Plaza de Espana Sevilla, Sevilla

Plaza de Espana Sevilla: Halbmondpalast am Wasserkanal entdecken

01.06.2026 - 09:27:18 | ad-hoc-news.de

Die Plaza de Espana Sevilla in Spanien wirkt wie ein halbmondförmiger Palast am Wasser. Warum dieses Wahrzeichen von Sevilla Reisende aus Deutschland besonders fasziniert, zeigt dieser Guide.

Plaza de Espana Sevilla, Sevilla, Reise
Plaza de Espana Sevilla, Sevilla, Reise

Wer die Plaza de Espana Sevilla zum ersten Mal betritt, hat das Gefühl, in eine Filmkulisse aus einer anderen Welt zu stolpern: Ein halbmondförmiger Palast, ein breiter Wasserkanal mit Ruderbooten, über 50 farbenprächtige Kachelbilder – und all das vor der Kulisse von Sevilla im Süden Spaniens. Die Plaza de Espana (auf Deutsch sinngemäß „Platz von Spanien“) ist weit mehr als ein Platz: Sie ist Bühne, Monument und Postkartenmotiv in einem.

Plaza de Espana Sevilla: Das ikonische Wahrzeichen von Sevilla

Die Plaza de Espana Sevilla gilt als eine der eindrucksvollsten städtebaulichen Anlagen Spaniens. Sie entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als monumentaler Schauplatz der Ibero-Amerikanischen Ausstellung, einer Weltausstellung, mit der Sevilla und Spanien ihre Geschichte und Modernität präsentieren wollten. Heute ist die Plaza de Espana eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Stadt und regelmäßig Kulisse internationaler Filmproduktionen.

Charakteristisch ist die halbkreisförmige, rund 170 Meter breite Gebäudeanlage mit ihren gefliesten Brücken, der von einem Wasserkanal umrahmten Platzfläche und dem großen Brunnen im Zentrum. Die Atmosphäre ändert sich im Tagesverlauf: Morgens wirkt die Plaza fast feierlich ruhig, mittags flirrt die Hitze über den Kacheln, abends taucht das warme Licht der andalusischen Sonne die Fassaden in goldene Töne. Für Reisende aus Deutschland ist sie oft der emotionale Höhepunkt eines Sevilla-Besuchs.

Viele Spanien-Reiseführer – etwa aus etablierten Verlagen wie Marco Polo oder Merian – ordnen die Plaza de Espana als „wichtigstes Wahrzeichen“ bzw. „repräsentativsten Platz“ Sevillas ein und stellen sie auf eine Stufe mit der Kathedrale von Sevilla und dem Königspalast Real Alcázar. Fachautoren betonen immer wieder, wie geschickt hier andalusische Tradition, spanischer Nationalstolz und frühe Moderne miteinander verschmelzen.

Geschichte und Bedeutung von Plaza de Espana

Die Plaza de Espana wurde für die Ibero-Amerikanische Ausstellung in Sevilla errichtet, eine große internationale Schau, die Ende der 1920er-Jahre stattfand. Ziel der Ausstellung war es, die Beziehungen zwischen Spanien und den Ländern Lateinamerikas sowie den USA zu feiern und wirtschaftliche, kulturelle und politische Verbindungen neu zu definieren. Die Plaza de Espana bildete dabei den monumentalsten Pavillon Spaniens und sollte die Vielfalt und Geschichte des Landes symbolisch abbilden.

Verantwortlich für den Entwurf war der sevillanische Architekt Aníbal González, eine Schlüsselfigur der regionalen Architekturentwicklung in Andalusien in dieser Zeit. Er kombinierte traditionelle Elemente der Mudéjar-Architektur (eine Mischung aus christlichen und islamisch geprägten Formen), Renaissance- und Barockmotive sowie moderne Bautechniken. Die Bauarbeiten begannen in den 1910er-Jahren und erstreckten sich über mehr als ein Jahrzehnt, bevor der Platz zum Zeitpunkt der Ausstellung fertiggestellt war.

