Ras-Mohammed-Nationalpark: Ägyptens spektakuläre Unterwasserwüste
20.05.2026 - 10:37:53 | ad-hoc-news.deTürkisblaues Wasser, schroffe Wüstenklippen und Korallenriffe, die wie schwebende Gärten unter der Oberfläche leuchten: Der Ras-Mohammed-Nationalpark, international meist als Ras Mohammed National Park bezeichnet, gehört zu den eindrucksvollsten Naturkulissen am Roten Meer und ist für viele Besucher der eigentliche Grund, nach Scharm asch-Schaich zu reisen.
Wer am südlichsten Zipfel der Sinai-Halbinsel steht, spürt unmittelbar, warum dieses Schutzgebiet zu einem Symbol für Ägyptens „blaues Gold“ geworden ist: die empfindlichen Korallenriffe, die Tauch- und Schnorchelfans aus der ganzen Welt anziehen – darunter jedes Jahr auch viele Reisende aus Deutschland.
Ras-Mohammed-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Scharm asch-Schaich
Für Scharm asch-Schaich ist der Ras-Mohammed-Nationalpark mehr als nur ein Ausflugsziel. Das Schutzgebiet markiert die Südspitze der Sinai-Halbinsel und damit die Nahtstelle zwischen dem Golf von Suez und dem Golf von Aqaba. Laut der ägyptischen Umweltbehörde EEAA (Egyptian Environmental Affairs Agency) gilt Ras Mohammed als das älteste offiziell ausgewiesene Meeresschutzgebiet Ägyptens und als Herzstück des Naturschutzes im Süden der Halbinsel.
Reiseführer wie das ADAC Reisemagazin und GEO Saison beschreiben Ras Mohammed regelmäßig als „Korallenparadies“ und „Unterwasser-Garten“. Die Küstenlinie ist von schroffen Klippen, kleinen Buchten und Lagunen geprägt. Nur wenige Meter vom Ufer entfernt fallen die Riffe oft steil ab – ein dramatischer Übergang von der Wüste in eine farbintensive Unterwasserwelt mit Hart- und Weichkorallen, Schwärmen aus Barrakudas, Schnappern, Fledermausfischen und, je nach Saison, vorbeiziehenden Großfischen wie Grauen Riffhaien.
Im Vergleich zu künstlich angelegten Hotelriffen direkt vor vielen Resorts in Scharm asch-Schaich erleben Besucher im Ras-Mohammed-Nationalpark eine sehr viel ursprünglichere Szenerie. Die Zahl der Zugänge, Anlegestellen und Straßen ist begrenzt, um das Ökosystem zu schützen. Das Ergebnis: eine beeindruckende Ruhe – vor allem, wenn die Tagesausflügler am Nachmittag wieder zurück Richtung Naama Bay fahren.
Geschichte und Bedeutung von Ras Mohammed National Park
Ras Mohammed National Park (sinngemäß „Kap Mohammed“ – ras bedeutet im Arabischen Kopf oder Kap) wurde in den 1980er-Jahren als erstes Meeresschutzgebiet Ägyptens eingerichtet. Laut Angaben der ägyptischen Umweltbehörde EEAA und Veröffentlichungen des United Nations Environment Programme (UNEP) begann der Schutzstatus Mitte der 1980er-Jahre mit einer vergleichsweise kleinen Kernzone, die in den folgenden Jahren schrittweise erweitert wurde.
Mehrere Berichte der UNESCO und wissenschaftliche Studien, die etwa vom Red Sea Protectorates Management publiziert wurden, heben hervor, dass Ras Mohammed ein Schlüsselgebiet für die Erforschung und den Schutz von Korallenriffen im nördlichen Roten Meer ist. Die Region ist unter Meeresbiologen bekannt, weil die dortigen Korallen im Vergleich zu vielen anderen Riffen weltweit bislang als relativ widerstandsfähig gegenüber steigenden Wassertemperaturen gelten. Das macht den Nationalpark zu einem wichtigen natürlichen Labor für die Klimaforschung.
