Quito Altstadt, Centro Historico de Quito

Quito Altstadt: Warum das Centro Historico de Quito verzaubert

21.06.2026 - 19:12:43 | ad-hoc-news.de

Quito Altstadt, das Centro Historico de Quito in Ecuador, gilt als eine der besterhaltenen Kolonialstädte Amerikas. Was macht diesen Anden-Schatz so besonders und wie erleben ihn Reisende aus Deutschland wirklich?

Quito Altstadt, Centro Historico de Quito, Quito
Quito Altstadt, Centro Historico de Quito, Quito

Auf über 2.800 Metern Höhe, umgeben von Vulkanen und in klarer Andenluft, öffnet sich in Quito Altstadt – dem Centro Historico de Quito (auf Deutsch sinngemäß „Historisches Zentrum von Quito“) – ein Bilderbuch aus Gold, Kopfsteinpflaster und kolonialen Fassaden. Die Abendsonne taucht Kirchenkuppeln in warmes Licht, während auf den Plätzen Straßenmusiker spielen und der Duft von frisch gebratenen Mais-Snacks durch die Gassen zieht.

Quito Altstadt: Das ikonische Wahrzeichen von Quito

Quito Altstadt ist das historische Herz der ecuadorianischen Hauptstadt und eines der markantesten Wahrzeichen des Landes. Internationale Reiseexperten beschreiben das Centro Historico de Quito als eine der besterhaltenen und umfassendsten Kolonialstädte in Lateinamerika, mit einer außergewöhnlichen Dichte an Kirchen, Klöstern und Bürgerhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Nach Einschätzung renommierter Kulturinstitutionen gilt die Altstadt als exemplarisches Zeugnis für die Verschmelzung spanischer, indigener und religiöser Traditionen in den Anden.

Die UNESCO führt das historische Zentrum von Quito seit den späten 1970er-Jahren als Welterbe und betont, dass die Altstadt im Gegensatz zu vielen anderen Städten der Region nicht von großen Erdbeben oder radikalen Modernisierungen zerstört wurde. Dadurch blieb ein geschlossenes Stadtbild erhalten, das Besucherinnen und Besucher heute wie eine Zeitreise in die Epoche der spanischen Kolonie erleben. Reiseverlage wie National Geographic und deutschsprachige Reiseführer heben hervor, dass Quito Altstadt zu den eindrucksvollsten kolonialen Stadtkernen des Kontinents zählt – vergleichbar in ihrer Bedeutung mit Altstädten wie Cusco oder Cartagena, jedoch mit einer ganz eigenen Anden-Atmosphäre.

Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet sich hier ein seltenes Zusammenspiel: Barocke Kirchen, Plätze und Paläste, die in ihrer Pracht durchaus an süd­europäische Städte erinnern, und gleichzeitig eine lebendige lateinamerikanische Großstadt mit indigener Kultur, Streetfood, politischem Alltag und jugendlicher Kreativszene. Quito Altstadt ist kein Freilichtmuseum, sondern ein gewachsenes Viertel, in dem Menschen wohnen, arbeiten, protestieren, feiern und ihren Glauben leben.

Geschichte und Bedeutung von Centro Historico de Quito

Die Geschichte des Centro Historico de Quito beginnt lange vor der Ankunft der Spanier. Auf dem Gebiet der heutigen Altstadt existierten Siedlungen indigener Gruppen, bevor die Region im 15. Jahrhundert in den Einflussbereich des Inkareiches geriet. Historische Studien betonen, dass Quito als präkolumbische Stadt zwar eine wichtige Rolle spielte, aber vor allem durch die spanische Kolonialplanung seine bis heute sichtbare Struktur erhielt.

