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Palast von Knossos: Labyrinth der Minoer bei Heraklion neu entdecken

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 08:33 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Der Palast von Knossos bei Heraklion in Griechenland fasziniert seit über 3.000 Jahren. Warum dieser minoische Kulturschatz für Reisende aus Deutschland mehr ist als bloße Ruine – und wie Sie ihn heute erleben.

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Zwischen kargen Hügeln und der tiefblauen Ägäis erhebt sich der Palast von Knossos, auf Griechisch „Knossos“ (sinngemäß: der Ort der alten Könige) – ein Ort, an dem Mythos und Archäologie dicht ineinander greifen. Wer heute von Heraklion aus zu diesem minoischen Palastkomplex aufbricht, betritt eine Kulisse, die seit über 3.000 Jahren die Fantasie von Reisenden, Forschenden und Geschichtsliebhaberinnen aus aller Welt beflügelt.

Die roten Säulen, die mächtigen Treppen, die Fragmente berühmter Fresken: Der Palast von Knossos ist längst zum ikonischen Wahrzeichen der Insel Kreta und zu einem Schlüsselort für das Verständnis der europäischen Bronzezeit geworden. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Knossos heute ein ebenso sinnlich erfahrbares Reiseziel wie ein stiller Einstieg in die frühe Geschichte des Mittelmeerraums.

Palast von Knossos: Das ikonische Wahrzeichen von Heraklion

Nur wenige Kilometer südlich von Heraklion gelegen, gehört der Palast von Knossos zu den bekanntesten archäologischen Stätten Griechenlands. Für Kreta ist er das wohl bedeutendste historische Wahrzeichen und für den gesamten Mittelmeerraum ein Referenzpunkt, wenn es um die frühe Hochkultur der Minoer geht.

Die heutige Anlage, wie Besucherinnen und Besucher sie erleben, ist eine Mischung aus originalen Ruinen aus der Bronzezeit und Rekonstruktionsversuchen des frühen 20. Jahrhunderts. Diese Kombination macht den Eindruck besonders eindringlich: Man bewegt sich durch eine historische Palaststruktur, deren räumliche Wirkung teilweise wieder spürbar ist, ohne dass die archäologische Authentizität völlig zugunsten einer modernen Inszenierung verloren ginge.

Besonders eindrücklich ist die Atmosphäre am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das warme kretische Licht die sandfarbenen Mauern, die dunklen roten Säulen und die wenigen erhaltenen Fresken in ein fast theatralisches Ambiente taucht. Hier lässt sich erahnen, wie prachtvoll Knossos in seiner Blütezeit gewirkt haben muss – und warum der Palast seit seiner Wiederentdeckung zu den meistbesuchten archäologischen Sehenswürdigkeiten Griechenlands zählt.

Geschichte und Bedeutung von Knossos

Knossos gilt als Zentrum der minoischen Kultur, einer frühen Hochkultur der Bronzezeit, die auf Kreta und umliegenden Inseln zwischen etwa dem 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. blühte. Die Minoer werden häufig als erste Hochkultur Europas bezeichnet, weil sie weitreichende Handelskontakte im östlichen Mittelmeer pflegten, komplexe Verwaltungs- und Palaststrukturen ausbildeten und eine eigene Schrift entwickelten.

Historisch ist der Palast von Knossos nicht nur eine einzelne Residenz, sondern Teil eines größeren Palast- und Stadtkomplexes, der in mehreren Phasen erbaut, zerstört und neu errichtet wurde. Archäologen unterscheiden grob zwischen einem „alten“ Palast, der etwa im frühen 2. Jahrtausend v. Chr. entstand, und einem „neuen“ Palast, der nach Zerstörungen wieder aufgebaut wurde. Diese Bauphasen spiegeln sich bis heute im Grundriss und in den unterschiedlichen Mauerschichten wider.

Die Minoer selbst hinterließen keine erhaltene Geschichtsschreibung, wie sie später etwa aus der griechischen Antike bekannt ist. Vieles, was über Knossos und seine Herrscher – in der europäischen Tradition oft als „König Minos“ zusammengefasst – erzählt wird, entstammt daher der Verbindung von archäologischen Funden mit späteren griechischen Mythen. Besonders bekannt ist der Mythos vom Minotauros, dem menschenfressenden Stierwesen im Labyrinth von Knossos, das von Theseus erschlagen wurde. Für eine deutsche Leserschaft ist wichtig: Dieser Mythos ist literarische Überlieferung, aber er hat die Wahrnehmung der Ruinen über Jahrhunderte geprägt und trägt bis heute zur Faszination des Ortes bei.

