Ras Mohammed National Park, Scharm asch-Schaich

Ras Mohammed National Park zwischen Wüste und Korallenriff

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 22:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Ras Mohammed National Park südlich von Scharm asch-Schaich verbindet karge Sinai-Landschaft mit Korallenriffen, Mangroven und Meeresbuchten

Schwarzweiss-Reportage vom Wahrzeichen Ras-Mohammed-Nationalpark in Scharm asch-Schaich, Agy…
Schwarzweiss-Reportagebild vom Wahrzeichen Ras-Mohammed-Nationalpark in Scharm asch-Schaich Agypten, dokumentarische Reisefotografie mit starken Kontrasten, Illustration mit AI erstellt.

Ras Mohammed National Park liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel, wo der Golf von Sues und der Golf von Akaba zusammentreffen. Die Landschaft verbindet trockene Felsplateaus mit Korallenriffen, Mangroven und flachen Küstenzonen. Seit 1983 steht das Gebiet als Nationalpark unter Schutz und umfasst Land- und Meeresbereiche.

Wo die Sinai-Halbinsel ins Rote Meer ragt

Der Park liegt südlich von Scharm asch-Schaich am nördlichen Ende des Roten Meeres. Seine Landspitze überblickt den Übergang zwischen dem Golf von Sues im Westen und dem Golf von Akaba im Osten. Diese Lage prägt die sichtbare Zweiteilung des Gebiets: Auf dem Land dominieren helle Felsen, Geröllflächen, Sand und trockene Ebenen, während unter der Wasseroberfläche Korallenriffe die Küste begleiten.

Die geschützte Fläche beträgt 480 Quadratkilometer. Davon liegen große Bereiche im Meer. Zum Park gehören Küstenabschnitte, Meeresflächen und Inseln im Golf von Akaba. Die Küste wechselt zwischen Felswänden, Buchten, Gezeitenflächen und flachen Uferzonen.

Korallen, Seegras und die Mangroven am Ufer

Unter Wasser bestimmen Korallenriffe das Bild. In den Riffen leben farbige Fische, Krebstiere, Meeresschildkröten und weitere Meerestiere. Seegrasflächen und Mangroven gehören ebenfalls zum geschützten Lebensraum. Die Riffe reichen an vielen Stellen bis nahe an die Küste und treffen dort auf klares, flaches Wasser.

Am südlichen Ende der Halbinsel liegt ein Mangrovenkanal mit Beständen der Art Avicennia marina. Das salztolerante Gehölz wächst in einem von Gezeiten beeinflussten Küstenbereich. Zwischen Wurzeln und flachen Wasserflächen finden junge Fische und andere Meerestiere geeignete Lebensräume. Die Mangroven bilden damit einen deutlichen Gegensatz zu den trockenen Gesteinsflächen des Hinterlands.

Für Schnorcheln und Tauchen zählen die Riffe zu den prägenden Erlebnissen des Parks. Von der Wasseroberfläche aus erscheinen die Korallen als farbige Strukturen unter dem Wellengang. Unter Wasser verändert sich der Maßstab: Aus der kargen Küste wird ein dicht gegliederter Lebensraum mit Korallenstöcken, Fischen und Spalten im Riff.

Fossile Küsten und geologische Bruchlinien

Ras Mohammed National Park bewahrt nicht nur Meeresnatur. Auf dem Land liegen angehobene Korallenterrassen, die frühere Küstenlinien markieren. Das Gestein zeigt, dass sich die Beziehung zwischen Meer, Küste und Höhe über lange erdgeschichtliche Zeiträume verändert hat. Steile Felsabschnitte wechseln mit sandigen Buchten und Gezeitenflächen.

Die erhöhte Korallenlandschaft wirkt wie ein steinernes Gegenstück zu den lebenden Riffen vor der Küste. Während sich unter Wasser Korallen und andere Organismen in einem farbigen Lebensraum verbinden, zeigen die Terrassen an Land verfestigte Spuren älterer Meeresufer. Diese Verbindung von lebendem Riff und fossiler Küste gehört zu den charakteristischen Merkmalen des Parks.

Auch geologische Bruchlinien prägen die Halbinsel. An einzelnen Stellen treten Spalten und abgesenkte Bereiche im Gestein hervor. Die Formen bleiben in der trockenen Landschaft gut lesbar, weil nur eine dünne Pflanzendecke die Felsen bedeckt. Das Gelände wirkt dadurch offen und klar gegliedert.

Ras Mohammed National Park besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Ras Mohammed National Park liegt südlich von Scharm asch-Schaich. Die Anreise erfolgt über Straßen aus dem Stadtgebiet oder auf dem Seeweg mit Booten vom Roten Meer.
  • Das Gelände umfasst Felsplateaus, Geröll, Sand, Küstenklippen und flache Uferbereiche. An den Wasserstellen wechseln trockene Landflächen und Riffzonen unmittelbar aufeinander.
  • Die Amtssprache ist Arabisch, gezahlt wird in Ägyptischen Pfund.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Ras Mohammed National Park: häufige Fragen

Wo liegt Ras Mohammed National Park?

Der Park liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel südlich von Scharm asch-Schaich. Dort treffen der Golf von Sues und der Golf von Akaba am Roten Meer aufeinander.

Was bietet ein Besuch?

Zu den prägenden Eindrücken gehören Korallenriffe, Felsküsten, Mangroven, Sandbuchten und trockene Plateaus. Im Meer liegen Lebensräume für Fische, Meeresschildkröten und weitere Riffbewohner.

Was kennzeichnet das Schutzgebiet?

Ras Mohammed National Park verbindet lebende Korallenriffe mit angehobenen fossilen Korallenterrassen an Land. Seit 1983 schützt der Nationalpark marine und terrestrische Lebensräume.

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