Shaolin-Kloster: Chinas legendÀrer Tempel der Mönche
20.05.2026 - 18:48:42 | ad-hoc-news.deNebel hĂ€ngt ĂŒber den bewaldeten HĂ€ngen des Songshan-Gebirges, als sich das Tor des Shaolin-Klosters öffnet. Im Hof des Shaolin Si (chinesisch ???, sinngemÀà âTempel im jungen Waldâ) treffen dumpfe TrommelschlĂ€ge auf das scharfe Ausatmen der Mönche â hier verschmelzen Meditation und Kampfkunst zu einem einzigartigen Ritual.
Shaolin-Kloster: Das ikonische Wahrzeichen von Dengfeng
Das Shaolin-Kloster in Dengfeng in der zentralchinesischen Provinz Henan gilt als eines der berĂŒhmtesten Klöster Asiens. Es wird weltweit als Ursprungsort des Chan-Buddhismus (in Japan: Zen) und als Wiege des Shaolin-Kung-Fu wahrgenommen. Die UNESCO fĂŒhrt das Areal seit 2010 als Teil der WelterbestĂ€tte âHistorische Monumente von Dengfeng im âZentrum des Himmels und der Erdeââ â ein starkes PrĂ€dikat fĂŒr die kulturelle Strahlkraft des Ortes, bestĂ€tigt unter anderem durch die UNESCO-Listen sowie durch die Deutsche UNESCO-Kommission.
FĂŒr Reisende aus Deutschland ist das Shaolin-Kloster lĂ€ngst mehr als ein Mythos aus Filmen und Dokumentationen. Es ist ein realer, sehr lebendiger Ort, an dem tĂ€glich hunderte, teils tausende Besucherinnen und Besucher durch Gebetshallen, Innenhöfe und das berĂŒhmte PagodenwĂ€ldchen streifen. Gleichzeitig bleibt die Anlage ein aktives buddhistisches Kloster mit Mönchen, Novizen und SchĂŒlern, die in KampfkĂŒnsten und Meditation unterrichtet werden. Dieser Kontrast aus touristischem Magnet und spirituellem RĂŒckzugsort macht Shaolin zu einem der eindrĂŒcklichsten Reiseziele Zentralchinas.
Die Umgebung von Dengfeng trĂ€gt zusĂ€tzlich zur besonderen AtmosphĂ€re bei: Mehrere Tempel, Observatorien und Felsinschriften belegen, dass diese Region seit ĂŒber 1.500 Jahren als âZentrum des Himmels und der Erdeâ verehrt wird. Der Songshan-Berg, an dessen Nordhang das Shaolin Si liegt, zĂ€hlt zu den fĂŒnf heiligen Bergen des Daoismus. Die chinesische Tourismusbehörde und die Deutsche Zentrale fĂŒr Tourismus heben in ihren Informationen hervor, dass sich in kaum einer anderen Region des Landes religiöse und philosophische Traditionen so stark konzentrieren.
Geschichte und Bedeutung von Shaolin Si
Die GrĂŒndung des Shaolin-Klosters datiert offiziellen chinesischen Quellen zufolge in das Jahr 495 n. Chr., wĂ€hrend der Nördlichen Wei-Dynastie. Der damalige Kaiser Xiaowen lieĂ fĂŒr den aus Indien stammenden Mönch Batuo einen Tempel am FuĂe des Songshan errichten. Sowohl auf der offiziellen Website der Kulturerbe-Verwaltung von Dengfeng als auch in BeitrĂ€gen von National Geographic Deutschland wird dieses GrĂŒndungsdatum genannt, das sich in der asiatischen Fachliteratur wiederfindet.
Seine besondere Stellung im Buddhismus erhielt Shaolin einige Jahrzehnte spĂ€ter durch den Mönch Bodhidharma (chinesisch: Damo). Er soll im 6. Jahrhundert aus Indien nach China gekommen sein und im nahen Höhlengebiet am Songshan meditiert haben. Kunsthistorische Darstellungen, etwa im Standardwerk der Encyclopaedia Britannica und in BeitrĂ€gen von GEO, betonen, dass Bodhidharma als BegrĂŒnder des Chan-Buddhismus gilt â einer kontemplativen Richtung, die direkte Erfahrung und Meditation ĂŒber Schriftenstudium stellt. Die Legenden, wonach Bodhidharma die körperlichen Ăbungen der Mönche entwickelte, um deren Gesundheit zu stĂ€rken, bilden die narrative Grundlage fĂŒr die Verbindung von Chan-Buddhismus und Kampfkunst.
Historisch belegbar ist, dass das Shaolin-Kloster bereits im 7. Jahrhundert militĂ€rische Bedeutung erlangte. Chinesische Chroniken und Zusammenfassungen durch die UNESCO verweisen darauf, dass Shaolin-Mönche militĂ€rische UnterstĂŒtzung zugunsten des spĂ€teren Tang-Kaisers Li Shimin leisteten. Als Dank erhielten sie Landrechte und Privilegien â ein fĂŒr ein Kloster auĂergewöhnlicher Status. In chinesischen Geschichtsdarstellungen wird dieser Moment oft als Beginn des Rufes der âkĂ€mpfenden Möncheâ von Shaolin beschrieben.
Ăber die Jahrhunderte erlebte Shaolin Si eine wechselvolle Geschichte: BlĂŒtezeiten mit kaiserlicher Förderung wechselten sich mit Zerstörungen und Wiederaufbauten ab. WĂ€hrend der Ming- und frĂŒhen Qing-Dynastie waren die Hallen reich ausgestattet, und das Kloster besaĂ weitlĂ€ufige LĂ€ndereien. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden viele der Bauten, die Besucher heute sehen, wie auch Fachberichte des chinesischen Kulturerbes und der UNESCO hervorheben. SpĂ€ter, insbesondere im 20. Jahrhundert, erlitt Shaolin SchĂ€den durch Kriege und politische UmbrĂŒche. WĂ€hrend der Kulturrevolution in den 1960er- und 1970er-Jahren wurden Klöster in ganz China verwĂŒstet â Experten der Deutschen Welle und der BBC schildern, dass auch Shaolin stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, wenngleich einige Kernstrukturen ĂŒberlebten.
