Plain of Jars: Steinkrüge auf dem Hochplateau von Laos
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 13:32 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Plain of Jars, im Deutschen als Ebene der Tonkrüge oder Ebene der Steinkrüge bekannt, ist eine ausgedehnte archäologische Kulturlandschaft nahe der Stadt Phonsavan im Norden von Laos. Auf einem Hochplateau liegen hier Hunderte über das Gelände verstreute Steinkrüge, die ein Bild zwischen natürlicher Graslandschaft und von Menschen geschaffenen Monumenten zeichnen und als Zeugnis der Eisenzeit in Südostasien gelten.
Plain of Jars: Landschaft voller Megalithkrüge
Die Plain of Jars erstreckt sich über das Xiangkhoang-Plateau in der Provinz Xieng Khouang und besteht aus zahlreichen einzelnen Fundplätzen, auf denen große megalithische Steinkrüge im Gelände stehen. Die UNESCO beschreibt insgesamt 15 Kernareale mit Krügen, Steinplatten, Gräbern, alten Steinbrüchen und weiteren archäologischen Spuren.Megalithic Jar Sites in Xiengkhuang Viele der bekannten Fundstellen liegen in der Nähe von Phonsavan und sind als sogenannte Jar Sites nummeriert, wobei Site 1 zu den am besten zugänglichen und am häufigsten beschriebenen gehört.Jar site nahe Phonsavan
Die Krüge sind meist aus Sandstein oder verwandten Gesteinen gearbeitet und erreichen Körperhöhen, die deutlich über einen Menschen hinausreichen. Ihr Querschnitt ist überwiegend röhrenartig; die Gefäße stehen einzeln oder in Gruppen direkt auf dem natürlichen Untergrund. Zwischen den Krügen verlaufen schmale Pfade, Grasflächen und vereinzelte Bäume, sodass Besucher sich zwischen den Steinmonumenten bewegen und die Anordnung der Gefäße aus wechselnden Perspektiven betrachten können.
Eisenzeitliche Bestattungslandschaft
Archäologisch wird die Plain of Jars der Eisenzeit zugeordnet, mit einer Datierung der Anlage in den Zeitraum zwischen etwa 500 v. Chr. und 500 n. Chr. Damit gehört sie zu den bedeutenden vorgeschichtlichen Stätten Südostasiens.Datierung in die Eisenzeit Untersuchungen laotischer und internationaler Forschungsteams haben rund um die Krüge menschliche Überreste, Keramik, Metallobjekte und weitere Beigaben dokumentiert. Diese Funde werden allgemein als Hinweise darauf gedeutet, dass die Krüge mit Bestattungspraktiken verbunden waren, etwa als Teil komplexer Grabrituale.
Die UNESCO führt die Megalithic Jar Sites in Xiengkhuang unter der Welterbe-Kategorie Kulturerbe und hebt die außergewöhnliche Bedeutung der Anlage als frühes Beispiel solcher großformatigen Steinmonumente hervor.Aufnahme in die Welterbeliste Neben den Krügen selbst gehören auch Steinplatten, die möglicherweise als Deckel dienten, Grabmarkierungen und Fundstellen der Steinbrüche zur seriell eingetragenen Welterbestätte. Die rätselhafte Funktion der Krüge bleibt ein wesentlicher Teil der Faszination: Die beobachtbaren Spuren verweisen klar auf Bestattungen, doch Details der Rituale sind nicht abschließend geklärt.
Form, Material und räumliche Struktur
Die Steinkrüge der Plain of Jars sind in der Regel aus lokalem Sandstein gearbeitet und zeigen eine einfache, funktionale äußere Form ohne aufwendige Reliefs oder Inschriften. Einige Gefäße tragen jedoch Rillen oder einfache Bearbeitungsspuren, die auf unterschiedliche Werktechniken schließen lassen.Großformatige Sandsteinkrüge Die Fundplätze segeln über sanft ansteigende Hügel und flache Plateaus hinweg, dabei liegen die Krüge teilweise dicht beieinander und bilden fast geschlossene Gruppen, teilweise stehen einzelne Gefäße in größerem Abstand im Gras.
Die räumliche Struktur der Jar Sites folgt keiner auf den ersten Blick erkennbaren geometrischen Ordnung, doch die wiederkehrende Kombination aus Krugfeldern, nahe gelegenen Gräbern und Spuren von Steinbrüchen weist auf eine organisierte Nutzung der Landschaft hin.Serielle Welterbestätte mit 15 Komponenten Für Reisende entsteht so der Eindruck eines weitläufigen Freilichtmuseums ohne klassische Gebäude: Die Landschaft selbst ist das Museum, und die Steinkrüge sind gleichzeitig Exponate und Monumente.
Plain of Jars besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Plain of Jars liegt auf dem Xiangkhoang-Plateau in der Provinz Xieng Khouang, nahe der Provinzhauptstadt Phonsavan im Norden von Laos; die Anreise erfolgt in der Regel über Phonsavan, das per Straße und Inlandflug mit anderen Regionen des Landes verbunden ist.
- An den Jar Sites bewegen sich Besucher überwiegend auf unbefestigten Wegen über Grasflächen und leichte Hänge, teils mit kurzen Treppen oder Stufen aus Stein, sodass sich festes Schuhwerk und eine gewisse Trittsicherheit auf dem Gelände auszahlen.
- Die Region um Phonsavan liegt auf einem Hochplateau, sodass vor allem in der kühleren Jahreszeit eine Kombination aus Sonneneinstrahlung und frischer Luft auftreten kann; längere Wegstrecken zwischen den Gruppen der Steinkrüge lassen sich am besten mit ausreichend Wasser und Sonnenschutz bewältigen.
- In der Umgebung der Ebene der Tonkrüge liegen weitere historische Spuren der Region Xieng Khouang, darunter alte Dorfstrukturen und Relikte aus dem 20. Jahrhundert, sodass sich ein Besuch der Jar Sites gut mit Erkundungen des Plateaus verbinden lässt.
- Amtssprache ist Laotisch, gezahlt wird in Laotischen Kip; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Plain of Jars auf Social-Media-Plattformen
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Plain of Jars: häufige Fragen
Wo liegt Plain of Jars genau?
Plain of Jars liegt auf dem Xiangkhoang-Plateau in der Provinz Xieng Khouang im Norden von Laos, nahe der Stadt Phonsavan.
Was erlebt man bei einem Besuch der Ebene der Tonkrüge?
Besucher bewegen sich durch eine offene Hochlandschaft, in der große megalithische Steinkrüge in Gruppen und einzeln im Gras stehen und so eine archäologische Freilichtszenerie bilden.
Was kennzeichnet Plain of Jars im Vergleich zu anderen Stätten?
Charakteristisch ist die Kombination aus Tausenden großformatigen Steinkrügen, eisenzeitlichen Bestattungsplätzen und der Einstufung als UNESCO-Welterbestätte in einer zusammenhängenden Landschaft.