In der Tourismusgeschichte der Sinai-Küste spielte Ras Mohammed eine doppelte Rolle. Einerseits war das Gebiet seit den 1970er-Jahren für Pioniere des Sporttauchens ein Geheimtipp. Magazine wie National Geographic beschrieben bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren die spektakulären Steilwände am Ras-Zuid-Riff und die üppig bewachsenen Korallenblöcke von Shark Reef und Yolanda Reef. Andererseits trug der Nationalpark wesentlich dazu bei, Scharm asch-Schaich von einem ehemaligen Fischerdorf in einen internationalen Bade- und Tauchort zu verwandeln.
Politisch liegt Ras Mohammed in einer historisch sensiblen Region. Die Sinai-Halbinsel war im 20. Jahrhundert mehrfach Schauplatz militärischer Konflikte. Heute steht der Nationalpark exemplarisch für einen friedlichen Nutzungsmix aus Naturschutz, Forschung und Tourismus. Ägyptens Regierung verweist in offiziellen Unterlagen darauf, dass Ras Mohammed Teil eines größeren Netzes von Schutzgebieten am Roten Meer ist, zu dem auch Gebiete bei Dahab und weiter südlich bei Marsa Alam gehören.
Für Ägypten hat Ras Mohammed wirtschaftliche und symbolische Bedeutung. Medien wie die staatliche Tageszeitung Al-Ahram und internationale Tourismusberichte betonen immer wieder, dass die intakten Riffe am Roten Meer zu den wichtigsten touristischen Ressourcen des Landes zählen. Gleichzeitig ist der Nationalpark innenpolitisch ein Referenzprojekt für erfolgreiche Umweltgesetzgebung in einem Schwellenland mit stark wachsender Bevölkerung.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Anders als bei klassischen Sehenswürdigkeiten sind es im Ras-Mohammed-Nationalpark weniger Gebäude als vielmehr Landschaft und Unterwasserwelt, die prägen. Dennoch besitzt der Park einige markante „Landmarken“, die Besucher sofort wiedererkennen.
Direkt am Landzugang vom Festland kommend steht ein monumentales Steintor, dessen kantige, aufragende Elemente an moderne Skulpturen erinnern. Reiseführer aus deutschen Verlagen beschreiben das Tor als eine Art symbolischen Eingang in die Welt von Wüste und Meer. Die Gestaltung ist bewusst minimalistisch und orientiert sich an den Formen des umliegenden Felsgesteins – ein architektonischer Akzent in einer ansonsten weitgehend unbebauten Küstenlinie.
Zu den besonderen Naturmerkmalen zählt eine Mangrovenlagune an der Küste, in der salztolerante Mangroven wachsen. Laut Berichten von Umweltorganisationen wie der IUCN (International Union for Conservation of Nature) und Daten der ägyptischen Naturschutzbehörde sind diese Mangrovenbestände wichtige Kinderstuben für Fische und Krustentiere. Gleichzeitig stabilisieren sie die Küste und filtern Sedimente – ein natürlicher Küstenschutz, der im Zeitalter des Klimawandels immer mehr Beachtung findet.
Berühmt ist der Ras-Mohammed-Nationalpark vor allem für seine Unterwasser-Topografie. Besonders eindrucksvoll sind:
- Shark Reef und Yolanda Reef: Zwei nebeneinanderliegende Riffe an einem steilen Drop-off, an dem das Meeresplateau abrupt in große Tiefen abfällt. Laut verschiedenen Tauchführern (u. a. aus dem Hause Springer und aus spezialisierten Tauchverlagen) gehören sie zu den schönsten Steilwänden des nördlichen Roten Meeres. Der Name „Yolanda“ geht auf ein Schiff zurück, dessen Fracht – darunter Badezimmerausstattungen – heute noch als kuriose „Unterwasser-Skulpturen“ in größerer Tiefe liegt.
