Schiefer Turm von Pisa, Torre di Pisa

Schiefer Turm von Pisa: Warum der Torre di Pisa weiter fällt – und doch stabil bleibt

07.06.2026 - 14:17:53 | ad-hoc-news.de

Der Schiefer Turm von Pisa, lokal Torre di Pisa, zieht in Pisa, Italien, jedes Jahr Millionen an. Wie schief ist er wirklich, wie sicher ist er – und was sollten Reisende aus Deutschland heute wissen?

Schiefer Turm von Pisa, Torre di Pisa, Pisa
Schiefer Turm von Pisa, Torre di Pisa, Pisa

Wer zum ersten Mal den Schiefen Turm von Pisa sieht, den „Torre di Pisa“ (auf Deutsch sinngemäß „Turm von Pisa“), erlebt oft einen kurzen Moment ungläubigen Staunens: Das weltberühmte Bauwerk scheint fast unwirklich schräg in den Himmel zu ragen – und steht doch seit Jahrhunderten erstaunlich stabil. Die blendend helle Marmorfläche, das mediterrane Licht der Toskana und das Stimmengewirr auf der Piazza dei Miracoli ergeben eine Szene, die viele Deutschlandreisende aus Schulbüchern kennen – und hier plötzlich leibhaftig vor sich sehen.

Schiefer Turm von Pisa: Das ikonische Wahrzeichen von Pisa

Der Schiefe Turm von Pisa ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Pisa in der italienischen Region Toskana. Er steht auf der monumentalen Piazza dei Miracoli, dem „Platz der Wunder“, an der Nordflanke des historischen Zentrums. Gemeinsam mit dem Dom Santa Maria Assunta, dem Baptisterium und dem Camposanto Monumentale bildet der Turm ein einzigartiges Ensemble mittelalterlicher Sakralarchitektur.

Für viele Reisende aus Deutschland ist der Torre di Pisa ein Symbol Italiens schlechthin – ähnlich ikonisch wie das Kolosseum in Rom oder der Markusdom in Venedig. Schon aus der Ferne erkennt man die helle Silhouette des Campanile, der sich deutlich sichtbar von der Ebene abhebt. Die Besonderheit: Seine Mittelachse ist deutlich aus dem Lot geneigt, was dem Bauwerk seinen weltweiten Ruf als „schiefster Turm der Welt“ eingebracht hat. Dieser Titel ist zwar nicht mehr wörtlich exakt, aber er beschreibt die Faszination des Monuments treffend.

Die Atmosphäre vor Ort ist eine Mischung aus Kontemplation und lebendigem Tourismus. Während im Dom Chorgesänge und Orgelmusik erklingen können, posieren draußen Besucher mit den berühmten „Halte-den-Turm“-Fotos. Zwischen den Säulenarkaden des Turms leuchtet der weiße Marmor, je nach Tageszeit warmgolden oder kühl und klar. Gerade für Fotografiebegeisterte aus der DACH-Region bietet der Platz zu jeder Tageszeit andere Lichtstimmungen.

Geschichte und Bedeutung von Torre di Pisa

Der Torre di Pisa wurde im 12. und 13. Jahrhundert als freistehender Glockenturm (Campanile) des Doms von Pisa errichtet. Pisa war zu dieser Zeit eine mächtige Seerepublik am Tyrrhenischen Meer, vergleichbar mit Genua, Venedig und Amalfi. Der Bau sollte den Reichtum und die Bedeutung der Stadt sichtbar machen – ein steinernes Prestigeprojekt für eine aufstrebende Handelsmacht.

Die Grundsteinlegung des Turms wird traditionell in die Mitte des 12. Jahrhunderts datiert. Schon bald nach der Errichtung der unteren Geschosse begann sich das Bauwerk zu neigen. Der Untergrund aus weichem, wasserreichem Schwemmland konnte das Gewicht des Turms nicht gleichmäßig tragen, sodass sich eine Seite stärker setzte als die andere. Diese Setzungen führten dazu, dass die Arbeiten mehrfach unterbrochen wurden und sich über fast zwei Jahrhunderte hinzogen.

