen ist. Für Stadtführungen oder besonders engagiertes Personal können kleine Trinkgelder in bar gegeben werden.
  • Kleiderordnung und Fotografieren
    Der Palast des Grossmeisters Rhodos ist kein Sakralbau, dennoch handelt es sich um eine bedeutende historische Stätte und ein Museum. Eine respektvolle, dem Ort angemessene Kleidung wird daher empfohlen: Schultern sollten idealerweise bedeckt sein, und sehr freizügige Strandbekleidung ist innerhalb des Museums unangemessen. Für das Fotografieren gilt meist, dass Aufnahmen ohne Blitz für den privaten Gebrauch erlaubt sind, während Blitzlicht und Stative aus konservatorischen und Sicherheitsgründen oft untersagt sind. Aktuelle Hinweise zu Foto- und Filmregelungen sind den Hinweisschildern vor Ort oder dem Personal zu entnehmen.
  • Gesundheit, Versicherung und Einreisebestimmungen
    Für deutsche Staatsbürger gehört Griechenland zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. In der Regel genügt für die Einreise ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Da Einreisebestimmungen sich ändern können, sollten deutsche Staatsbürger vor der Reise die aktuellen Einreisehinweise und sicherheitsrelevanten Informationen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.

    Innerhalb der EU ermöglicht die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), die in der Regel auf der Rückseite der deutschen Gesundheitskarte aufgedruckt ist, den Zugang zu medizinisch notwendigen Leistungen im Rahmen des öffentlichen Gesundheitssystems. Dennoch kann eine ergänzende Auslandskrankenversicherung sinnvoll sein, insbesondere zur Abdeckung eines möglichen Rücktransports. Rhodos verfügt über medizinische Einrichtungen, Apotheken und Ärzte; in touristisch geprägten Regionen sind grundsätzliche Dienstleistungen verfügbar.
  • Zeitverschiebung
    Rhodos liegt in der Zeitzone Osteuropäische Zeit. Im Winter beträgt der Zeitunterschied zu Mitteleuropa in der Regel +1 Stunde, in der Sommerzeit parallel zur mitteleuropäischen Sommerzeit ebenfalls +1 Stunde. Wer aus Deutschland anreist, sollte dies bei der Planung von Ankunft, Check-in und Museumsbesuch berücksichtigen.

Warum Palati tou Megalou Magistrou auf jede Rhodos-Reise gehört

Der Besuch des Palati tou Megalou Magistrou fügt einer Rhodos-Reise eine Dimension hinzu, die weit über den klassischen Badeurlaub hinausgeht. Die Insel ist durch Strände, Hotels und All-inclusive-Angebote vielen deutschen Reisenden vertraut. Doch erst in der Altstadt von Rhodos, und hier besonders im Palast des Grossmeisters, wird sichtbar, welche Rolle die Insel im europäischen und mediterranen Machtgefüge gespielt hat.

Die Atmosphäre des Palastes ist geprägt von Stein, Schatten und Geschichte. In den Arkaden hallen Schritte wider, in den Höfen schweift der Blick zu den Türmen und Zinnen, und in den Ausstellungsräumen tritt eine vergangene Welt plastisch hervor. Familien mit Kindern erleben beim Gang durch die Säle eine anschauliche Zeitreise in die Epoche der Ritter und Belagerungen. Kulturinteressierte Besucher entdecken die vielfältigen Bezüge zu Italien, zur Kreuzfahrerzeit und zur griechischen Antike, wenn sie die Mosaikböden, Statuen und Reliefs betrachten.

Für Reisende aus Deutschland bietet der Palast auch eine Möglichkeit zur Reflexion über die unterschiedlichen Wege, die europäische Geschichte gegangen ist. Während in Mitteleuropa Stadtbilder stark von bürgerlichen Rathäusern, Marktplätzen und Kirchen geprägt sind, zeigt Rhodos ein Modell, in dem militärische Orden, Befestigungen und Handelsrouten dominant waren. Der Palast des Grossmeisters Rhodos wird so zu einem Lernort, an dem sich die Verflechtungen von Religion, Handel, Krieg und Diplomatie im östlichen Mittelmeerraum verdichten.