- Ras Ghozlani und Ras Za’atar: Riffe, die für intensiv bewachsene Korallengärten und eine reiche Fischwelt bekannt sind. Meeresbiologische Studien, die von ägyptischen Universitäten und internationalen Partnern durchgeführt wurden, dokumentieren hier eine hohe Artenvielfalt, darunter zahlreiche Rifffischarten, Korallen und Wirbellose.
- Steilwände und Canyons: Geologisch ist die Region durch die Spreizungszone des Roten Meeres geprägt. Der Unterwasserabfall direkt vor der Küste ist an manchen Stellen so markant, dass Taucher innerhalb weniger Minuten vom flachen Riffdach in die Nähe der „blauen Tiefe“ abtauchen können.
Zusammen mit dem trockenen Wüstenklima ergibt sich ein eindrucksvoller Kontrast: über Wasser eine karge, oft fast mondartige Landschaft, unter Wasser eine nahezu tropisch anmutende Farbenpracht. Kunsthistorisch wird Ras Mohammed daher häufig als „natürliche Kathedrale“ beschrieben – ein Vergleich, der auch deutschen Leserinnen und Lesern hilft, die emotionale Wirkung der Riffwände einzuordnen.
Offizielle Stellen wie die ägyptische Tourismuskammer und Umweltorganisationen weisen darauf hin, dass Tauchen und Schnorcheln nur mit zugelassenen Anbietern und unter Beachtung strenger Regeln erfolgen soll. Dazu gehört, Korallen auf keinen Fall zu berühren, nichts mitzunehmen und auf einen kontrollierten Auftrieb zu achten, um Schäden an der sensiblen Riffstruktur zu vermeiden.
Ras-Mohammed-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Der Ras-Mohammed-Nationalpark liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel, rund 20 bis 30 km südlich der Hotelzonen von Scharm asch-Schaich. Die Entfernung hängt davon ab, ob man aus der Gegend um Naama Bay, Sharks Bay oder aus weiter nördlich gelegenen Resorts startet. Mehrere seriöse Reiseführer und ägyptische Tourismusinformationen geben für die Fahrzeit von Scharm asch-Schaich zum Park je nach Einstiegspunkt etwa 30 bis 60 Minuten an.
Aus Deutschland ist Scharm asch-Schaich per Flugzeug erreichbar. Von großen Flughäfen wie Frankfurt am Main, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg werden je nach Saison Direktflüge oder Verbindungen mit Umstieg über andere Drehkreuze angeboten. Genauere und tagesaktuelle Flugpläne variieren, weshalb sich ein Blick auf die Webseiten der Airlines oder gängiger Buchungsportale empfiehlt.
Eine Anreise mit der Bahn von Deutschland bis nach Scharm asch-Schaich ist praktisch nicht umsetzbar, da die Sinai-Halbinsel durch das Rote Meer vom afrikanischen Festland getrennt ist und der Schiffs- bzw. Busübergang zusätzliche Logistik erfordert. Für Individualreisende ist deshalb der Flug der übliche Weg. Vor Ort organisieren Hotels oder lokale Agenturen Tagesausflüge zum Nationalpark, entweder als Bootstour oder über die Straße mit Zwischenstopps an Stränden und Aussichtspunkten.
- Öffnungszeiten
Der Ras-Mohammed-Nationalpark ist grundsätzlich tagsüber zugänglich. Konkrete Öffnungszeiten und Zugangsregelungen können sich jedoch ändern – etwa aufgrund von Wetterbedingungen, Schutzmaßnahmen oder administrativen Vorgaben. Es empfiehlt sich, vor einem Besuch die aktuell gültigen Zeiten direkt bei der Verwaltung des Ras-Mohammed-Nationalparks, bei seriösen lokalen Veranstaltern oder im Hotel zu erfragen. Öffnungszeiten können variieren – diese sollten direkt beim Ras-Mohammed-Nationalpark oder über offizielle Tourismusinformationen geprüft werden.