Die Wiederentdeckung Knossos’ als bedeutende archäologische Stätte erfolgte im ausgehenden 19. Jahrhundert. Der britische Archäologe Arthur Evans begann um 1900 großangelegte Ausgrabungen, die die Ausmaße des Palastkomplexes erstmals sichtbar machten. Seine Arbeiten brachten nicht nur die Palastruinen zutage, sondern auch zahlreiche Kunstwerke, Keramiken und Hinweise auf Verwaltungssysteme und – durch Ritzzeichen und Schriftzeichen – eine komplexe Schriftkultur.

Aus historischer Sicht markiert Knossos einen Dreh- und Angelpunkt für die Deutung der Bronzezeit im östlichen Mittelmeer: Handelskontakte mit Ägypten und dem Vorderen Orient, eindrucksvolle Kulturleistungen und eine offenbar stark zentralisierte Palastgesellschaft machen die Stätte für die Forschung auch heute noch zu einem zentralen Referenzpunkt.

Für deutsche Reisende eröffnet ein Besuch des Palastes von Knossos damit nicht nur den Zugang zu einer antiken Sehenswürdigkeit, sondern zu einem der frühen Kapitel europäischer Kulturgeschichte – lange vor der klassischen griechischen Antike, die im Schulunterricht zumeist im Vordergrund steht.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch beeindruckt der Palast von Knossos durch seinen komplexen Grundriss. Zahlreiche Räume, Höfe, Treppenhäuser und Gänge bilden ein Gefüge, das in der Forschung früh mit dem Labyrinth-Mythos in Verbindung gebracht wurde. Auch wenn dieser Vergleich mehr literarisch als bauhistorisch ist, lässt sich die Verschachtelung der Räume bei einem Rundgang deutlich erleben.

Charakteristisch für die Anlage sind die oft zitierten roten Säulen mit schwarzen Kapitellen. Diese Säulen sind in ihrer heutigen Form teilweise rekonstruierte Elemente, basieren aber auf archäologischen Befunden zu Form und Proportion. Ihre Farbigkeit ist nicht zufällig: Farbig gefasste Architektur und Wandgestaltung waren in der minoischen Palastkultur verbreitet und sollten nicht nur repräsentieren, sondern auch die Gebäude optisch strukturieren.

Besonders eindrucksvoll sind die rekonstruierten und teils original erhaltenen Fresken, die Besucherinnen und Besucher in bestimmten Bereichen des Palastes sehen können. Zu den bekannten Motiven zählt der „Stierspringer“, eine Darstellung von Figuren, die akrobatisch über einen Stier hinweg springen. Dieses Motiv wird häufig mit Ritualen und Festkultur der Minoer in Verbindung gebracht, bleibt aber in seiner genauen Deutung umstritten.

Die minoische Kunst, die in Knossos sichtbar wird, zeichnet sich im Vergleich zu der späteren griechischen Kunst durch eine starke Betonung von Bewegung, Naturmotiven und stilisierter Eleganz aus. Pflanzenornamente, Meeresmotive und dynamische Menschenfiguren prägen das Bild. Für deutsche Besucherinnen und Besucher, die vielleicht vor allem die klassisch-griechische Skulpturenkunst kennen, ist die weichere, farbigere Ästhetik der Minoer eine überraschende Erfahrung.

Auch funktionale Elemente des Palastes von Knossos sind bemerkenswert. Archäologen weisen auf komplexe Wasserversorgungssysteme hin, darunter Leitungen und möglicherweise sehr frühe Formen von Sanitäranlagen. Die Bauweise deutet auf eine hochentwickelte Organisation der Palastwirtschaft hin – ein Aspekt, der an moderne Verwaltungs- und Versorgungsstrukturen erinnert und zeigt, dass solche Systeme bereits vor Jahrtausenden existierten.