In späteren Bauphasen versuchten Baumeister, den Neigungswinkel auszugleichen, indem sie einzelne Stockwerke leicht gegenläufig konstruierten. So entstand die heute charakteristische, leicht gebogene Linienführung, die man bei genauem Hinsehen erkennen kann. Der Turm wirkt dadurch nicht wie ein starr geneigter Zylinder, sondern wie ein Bauwerk, das sich im oberen Bereich sichtbar „zurückbiegt“.

Historisch betrachtet ist der Schiefe Turm von Pisa eng mit der Geschichte Pisas als See- und Handelsmacht verbunden. Die Piazza dei Miracoli markierte eine Art repräsentatives Zentrum, vergleichbar mit dem Domplatz einer deutschen Bischofsstadt. Das Ensemble dokumentiert die Blüte des romanischen Baustils in der Toskana und spiegelt den Reichtum, den Pisa mit Handel und Seefahrt erwirtschaftete.

Die internationale Bedeutung des Turms und des gesamten Platzes wurde im späten 20. Jahrhundert durch die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes hervorgehoben. Die UNESCO betont insbesondere die harmonische Verbindung von Dom, Baptisterium, Campanile und Friedhof, die zusammen ein außergewöhnliches Beispiel romanischer Kunst und Architektur des Mittelalters darstellen. Für deutsche Besucher ist der Vergleich mit bekannten romanischen Kirchenbauten wie dem Speyerer Dom hilfreich – allerdings in Pisa mit stärkerer mediterraner Prägung und charakteristischer Marmoroptik.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch gehört der Schiefe Turm von Pisa zur toskanischen Romanik, mit klaren Einflüssen der frühen Gotik. Der Turm besteht aus einer massiven, leicht eingetieften Basis, darüber folgen sechs offene Arkadengeschosse mit Säulen, die eine umlaufende Galerie bilden. Ganz oben sitzt ein kleiner Glockenraum mit offenen Bogenfenstern.

Der Turm erreicht eine Höhe von rund 56 m, abhängig davon, ob man die Höhe auf der, der oder gegen die Neigungsrichtung gegenüberliegenden Seite misst. Im Vergleich: Der Kölner Dom ist fast dreimal so hoch, doch der Torre di Pisa wirkt durch seine Neigung und seine freistehende Lage besonders präsent. Im Turminneren führt eine enge, spiralförmig verlaufende Treppe mit fast 300 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform. Besucher, die hinaufsteigen, spüren die Neigung körperlich: Der eigene Schwerpunkt verschiebt sich, und das Gehen fühlt sich auf bestimmten Abschnitten deutlich schräg an.

Besonders auffällig ist der verwendete Stein. Die Fassade besteht vorwiegend aus hellem Carrara-Marmor und anderen lokalen Marmorsorten, die dem Turm seine typische strahlende Oberfläche verleihen. Säulen, Kapitelle und Gesimse sind mit dekorativen Elementen geschmückt, darunter klassische romanische Ornamente wie Palmetten, Bögen und geometrische Muster. Trotz der Funktion als Glockenturm ist der Torre di Pisa somit auch ein fein ausgearbeitetes Kunstwerk.

Mehrere Architekten haben an dem Bauwerk mitgewirkt, namentlich werden in der Forschung häufig Bonanno Pisano und Diotisalvi erwähnt. Die genaue Zuschreibung einzelner Bauphasen bleibt in der Kunstgeschichte zum Teil umstritten, doch klar ist, dass die Baugeschichte des Turms stark von der Notwendigkeit bestimmt war, auf die Bodenproblematik zu reagieren. Ingenieurinnen und Ingenieure betrachten den Turm daher bis heute als ein frühes Beispiel für die Herausforderungen des Bauens auf problematischem Untergrund.