- Eintritt
Für den Besuch des Nationalparks wird eine Eintrittsgebühr erhoben, sowohl für Land- als auch für Bootsausflüge. Verschiedene Quellen – darunter Reiseveranstalter und lokale Touranbieter – nennen ähnliche Größenordnungen, konkrete Beträge können sich jedoch ändern und sind teils abhängig von Fahrzeugtyp oder Ausflugsart. Daher ist es sinnvoll, sich vor der Buchung beim Reiseveranstalter, im Hotel oder direkt bei der Parkverwaltung nach den aktuellen Preisen in Euro und in ägyptischen Pfund (EGP) zu erkundigen. Grundsätzlich gilt: Eintrittspreise werden häufig vor Ort oder über den Ausflugspreis abgerechnet.
- Beste Reisezeit
Das Klima an der Südspitze des Sinai ist ganzjährig trocken und sonnig. Laut Wetterdiensten wie dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und gängigen Klimatabellen für Scharm asch-Schaich liegen die Tageshöchsttemperaturen im Hochsommer oft über 35 °C, während sie in den Wintermonaten angenehme 20 bis 25 °C erreichen können. Für viele Reisende aus Deutschland sind der Frühling (März bis Mai) und der Herbst (Oktober bis November) eine ideale Reisezeit, da es dann warm, aber nicht extrem heiß ist und die Wassertemperatur meist zwischen rund 23 und 27 °C liegt.
Wer vor allem Schnorcheln oder Tauchen möchte, findet grundsätzlich das ganze Jahr über gute Bedingungen. Im Hochsommer kann die Hitze an Land jedoch anstrengend sein, während im Winter gelegentlich frischer Wind aufkommt und ein dünner Neoprenanzug im Wasser angenehm sein kann. Die stärkste Nachfrage herrscht häufig in den europäischen Ferienzeiten – dann sind auch die beliebten Riffe im Ras-Mohammed-Nationalpark stärker besucht.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld und Verhalten
In Scharm asch-Schaich und rund um Ras Mohammed wird Arabisch gesprochen. In der Tourismusbranche verstehen viele Mitarbeiter Englisch, und in größeren Hotels sowie bei deutschen Veranstaltern sind häufig auch deutschsprachige Ansprechpartner verfügbar. Für den Parkbesuch selbst genügt in der Regel Englisch, etwa zur Kommunikation mit Tauchlehrern oder Guides.
Beim Bezahlen sind Bargeld in Euro oder ägyptischen Pfund (EGP) sowie internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard) weit verbreitet. EC-/Girocards aus Deutschland funktionieren nicht überall zuverlässig. Für Ausflüge und kleinere Beträge ist es empfehlenswert, etwas Bargeld in EGP mitzuführen. Mobile Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind in Touristenzentren zunehmend verfügbar, sollten aber nicht als einzige Zahlungsart eingeplant werden.
Trinkgeld – im arabischen Sprachraum „Bakschisch“ genannt – ist im Dienstleistungssektor üblich und ein wichtiger Bestandteil des Einkommens vieler Beschäftigter. In Restaurants werden oft 5 bis 10 % des Rechnungsbetrags als Trinkgeld erwartet, sofern kein Servicezuschlag enthalten ist. Für Guides, Fahrer und Bootsmannschaften wird üblicherweise ein kleines Extra-Trinkgeld am Ende des Ausflugs gegeben – die Höhe hängt von der Zufriedenheit und vom Umfang der Leistung ab.
Im Nationalpark selbst sind einige Verhaltensregeln besonders wichtig:
- Korallen nicht berühren oder betreten – sie sind lebende Organismen und reagieren äußerst empfindlich.
- Keinen Müll zurücklassen, auch nicht Zigarettenstummel oder Plastikflaschen.
- Beim Schnorcheln eine gute Schwimmfähigkeit und ggf. eine Schwimmweste nutzen, um sich nicht am Riff festhalten zu müssen.
- Respekt gegenüber der lokalen Kultur: Auch wenn an Bord vieler Ausflugsboote Badekleidung üblich ist, sollte bei Stopps an Land eine angemessene, nicht zu freizügige Kleidung getragen werden.
- Unterwasser-Fotografie ist erlaubt, sollte aber die Tiere nicht bedrängen – Blitzlicht kann empfindliche Arten irritieren.