Kunsthistoriker betonen zudem, dass Knossos nicht isoliert betrachtet werden darf: Der Palast ist Teil eines Netzwerks minoischer Palastanlagen, zu denen auch andere Stätten auf Kreta gehören. In der Zusammenschau entsteht das Bild einer Kultur, die über die Insel hinweg organisiert war und in Palästen nicht nur Herrschaft, sondern auch Religion, Wirtschaft und Kultur bündelte.

Palast von Knossos besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Reisende aus Deutschland ist der Palast von Knossos ein gut erreichbares Ziel im Rahmen einer Kreta-Reise. Die Insel ist über internationale Flughäfen wie Heraklion (HER) und Chania angebunden und wird von zahlreichen Fluggesellschaften aus deutschen Städten – etwa Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf – saisonal und teils ganzjährig bedient. Die konkrete Flugzeit liegt, je nach Abflugort, meist im Bereich von etwa 3 bis 3,5 Stunden, kann aber je nach Verbindung variieren.

Von Heraklion aus ist Knossos schnell erreichbar. Die archäologische Stätte liegt nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt, sodass sich die Fahrt mit dem Auto, Taxi oder Bus in kurzer Zeit bewältigen lässt. Für Pauschalreisende werden häufig organisierte Ausflüge ab Hotels angeboten, Individualreisende können auf den öffentlichen Busverkehr oder einen Mietwagen setzen.

  • Lage und Anreise: Der Palast von Knossos liegt sĂĽdlich von Heraklion im Inselinneren von Kreta, in einem leicht hĂĽgeligen Gelände. Die Zufahrt erfolgt ĂĽber gut ausgebaute StraĂźen, sodass die Stätte sowohl mit Mietwagen als auch mit Bus oder Taxi erreichbar ist. FĂĽr Reisende aus Deutschland bietet sich meist zunächst ein Flug nach Heraklion an; von dort sind es je nach Verkehrslage nur wenige Minuten bis zur archäologischen Stätte.
  • Ă–ffnungszeiten: Die Ă–ffnungszeiten des Palastes können je nach Saison variieren. Ăśblich sind täglich geöffnete Besuchszeiten mit einem Schwerpunkt auf den Vormittag und frĂĽhen Nachmittag. Da sich Zeiten und Modalitäten ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Ă–ffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch ĂĽber die offiziellen Informationskanäle des Palastes von Knossos oder der zuständigen griechischen Behörden prĂĽfen. Kurzfristige Anpassungen, etwa aufgrund von Witterung, Feiertagen oder organisatorischen GrĂĽnden, sind möglich.
  • Eintritt: FĂĽr den Besuch des Palastes von Knossos wird in der Regel ein Eintrittsgeld erhoben. Es existieren oftmals verschiedene Tarife, etwa Standardtickets und ermäßigte Tickets fĂĽr bestimmte Personengruppen. Häufig werden kombinierte Eintrittskarten angeboten, mit denen sich der Besuch von Knossos mit dem Eintritt in das Archäologische Museum in Heraklion verbinden lässt. Da Eintrittspreise und Ticketmodelle sich im Laufe der Zeit ändern können, empfiehlt es sich, kurz vor der Reise auf den offiziellen Seiten der Verwaltung oder bei anerkannten Informationsstellen die aktuellen Konditionen zu prĂĽfen.
  • Beste Reisezeit: Knossos kann grundsätzlich das ganze Jahr ĂĽber besucht werden, doch die Erfahrung hängt stark von Wetter und Besucherandrang ab. Die Sommermonate sind oft heiĂź, mit Temperaturen, die regelmäßig ĂĽber 30 °C steigen können. Viele Reisende bevorzugen daher FrĂĽhling und Herbst, wenn es milder ist und der Ansturm etwas geringer ausfallen kann. Auch ein Besuch am frĂĽhen Vormittag oder späteren Nachmittag kann helfen, die starken Mittagsstunden und den größten Besucherandrang zu vermeiden.
  • Praxis-Tipps: Vor Ort wird hauptsächlich Griechisch gesprochen, allerdings sind Englischkenntnisse im touristischen Umfeld – etwa bei FĂĽhrungen, im Ticketbereich und in der Gastronomie – weit verbreitet. Deutsch wird zunehmend in touristisch geprägten Regionen verstanden, sollte aber nicht vorausgesetzt werden. Bezahlen lässt sich häufig bequem mit gängigen Kreditkarten, im Alltag bleiben Bargeldzahlungen (Euro) jedoch ebenfalls wichtig. Trinkgeld wird in Griechenland geschätzt, etwa in Restaurants oder bei gefĂĽhrten Touren; kleine Beträge als Anerkennung der Leistung sind ĂĽblich, allerdings nicht verpflichtend. FĂĽr den Besuch des Palastes empfiehlt sich festes Schuhwerk, Sonnenschutz und genĂĽgend Wasser. Fotografieren ist in weiten Bereichen erlaubt, teils mit Einschränkungen in besonders sensiblen Zonen oder Innenbereichen. Hinweise vor Ort sollten aufmerksam beachtet werden.
  • Einreisebestimmungen: Griechenland gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. Deutsche StaatsbĂĽrger können in der Regel mit gĂĽltigem Reisepass oder Personalausweis einreisen. Da sich rechtliche Bestimmungen ändern können, sollten Reisende aus Deutschland die jeweils aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂĽfen. FĂĽr Reisen innerhalb der EU ist zudem die Mitnahme der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC), etwa ĂĽber die gesetzliche Krankenversicherung, sinnvoll. Eine ergänzende Auslandskrankenversicherung kann je nach individuellem Bedarf erwogen werden.