Historisch markiert die Plaza de Espana eine Zeit, in der Spanien nach innen und außen seine Identität neu definierte. Die einstige Kolonialmacht hatte viele Kolonien längst verloren, wollte aber ihre kulturellen Verbindungen zu Lateinamerika betonen. Die Platzanlage mit Halbkreisform symbolisiert häufig beschrieben die „Umarmung“ der ehemaligen Kolonien durch das Mutterland, während der Kanal im Inneren die Meere darstellen soll, die Spanien mit Amerika verbinden. Auch wenn solche Interpretationen von Historikern unterschiedlich bewertet werden, steht fest: Der Platz ist bewusst als Manifest nationaler Repräsentation angelegt.

Im Vergleich zu vielen älteren Bauwerken in Sevilla – etwa der Kathedrale, deren Bau im späten Mittelalter begann – ist die Plaza de Espana ein relativ junges Monument des 20. Jahrhunderts. Dennoch hat sie sich in wenigen Jahrzehnten zu einem identitätsstiftenden Symbol für die Stadt entwickelt. Für die heutige Bevölkerung ist der Platz nicht nur touristischer Magnet, sondern auch Alltag: Ein Ort, an dem Sevillaner spazieren gehen, joggen, Musik machen und sich mit Freunden treffen.

Der Platz liegt im Parque de MarĂ­a Luisa, einer groĂźen GrĂĽnanlage sĂĽdlich der historischen Altstadt. Dieser Park wurde Ende des 19. Jahrhunderts der Stadt gestiftet und fĂĽr die Ibero-Amerikanische Ausstellung neu gestaltet. In dieser Kombination aus Park und monumental inszeniertem Platz erschlieĂźt sich Besuchern besonders gut, wie Sevilla sich gegen Ende der Monarchie und in der frĂĽhen spanischen Republik als weltoffene, aber traditionsbewusste Metropole inszenieren wollte.

Zwar ist die Plaza de Espana selbst kein eigenständiges UNESCO-Welterbe, doch Sevilla verfügt mit der Kathedrale, dem Giralda-Turm und dem Alcázar über gleich mehrere Welterbestätten. In der touristischen Wahrnehmung wird die Plaza de Espana häufig als „must-see“ auf eine Ebene mit diesen Welterbe-Monumenten gestellt und in internationalen Reiseführern als einer der schönsten Plätze Spaniens hervorgehoben.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Architektur der Plaza de Espana ist eine sorgfältig komponierte Mischung aus unterschiedlichen Stilrichtungen. Besonders auffällig ist der Einfluss der regionalen Schule des Regionalismo, einer andalusischen Strömung, die traditionelle Formen modern interpretierte. Sichtbar wird dies in den dekorativen Ziegelsteinen, den bunt glasierten Keramikfliesen (Azulejos), filigranen Schmiedeeisenarbeiten und kunstvoll gestalteten Balkonen.

Die Gebäudeanlage bildet einen Halbkreis, der sich zur Parkseite öffnet. An den beiden Enden erheben sich markante Türme, deren Formen an barocke Kirchtürme erinnern und die im Stadtbild weithin sichtbar sind. Dazwischen spannen sich zweigeschossige Arkadengänge mit Säulen und Gewölben, die Besuchern auch an heißen Sommertagen Schatten bieten. Über dem zentralen Teil des Gebäudes thront ein höherer Abschnitt mit Loggien und dekorativen Giebeln, der den repräsentativen Charakter unterstreicht.

Im Inneren des Halbkreises verläuft ein rundlicher Wasserkanal, der von vier Brücken überspannt wird. Jede Brücke ist üppig mit Keramikfliesen dekoriert, deren Muster und Farben an traditionelle andalusische Kachelkunst erinnern. Besucher mieten oft kleine Ruderboote, um den Kanal entlang zu fahren – eine Perspektive, aus der sich die Platzarchitektur besonders fotogen präsentiert.