- Einreisebestimmungen und Sicherheit
Für deutsche Staatsangehörige ist für Ägypten in der Regel ein Visum erforderlich, das je nach Aufenthaltsdauer und Reiseart vorab oder bei Einreise erhältlich sein kann. Die Modalitäten können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen sowie Sicherheits- und Gesundheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
Für Reisen nach Ägypten wird üblicherweise der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung empfohlen, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Behandlungskosten im Nicht-EU-Ausland oft nur eingeschränkt oder gar nicht übernimmt. In touristischen Zentren wie Scharm asch-Schaich existieren private Kliniken, deren Leistungen in der Regel direkt vor Ort bezahlt werden müssen.
Die Sinai-Halbinsel war in der Vergangenheit immer wieder Thema von Sicherheitshinweisen. Seriöse Quellen wie das Auswärtige Amt sowie andere europäische Außenministerien veröffentlichen regelmäßig aktualisierte Einschätzungen zur Sicherheitslage – insbesondere mit Blick auf Straßenverbindungen und Ausflüge abseits der etablierten Touristengebiete. Für den Ras-Mohammed-Nationalpark gelten organisierte Touren ab Scharm asch-Schaich als etablierter Standard; individuelle Fahrten mit Mietwagen sollten sorgfältig geplant und mit aktuellen Reisehinweisen abgeglichen werden.
Die Zeitverschiebung zwischen Ägypten und Mitteleuropa hängt von der jeweiligen Sommerzeitregelung ab. In vielen Monaten liegt Ägypten eine Stunde vor der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ). Vor der Reise sollte geprüft werden, wie die aktuelle Differenz ausfällt, um etwa Transfers und Rückflüge korrekt zu planen.
Warum Ras Mohammed National Park auf jede Scharm asch-Schaich-Reise gehört
Für viele Urlauber in Scharm asch-Schaich bleibt der Ras-Mohammed-Nationalpark das eindrücklichste Erlebnis der gesamten Reise. Wer nur am Hotelstrand bleibt, bekommt meist nur einen kleinen Ausschnitt der Riffwelt zu sehen. Bootsausflüge in den Nationalpark eröffnen hingegen eine ganz andere Dimension: klare Sichtweiten, komplexe Riffstrukturen und eine Fischdichte, die man im nördlichen Roten Meer nur an wenigen Orten in dieser Form findet.
Reisemedien wie das ADAC Reisemagazin oder Merian schildern immer wieder den Moment, in dem Schnorchler erstmals über die Kante eines Riffdachs hinweg auf die blaue Tiefe blicken. Viele vergleichen das Gefühl mit einem Blick von einer Klippe – nur eben unter Wasser. Taucherinnen und Taucher, die von Deutschland anreisen, schätzen neben der Farbenvielfalt auch die relative Nähe: Die Flugzeit ab deutschen Flughäfen ist deutlich kürzer als etwa zu den klassischen asiatischen Tauchdestinationen, und doch erwartet sie ein tropenähnliches Riffsystem.
Auch für Reisende, die nicht tauchen, bietet Ras Mohammed besondere Erlebnisse. Der Blick von den Klippen über die beiden Golf-Arme, die Begegnung mit Wüstenvögeln und gelegentlich mit kleinen Wüstenfüchsen, das Lichtspiel bei Sonnenauf- oder -untergang – all das vermittelt eine Atmosphäre, die sich stark von europäischen Küsten unterscheidet. In Kombination mit einem Hotelaufenthalt in Naama Bay oder anderen Teilen Scharm asch-Schaichs ergibt sich so ein abwechslungsreicher Urlaub zwischen Strand, Wüste und Meeresschutzgebiet.
Der Besuch im Ras-Mohammed-Nationalpark kann zudem ein Einstieg in das Thema nachhaltiger Tourismus sein. Vielen Reisenden wird vor Ort bewusst, wie empfindlich die Ökosysteme des Roten Meeres sind. Viele Tauchbasen und seriöse Anbieter informieren vorab über richtige Verhaltensweisen und sensibilisieren die Gäste für Umweltfragen. Wer möchte, kann sich bereits zu Hause über Organisationen informieren, die sich für Korallenschutz und plastikfreies Meer einsetzen – ein Engagement, das weit über den Urlaub hinauswirkt.