Ein zentrales Merkmal ist der Neigungswinkel. Über die Jahrhunderte nahm die Neigung kontinuierlich zu, bis Ende des 20. Jahrhunderts ein kritischer Zustand erreicht war. Zu diesem Zeitpunkt war die Turmspitze um mehrere Meter aus der Vertikalen verschoben. Internationale Expertengremien, darunter Bauingenieure, Geotechniker und Denkmalpfleger, entwickelten gemeinsam ein aufwendiges Sicherungsprogramm. In mehreren Etappen wurden Erdmaterialien unter der höheren Seite des Fundaments entnommen und speziell abgestützte Stahlseile eingesetzt, um den Turm kontrolliert etwas aufzurichten und zugleich zu stabilisieren.

Die zuständigen Behörden und wissenschaftlichen Kommissionen betonen seitdem, dass der Turm nach Abschluss dieser Maßnahmen strukturell stabil ist und überwacht wird. Der Neigungswinkel wurde bewusst nicht vollständig korrigiert, um das charakteristische Erscheinungsbild zu bewahren – der Turm sollte schief bleiben, aber sicher. In regelmäßigen Abständen wird der Zustand des Fundaments gemessen und analysiert. Für Besucher bedeutet das: Der Aufstieg ist nach heutigem Stand nur kontrolliert und limitiert möglich, und Sicherheitsaspekte haben bei der Zugangskontrolle eine hohe Priorität.

Als kulturelles Symbol hat der Schiefe Turm von Pisa zudem eine außergewöhnliche Stellung. Er ist in zahllosen Filmen, Werbekampagnen, Kinderbüchern und Kunstprojekten präsent, häufig als spielerische Metapher für „Schieflage“ oder für die Fähigkeit, trotz schwieriger Bedingungen zu bestehen. In deutschen Schulbüchern taucht der Turm oft im Kontext von Weltwundern der Architektur oder als Beispiel für statische Probleme in der Baukunst auf.