Ein herausragendes Merkmal sind die 48 Provinz-Alkoven entlang der Plaza. Jede spanische Provinz wird durch ein eigenes, reich dekoriertes Kachelbild repräsentiert, das oft historische Szenen, Landkarten und die Wappen zeigt. Reisende mit Spanien-Bezug – etwa Austauschstudenten oder Menschen mit Familie in bestimmten Regionen – suchen hier gerne „ihre“ Provinz auf und fotografieren sich davor. Für deutsche Besucher bietet dieser Rundgang entlang der Provinzen einen kompakten Einblick in die territoriale Vielfalt Spaniens.

Die Verwendung von Keramik ist generell ein Schlüssel zum Verständnis der Plaza. Die Fliesen, Bänke und Balustraden greifen eine jahrhundertealte Tradition auf, die in Andalusien durch maurische und später christliche Werkstätten geprägt wurde. Die Farbpalette aus Blau, Gelb, Grün und Weiß erzeugt einen lebendigen Kontrast zur rötlichen Ziegelfassade und dem hellen Steinbelag der Platzfläche. Kunsthistoriker betonen, dass die Plaza de Espana damit nicht nur ein architektonisches, sondern auch ein kunstgewerbliches Gesamtkunstwerk darstellt.

Auch im Inneren des Gebäudekomplexes befinden sich dekorative Elemente und Räumlichkeiten, die jedoch nicht in allen Bereichen öffentlich frei zugänglich sind. Ein Teil der Anlage wird von öffentlichen Einrichtungen genutzt, unter anderem von regionalen Verwaltungen. Das bedeutet zugleich: Anders als in vielen Palastbauten, die ausschließlich museal sind, besitzt die Plaza de Espana weiterhin eine gewisse Verwaltungs- und Alltagsfunktion.

International bekannt wurde die Plaza de Espana zudem durch Filmproduktionen. Mehrere groĂźe Hollywood-Filme nutzten sie als Kulisse, in denen der Platz mal als futuristischer Palast, mal als exotische Regierungsstadt inszeniert wird. FĂĽr viele jĂĽngere Besucher ist genau dieser Wiedererkennungswert ein wichtiger Teil der Faszination, auch wenn der Ort historisch ganz im Kontext Spaniens der 1920er-Jahre verankert ist.