Die spanische Stadtgründung erfolgte Mitte des 16. Jahrhunderts, wenige Jahre nach der Eroberung des Inkareiches. Von Anfang an setzte die Kolonialverwaltung auf eine klar strukturierte, rechtwinklige Anlage mit einem zentralen Plaza – dem heutigen Plaza de la Independencia, auch Plaza Grande genannt. Um diesen Platz gruppierten sich Regierungssitz, Kathedrale und Bischofspalast. Diese klassische Kolonialstruktur ist auch in anderen lateinamerikanischen Städten zu finden, in Quito jedoch besonders vollständig erhalten.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Altstadt zu einem religiösen und administrativen Zentrum der spanischen Krone in den nördlichen Anden. Zahlreiche Ordensgemeinschaften – darunter Franziskaner, Jesuiten, Dominikaner und Mercedarier – errichteten große Klosterkomplexe, Kirchen und Bildungseinrichtungen. Diese Institutionen wurden nicht nur zu Zentren des Glaubens, sondern auch der Kunst und Wissenschaft. Kunsthistoriker verweisen darauf, dass in Quito eine eigene „Quito-Schule“ der barocken Kunst entstand, in der europäische Formen mit indigener Symbolik und Handwerkskunst verschmolzen.

Im 19. Jahrhundert wurde Quito zum Schauplatz der Unabhängigkeitsbewegungen gegen die spanische Herrschaft. Mehrere wichtige Kundgebungen, Versammlungen und symbolische Akte fanden auf den Plätzen der Altstadt statt. Heute erinnern Denkmäler, Straßennamen und Museen an diese Phase. Für deutsche Leser lässt sich diese Bedeutung am ehesten mit dem Stellenwert vergleichen, den Städte wie Frankfurt am Main oder Berlin für die politische Entwicklung in Deutschland hatten – nur eben eingebettet in den Kontext des südamerikanischen Freiheitskampfes.

Im 20. Jahrhundert stand die Altstadt zeitweise unter Druck: Bevölkerungswachstum, soziale Probleme und Vernachlässigung führten zu Substanzverlust und Verfall. Ab der zweiten Hälfte des Jahrhunderts setzten jedoch umfangreiche Restaurierungsprogramme ein, unterstützt von nationalen Behörden, internationalen Organisationen und kirchlichen Trägern. Fachleute für Denkmalschutz loben, dass Quito heute zu den erfolgreich restaurierten Altstädten Lateinamerikas zählt. Zahlreiche Gebäude wurden instand gesetzt, Plätze aufgewertet und öffentliche Einrichtungen wie Museen, Kulturzentren und Cafés in historischen Mauern geschaffen.

Die UNESCO und andere internationale Gremien betonen immer wieder die herausragende universelle Bedeutung der Altstadt: Sie sei ein einzigartiges Ensemble aus Architektur, Stadtplanung, Kunst und lebendiger Tradition. Damit gehört Quito Altstadt in eine Reihe mit bekannten Welterbe-Städten wie Prag, Rom oder Salzburg – jedoch mit deutlich weniger europäischem Touristenandrang und einem deutlich stärkeren Bezug zu indigenen Kulturen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Quito Altstadt ein Kaleidoskop aus kolonialem Barock, Neoklassizismus und lokalen Anden-Elementen. Markante Bauten sind die Kathedrale von Quito am Plaza Grande, die Jesuitenkirche La Compañía de Jesús mit ihrer reich vergoldeten Innenausstattung, die Kirche San Francisco mit ihrem weitläufigen Klosterkomplex und das auf einem Hügel thronende Heiligtum El Panecillo mit seiner Engelsstatue.

Die Jesuitenkirche La Compañía de Jesús gilt international als ein Meisterwerk des Barock in Lateinamerika. Kunsthistorische Beschreibungen sprechen von einer nahezu vollständig vergoldeten Innenausstattung mit Schnitzereien, Altären und Ornamenten, die lokale Handwerkskunst mit europäischen barocken Formen verbinden. Aus Perspektive deutscher Besucherinnen und Besucher erinnert die Fülle an Gold und Ornamentik vielleicht an süddeutsche Barockkirchen wie die Wieskirche, jedoch in einem deutlich dichter ornamentierten und stärker von indigenen Symbolen geprägten Stil.

Die Kirche San Francisco, die den gleichnamigen Platz beherrscht, ist eine der ältesten und größten Klosteranlagen der Region. Der von Arkaden umrahmte Platz und die terrassenartige Fassade bilden ein ikonisches Fotomotiv. Kunsthistoriker heben hervor, dass hier Gemälde und Skulpturen der sogenannten „Quito-Schule“ zu sehen sind – einer Kunsttradition, die europäische christliche Motive mit lokaler Flora, Fauna und Symbolik vermischt. So tauchen in Darstellungen der Heiligen beispielsweise Pflanzen oder Tiere aus den Anden auf.