Für Reisende aus der DACH-Region ist darüber hinaus die Zeitverschiebung relevant: Griechenland liegt in der Regel eine Stunde vor der mitteleuropäischen Zeit (MEZ), wobei sich die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit an die europäischen Regelungen anlehnt. Praktisch bedeutet das, dass beispielsweise 9:00 Uhr in Deutschland meist 10:00 Uhr in Griechenland entspricht.

Wer den Besuch von Knossos mit einem Badeurlaub oder einer Städtereise kombiniert, kann die Stätte meist gut als Halbtagestour einplanen. Viele Reisende verbinden den Palast mit einem Besuch des Archäologischen Museums in Heraklion, in dem zahlreiche Originalfunde aus Knossos – darunter Freskenfragmente, Keramiken und Kultobjekte – konserviert und museal präsentiert werden. Diese Kombination bietet den Vorteil, die Ruinen mit den originalen Kunstwerken fassen zu können und so ein vollständigeres Bild der minoischen Kultur zu gewinnen.

Warum Knossos auf jede Heraklion-Reise gehört

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, die Kreta kennen lernen möchten, ist der Palast von Knossos mehr als eine historische Pflichtstation. Er ist ein emotionaler Zugang zur Insel, der gleichzeitig eine Brücke in eine weit zurückliegende Epoche schlägt. Viele Reisende berichten, dass gerade der Kontrast zwischen der lebendigen Hafenstadt Heraklion und den stillen, von der Sonne ausgebleichten Mauern des Palastes die besondere Wirkung des Ortes ausmacht.

Beim Durchqueren der Höfe und Gänge, beim Blick auf rekonstruierte Hallen mit roten Säulen oder beim Studieren der Wandtafeln und Fresken lässt sich die Distanz von über drei Jahrtausenden erstaunlich schnell überwinden. Der Palast erzählt von einer Gesellschaft, die Handel trieb, Feste feierte, Kunst schuf und ihre Umgebung vielschichtig organisierte – und das in einer Zeit, in der in Mitteleuropa erst frühe Bronzezeitkulturen entstanden.

Auch im Vergleich mit bekannten Bauwerken im deutschsprachigen Raum gewinnt Knossos an profilierter Kontur. Während etwa der Kölner Dom als gotisches Meisterwerk des Mittelalters gilt, steht Knossos für eine viel ältere Epoche. Diese zeitliche Tiefe macht die Stätte gerade für historisch interessierte Reisende aus Deutschland besonders reizvoll: Sie rückt die gewohnte Perspektive auf „Antike“ und „Mittelalter“ in ein erweitertes Licht und zeigt, dass die Geschichte Europas noch weiter zurückreicht, als es vielen Lehrplänen und gängigen Erzählungen suggestiv erscheinen mag.

Hinzu kommt, dass Knossos nicht nur über trockene Fakten wirkt, sondern über seine Mythen. Ob Minotauros, Labyrinth oder der sagenhafte König Minos – die Geschichten, die sich um den Palast ranken, sind seit der Antike Teil der europäischen Literatur- und Kulturgeschichte. Wer mit solchen Sagen aufgewachsen ist, findet auf Kreta einen Ort, an dem die Erzählungen eine konkrete landschaftliche und bauliche Bühne erhalten.