Schiefer Turm von Pisa besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Schiefe Turm von Pisa steht am nordwestlichen Rand der Altstadt von Pisa, etwa 1 km vom historischen Zentrum entfernt. Pisa verfügt über einen eigenen Flughafen, Pisa Aeroporto „Galileo Galilei“, der aus Deutschland in der Regel über Direkt- oder Umsteigeverbindungen erreichbar ist. Von deutschen Drehkreuzen wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf gibt es je nach Saison zeitweise Direktflüge in die Toskana; alternativ bieten sich Verbindungen über große italienische Flughäfen wie Rom oder Mailand an. Vom Flughafen Pisa aus gelangt man mit der Stadtbahn oder dem Bus in wenigen Minuten Richtung Zentrum und weiter mit dem Stadtbus oder zu Fuß zur Piazza dei Miracoli.
  • Anreise mit der Bahn
    Für Reisende aus Deutschland bietet sich auch die Anreise mit der Bahn an, etwa über Verbindungen der Deutschen Bahn und der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit Umstieg in Mailand, Florenz oder Bologna. Von Florenz nach Pisa verkehren regelmäßig Regionalzüge, die Fahrzeit liegt typischerweise bei rund 1 Stunde. Vom Hauptbahnhof Pisa (Pisa Centrale) ist der Turm in etwa 25 bis 30 Minuten zu Fuß zu erreichen; alternativ stehen Stadtbusse und Taxis zur Verfügung.
  • Anreise mit dem Auto
    Mit dem Auto ist Pisa aus Deutschland über das Autobahnnetz Italiens erreichbar, beispielsweise über die Schweiz (Gotthard-Route) oder Österreich (Brennerpass) und anschließend über Mailand, Parma und La Spezia. In Italien besteht auf vielen Autobahnabschnitten Mautpflicht. Rund um die Altstadt von Pisa gibt es Parkplätze und Parkhäuser, jedoch ist der unmittelbare Bereich um die Piazza dei Miracoli verkehrsberuhigt. Es empfiehlt sich, außerhalb zu parken und den restlichen Weg zu Fuß zurückzulegen.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die Öffnungszeiten des Schiefen Turms von Pisa variieren je nach Saison und Wochentag. In der Regel ist der Turm täglich geöffnet, mit verlängerten Zeiten in den Sommermonaten und reduzierten Zeiten im Winter. Da sich Öffnungszeiten ändern können, sollten Besucher aktuelle Angaben direkt bei der offiziellen Verwaltung des Turms oder bei der zuständigen Tourismusorganisation von Pisa prüfen, bevor sie die Reise antreten.
  • Eintritt und Ticketreservierung
    Der Aufstieg auf den Torre di Pisa ist kostenpflichtig und streng kontingentiert, um die Besucherzahlen auf der Treppe zu begrenzen. Tickets werden in festen Zeitfenstern vergeben, und es kann insbesondere in der Hauptsaison zu einer starken Nachfrage kommen. Es ist üblich, dass Online-Reservierungssysteme der offiziellen Betreiber oder autorisierter Partner genutzt werden, um die Tickets im Voraus zu buchen. Preise können je nach Saison und Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten (Dom, Baptisterium, Camposanto) variieren, weshalb aktuelle Angaben vor der Reise sorgfältig geprüft werden sollten. Zeitlose Empfehlung: Wer sicher auf den Turm möchte, sollte frühzeitig reservieren und ein Zeitfenster am Vormittag oder späten Nachmittag wählen.
  • Besuch ohne Aufstieg
    Auch ohne Aufstieg lohnt der Besuch des Schiefen Turms von Pisa. Der Blick auf den Turm von der Piazza dei Miracoli aus, im Zusammenspiel mit Dom und Baptisterium, gehört zu den eindrucksvollsten Stadtszenen Italiens. Die Wiese rund um den Platz ist ein beliebter Ort, um die Architektur in Ruhe zu betrachten, zu fotografieren und die besondere Stimmung aufzunehmen. Der Dom und das Baptisterium können unabhängig vom Aufstieg auf den Turm besucht werden, häufig mit eigenen oder kombinierten Tickets.
  • Beste Reisezeit
    Für Reisende aus der DACH-Region ist die beste Reisezeit in die Toskana oft das Frühjahr (April bis Juni) und der frühe Herbst (September, Oktober). In diesen Monaten ist das Klima meist angenehm, und die Stadt ist nicht so stark überlaufen wie in den Hauptferienzeiten des Hochsommers. In den Sommermonaten können die Temperaturen in Pisa deutlich über 30 °C steigen, während im Winter ein eher mildes, aber feuchteres Klima herrscht. Wer den Turm ohne große Menschenmengen erleben möchte, sollte früh am Morgen oder in den frühen Abendstunden kommen, wenn Tagesausflügler bereits abgereist sind.
  • Klima und Kleidung
    Pisa liegt in einer gemäßigten Mittelmeerzone. Leichte, luftige Kleidung ist im Sommer empfehlenswert, während im Winter eine leichte Jacke genügt. Für den Aufstieg auf den Turm sind bequeme Schuhe mit guter Sohle ratsam, da die Stufen teilweise abgenutzt und der Untergrund aufgrund der Neigung ungleichmäßig sein kann. In den Sakralbauten wie dem Dom wird eine respektvolle Kleidung mit bedeckten Schultern und nicht zu kurzen Hosen oder Röcken erwartet.
  • Sprache und Verständigung
    Die Landessprache ist Italienisch. In Pisa, insbesondere im touristischen Bereich rund um die Piazza dei Miracoli, wird häufig Englisch gesprochen, mitunter auch etwas Deutsch. Mit Englischkenntnissen kommt man in den meisten Hotels, Restaurants und bei touristischen Dienstleistungen gut zurecht. Ein paar grundlegende italienische Höflichkeitsfloskeln werden von Einheimischen geschätzt.
  • Zahlung und Trinkgeld
    In Italien ist die Zahlung mit internationalen Kreditkarten weit verbreitet, besonders in Hotels, Restaurants und bei Ticketkassen. In kleineren Geschäften und Cafés ist Bargeld weiterhin wichtig. Es empfiehlt sich, neben der Kreditkarte auch etwas Bargeld in Euro dabeizuhaben. Trinkgeld ist in Italien nicht so strikt geregelt wie in manchen anderen Ländern, wird aber als Anerkennung für guten Service gerne angenommen. In Restaurants sind 5 bis 10 % des Rechnungsbetrags üblich, sofern kein Servicezuschlag bereits in der Rechnung enthalten ist. Für kleine Dienstleistungen, etwa im Café oder bei der Gepäckhilfe, reicht meist ein aufgerundeter Betrag.
  • Einreisebestimmungen fĂĽr deutsche Reisende
    Italien gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger können mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Dennoch sollten Reisende vor Antritt der Reise die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, da sich Bestimmungen ändern können.
  • Gesundheit und Versicherung
    Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Italien in der Regel problemlos über die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. entsprechende nationale Regelungen abgedeckt. Dennoch empfiehlt sich eine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung, insbesondere um Rücktransportkosten oder privatärztliche Behandlungen abzudecken. Wer den Turm besteigen möchte, sollte körperlich ausreichend fit sein, da der Aufstieg über viele Stufen führt und die Neigung das Gleichgewicht beeinflussen kann.
  • Zeitverschiebung
    Italien liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone. Es besteht daher keine Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) oder Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Für Reisende bedeutet das eine unkomplizierte Planung ohne Anpassung von Uhrzeiten.
  • Fotografieren und Verhalten
    Die Piazza dei Miracoli ist ein Ort von hohem kulturellem und religiösem Wert. Fotografieren im Freien ist selbstverständlich erlaubt, allerdings sollten Reisende Rücksicht auf andere Besucher nehmen und Wege sowie Zugänge nicht blockieren. Für den Turmaufstieg gelten Sicherheitsvorschriften, etwa hinsichtlich der Mitnahme größerer Taschen. In Dom und Baptisterium können in Teilen Fotografierverbote oder -einschränkungen gelten; entsprechende Hinweisschilder sollten beachtet werden.
  • Barrierefreiheit
    Der Außenbereich der Piazza dei Miracoli ist grundsätzlich relativ gut zugänglich. Der Aufstieg im Schiefen Turm selbst ist jedoch aufgrund der engen, historischen Treppen nicht barrierefrei. Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität können alternative Besuchserlebnisse, etwa der Aufenthalt auf dem Platz oder der Besuch der anderen Monumente, im Vordergrund stehen.