Architektonisch spannend ist auch die Mischung aus repräsentativen Kirchen und schlichten Wohnhäusern mit Innenhöfen. Viele Bürgerhäuser besitzen zweigeschossige Fassaden, Balkone aus Holz oder Schmiedeeisen und Patios, in denen heute Cafés, Galerien oder kleine Hotels untergebracht sind. Für Besucherinnen und Besucher aus dem deutschsprachigen Raum entsteht so ein dichtes, fußläufiges Stadtgewebe, das an mediterrane Altstädte erinnert, allerdings mit steileren Straßen und dem permanenten Blick auf die umliegenden Berge.

Besonderes Merkmal der Altstadt ist zudem die starke religiöse Präsenz im Alltag. Prozessionen, Kirchenfeste und Feierlichkeiten – etwa in der Karwoche oder an Patronatstagen – prägen den Jahreslauf. Medienberichte aus Ecuador stellen regelmäßig die große Karfreitagsprozession in der Altstadt heraus, an der tausende Gläubige teilnehmen. Für internationale Beobachter ist dies ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Quito Altstadt nicht nur museal, sondern ein zutiefst gelebter religiös-kultureller Raum ist.

Auch die moderne Kulturszene hat in den historischen Mauern ihren Platz gefunden. Mehrere Museen, Kulturzentren und Ateliers widmen sich der Geschichte der Stadt, zeitgenössischer Kunst oder Fotografie. In der Abenddämmerung füllen sich die Plätze mit Straßenkünstlern, Studierenden und Familien, die die kühleren Stunden nutzen. Kulturjournalisten betonen immer wieder, dass genau dieser Kontrast – koloniales Erbe und lebendige Gegenwart – die besondere Faszination von Quito Altstadt ausmacht.

