Purnululu National Park und die gestreiften Kuppeln der Kimberley
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 08:45 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Im Norden von Western Australia stehen die gestreiften Kuppeln der Bungle Bungle Range wie dicht aneinandergerĂŒckte SandsteintĂŒrme in der Savanne. Der Purnululu National Park bewahrt diese Landschaft seit 1987; 2003 kam die Aufnahme in die Welterbeliste hinzu.
Die Kuppeln der Bungle Bungle Range
Die Bungle Bungle Range besteht aus Sandstein und Konglomerat. Ihre Sedimente wurden im Devon vor rund 360 Millionen Jahren abgelagert. Ăber einen Zeitraum von etwa 20 Millionen Jahren formten Verwitterung und Erosion die heutigen Kuppen, Grate und Schluchten.
Die markanteste Eigenschaft der Felsen liegt in ihrer Zeichnung. Helle orangefarbene Sandsteinschichten wechseln mit dunklen horizontalen BĂ€ndern. In den dunkleren Bereichen sitzt eine Kruste aus Cyanobakterien, einzelligen photosynthetischen Organismen. Die Streifen folgen den Schichten und machen die OberflĂ€che der Kuppeln aus der NĂ€he ebenso lesbar wie aus gröĂerer Höhe.
Die Felsformationen ragen bis zu 250 Meter ĂŒber die halbtrockene Savannenlandschaft. Zwischen ihnen liegen schmale DurchgĂ€nge, ausgerĂ€umte TĂ€ler und tiefe Schluchten. Die UNESCO beschreibt die Bungle Bungle Range als auĂergewöhnliches Beispiel fĂŒr Kegelkarst in Sandstein. bis zu 250 Meter hohe Sandsteinkuppen prĂ€gen das Bild.
Sandstein zwischen WasserlÀufen und Schluchten
Der Purnululu National Park liegt in der East Kimberley-Region von Western Australia, sĂŒdlich von Kununurra und nordöstlich von Halls Creek. Das Schutzgebiet umfasst rund 239.723 Hektar. Die Bungle Bungle Range bildet darin das bekannteste Felsgebiet.
WasserlĂ€ufe schneiden durch die Sandsteinlandschaft und sammeln sich in Felsbecken. Cathedral Gorge fĂŒhrt in einen breiten, von hohen WĂ€nden umgebenen Felsraum. Echidna Chasm ist eine enge Schlucht mit senkrechten WĂ€nden. Beide Orte zeigen unterschiedliche MaĂstĂ€be derselben Gesteinslandschaft.
Die OberflĂ€che der Kuppeln ist empfindlich. DĂŒnne Gesteinsschichten liegen ĂŒber Ă€lteren Ablagerungen, wĂ€hrend Wasser an Rinnen und Einschnitten weiterarbeitet. Das Relief besteht deshalb nicht aus glatten HĂŒgeln, sondern aus dicht gegliederten Formen mit KĂ€mmen, Nischen und scharf eingeschnittenen Passagen.
Im Ăbergang zwischen trockeneren Landschaften des SĂŒdens und dem monsungeprĂ€gten Norden kommen unterschiedliche LebensrĂ€ume zusammen. SavannenflĂ€chen, FlusslĂ€ufe und Felsnischen bilden die sichtbare Umgebung der Sandsteinkuppen. 239.723 Hektar umfasst der Nationalpark.
Ein Naturraum mit langer Kulturgeschichte
Aboriginal People leben in dieser Region seit mehr als 20.000 Jahren. Wasserstellen, BĂ€che, Felsen und Wege gehören zu einer Kulturlandschaft, in der natĂŒrliche Formen und ĂŒberlieferte Kenntnisse miteinander verbunden sind.
Zu den kulturellen BezĂŒgen des Gebietes gehören Sprachen, Ortskenntnisse, Landnutzung und ErzĂ€hltraditionen. Die Namen Gija und Jaru stehen fĂŒr Aboriginal-Gruppen mit Verbindungen zur Landschaft. Der Purnululu National Park ist damit nicht nur ein geologisches Schutzgebiet, sondern auch ein Raum lebendiger kultureller Beziehungen.
Die staatliche Unterschutzstellung als Nationalpark erfolgte 1987. 2003 wurde Purnululu National Park als WelterbestĂ€tte eingetragen. Die Welterbeliste fĂŒhrt den Park wegen seiner auĂergewöhnlichen natĂŒrlichen Schönheit und seiner geologischen Bedeutung. 2003 in die Welterbeliste eingetragen wurde der Park auf Grundlage natĂŒrlicher Kriterien.
Die Verbindung von Gestein, Wasser, biologischen Krusten und kultureller Ăberlieferung ist an mehreren Stellen des Parks sichtbar. FelswĂ€nde tragen die Spuren von Erosion, wĂ€hrend Schluchten und WasserlĂ€ufe die rĂ€umliche Gliederung bestimmen. Stonehenge im Purnululu National Park gehört zu den Orten, an denen Informationen zur Nutzung der Vegetation durch Aboriginal People vermittelt werden.
Purnululu National Park besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Park liegt in Western Australia sĂŒdlich von Kununurra und nordöstlich von Halls Creek. Die Zufahrt zweigt vom Great Northern Highway ab und fĂŒhrt ĂŒber den Spring Creek Track.
- Die letzten rund 53 Kilometer bis zum Besucherzentrum verlaufen ĂŒber eine unbefestigte Piste. DafĂŒr sind gelĂ€ndegĂ€ngige Fahrzeuge mit groĂer Bodenfreiheit erforderlich.
- Im Park liegen die Wege zu den Bungle Bungle-Kuppeln, Cathedral Gorge und Echidna Chasm zwischen Fels, Sand und Schluchten. Die Wanderungen fĂŒhren ĂŒber unebenes GelĂ€nde und durch enge Passagen.
- Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in Australischen Dollar.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Purnululu National Park: hÀufige Fragen
Wo liegt Purnululu National Park?
Der Nationalpark liegt in der East Kimberley-Region von Western Australia, sĂŒdlich von Kununurra und nordöstlich von Halls Creek. Die Zufahrt beginnt am Great Northern Highway.
Was bietet ein Besuch im Purnululu National Park?
Zu sehen sind die gestreiften Sandsteinkuppeln der Bungle Bungle Range, tiefe Schluchten, WasserlĂ€ufe und FelsrĂ€ume wie Cathedral Gorge und Echidna Chasm. Wege fĂŒhren durch unebenes GelĂ€nde zwischen den Formationen.
Was kennzeichnet die Bungle Bungle Range?
Die Devon-Sandsteine tragen horizontale orangefarbene und dunkle BĂ€nder. Erosion formte daraus Kegelkuppen, TĂŒrme und Schluchten, die bis zu 250 Meter ĂŒber der Savanne aufragen.