In der unmittelbaren Umgebung von Knossos und Heraklion bieten sich außerdem weitere Sehenswürdigkeiten an, etwa das bereits erwähnte Archäologische Museum von Heraklion, das die Funde systematisch erschließt. Auch Ausflüge ins kretische Hinterland, zu traditionellen Dörfern oder in andere minoische Stätten lassen sich von Heraklion aus gut organisieren. So kann Knossos zum Ausgangspunkt einer breiteren Entdeckungsreise durch Kretas Kultur- und Landschaftsräume werden.

Palast von Knossos in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Wer sich vorab ein Bild davon machen möchte, wie der Palast von Knossos heute erlebt wird, findet in den sozialen Medien eine Fülle von Eindrücken: von klassischen Reisefotos über Drohnenaufnahmen der Anlage bis hin zu kurzen Videoclips, die Führungen oder atmosphärische Momente bei Sonnenaufgang zeigen. Diese digitalen Einblicke ersetzen keinen Besuch, können aber helfen, die eigene Reiseplanung zu verfeinern und bestimmte Perspektiven bewusst einzuplanen.

Häufige Fragen zu Palast von Knossos

Wo liegt der Palast von Knossos genau?

Der Palast von Knossos liegt südlich der kretischen Hauptstadt Heraklion im Inselinneren von Kreta. Die Stätte befindet sich in einer leicht hügeligen Landschaft und ist über eine gut ausgebaute Straße mit der Stadt und dem Flughafen verbunden. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Palast damit meist innerhalb einer kurzen Fahrt ab Heraklion erreichbar und lässt sich gut in einen Tages- oder Halbtagesausflug integrieren.

Wie alt ist der Palast von Knossos und was macht ihn historisch besonders?

Die Palastanlagen von Knossos stammen aus der Bronzezeit und wurden in mehreren Bauphasen zwischen dem 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. errichtet, zerstört und wiederaufgebaut. Historisch besonders ist der Palast, weil er als Zentrum der minoischen Kultur gilt – einer frühen Hochkultur Europas mit weitreichenden Handelskontakten und komplexer Palastwirtschaft. Für die Forschung ist Knossos ein Schlüsselort zur Rekonstruktion der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen in der Bronzezeit des Mittelmeerraums.

Kann man den Palast von Knossos heute frei besichtigen?

Der Palast von Knossos ist für Besucherinnen und Besucher zugänglich und gehört zu den meistbesuchten archäologischen Stätten Griechenlands. Der Zugang erfolgt über einen geregelten Eingangsbereich mit Ticketverkauf. Innerhalb der Anlage folgen Gäste markierten Wegen und können verschiedene Höfe, Rekonstruktionsbereiche und Ruinen frei oder im Rahmen von Führungen erkunden. Bestimmte sensible Zonen können aus konservatorischen Gründen eingeschränkt sein; entsprechende Hinweise sollten beachtet werden.

Was ist das Besondere an der Architektur und Kunst in Knossos?

Besonders charakteristisch sind die roten Säulen mit schwarzen Kapitellen, die rekonstruierten Hallen und Treppen sowie die teils erhaltenen Fresken mit dynamischen Figuren, Stieren und Naturmotiven. Die minoische Kunst von Knossos wirkt farbig, bewegungsbetont und naturverbunden und unterscheidet sich damit sichtbar von der späteren klassisch-griechischen Ästhetik. Architektonisch beeindruckt der Palast durch seinen komplexen Grundriss mit zahlreichen Räumen, Gängen und Höfen, der früh mit der Idee eines „Labyrinths“ in Verbindung gebracht wurde.

Wann ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch des Palastes von Knossos?

Der Palast von Knossos kann das ganze Jahr über besucht werden. Aufgrund der sommerlichen Hitze und des hohen Besucherandrangs empfehlen viele Reisende den Frühling und Herbst als angenehmere Reisezeiten. Wer in den Sommermonaten unterwegs ist, sollte möglichst früh morgens oder am späteren Nachmittag kommen, um sowohl die größten Hitze- und Andrangspitzen zu vermeiden als auch von besonders stimmungsvollem Licht zu profitieren.

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