Quito Altstadt besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Quito Altstadt liegt im Zentrum von Quito, in einem langgestreckten Tal der nördlichen Anden auf rund 2.800 Metern Höhe. Von Deutschland aus ist Quito in der Regel mit mindestens einem Umstieg erreichbar, zum Beispiel über große europäische Drehkreuze wie Madrid, Amsterdam oder Paris sowie wichtige lateinamerikanische Hubs. Reisende aus Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf müssen meist mit einer Gesamtflugzeit von deutlich über 14 Stunden rechnen, abhängig von Route und Umstiegszeit. Vom internationalen Flughafen Mariscal Sucre, der östlich der Stadt liegt, benötigt man je nach Verkehr ungefähr 45 bis 60 Minuten mit Taxi oder Shuttle bis in die Altstadt. Öffentliche Busse und offizielle Flughafenshuttles verbinden den Flughafen mit zentralen Knotenpunkten; viele Unterkünfte organisieren auf Anfrage Transfers.
  • Fortbewegung in der Altstadt
    Die Altstadt selbst ist gut zu Fuß erkundbar, sollte aber aufgrund der Höhenlage nicht unterschätzt werden. Steile Straßen und Treppen können bei den ersten Spaziergängen anstrengend wirken. Viele Reiseführer empfehlen, am ersten Tag langsam zu gehen, ausreichend zu trinken und auf den Körper zu hören. Taxis und App-basierte Fahrdienste sind in Quito verbreitet und werden von vielen Reisenden als praktische Ergänzung genutzt.
  • Ă–ffnungszeiten
    Kirchen, Museen und Sehenswürdigkeiten im Centro Historico de Quito haben unterschiedliche Öffnungszeiten. Viele Kirchen sind tagsüber geöffnet, schließen aber oft über die Mittagsstunden oder für Gottesdienste. Museen haben häufig montags geschlossen; einige Sehenswürdigkeiten bieten erweiterte Öffnungszeiten am Wochenende. Da sich Öffnungszeiten ändern können, empfehlen offizielle Stellen und Reiseführer, die aktuellen Angaben kurz vor dem Besuch direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder der Tourismusinformation von Quito zu prüfen. Allgemein lohnt es sich, wichtige Innenräume eher am Vormittag zu besuchen, wenn es ruhiger ist.
  • Eintritt und FĂĽhrungen
    Der Zugang zu den öffentlichen Plätzen in Quito Altstadt ist frei. Für den Besuch von Kirchen, Klöstern, Türmen oder Museen wird teils ein Eintritt erhoben, häufig in moderater Höhe. Viele Sehenswürdigkeiten bieten geführte Rundgänge an, teilweise auch in englischer Sprache. Preise und angebotene Sprachen können variieren; Reisende sollten sich daher vor Ort oder auf den offiziellen Seiten informieren. Pauschale und exakt bezifferte Eintrittspreise lassen sich kaum verlässlich allgemein angeben, da sie regelmäßig aktualisiert werden.
  • Beste Reisezeit und Klima
    Quito liegt am Äquator, aber durch die Höhe herrscht ein gemäßigt-kühles Hochlandklima. Klimadaten zeigen, dass die durchschnittlichen Tagestemperaturen meist bei etwa 18–20 °C liegen, während die Nächte häufig auf 7–9 °C abkühlen. Die Jahresmitteltemperaturen schwanken kaum und liegen bei rund 13–14 °C. Für Reisende bedeutet das: ganzjährig relativ milde, aber auch wechselhafte Bedingungen. Regenschauer sind vor allem in bestimmten Monaten häufiger, die Sonne kann wegen der Höhe und Äquatorlage sehr intensiv sein. Experten empfehlen, Quito Altstadt mit dem Zwiebellook zu erkunden: tagsüber leichte Kleidung, dazu eine wärmende Schicht und eine Regenjacke. Die beste Tageszeit für Spaziergänge ist häufig der Vormittag, bevor eventuelle Nachmittagsgewitter aufziehen.
  • Höhenlage und Gesundheit
    Mit etwa 2.800 Metern liegt Quito deutlich höher als deutsche Städte. Viele Menschen spüren die Höhe in den ersten ein bis zwei Tagen – etwa durch leichte Kopfschmerzen, schnellere Ermüdung oder Atemlosigkeit bei Anstrengung. Gesundheitsexperten raten dazu, sich langsam zu akklimatisieren, viel Wasser zu trinken, Alkohol und sehr schwere Mahlzeiten zu Beginn zu meiden und auf den Körper zu hören. Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten im Zweifel vor der Reise ärztlichen Rat einholen. Eine spezielle Höhenanpassung wie bei Extremtouren ist im Regelfall nicht nötig, aber ein bewusster Umgang mit der Belastung ist sinnvoll.
  • Sprache
    Amtssprache in Ecuador ist Spanisch. In touristischen Bereichen der Altstadt – Hotels, geführte Touren, einige Restaurants – wird häufig auch Englisch gesprochen, allerdings nicht flächendeckend. Deutschkenntnisse sind eher selten, können aber bei Mitarbeitenden größerer Reiseanbieter oder international ausgerichteter Unterkünfte vorkommen. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, einige grundlegende spanische Redewendungen zu beherrschen oder eine Übersetzungs-App zu nutzen.
  • Zahlung und Währung
    Ecuador verwendet als offizielle Währung den US-Dollar (USD). In der Altstadt von Quito werden in vielen Hotels, besseren Restaurants und größeren Geschäften internationale Kreditkarten akzeptiert. Kleinere Läden, Märkte und einige einfache Lokale bevorzugen jedoch Bargeld. Für deutsche Reisende empfiehlt sich eine Kombination aus Kreditkarte und einem Vorrat an kleineren US-Dollar-Scheinen und Münzen. Girokarten (mit deutschem „ec“-Branding) werden im Ausland oft nicht akzeptiert oder nur eingeschränkt; internationale Debitkarten funktionieren in der Regel besser. Mobile Payment-Dienste wie Apple Pay oder Google Pay können in einigen modernen Betrieben nutzbar sein, sind aber nicht überall verbreitet.
  • Trinkgeldkultur
    In Restaurants wird häufig ein Servicezuschlag berechnet; zusätzliche Trinkgelder von etwa 5–10 % werden jedoch gern gesehen, insbesondere bei gutem Service. Für einfache Cafés, kleine Lokale oder Streetfood reicht es oft, die Rechnung aufzurunden. Bei geführten Touren in Quito Altstadt sind Trinkgelder für Guides und Fahrende üblich, die Höhe variiert nach Dauer und Qualität der Leistung.
  • Sicherheit
    Wie in vielen großen Städten Lateinamerikas ist auch in Quito ein gewisses Maß an Vorsicht angebracht. Reiseführer und offizielle Hinweise empfehlen, insbesondere in Menschenmengen auf Taschendiebe zu achten, Wertgegenstände unauffällig zu tragen und bei Dunkelheit eher Taxis oder Fahrdienste zu nutzen, statt längere Strecken zu Fuß zu gehen. Die Altstadt verfügt über sichtbare Polizeipräsenz, gerade in touristischen Zonen. Deutsche Reisende sollten sich vor der Reise beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) über aktuelle Sicherheitshinweise informieren.
  • Einreisebestimmungen
    Für deutsche Staatsangehörige können sich Einreisebestimmungen ändern. Es wird daher dringend empfohlen, die jeweils aktuellen Hinweise und Visaregeln beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de zu prüfen. Innerhalb Lateinamerikas können unterschiedliche Bestimmungen für Aufenthaltsdauer und notwendige Dokumente gelten. Ein gültiger Reisepass ist grundsätzlich erforderlich; Details zu Visafreiheit, Aufenthaltsdauer und eventuellen Nachweisen (z. B. Weiterreise) sind vor Abflug zu klären.
  • Zeitzone
    Quito liegt in einer Zeitzone, die in der Regel mehrere Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) bzw. der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) zurückliegt. Die genaue Differenz hängt von der Jahreszeit ab, da Ecuador keine Zeitumstellung vornimmt, Europa aber zwischen Sommer- und Winterzeit wechselt. Für Reisende bedeutet das: An- und Abreise beinhalten einen gewissen Jetlag, der insbesondere bei kurzen Aufenthalten berücksichtigt werden sollte.