Warum Torre di Pisa auf jede Pisa-Reise gehört

Der Torre di Pisa ist weit mehr als ein Fotomotiv. Wer hierher reist, erlebt einen Ort, an dem sich Geschichte, Ingenieurskunst und mediterraner Alltag auf engem Raum begegnen. Der Kontrast zwischen der scheinbaren Instabilität des Turms und seiner realen, sorgfältig überwachten Standfestigkeit verleiht dem Besuch eine besondere Spannung.

Für Städtereisende aus Deutschland bietet der Schiefe Turm von Pisa einen eindrucksvollen Einstieg in die Kultur der Toskana. Viele Reisende kombinieren Pisa mit Florenz, Lucca oder der Küste der Versilia. Der Besuch lässt sich flexibel in eine längere Italienreise integrieren oder als kurzer Stopp auf dem Weg in andere Regionen nutzen. Gerade auf der Fahrt in die Toskana ist Pisa oft erstes oder letztes großes Highlight.

Auf der Piazza dei Miracoli wird schnell deutlich, warum Kunsthistoriker und Architekten den Platz zu den bedeutendsten Ensembles Europas zählen. Der Blick vom Turm reicht über die roten Dächer Pisas bis hin zum Arno und in die toskanische Landschaft. Wer die Mühe des Aufstiegs nicht scheut, wird mit einer einzigartigen Perspektive belohnt, die im Gedächtnis bleibt.