Nicht zuletzt ist der Palast fotografisch und ästhetisch ein Höhepunkt. Das Spiel von Licht und Schatten, die massiven Rundtürme, der Blick von den Fenstern über die roten Dächer der Altstadt und die nahen Stadtmauern erzeugen Motive, die sich deutlich von typischen Strandbildern unterscheiden. In Kombination mit einem Spaziergang entlang der Mauern, einer Besichtigung der Straße der Ritter und einem Bummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt entsteht ein abwechslungsreicher Tagesausflug, der auch bei mehrtägigen Aufenthalten auf der Insel Rhodos einen festen Platz im Reiseprogramm haben sollte.

Für viele Besucher hat der Palast zudem eine emotionale Komponente: Wer durch die schweren Türen schreitet und die Stille hinter den dicken Mauern erlebt, spürt, wie sich der Rhythmus der Insel kurz verändert. Zwischen Souvenirshops, Tavernen und Strandleben bietet der Palast des Grossmeisters Rhodos einen Raum der Konzentration, der Erinnerung und der historischen Tiefe. Er macht sichtbar, dass Rhodos nicht nur ein Urlaubsparadies, sondern auch ein kultureller Knotenpunkt Europas ist.

Palast des Grossmeisters Rhodos in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist der Palast des Grossmeisters Rhodos längst ein wiederkehrendes Motiv – von Panoramabildern bei Sonnenuntergang über Detailaufnahmen der Mosaikböden bis hin zu kurzen Videoclips von Spaziergängen durch die Straße der Ritter. Wer vorab Eindrücke sammeln oder im Nachgang seine eigenen Fotos einordnen möchte, findet auf gängigen Plattformen eine Fülle an visuellen Inspirationen.

Häufige Fragen zu Palast des Grossmeisters Rhodos

Wo liegt der Palast des Grossmeisters Rhodos genau?

Der Palast des Grossmeisters Rhodos befindet sich in der mittelalterlichen Altstadt der Stadt Rhodos, am oberen Ende der Straße der Ritter. Er liegt innerhalb der Stadtmauern nahe der nördlichen Befestigungsanlagen und ist vom Hafen Mandraki aus zu Fuß erreichbar.

Aus welcher Zeit stammt Palati tou Megalou Magistrou?

Die Anlage geht auf eine byzantinische Festung zurück und wurde im 14. und 15. Jahrhundert unter dem Johanniterorden zum Palast des Großmeisters ausgebaut. Später kamen osmanische Nutzung und umfangreiche Restaurierungen unter italienischer Herrschaft im 20. Jahrhundert hinzu.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch des Palastes einplanen?

Für einen Rundgang durch den Palast mit seinen Innenhöfen, den wichtigsten Sälen und den Ausstellungen ist mindestens ein bis zwei Stunden Zeit empfehlenswert. Wer sich intensiv mit den historischen Hintergründen und den Exponaten beschäftigen möchte, kann problemlos einen halben Tag im Palast und der unmittelbaren Umgebung verbringen.

Ist der Palast des Grossmeisters Rhodos barrierefrei zugänglich?

Aufgrund der historischen Bausubstanz, Treppen und unebenen Böden ist der Zugang für Menschen mit eingeschränkter Mobilität teilweise erschwert. In einigen Bereichen können Stufen, enge Durchgänge und Kopfsteinpflaster eine Herausforderung darstellen. Reisende mit Mobilitätseinschränkungen sollten vorab Informationen über die aktuellen Zugangsbedingungen bei der Verwaltung einholen.

Welche Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe des Palastes?

In direkter Nachbarschaft zum Palast des Grossmeisters Rhodos befinden sich die Straße der Ritter, Teile der mittelalterlichen Stadtmauern, verschiedene „Herbergen“ der Ordensnationen, der Archäologische Museumskomplex im ehemaligen Hospital der Ritter sowie zahlreiche Kirchen und historische Gebäude der Altstadt. Ein Rundgang lässt sich gut mit einem Bummel durch die Gassen und einem Besuch des Hafens verbinden.

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