Warum Centro Historico de Quito auf jede Quito-Reise gehört

Quito ohne seine Altstadt zu erleben, wäre wie Rom ohne das historische Zentrum oder Prag ohne die Kleinseite: Man würde den Charakter der Stadt nur unvollständig erfassen. Das Centro Historico de Quito ist das emotionale, historische und kulturelle Herz der Metropole – und zugleich ein idealer Ausgangspunkt, um die Andenregion zu verstehen.

Wer am frühen Morgen über den Plaza Grande läuft, erlebt, wie sich das politische und religiöse Zentrum der Stadt füllt: Regierungsangestellte, Kirchenbesucher, Schulklassen und Straßenverkäufer teilen sich denselben Raum. Von den Arkaden aus lassen sich die Fassaden der Kathedrale, des Präsidentenpalastes und der umliegenden Gebäude beobachten – eine Szene, die vielen Reisenden eindrücklich in Erinnerung bleibt. Reiseautoren beschreiben dieses Zusammenspiel aus kolonialer Kulisse und gegenwärtigem Alltag als besonderen Reiz von Quito Altstadt.

Besonders fĂĽr deutschsprachige Besucher bietet die Altstadt mehrere Ebenen des Erlebens:

Zum einen ist da die architektonische und künstlerische Dimension: prächtige Kirchen, Innenhöfe, Museen und Plätze, deren Dichte man in dieser Form in Europa eher aus Städten wie Sevilla oder Lissabon kennt, hier aber mit Andenpanorama und äquatornaher Sonne. Zum anderen die historische Perspektive: die Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte, Missionsarbeit, indigener Kultur und Unabhängigkeitsbewegungen, die in Europa häufig nur am Rande vorkommt. Und schließlich der ganz praktische Reiseaspekt: die Möglichkeit, sich in wenigen Tagen eine dichte, kompakte, fußläufige Welt zu erschließen, bevor es weiter zu Vulkanen, Märkten oder in den Amazonas geht.