Plaza de Espana Sevilla besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Plaza de Espana Sevilla liegt im Süden des historischen Zentrums von Sevilla, direkt im Parque de María Luisa. Vom Altstadtkern, etwa von der Kathedrale oder dem Alcázar, erreicht man sie zu Fuß in rund 15 bis 20 Minuten. Alternativ verkehren öffentliche Busse und die Straßenbahnlinie, die eine schnelle Anbindung aus verschiedenen Stadtteilen ermöglicht. Die nächstgelegenen Haltestellen liegen in fußläufiger Distanz zum Parkeingang.
  • Anreise aus Deutschland nach Sevilla
    Für Reisende aus Deutschland ist Sevilla per Flug am bequemsten erreichbar. Von großen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC) oder Berlin (BER) gibt es immer wieder direkte oder saisonale Verbindungen nach Sevilla, zusätzlich sind Umstiege über spanische Drehkreuze wie Madrid oder Barcelona üblich. Die reine Flugzeit liegt – je nach Startflughafen – meist zwischen etwa 3 und 3,5 Stunden. Wer nachhaltiger reisen möchte, kann mit der Bahn über Frankreich und Madrid anreisen; diese Route erfordert allerdings mehrere Umstiege und in der Regel eine Übernachtung unterwegs.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die Plaza de Espana Sevilla ist als öffentlicher Platz grundsätzlich frei zugänglich. Der Zugang ist an die Öffnungszeiten des umgebenden Parque de María Luisa gekoppelt, der typischerweise tagsüber geöffnet ist und abends geschlossen wird. Da sich Details wie Parkzeiten und eventuelle Sperrungen ändern können, sollten Reisende die aktuell gültigen Öffnungszeiten vorab direkt bei der Stadt Sevilla oder der offiziellen Tourismusinformation von Sevilla prüfen. Bei schlechtem Wetter oder besonderen Veranstaltungen kann es temporäre Einschränkungen geben.
  • Eintritt
    Der Besuch der Plaza de Espana ist im Regelfall kostenlos. Lediglich optionale Angebote wie Bootsfahrten auf dem Kanal oder geführte Touren rund um den Platz werden von privaten Anbietern gegen Gebühr angeboten. Preise und Verfügbarkeit können je nach Saison und Anbieter variieren, daher empfiehlt sich ein aktueller Blick in etablierte Reiseführer oder auf seriöse Buchungsplattformen.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in Sevilla ist mediterran mit sehr heißen Sommern. In den Monaten Juli und August können die Temperaturen tagsüber deutlich über 35 °C steigen, was einen ausgedehnten Besuch der Plaza de Espana in der Mittagshitze anstrengend macht. Angenehmer für ausführliche Erkundungen und Fotostopps sind Frühling und Herbst, etwa von März bis Mai sowie von September bis Anfang November. In dieser Zeit liegen die Temperaturen meist zwischen milden 18 und 28 °C, und das Licht ist besonders weich. Innerhalb eines Tages eignen sich die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag bis zum Sonnenuntergang am besten, um sowohl die Atmosphäre als auch gute Fotomotive einzufangen.
  • Praxis-Tipps: Sprache und Kommunikation
    In Sevilla ist Spanisch die Alltagssprache. Im touristischen Umfeld, insbesondere an Sehenswürdigkeiten wie der Plaza de Espana, sprechen Mitarbeitende von Tourismusinformationen sowie viele Dienstleister in Hotels, Restaurants und bei Führungen zumindest grundlegendes Englisch. Deutschkenntnisse sind weniger verbreitet, kommen in touristischen Zonen aber gelegentlich vor. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, einige spanische Höflichkeitsfloskeln zu kennen; sie werden in Andalusien meist mit einem Lächeln honoriert.
  • Zahlung und Trinkgeld
    In Spanien ist Kartenzahlung weit verbreitet. In Sevilla werden gängige Kreditkarten in der Regel akzeptiert, in vielen Cafés und Geschäften auch kontaktlose Bezahlmethoden wie Apple Pay oder Google Pay. Eine klassische deutsche Girocard kann im Ausland je nach Bank und System Einschränkungen haben; vor der Reise sollte man klären, welche Karten international nutzbar sind. Bargeld in Euro bleibt dennoch wichtig, vor allem für kleinere Beträge, Eisstände, Straßenmusikanten oder spontan angebotene Kutschfahrten rund um den Park. Trinkgeld ist in Spanien nicht so strikt geregelt wie in manchen anderen Ländern, wird aber im Tourismusbereich gerne gesehen. Im Café oder Restaurant sind 5–10 % des Rechnungsbetrags üblich, wenn man zufrieden ist; bei sehr kleinen Beträgen genügt es, auf den nächsten vollen Euro aufzurunden.
  • Kleiderordnung und Fotografieren
    Für den Besuch der Plaza de Espana gibt es keine spezielle Kleiderordnung, doch sollte man die starke Sonne im Sommer nicht unterschätzen: Sonnenhut, Sonnenbrille und leichte, luftige Kleidung sind empfehlenswert. Bequeme Schuhe sind sinnvoll, da der Platz und der angrenzende Park groß sind und man schnell mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegt. Das Fotografieren ist auf der Plaza grundsätzlich erlaubt; viele Reisende nutzen den Platz als Kulisse für Porträts, Paar- oder Familienfotos. Wer ein Stativ oder aufwendige Foto-Shootings plant, sollte im Zweifel die jeweils aktuellen Regeln der Stadt Sevilla beachten, da für professionelle Produktionen besondere Genehmigungen nötig sein können.
  • Sicherheit und allgemeine Hinweise
    Sevilla gilt im europäischen Vergleich als relativ sichere Großstadt. Wie an allen touristisch stark besuchten Orten empfiehlt es sich, auf Taschendiebe zu achten und Wertsachen im Blick zu behalten. Besonders auf den Brücken, an den Bänken und in den Arkaden herrscht oft reger Andrang, was ein günstiges Umfeld für unauffällige Diebstähle bietet. Eine gut verschließbare Tasche und Wachsamkeit genügen in der Regel, um Probleme zu vermeiden.
  • Einreisebestimmungen
    Spanien ist Mitgliedstaat der Europäischen Union und Teil des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise nach Spanien für touristische Aufenthalte grundsätzlich mit gültigem Personalausweis oder Reisepass möglich. Da sich Regelungen im Laufe der Zeit ändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Aufenthalte in EU-Ländern gilt in der Regel: Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), meist auf der Rückseite der deutschen Krankenversicherungskarte aufgedruckt, ermöglicht medizinische Basisversorgung. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung kann dennoch sinnvoll sein, etwa für Rücktransportleistungen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Sevilla liegt wie der größte Teil Spaniens in der mitteleuropäischen Zeitzone. In der Praxis bedeutet dies, dass zwischen Sevilla und Deutschland in der Regel kein Zeitunterschied besteht, sowohl während der Winterzeit (MEZ) als auch in der Sommerzeit (MESZ). Dennoch erlebt man den Tagesrhythmus anders: Abendessen beginnt oft erst ab 21:00 Uhr oder später, und auch auf der Plaza de Espana ist bis in die Abendstunden viel Bewegung. Wer gerne fotografiert, profitiert vom langen Abendlicht, das einen Besuch nach einem Tagesausflug oder Stadtbummel ideal abrundet.

