Phra Borom Maha Ratcha Wang, Bangkok

Phra Borom Maha Ratcha Wang und die goldene Palaststadt

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 12:17 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Phra Borom Maha Ratcha Wang in Bangkok verbindet königliche Hallen, Tempelkunst und farbige DÀcher zu einem vielschichtigen Stadtbild

Fotorealistische Ansicht von Königspalast Bangkok in Bangkok, Thailand im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Königspalast Bangkok in Bangkok Thailand, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Phra Borom Maha Ratcha Wang liegt am östlichen Ufer des Chao Phraya im historischen Zentrum von Bangkok. Hinter Mauern stehen königliche Hallen, Verwaltungsbauten und der Tempel Wat Phra Kaew dicht nebeneinander. Die Anlage verbindet seit 1782 politische Geschichte mit einer Architektur aus farbigen DachflÀchen, vergoldeten Spitzen und Mosaiken.

Phra Borom Maha Ratcha Wang als ummauerte Palaststadt

Der Palast entstand unter König Phutthayotfa Chulalok, Rama I., dem BegrĂŒnder der Chakri-Dynastie. Der Baubeginn fiel auf den 6. Mai 1782, nachdem Bangkok zur Hauptstadt des Königreichs Siam geworden war. Rama I. ließ den Palast 1782 errichten.

Die Anlage ist von Mauern umgeben und bildet rÀumlich eine eigene königliche Stadt. Innen liegen Höfe, Empfangshallen, Wohnbereiche und religiöse Bauten. Die GebÀude stehen nicht in einem einheitlichen Stil nebeneinander, sondern zeigen die Entwicklung der königlichen Architektur vom spÀten 18. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert.

Die Palastmauern umfassen eine FlĂ€che von rund 218.400 Quadratmetern. Ihre GesamtlĂ€nge betrĂ€gt etwa 1.900 Meter. Innerhalb dieses Bereichs stehen mehr als 100 GebĂ€ude mit farbigen Fassaden, goldenen Zierelementen, TĂŒrmen und vielschichtigen DĂ€chern. Die ummauerte Anlage umfasst rund 218.400 Quadratmeter.

Wat Phra Kaew und die sakrale Mitte

Im östlichen Teil des Palastareals liegt Wat Phra Kaew, der Tempel des Smaragd-Buddha. Das Heiligtum gehört zum königlichen Komplex, besitzt jedoch den Charakter eines buddhistischen Tempels. Seine DÀcher, Giebel und WandflÀchen bilden einen eigenstÀndigen architektonischen Bereich innerhalb der Palaststadt.

Der Smaragd-Buddha besteht nicht aus Smaragd, sondern aus grĂŒnem Jaspis. Die kleine Figur sitzt auf einem mehrstufigen Thron und befindet sich in einem glĂ€sernen Schrein. Der Tempel verbindet damit ein konkretes Kultbild mit der reprĂ€sentativen Ordnung des königlichen Hofes.

Die Wandmalereien von Wat Phra Kaew gehören zu den prĂ€genden BildflĂ€chen der Anlage. Szenen aus dem Ramakian, der thailĂ€ndischen Fassung des Ramayana, ziehen sich ĂŒber die Innenmauern. Figuren, PalĂ€ste, WĂ€lder und Schlachten erscheinen in einer fortlaufenden Bilderwelt.

Der Tempel steht nicht isoliert neben dem Palast, sondern ist in dessen rÀumliche Ordnung eingebunden. Diese Verbindung von Residenz, Hof und Heiligtum gehört zur historischen Struktur des Komplexes. Wat Phra Kaew liegt im östlichen Teil.

Von Rama I. bis zur Chakri-Dynastie

Phra Borom Maha Ratcha Wang war die offizielle Residenz der Chakri-Könige von Rama I. bis Rama V. Im Palast lagen WohnrÀume, AudienzsÀle und Verwaltungsbereiche. Der Komplex war damit Residenz, Zeremonialort und politischer Mittelpunkt des Königreichs Siam.

Ein erhaltenes Bauwerk aus der frĂŒhen Phase ist der Dusit-Maha-Prasat-Thronsaal. Rama I. nutzte ihn fĂŒr Audienzen und wichtige Zeremonien. Seine Architektur greift Formen der frĂŒheren Hauptstadt Ayutthaya auf. Ein mehrstufiger Dachaufbau und die aufragende Prasat-Spitze prĂ€gen seine Silhouette.

WÀhrend der Regentschaften spÀterer Könige kamen weitere GebÀude hinzu. Unter Rama IV. und Rama V. wurde der Palast erweitert und baulich verÀndert. Die VerÀnderungen zeigen unterschiedliche Vorstellungen von Hofarchitektur und staatlicher ReprÀsentation.

Der Chakri-Maha-Prasat-Thronsaal entstand ab 1876 unter Rama V. Sein Unterbau zeigt europĂ€ische Gestaltungselemente mit SĂ€ulen und steinernen Fassaden. DarĂŒber liegt ein traditioneller thailĂ€ndischer Dachaufbau mit vergoldeten Spitzen. EuropĂ€ische Formen und thailĂ€ndische Hofarchitektur stehen dadurch an einem einzigen GebĂ€ude nebeneinander.

Der Boromphiman-Thronsaal wurde unter Rama VI. errichtet. Er gehört zu den Bauten, die den Wandel der königlichen Wohn- und ReprÀsentationsarchitektur dokumentieren. Die Anlage bewahrt damit nicht nur eine einzelne Bauphase, sondern mehrere Schichten der Geschichte Bangkoks.

Phra Borom Maha Ratcha Wang besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Phra Borom Maha Ratcha Wang liegt im Bezirk Phra Nakhon am östlichen Ufer des Chao Phraya in Bangkok. Der Komplex ist ĂŒber Straßen, Flussboote und das öffentliche Verkehrsnetz der Stadt erreichbar.
  • Das GelĂ€nde umfasst Mauern, Höfe, Schwellen und unterschiedliche GebĂ€udebereiche. Der Rundgang fĂŒhrt durch AußenrĂ€ume und InnenrĂ€ume mit Wandmalereien, ThronsĂ€len und religiösen Bauten.
  • In der Umgebung liegen Wat Pho, der Chao Phraya und der historische Bezirk Rattanakosin. Die genannten Orte gehören zur dicht bebauten Altstadt Bangkoks.
  • Amtssprache ist Thai, gezahlt wird in ThailĂ€ndischen Baht.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Phra Borom Maha Ratcha Wang auf Social-Media-Plattformen

Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Phra Borom Maha Ratcha Wang.

Phra Borom Maha Ratcha Wang: hÀufige Fragen

Wo liegt Phra Borom Maha Ratcha Wang?

Die Anlage liegt in Bangkok im Bezirk Phra Nakhon am östlichen Ufer des Chao Phraya. Sie gehört zum historischen Stadtgebiet Rattanakosin.

Was bietet ein Besuch?

Zu sehen sind Palastmauern, ThronsÀle, reich verzierte DÀcher, Wandmalereien und Wat Phra Kaew. Der Komplex verbindet königliche ReprÀsentation mit buddhistischer Sakralarchitektur.

Was kennzeichnet die Anlage?

Phra Borom Maha Ratcha Wang entstand ab 1782 unter Rama I. Kennzeichnend sind die Verbindung von Palaststadt und Tempel sowie der Wechsel zwischen thailÀndischen und europÀischen Formen.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70165671 |