Für viele Ecuador-Reisende ist Quito Altstadt der erste Berührungspunkt mit Südamerika. Die Kombination aus gut erhaltener Bausubstanz, einem spürbaren Sicherheitskonzept in den touristischen Zonen, attraktiven Unterkünften in historischen Gebäuden und einer wachsenden Food- und Kaffeeszene macht das Viertel zu einem angenehmen Einstieg. Renommierte Reisemagazine betonen, dass sich von hier aus Ausflüge auf Aussichtspunkte, in moderne Stadtviertel und ins Umland einfach organisieren lassen – gleichzeitig aber die Rückkehr in die abendliche Beleuchtung der Altstadt wie eine kleine Zeitreise wirkt.

Wer eine Reise aus Deutschland plant, sollte Quito Altstadt nicht als bloßen Zwischenstopp betrachten, sondern mindestens zwei bis drei volle Tage einplanen. So bleibt genug Zeit, die wichtigsten Kirchen zu besuchen, Museen zu entdecken, an einer Stadtführung teilzunehmen und einfach auf den Plätzen zu sitzen und das Leben zu beobachten. Viele Kulturjournalisten empfehlen geführte Spaziergänge, bei denen lokale Expertinnen und Experten Hintergründe zur Architektur, Kunst und Geschichte vermitteln – eine Investition, die sich insbesondere für historisch interessierte Reisende lohnt.

Quito Altstadt in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien entsteht von Quito Altstadt ein vielschichtiges Bild: Reisende teilen Fotos von vergoldeten Kircheninterieurs, bunten Hausfassaden und Panoramen über die Dächer, aber auch kurze Videos von Straßenszenen, Musik, Märkten und Festen. Besonders beliebt sind Aufnahmen von der Jesuitenkirche La Compañía de Jesús, vom Plaza San Francisco und von Aussichtspunkten wie El Panecillo, von denen aus sich die historische Struktur der Stadt eindrucksvoll erkennen lässt.

Häufige Fragen zu Quito Altstadt

Wo liegt Quito Altstadt genau?

Quito Altstadt liegt im zentralen Bereich der Stadt Quito in Ecuador, eingebettet in ein Andental auf rund 2.800 Metern Höhe. Sie umfasst das historische Kolonialviertel mit seinen Plätzen, Kirchen und Bürgerhäusern und gilt als kulturelles und politisches Zentrum der Hauptstadt.

Warum ist das Centro Historico de Quito UNESCO-Welterbe?

Das Centro Historico de Quito wurde als UNESCO-Welterbe anerkannt, weil es zu den am besten erhaltenen und umfangreichsten kolonialen Altstädten Amerikas zählt. Die UNESCO und Fachgremien heben die außergewöhnliche Dichte an historischen Gebäuden, die weitgehend intakte Stadtstruktur und die besondere Verbindung von europäischer, indigener und religiöser Tradition hervor.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr Quito Altstadt einplanen?

Wer Quito Altstadt intensiv erleben möchte, sollte idealerweise mindestens zwei bis drei volle Tage einplanen. In dieser Zeit lassen sich die wichtigsten Kirchen und Plätze, einige Museen sowie geführte Spaziergänge gut kombinieren, ohne die Höhenlage zu überfordern. Kürzere Besuche sind möglich, bieten aber weniger Raum für entspannte Entdeckungen.

Ist Quito Altstadt sicher fĂĽr Reisende aus Deutschland?

Quito Altstadt weist – wie viele historische Zentren in Lateinamerika – eine sichtbare Polizeipräsenz insbesondere in touristischen Bereichen auf. Reiseführer empfehlen, übliche Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Wertsachen unauffällig tragen, auf Taschendiebe achten und bei Dunkelheit Taxis oder Fahrdienste nutzen. Aktuelle Sicherheitshinweise sollten vor der Reise beim Auswärtigen Amt geprüft werden.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Quito Altstadt?

Aufgrund des ganzjährig relativ konstanten Hochlandklimas eignet sich Quito Altstadt grundsätzlich das ganze Jahr über für einen Besuch. Die Temperaturen sind tagsüber meist mild und nachts kühl, mit gelegentlichen Regenschauern. Viele Reisende bevorzugen Monate mit etwas weniger Niederschlag und planen ihre Stadtrundgänge vorzugsweise am Vormittag, wenn es ruhiger und das Licht besonders schön ist.

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