Warum Plaza de Espana auf jede Sevilla-Reise gehört

Die Plaza de Espana Sevilla vereint gleich mehrere Erlebnisebenen, die sie für eine Städtereise aus Deutschland besonders attraktiv machen. Zum einen ist da der monumentale erste Eindruck, wenn sich die halbrunde Architektur mit ihren Türmen und Arkaden öffnet. Dieser Moment, in dem sich der Blick vom Park auf die große, geflieste Bühne des Platzes weitet, gehört für viele Besucher zu den prägendsten Erinnerungen an Sevilla.

Zum anderen ist die Plaza ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart nahtlos ineinander übergehen. Während man an den Provinz-Kachelbildern entlangläuft, begegnet man gleichzeitig Straßenmusikern, Flamenko-Tänzerinnen, die gelegentlich spontan auftreten, Kindern auf Fahrrädern und verliebten Paaren in Ruderbooten. So entsteht eine lebendige Alltagsszene, die den Platz weit von einem reinen Freilichtmuseum entfernt.

Für kulturhistorisch interessierte Reisende bietet die Plaza außerdem einen kompakten Einstieg in die Architektur Andalusiens des frühen 20. Jahrhunderts. In der Verbindung von Mudéjar-Elementen, Renaissance-Zitaten und moderner Rauminszenierung spiegelt sich der Versuch, eine spezifisch andalusische Moderne zu formulieren, die sich von nord- und mitteleuropäischen Entwicklungen unterscheidet. Wer etwa den Kölner Dom oder das Brandenburger Tor als ikonische, aber deutlich ältere nationale Symbole kennt, erlebt hier ein Monument, das bewusst im Zeitalter von Weltausstellungen und Nationenwettbewerben entstanden ist.

Auch für Reisende, die mit Kindern oder einer Gruppe unterwegs sind, ist die Plaza de Espana attraktiv. Der offene Platz bietet viel Raum zum Laufen und Entdecken, der Kanal ermöglicht ein kleines Bootserlebnis, und der angrenzende Park mit seinen Schatten spendenden Bäumen eignet sich gut für eine Pause. Beim Planen einer Sevilla-Reise lässt sich der Besuch der Plaza daher ideal mit einem Rundgang durch den Park, einem Besuch des nahegelegenen Archäologischen Museums oder eines anderen Ausstellungshauses der ehemaligen Weltausstellung kombinieren.

