Potala als weiß-rote Palaststadt über Lhasa
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 08:11 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Potala ist ein monumentaler Palastkomplex auf einem Hügel über Lhasa in China und verbindet in einer einzigen Silhouette eine weiß leuchtende Wohn- und Verwaltungsanlage mit einem dunkelroten Sakralzentrum aus der Zeit des 17. Jahrhunderts. Die Anlage wurde im 17. Jahrhundert unter dem Fünften Dalai Lama Lobsang Gyatso auf der Grundlage eines älteren Palastes erbaut und gehört seit dem späten 20. Jahrhundert als historisches Ensemble zum UNESCO-Welterbe.
Potala als Stadt aus Weiß und Rot
Der Palastkomplex Potala steht auf dem Mar-po-ri, dem Roten Berg, in der Lhasa-Ebene in Tibet und erhebt sich deutlich über das Tal. Die gesamte Anlage besteht aus einem Staffelbau mit mehreren Geschossen, dessen Außenwände stufenartig ansteigen und die Masse des Gebäudes betonen.Der Palast steht auf dem Roten Berg Potala liegt in einer Höhe von etwa 3.700 m über dem Meeresspiegel und gilt als einer der höchstgelegenen Palastbauten der Welt.Die Höhenlage des Palastes ist außergewöhnlich
Architektonisch gliedert sich Potala in den sogenannten Weißen Palast und den Roten Palast, die zusammen den Eindruck einer geschlossenen Palaststadt erzeugen. Der Weiße Palast mit seiner hell verputzten Fassade nimmt den unteren und äußeren Bereich der Anlage ein und diente als Wohn- und Regierungssitz der Dalai Lamas.Der Weiße Palast bildete den weltlichen Teil Aus dem massiven weißen Baukörper ragt der Roten Palast mit dunkler Fassade und vergoldeten Dachaufsätzen empor, der mit seinen Kulträumen und Bestattungsschreinen den religiösen Schwerpunkt bildet.
Geschichte vom Königsresidenz-Berg zum Dalai-Lama-Sitz
Die Geschichte von Potala beginnt mit einem Palastbau des tibetischen Königs Songtsen Gampo im 7. Jahrhundert, der auf dem Mar-po-ri als Residenz errichtet wurde.Ein Königspalast des 7. Jahrhunderts Dieser frühe Bau wurde in späteren Konflikten zerstört, doch der Ort blieb als Herrschersitz im Gedächtnis verankert.
Die heutige Gestalt erhielt Potala im 17. Jahrhundert unter dem Fünften Dalai Lama Lobsang Gyatso, der 1645 den Neubau eines großen Palastes auf dem Roten Berg begann.Der Neubau begann 1645 unter Lobsang Gyatso Bereits 1649 war der Weiße Palast so weit fertiggestellt, dass der Dalai Lama seinen Wintersitz und den Regierungssitz von Drepung nach Potala verlegen konnte. Nach dem Tod des Fünften Dalai Lama im Jahr 1682 wurden im späten 17. Jahrhundert der Rote Palast und die großen Grabstupas der Dalai Lamas vollendet, sodass Potala sowohl Herrschersitz als auch höchster Sakralbau Tibets wurde.
Architektur, Räume und UNESCO-Welterbestatus
Potala erreicht eine Bauhöhe von über 110 m und umfasst eine große Zahl von Räumen, Hallen und Kapellen, die sich über zahlreiche Geschosse verteilen.Die Anlage übersteigt 110 m Höhe Die Mauern bestehen vor allem aus Naturstein und Stampflehm, verstärkt durch Holzbalken, während die Dächer mit vergoldeten Aufbauten und hölzernen Pavillonstrukturen besetzt sind. Innen liegen Wohnräume, Verwaltungsräume, Bibliotheken, Druckereien, Versammlungshallen, Kulträume und Schatzkammern dicht nebeneinander.
Die Architektur verbindet tibetische Traditionen mit Einflüssen aus der chinesischen Baukunst und ist ein Beispiel für die Entwicklung eines Palast- und Klosterkomplexes in großer Höhe. Potala bildet gemeinsam mit weiteren Anlagen in Lhasa ein historisches Ensemble, das seit 1994 in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen ist.Das historische Ensemble von Potala ist UNESCO-Welterbe Neben den monumentalen Außenfassaden prägen kunstvoll bemalte Innenwände, Thangkas, Skulpturen und reich dekorierte Stupas das Bild der Innenräume.
Potala besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Potala steht auf einem Hügel im Stadtgebiet von Lhasa, der als Mar-po-ri bekannt ist, und ist von den Straßen der Stadt deutlich sichtbar.
- Der Zugang zum Palast führt über mehrere lange Treppen und Wege, die in Etappen den Hang hinauf zu den Toren und Terrassen des Weißen Palastes ansteigen.
- Die Höhenlage von etwa 3.700 m bedeutet, dass Wege und Treppen auf dem Gelände in dünnerer Luft begangen werden.
- In der Umgebung von Potala liegen weitere bedeutende tibetische Klöster und Palastanlagen im Stadtgebiet von Lhasa.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Potala auf Social-Media-Plattformen
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Potala: häufige Fragen
Wo liegt Potala?
Potala liegt auf dem Mar-po-ri-Hügel im Stadtgebiet von Lhasa in China und überragt die Lhasa-Ebene deutlich.
Was bietet ein Besuch von Potala?
Ein Besuch führt durch einen historischen Palast- und Klosterkomplex mit Wohnräumen der Dalai Lamas, Versammlungshallen, Kulträumen und reich dekorierten Grabstupas.
Was kennzeichnet Potala besonders?
Besonders kennzeichnend sind die Kombination aus Weißem und Rotem Palast, die Lage auf einem Hügel in großer Höhe und die Funktion als früherer Sitz der Dalai Lamas.
