Queen Elizabeth National Park: Savannen, Seen und Krater bei Kasese
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 11:31 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Queen Elizabeth National Park im Westen Ugandas gilt als eines der vielseitigsten Schutzgebiete des Landes, in dem Savannen, Seen und Kraterlandschaften unmittelbar nebeneinander liegen und die Nähe zur Stadt Kasese einen seltenen Übergang zwischen Alltag und Wildnis schafft.
Queen Elizabeth National Park: Lage im Rift Valley und Größe des Schutzgebiets
Der Nationalpark liegt in der Western Region von Uganda auf dem Boden des westlichen Abschnitts des Ostafrikanischen Grabenbruchs und erstreckt sich über Bezirke wie Kasese, Kamwenge, Rubirizi und Rukungiri.Western Region von Uganda Kasese bildet den wichtigsten städtischen Bezugspunkt am nordöstlichen Rand des Parks, während das Schutzgebiet bis an die Ufer von Lake Edward und Lake George reicht.Ufer von Lake Edward und Lake George Mit einer Fläche von rund 1.978 Quadratkilometern gehört Queen Elizabeth National Park zu den großen Nationalparks Ugandas und umfasst ein weites Band aus Grasland, Feuchtgebieten und Waldresten.Fläche von rund 1.978 Quadratkilometern
Das Schutzgebiet erstreckt sich über Höhenlagen zwischen etwa 910 und 1.390 Metern über dem Meeresspiegel und schließt halbimmergrüne Tropenwälder, Savannen mit Akazienbeständen, offene Grasflächen und ausgedehnte Feuchtgebiete ein.Höhenlagen zwischen etwa 910 und 1.390 Metern Die Lage im Grabenbruch macht die Landschaft besonders abwechslungsreich, weil flache Savannenflächen von Senken mit Seen und Kraterketten unterbrochen werden, die aus früher vulkanischer Aktivität stammen und heute teils mit Wasser gefüllt sind.
Queen Elizabeth National Park: Geschichte und UNESCO-Biosphärenreservat
Die Wurzeln des Nationalparks reichen in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück, als die Region nach schweren Schlafkrankheitsepidemien entvölkert wurde und zunächst in die beiden Jagdreservate Lake George und Lake Edward überführt wurde.Jagdreservate Lake George und Lake Edward Aus der Zusammenlegung dieser Reservate entstand 1952 der Kazinga National Park, der 1954 nach einem Besuch von Königin Elizabeth II. in Queen Elizabeth National Park umbenannt wurde.1952 der Kazinga National Park In den 1970er-Jahren erhielt er im Zuge politischer Umbenennungen vorübergehend den Namen Rwenzori National Park, bevor Anfang der 1990er-Jahre die Bezeichnung Queen Elizabeth wieder eingeführt wurde.
1979 wurde der Park als Biosphärenreservat im Rahmen des UNESCO-Programms „Man and the Biosphere“ anerkannt, was seinen Charakter als großräumige Modellregion für das Zusammenspiel von Schutz, Nutzung und Forschung unterstreicht.Biosphärenreservat im Rahmen des UNESCO-Programms Nach massiven Verlusten durch Wilderei während der Diktatur von Idi Amin Dada und den folgenden Jahren ohne stabile Ordnung erholten sich die Tierbestände im Verlauf der 1990er- und 2000er-Jahre wieder deutlich, sodass die Savannensektoren heute erneut reich mit Großsäugern besetzt sind.Tierbestände im Verlauf der 1990er- und 2000er-Jahre
Queen Elizabeth National Park: Kazinga Channel, Krater und Savannenlandschaften
Eine der prägenden Landschaftslinien des Parks ist der Kazinga Channel, ein über 30 Kilometer langer natürlicher Wasserweg, der Lake George und Lake Edward verbindet und quer durch den nördlichen Teil des Schutzgebiets verläuft.Kazinga Channel Am Kazinga Channel ziehen die weiten Uferflächen zahlreiche Tiere an, weil das Wasser ganzjährig zur Verfügung steht und die Übergänge zwischen Wasser, Schilf, Uferrand und Grasland viele unterschiedliche Lebensräume auf engem Raum bilden.Übergänge zwischen Wasser, Schilf, Uferrand und Grasland
Abseits des Kanals prägen offene Savannen mit vereinzelten Bäumen, Papyrussümpfe und die berühmten Kraterfelder das Bild, in denen sich runde Senken mit steilen Flanken und teils mit Wasser gefüllten Böden aneinanderreihen.Kraterfelder mit Senken und steilen Flanken Manche Krater sind von Gras bewachsen, andere nehmen kleine Seen auf, sodass sich auf engem Raum immer wieder neue Kombinationen aus Fels, Wasser und Vegetation ergeben, die die geologische Geschichte des Grabenbruchs sichtbar machen.
Queen Elizabeth National Park besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Queen Elizabeth National Park liegt südwestlich von Kasese und ist auf der Straße von Kampala über Mbarara sowie über die Verbindung Fort Portal–Kasese erreichbar, zudem bestehen Inlandsflugverbindungen zu den Flugplätzen Kasese und Mweya.
- Der Park erstreckt sich über teils offene Savannen und Kraterhänge, sodass Wege auf unbefestigtem Boden und gelegentliche Steigungen zu erwarten sind, besonders in den Bereichen mit Kraterlandschaft.
- Zwischen Lake George, Lake Edward und Kazinga Channel verlaufen Straßen und Pisten nahe an Wasserflächen und Feuchtgebieten, in denen der Untergrund nach Regen weich werden kann.
- Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in Uganda-Schilling.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Queen Elizabeth National Park: häufige Fragen
Wo liegt Queen Elizabeth National Park in Uganda?
Queen Elizabeth National Park liegt in der Western Region von Uganda im Bereich der Bezirke Kasese, Kamwenge, Rubirizi und Rukungiri, mit Kasese als nächstgelegener größeren Stadt.
Was bietet ein Besuch im Queen Elizabeth National Park?
Ein Besuch führt durch Savannen, Feuchtgebiete, Seen und Kraterlandschaften und erlaubt, die besondere Lage des Parks zwischen Lake Edward, Lake George und dem Kazinga Channel zu erleben.
Was kennzeichnet Queen Elizabeth National Park besonders?
Charakteristisch sind die Lage im Ostafrikanischen Grabenbruch, die Verbindung von Lake George und Lake Edward durch den Kazinga Channel sowie der Status als UNESCO-Biosphärenreservat.