In sozialen Medien hat die Plaza de Espana zudem eine hohe Sichtbarkeit. Reise-Influencer, Fotografen und Filmemacher nutzen sie als Kulisse fĂĽr Aufnahmen, die ihre Follower weltweit erreichen. Das erzeugt mitunter hohe Erwartungen, die der Platz jedoch oft erfĂĽllt: Die farbigen Kacheln, das spiegelnde Wasser und die weit geschwungene Architektur bieten aus fast jedem Blickwinkel ein fotogenes Motiv. Das fĂĽhrt dazu, dass viele Reisende ihren Besuch nicht nur erleben, sondern auch intensiv dokumentieren.

Schließlich ist die Plaza ein stimmungsvoller Ort für den Abschluss eines Sevilla-Tages. Wenn die Sonne hinter den Bäumen des Parks sinkt, werden die Arkaden und Türme in warmes Licht getaucht. Straßenkünstler spielen Gitarrenklänge oder interpretieren traditionelle Musik, während die Stadt allmählich in den Abend übergeht. Für viele Besucher ist dieser Moment – der Blick über den Brunnen, die Brücken und die Menschenmenge – ein Sinnbild dafür, warum Sevilla als eine der atmosphärisch dichtesten Städte Spaniens gilt.

Plaza de Espana Sevilla in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Netzwerken gehört die Plaza de Espana zu den am häufigsten geteilten Motiven Sevillas. Insbesondere Plattformen mit Bild- und Videofokus zeigen unzählige Varianten des gleichen Ortes: Sonnenaufgänge über dem Brunnen, Drohnenaufnahmen der Halbkreisform, Mode-Shootings in den Arkaden oder Reels, die eine Bootsfahrt auf dem Kanal mit Musik unterlegen. Dadurch entsteht ein globaler Bilderpool, der die Bekanntheit des Platzes weiter erhöht.

Häufige Fragen zu Plaza de Espana Sevilla

Wo liegt die Plaza de Espana Sevilla genau?

Die Plaza de Espana Sevilla befindet sich im Süden des historischen Zentrums von Sevilla im Süden Spaniens, eingebettet in den Parque de María Luisa. Von der Altstadt mit Kathedrale und Alcázar ist sie in etwa 15 bis 20 Minuten zu Fuß erreichbar; außerdem gibt es öffentliche Verkehrsmittel, die in die Nähe des Parks fahren.

Warum wurde die Plaza de Espana gebaut?

Die Plaza de Espana wurde für die Ibero-Amerikanische Ausstellung errichtet, eine große Weltausstellung, mit der Spanien seine Beziehungen zu den Ländern Lateinamerikas und den USA präsentieren wollte. Der Platz sollte als monumentaler Pavillon Spaniens dienen und symbolisch die Geschichte, Vielfalt und Modernität des Landes darstellen.

Was ist das Besondere an der Architektur der Plaza de Espana?

Die Architektur der Plaza de Espana kombiniert traditionelle andalusische Elemente wie Keramikfliesen und Mudéjar-Motive mit Renaissance- und Barockzitaten. Auffällig sind der halbkreisförmige Grundriss, der umlaufende Wasserkanal mit vier gefliesten Brücken, die beiden Ecktürme sowie die 48 Provinz-Alkoven mit ihren farbigen Kachelbildern.

Kostet der Besuch der Plaza de Espana Eintritt?

Der Zugang zur Plaza de Espana ist im Normalfall kostenlos, da es sich um einen öffentlichen Platz innerhalb eines Stadtparks handelt. Lediglich optionale Leistungen wie Bootsfahrten auf dem Kanal oder private Führungen werden von einzelnen Anbietern gegen Gebühr angeboten.

Wann ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch der Plaza de Espana fĂĽr Reisende aus Deutschland?

Für Besucher aus Deutschland eignen sich vor allem Frühling und Herbst mit milderen Temperaturen, insbesondere die Monate März bis Mai und September bis Anfang November. Innerhalb eines Tages bieten die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag angenehme Temperaturen und besonders stimmungsvolles Licht für Fotos und Spaziergänge.

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