Auch fĂĽr Familien mit Kindern ist der Schiefe Turm von Pisa ein ideales Ziel. Das Motiv ist vielen Kindern aus BĂĽchern und Medien bekannt, und die anschauliche Neigung des Turms bietet einen spielerischen Zugang zu Themen wie Statik und Architektur. In Verbindung mit einem Besuch im Dom und einem Spaziergang durch die Altstadt entsteht ein abwechslungsreicher Tag, der Bildung und Erlebnis verbindet.

Viele Reisende aus der DACH-Region schätzen zudem die gute Erreichbarkeit. Pisa ist gut an das europäische Verkehrsnetz angeschlossen, und die Kombination aus Stadtbesuch und toskanischer Landschaft macht die Reiseplanung unkompliziert. Wer einmal zum Turm gegangen ist, versteht schnell, warum er seit Generationen als Sinnbild italienischer Baukunst und als leicht ironisches Zeichen für menschliche Fehlplanung gilt – und doch als triumphales Beispiel dafür, wie man aus einem vermeintlichen Fehler ein weltberühmtes Wahrzeichen machen kann.

Schiefer Turm von Pisa in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien ist der Schiefe Turm von Pisa eines der meistfotografierten Wahrzeichen Europas. Reisende aus aller Welt teilen ihre Perspektiven – vom klassischen „Den-Turm-halten“-Motiv bis zu kreativen Langzeitbelichtungen bei Sonnenuntergang. Auch für Besucher aus Deutschland sind Instagram, TikTok und YouTube wichtige Inspirationsquellen für die Reiseplanung und für konkrete Tipps zu Fotospots, Tageszeiten und weniger bekannten Blickwinkeln rund um den Turm.

Häufige Fragen zu Schiefer Turm von Pisa

Wo genau befindet sich der Schiefe Turm von Pisa?

Der Schiefe Turm von Pisa steht auf der Piazza dei Miracoli im Norden der historischen Altstadt von Pisa in der italienischen Region Toskana. Der Platz liegt etwas außerhalb des dicht bebauten Zentrums und ist gut zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Taxi erreichbar.

Warum ist der Torre di Pisa schief?

Der Turm neigte sich bereits während der Bauzeit aufgrund des weichen, ungleich tragfähigen Untergrunds. Das Fundament des Turms ist relativ flach, und der Boden unter einer Seite des Bauwerks gab über die Jahre stärker nach. Spätere Baumeister versuchten, die Neigung baulich zu korrigieren, was zu der heute charakteristischen gebogenen Form führte. Moderne Sicherungsmaßnahmen sorgen dafür, dass der Turm trotz seiner Schieflage stabil bleibt.

Kann man den Schiefen Turm von Pisa besteigen?

Ja, der Aufstieg auf den Schiefen Turm von Pisa ist grundsätzlich möglich, allerdings nur mit gültigem Ticket und in zeitlich begrenzten Gruppen. Die Zahl der Besucher pro Zeitfenster ist limitiert, um die Belastung für das historische Bauwerk zu begrenzen. Wer den Turm besteigen möchte, sollte Tickets im Voraus reservieren, insbesondere in der Hauptreisezeit.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Pisa und den Schiefen Turm?

Für viele Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September, Oktober) ideal: Das Klima ist angenehm, und der Andrang ist meist geringer als im Hochsommer. Wer es ruhiger mag, sollte außerdem frühe Vormittagsstunden oder den späten Nachmittag für den Besuch wählen.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr den Besuch einplanen?

Für einen Besuch der Piazza dei Miracoli mit Blick auf den Schiefen Turm von Pisa, den Dom und das Baptisterium sollte man mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Wer zusätzlich den Turm besteigt und die Museen oder den Camposanto besucht, kann problemlos einen halben Tag oder länger an diesem Ort verbringen.

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