In der Umgebung des Nationalparks bieten sich weitere Ausflugsziele an: Die Buchten und Riffe der Straße von Tiran, Wüstensafaris im Hinterland des Sinai oder ein Bummel durch die modernen und historischen Viertel von Scharm asch-Schaich. In vielen Reiseführern aus deutschsprachigen Verlagen wird Ras Mohammed als „Pflichtprogramm“ für naturinteressierte Besucher genannt – nicht im Sinne von Checkliste, sondern als authentische Begegnung mit einer einzigartigen Landschaft.
Ras-Mohammed-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist der Ras-Mohammed-Nationalpark zu einem der meistgezeigten Motive des südlichen Sinai geworden. Taucher posten Videosequenzen von Riffwänden voller Fischschwärme, Schnorchler teilen kurze Clips, in denen sie scheinbar mühelos über bunten Korallengärten schweben, und Influencer setzen die dramatischen Küstenformationen bei Sonnenuntergang in Szene. Gleichzeitig nutzen viele Umweltorganisationen und verantwortungsbewusste Reiseanbieter die Reichweite von Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok, um auf den Schutz der Riffe aufmerksam zu machen.
Ras-Mohammed-Nationalpark — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Ras-Mohammed-Nationalpark
Wo liegt der Ras-Mohammed-Nationalpark genau?
Der Ras-Mohammed-Nationalpark liegt am südlichsten Punkt der Sinai-Halbinsel in Ägypten, etwa 20 bis 30 km südlich der Hotelzonen von Scharm asch-Schaich am Roten Meer. Er markiert die Landzunge zwischen dem Golf von Suez und dem Golf von Aqaba.
Warum ist Ras Mohammed National Park so berühmt?
Ras Mohammed National Park ist vor allem für seine außergewöhnlich intakten Korallenriffe, steilen Unterwasserwände und die große Vielfalt an Meerestieren bekannt. Internationale Tauchmagazine und Umweltorganisationen zählen das Gebiet zu den spektakulärsten Riffregionen im nördlichen Roten Meer. Hinzu kommt die markante Wüstenlandschaft, die einen starken Kontrast zur farbenfrohen Unterwasserwelt bildet.
Wie gelangt man von Deutschland aus in den Ras-Mohammed-Nationalpark?
Reisende fliegen meist von deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg nach Scharm asch-Schaich. Von dort aus geht es mit einem organisierten Ausflug per Boot oder mit Fahrzeug in den Ras-Mohammed-Nationalpark, je nach Abfahrtsort in rund 30 bis 60 Minuten. Eine direkte Landanreise aus Europa auf dem Landweg ist für Urlauber nur mit erheblichem Aufwand möglich.
Ist der Ras-Mohammed-Nationalpark für Anfänger beim Schnorcheln geeignet?
Viele Bereiche des Ras-Mohammed-Nationalparks sind auch für geübte Schnorchel-Anfänger geeignet, sofern sie sicher schwimmen können und die Anweisungen der Guides beachten. Da einige Riffe steil abfallen und Strömungen auftreten können, ist eine gute Einweisung vor Ort wichtig. Wer unsicher ist, sollte einen Ausflug mit professioneller Betreuung wählen und nach Schwimmwesten fragen.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch im Ras-Mohammed-Nationalpark?
Grundsätzlich ist der Besuch ganzjährig möglich, da das Klima am Roten Meer sehr stabil ist. Viele Reisende aus Deutschland empfinden Frühling und Herbst als besonders angenehm, weil Luft- und Wassertemperaturen dann weder zu heiß noch zu frisch sind. Im Hochsommer kann die Hitze an Land intensiv sein, während im Winter gelegentlich kühlere Winde auftreten – die Riffe selbst bleiben jedoch das ganze Jahr über attraktiv.
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