Rijksmuseum: niederlÀndische Meisterwerke im Backsteinpalast
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 14:25 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das Rijksmuseum in Amsterdam ist das Nationalmuseum der Niederlande und verbindet einen monumentalen Backsteinbau des Architekten Pierre Cuypers mit einer Sammlung, die mehrere Jahrhunderte niederlĂ€ndischer Kunstgeschichte umfasst. Im heutigen MuseumsgebĂ€ude, das im 19. Jahrhundert errichtet wurde, treffen GemĂ€lde des Goldenen Zeitalters, historische Objekte und asiatische Kunst auf einen markanten Backsteinpalast mit TĂŒrmchen, Giebeln und reich gestalteten Fassaden.
Rijksmuseum: Architektur zwischen Backstein und Bildergalerie
Das heutige GebĂ€ude des Rijksmuseums wurde im 19. Jahrhundert nach EntwĂŒrfen des niederlĂ€ndischen Architekten Pierre Cuypers errichtet, dessen Name eng mit der Architektur des Landes verbunden ist.Mit seinen TĂŒrmchen, bunten Fenstern und Verzierungen wirkt der weitlĂ€ufige Backsteinkomplex wie eine Mischung aus Stadtschloss und Kathedrale. Die Bauzeit erstreckte sich ĂŒber die Jahre 1876 bis 1885, sodass das Haus zu den prĂ€genden GroĂprojekten des spĂ€ten 19. Jahrhunderts in den Niederlanden zĂ€hlt.Das GebĂ€ude wurde 1885 fĂŒr das Publikum geöffnet.
Cuypers gestaltete das Rijksmuseum in einem historisierenden Stil, der Formen der Gotik und der Renaissance aufgreift und mit nationalen Motiven verbindet.Die Gestaltung kombiniert gotische und renaissancehafte Elemente mit niederlĂ€ndischen Symbolen. Charakteristisch sind die hohen DĂ€cher, die vielen Giebel und die reich gegliederte Ziegelfassade, in die Steinreliefs, Wappen und Bildfelder eingelassen sind. Im Inneren öffnen sich groĂzĂŒgige TreppenhĂ€user, Galerien und SĂ€le, deren Gestaltung ebenfalls an KirchenrĂ€ume und historische ReprĂ€sentationsbauten erinnert.
Rijksmuseum: Nationalmuseum mit Sammlungsschwerpunkten
Die Geschichte des Rijksmuseums reicht bis an das Ende des 18. Jahrhunderts zurĂŒck, als 1798 ein nationales Museum nach französischem Vorbild beschlossen wurde.Im Jahr 1800 eröffnete die Sammlung in Den Haag als âNationale Kunst-Gallerijâ. Unter König Louis Bonaparte zog sie 1808 nach Amsterdam um und war zunĂ€chst im Königlichen Palast am Damplatz und spĂ€ter im Stadtpalast Trippenhuis untergebracht, bevor sie im 19. Jahrhundert in den Neubau von Pierre Cuypers einzog.Der Name Rijksmuseum setzte sich in dieser Zeit als Bezeichnung des Nationalmuseums durch.
Heute umfasst die Sammlung des Rijksmuseums nach Angaben des Hauses etwa eine Million Objekte, von denen ein Teil in den AusstellungsrĂ€umen prĂ€sentiert wird.Sie widmet sich den KĂŒnsten, dem Handwerk und der Geschichte der Niederlande. Einen Schwerpunkt bilden GemĂ€lde des niederlĂ€ndischen Goldenen Zeitalters, ergĂ€nzt durch Objekte zur Geschichte der Niederlande, zur Kolonialgeschichte und zur Kunst in den ehemaligen Kolonialgebieten sowie durch eine eigenstĂ€ndige Sammlung asiatischer Kunst. In den SĂ€len finden sich zudem Skulpturen, kunstgewerbliche Arbeiten, Waffen, Schiffsmodelle und historische AlltagsgegenstĂ€nde.
Rijksmuseum: Meisterwerke und Durchgang fĂŒr den Stadtverkehr
Zu den bekanntesten Bildern im Rijksmuseum zĂ€hlen Rembrandt van Rijns âDie Nachtwacheâ, Jan Vermeers âDie Milchmagdâ und Werke weiterer niederlĂ€ndischer Meister, die dem Museum ein klar erkennbares Profil geben.Die PrĂ€sentation umfasst Malerei des Goldenen Zeitalters, historische Exponate und asiatische Kunstobjekte. In den Galerien sind die GemĂ€lde hĂ€ufig nach Themen und Epochen geordnet, sodass sich ein Rundgang durch mehrere Jahrhunderte Kunst- und Kulturgeschichte ergibt. ErgĂ€nzt werden die Hauptwerke durch kleinere Kabinette mit Grafiken, Keramik, Möbeln und Objekten der angewandten Kunst.
Eine Besonderheit des Hauses ist der zentrale Durchgang, der den Museumsbau durchschneidet und Teil des Amsterdamer Wegenetzes ist.Durch das Rijksmuseum fĂŒhrt eine StraĂe, die heute von Radfahrern und FuĂgĂ€ngern genutzt wird. Oberhalb dieses ĂŒberdachten Durchgangs liegen die AusstellungssĂ€le, wĂ€hrend die Backsteinfassaden nach auĂen weiterhin den Charakter eines geschlossenen Palastes zeigen. Im Ensemble aus GebĂ€udeflĂŒgeln, Innenhöfen und dem Durchgang entsteht so ein kompakter Museumskomplex, der stĂ€dtebaulich eine markante Rolle am SĂŒdrand der Amsterdamer Innenstadt ĂŒbernimmt.
Rijksmuseum besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Rijksmuseum steht im Museumsviertel von Amsterdam nahe dem Museumplein und ist mit StraĂenbahnlinien sowie ĂŒber den Bahnhof Amsterdam Zuid und andere Stationen erreichbar.
- Im GebĂ€ude verteilen sich die AusstellungsrĂ€ume auf mehrere Ebenen, die ĂŒber Treppen und AufzĂŒge erschlossen werden.
- Zwischen den GebĂ€udeteilen verlĂ€uft ein ĂŒberdachter Durchgang, der von Radfahrern und FuĂgĂ€ngern genutzt wird und den Museumsbau in zwei FlĂŒgel gliedert.
- Amtssprache ist NiederlÀndisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Rijksmuseum auf Social-Media-Plattformen
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Rijksmuseum: hÀufige Fragen
Wo liegt das Rijksmuseum?
Das Rijksmuseum steht im Museumsviertel von Amsterdam am Museumplein, sĂŒdlich der historischen Innenstadt und in der NĂ€he weiterer groĂer Museen.
Was bietet ein Besuch im Rijksmuseum?
Ein Besuch fĂŒhrt durch AusstellungsrĂ€ume mit GemĂ€lden des niederlĂ€ndischen Goldenen Zeitalters, historischen Objekten, asiatischer Kunst und kunstgewerblichen Sammlungen in einem monumentalen Backsteinbau.
Was kennzeichnet das Rijksmuseum besonders?
Charakteristisch sind der neugotisch inspirierte Backsteinpalast von Pierre Cuypers, die Rolle als Nationalmuseum der Niederlande und die Verbindung aus bedeutenden Meisterwerken und einem öffentlichen Durchgang durch das GebÀude.
