Sassi di Matera, Matera

Sassi di Matera: Stadtlandschaft aus Stein und Höhlen

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 06:01 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Sassi di Matera in Matera in Italien sind eine historische Felsenstadt mit Wohnhöhlen, Felskirchen und steilen Gassen – ein vielschichtiges SteingefĂŒge voller Kontraste.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Sassi di Matera, Matera Italien
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Sassi di Matera in Matera Italien, taktile Struktur und, Illustration mit AI erstellt.

Die Sassi di Matera bilden den historischen Kern der Stadt Matera in Italien und zeigen eine Stadtlandschaft, die direkt aus dem Kalkstein herausgewachsen scheint. Zwischen terrassierten HĂ€userzeilen, Felskirchen und Wohnhöhlen entsteht ein GefĂŒge aus Stein, das sich ĂŒber die HĂ€nge der Schlucht der Gravina zieht und seit Jahrhunderten als Siedlungsraum genutzt wird.

Sassi di Matera: Felsenstadt ĂŒber der Gravina

Die Sassi liegen am Rand der Altstadt von Matera und fallen in abgestuften Terrassen zur tief eingeschnittenen Schlucht der Gravina di Matera ab. Die beiden Viertel Sasso Caveoso und Sasso Barisano schmiegen sich an einen Kalksteinhang, der Teil des Murgia-Plateaus in der Region Basilikata ist.Murgia-Plateau in Basilikata Zwischen den FelswÀnden und dem Flusslauf entsteht eine Lage, in der Architektur und Landschaft eng ineinandergreifen.

Die Sassi di Matera gelten als troglodytische Siedlung mit einer Mischung aus in den Fels gehauenen RĂ€umen und aufgesetzten Baukörpern.Troglodytische Siedlung mit FelsrĂ€umen HĂ€ufig bildet die Fassade eines Hauses nur die sichtbare Front zu einem System aus dahinterliegenden Höhlen, wĂ€hrend DĂ€cher und Terrassen zugleich als Wege und kleine PlĂ€tze dienen. Über den HĂ€ngen öffnen sich Blicke auf den gegenĂŒberliegenden Hang mit dem Park der Felskirchen, der gemeinsam mit den Sassi das UNESCO-Welterbe bildet.UNESCO-Welterbe mit Felskirchen

Stein, Höhlen und Viertel: Aufbau der Sassi

Die Bausubstanz der Sassi besteht ĂŒberwiegend aus weichem Kalktuff, der sich mit einfachen Werkzeugen bearbeiten lĂ€sst und auf dem zugleich Mauern errichtet wurden.Kalktuff als Baumaterial HöhlenrĂ€ume, Kammern und GĂ€nge wurden aus dem Fels gelöst, wĂ€hrend aus dem gewonnenen Stein Vorderfronten, StĂŒtzmauern und Treppen entstanden. So entstanden HĂ€user, deren DachflĂ€chen als Höfe und Wege dienen und die in dichten Schichten ĂŒbereinander liegen.

StĂ€dtebaulich gliedern sich die Sassi in die Viertel Sasso Caveoso und Sasso Barisano sowie die Civita, den Ă€ltesten Siedlungskern auf einem FelsrĂŒcken zwischen den beiden HĂ€ngen.Sasso Caveoso, Sasso Barisano und Civita In den HĂ€ngen liegen Wohnhöhlen, einfache HĂ€user, Felskirchen und ehemalige Klosteranlagen, die sich an die steilen Gassen und Stufenfolgen anlehnen. Die UNESCO beschreibt dieses Ensemble als kulturelle Landschaft, in der sich ĂŒber mehr als zwei Jahrtausende eine Siedlungsform aus Fels, Terrassen und Höfen entwickelt hat.Kulturelle Landschaft der Sassi

UNESCO-Welterbe und Felskirchenpark

Die Sassi di Matera und der angrenzende Park der Felskirchen bilden gemeinsam eine von der UNESCO geschĂŒtzte StĂ€tte des Weltkulturerbes. Der Eintrag erfolgte im 20. Jahrhundert mit der Einstufung als KulturstĂ€tte nach mehreren Kriterien, darunter der ausgeprĂ€gte Bezug zur Felslandschaft und die kontinuierliche Nutzung als Siedlungsraum.UNESCO-Eintrag als KulturstĂ€tte Der Schutz umfasst sowohl die SiedlungshĂ€nge der Sassi als auch den gegenĂŒberliegenden Hang mit zahlreichen Felskirchen und Einsiedeleien.

Im Park der rupesartigen Kirchen finden sich in den Fels geschlagene SakralrĂ€ume mit Malereien und einfachen Steinarchitekturen.Felskirchen und Einsiedeleien Die Kombination aus Felsenstadt und Felskirchenpark macht Matera zu einem Beispiel fĂŒr eine Siedlungsform, in der Wohnraum und Sakralarchitektur direkt im Naturstein angelegt wurden. Der UNESCO-Status unterstreicht den Wert dieser Stadtlandschaft und sichert ihre Einordnung als bedeutende historische und kulturelle StĂ€tte.

Sassi di Matera besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Sassi liegen am Rand der Altstadt von Matera in der Region Basilikata im SĂŒden von Italien und sind aus dem Stadtzentrum zu Fuß ĂŒber steile Gassen und Treppen erreichbar.
  • Die HĂ€nge der Sassi bestehen aus Kalkstein mit zahlreichen Stufen, schrĂ€gen Wegen und unregelmĂ€ĂŸigen PflasterflĂ€chen, was einen sicheren Tritt auf den oft stark geneigten Passagen erfordert.
  • Oberhalb der Schlucht liegen Aussichtspunkte, von denen der Blick auf die gegenĂŒberliegenden Felskirchen im Park der Gravina fĂ€llt, wĂ€hrend kleinere Wege von den Sassi hinab in Richtung Fluss fĂŒhren.
  • Amtssprache ist Italienisch, gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Sassi di Matera auf Social-Media-Plattformen

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Sassi di Matera: hÀufige Fragen

Wo liegen die Sassi di Matera?

Die Sassi di Matera liegen in der Stadt Matera in der Region Basilikata im SĂŒden von Italien und ziehen sich als historische Felsviertel ĂŒber die HĂ€nge oberhalb der Gravina-Schlucht.

Was bietet ein Besuch der Sassi di Matera?

Ein Besuch fĂŒhrt durch steile Gassen, Treppen und HöhensprĂŒnge zwischen Wohnhöhlen, Felskirchen und steinernen HĂ€usern, deren DĂ€cher und Terrassen als Wege und kleine PlĂ€tze dienen.

Was kennzeichnet die Sassi di Matera besonders?

Besonders kennzeichnend ist die Verbindung aus aus dem Fels gehauenen RĂ€umen, aufgesetzten GebĂ€uden und dem gegenĂŒberliegenden Park der Felskirchen, die gemeinsam als UNESCO-Welterbe geschĂŒtzt sind.

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