Hagia Sophia, Ayasofya

Restaurierung legt unter Hagia Sophia am 7. Oktober Tunnel frei

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 11:45 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Unter der Hagia Sophia in Istanbul sind bei Restaurierungsarbeiten Tunnel freigelegt worden. Einige Bereiche könnten spÀter zugÀnglich werden.

Tunnel und Restaurierung

  • Am 7. Oktober 2026 wurde ein unter der Hagia Sophia liegendes Tunnelnetz zum aktuellen Thema der Restaurierungsarbeiten.
  • Die bislang nicht fĂŒr Besucher geöffneten Bereiche weisen Einsturzstellen und blockierte Passagen auf.
  • ArchĂ€ologen legten seit Februar 2025 rund 3.000 Tonnen Schlamm und Schutt frei.
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Unter der Hagia Sophia (Ayasofya) in Istanbul sind bei Restaurierungsarbeiten rund neun Kilometer unterirdische Tunnel freigelegt worden. Die Nachricht wurde am 7. Oktober 2026 bekannt und macht die bislang verborgene Infrastruktur des Bauwerks zum aktuellen Thema fĂŒr Besucher aus Deutschland.

Restaurierung legt verborgenes Tunnelnetz frei

Nach Angaben des tĂŒrkischen Kultur- und Tourismusministers Mehmet Nuri Ersoy erstrecken sich einzelne Abschnitte des Systems ĂŒber bis zu neun Kilometer. Teile der zugĂ€nglichen Bereiche werden gereinigt und saniert, wĂ€hrend andere Passagen durch EinstĂŒrze oder Hindernisse blockiert sind.

Eine Öffnung fĂŒr Besucher ist nach Abschluss der Arbeiten lediglich als Möglichkeit genannt. Einen Termin fĂŒr einen Zugang gibt es nicht. Der Minister erklĂ€rte, geeignete und sichere Abschnitte könnten spĂ€ter geprĂŒft werden. Die Meldung zum Tunnelnetz nennt den 7. Oktober 2026 als Veröffentlichungsdatum.

Die Arbeiten betreffen nicht nur den Untergrund. Fortgesetzt wird auch die bauliche VerstÀrkung der Hauptkuppel. Parallel dazu lÀuft eine weitere Phase zur Konservierung von Mosaiken, Malereien und MarmoroberflÀchen in der östlichen Halbkuppel.

Römische Infrastruktur unter dem Bauwerk

Die freigelegten Anlagen werden der römischen Zeit zugeordnet. Nach Angaben des ArchĂ€ologen Hasan Firat Diker dienten sie vor etwa 1.600 Jahren der WasserfĂŒhrung und EntwĂ€sserung. Regenwasser wurde aus den Straßen abgeleitet und in Richtung Meer gefĂŒhrt.

Zu den untersuchten Strukturen gehört ein Abschnitt einer römischen Straße aus dem fĂŒnften Jahrhundert. Die Verbindung reicht von Sarayburnu in Richtung Kleine Hagia Sophia. Bis zum Oktober 2026 waren 170 Meter eines unterirdischen Weges freigelegt.

Seit Februar 2025 entfernten die ArchĂ€ologen rund 3.000 Tonnen Schlamm und Schutt aus dem Netzwerk. Die Ergebnisse stellte Diker am 16. Oktober 2026 bei einem Vortrag zur ArchĂ€ologie der Hagia Sophia in Istanbul vor. Der Bericht ĂŒber die Grabungen beschreibt außerdem mehrere archĂ€ologische Schichten unter dem heutigen Bau.

Das heutige GebÀude ist nach Dikers Angaben der dritte Bau an diesem Ort. Die Fundamente der ersten Hagia Sophia liegen etwa 2,3 Meter unter dem gegenwÀrtigen Bauwerk. In einem nordöstlichen Bereich wurde zudem ein unterirdischer Bestattungskomplex mit vier miteinander verbundenen Kammern untersucht.

ArchÀologische Funde verÀndern den Blick nach unten

Die laufende Forschung erweitert den bekannten Besuchsort um eine archÀologische Ebene unterhalb der Moschee. Sie zeigt, dass die Geschichte des GelÀndes nicht auf den sichtbaren Bau und seine Kuppel begrenzt ist. Zugleich bleibt der Zugang zum Tunnelnetz vorerst ausgeschlossen, weil nicht alle Abschnitte gesichert oder passierbar sind.

Das wissenschaftliche Gremium arbeitet an einer möglichen Ausstellung zu den Funden. Auch grĂ¶ĂŸere unterirdische Bereiche könnten spĂ€ter fĂŒr Besucher erschlossen werden. Beide Vorhaben sind jedoch an weitere Reinigungs-, Restaurierungs- und Sicherheitsarbeiten gebunden.

Hagia Sophia besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Tunnelmeldung wurde am 7. Oktober 2026 veröffentlicht und betrifft die Restaurierungsarbeiten unter der Hagia Sophia in Istanbul.
  • Das Tunnelnetz ist derzeit nicht als Besucherbereich ausgewiesen. EinstĂŒrze und blockierte Passagen verhindern den Zugang zu Teilen der Anlage.
  • Die Untersuchung bezieht sich auf die historische Halbinsel von Istanbul sowie auf Verbindungen in Richtung Sarayburnu und Kleine Hagia Sophia.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Die unterirdischen Anlagen bleiben damit ein Forschungsgegenstand, wÀhrend die Restaurierung des sichtbaren Bauwerks fortgesetzt wird.

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Hagia Sophia: hÀufige Fragen

Was wurde am 7. Oktober 2026 bekannt?

Bei Restaurierungsarbeiten unter dem Bauwerk wurden rund neun Kilometer unterirdische Tunnel beschrieben. Teile davon könnten spÀter zugÀnglich werden.

Sind die Tunnel unter der Hagia Sophia geöffnet?

Nein. Einige Abschnitte sind durch EinstĂŒrze oder andere Hindernisse blockiert, und ein Besuchstermin wurde nicht genannt.

Wo liegt die Hagia Sophia und wie kommt man hin?

Die Hagia Sophia liegt in Istanbul auf der historischen Halbinsel. Das untersuchte unterirdische Wegenetz reicht in Richtung Sarayburnu und Kleine Hagia Sophia.

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