Seit den 1980er-Jahren begann eine Phase intensiver Restaurierung und Neuinterpretation. Die chinesische Regierung, die Provinz Henan und lokale Behörden investierten in die Wiederherstellung der Anlage. Parallel entwickelte sich Shaolin zu einem weltweit bekannten Symbol chinesischer Kultur, befeuert durch Filme, TV-Produktionen und internationale Kampfsportshows. Medien wie ZDF und ARD haben in Dokumentationen wiederholt die Ambivalenz thematisiert: zwischen authentischer ReligionsausĂŒbung und touristischer Inszenierung, zwischen spiritueller Tradition und kommerzieller Marke âShaolinâ.
Mit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste 2010, im Verbund mit weiteren Monumenten von Dengfeng â darunter das Observatorium von Gaocheng und der Zhongyue-Tempel â wurde der historische und kulturelle Wert des Shaolin-Klosters noch einmal auf internationaler Ebene bestĂ€tigt. Die UNESCO begrĂŒndet dies unter anderem mit der langen, kontinuierlichen Tradition religiöser Praxis und dem Einfluss auf Philosophie, Kampfkunst und Medizin in Ostasien.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Wer heute das GelĂ€nde des Shaolin Si betritt, durchschreitet eine Abfolge von Toren, Höfen und Hallen, die sich entlang einer zentralen Achse bergwĂ€rts ziehen â ein typisches Schema traditioneller chinesischer Kloster- und Palastarchitektur, wie es auch in Fachpublikationen des ICOMOS (International Council on Monuments and Sites) beschrieben wird. Rote Mauern, grĂŒn glasierte Ziegel und dunkle Holzkonstruktionen mit reich verzierten DĂ€chern prĂ€gen das Bild, das Besucherinnen und Besucher aus Deutschland sofort an klassische Darstellungen chinesischer Tempel erinnert.
Das markanteste Zugangselement ist das âBergtorâ, ein mehrbogiges steinernes Torhaus mit Inschriften, das oftmals auf Fotos und in FernsehbeitrĂ€gen zu sehen ist. Dahinter folgt die Hauptachse mit Hallen wie der âHalle der Himmelskönigeâ und der âGroĂen Buddha-Halleâ, in der groĂformatige Statuen der Buddhas und Bodhisattvas aufgestellt sind. Kunsthistoriker betonen, etwa in BeitrĂ€gen von National Geographic und der chinesischen National Administration of Cultural Heritage, dass die Skulpturen vor allem stilistisch in die Ming- und Qing-Zeit datieren, also in die Epoche ab dem 14. Jahrhundert.
Besonders eindrucksvoll fĂŒr viele Besucher ist die sogenannte âPagodenwaldâ-Nekropole (chinesisch: Ta Lin). Etwas abseits der HauptgebĂ€ude gelegen, umfasst sie mehrere Dutzend, teils ĂŒber 200 kleine Steinpagoden, die als GrabmĂ€ler hochrangiger Mönche dienen. Die UNESCO und Reiseberichte groĂer Medien sprechen von einer der dichtesten Ansammlungen klösterlicher Grabpagoden in China. Die Pagoden variieren in Höhe und Form, sind oft reich mit Inschriften versehen und wurden ĂŒber viele Jahrhunderte hinweg errichtet. Verglichen mit europĂ€ischen Klöstern lĂ€sst sich der Pagodenwald grob mit einem Lapidarium oder einem klösterlichen Friedhof mit Grabkapellen vergleichen, allerdings im spezifisch chinesischen Formenkanon.
Ein weiteres architektonisches Detail, das hĂ€ufig in Fotoreportagen auftaucht, ist die âHalle der 1.000 Buddhasâ. Berichten von GEO und ARD zufolge wird hier an die Legende erinnert, dass Mönche in dieser Halle intensiv Kampfkunst trainierten und im Boden Vertiefungen hinterlieĂen â auf neueren Steinplatten werden diese Spuren heute zum Teil inszeniert. Auch wenn nicht alle Legenden historisch belegbar sind, zeigen sie, welchen Platz die Verbindung von Kampfkunst und SpiritualitĂ€t im kulturellen GedĂ€chtnis des Ortes einnimmt.
Das heutige Erscheinungsbild des Shaolin-Klosters ist das Ergebnis mehrerer Restaurierungsphasen im 20. und frĂŒhen 21. Jahrhundert. Experten von ICOMOS und der UNESCO betonen, dass bei der Aufnahme ins Welterbe sowohl die historische Substanz als auch der Umgang mit Rekonstruktionen bewertet wurden. FĂŒr Besucher bedeutet dies: Man bewegt sich in einer Mischung aus originaler Bausubstanz, traditionellen Rekonstruktionen nach historischen Vorbildern und neueren ErgĂ€nzungen, die auf moderne Besucherströme reagieren (z. B. Ticketzentren, VorfĂŒhrhallen).
Kulturell ist Shaolin nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein Knotenpunkt fĂŒr KampfkĂŒnste und traditionelle chinesische Medizin. In der Region existieren zahlreiche Kampfkunstschulen, von kleinen Einrichtungen bis zu groĂen Kampfsportschulen mit tausenden SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern. Berichte der Deutschen Welle und internationaler Agenturen wie Reuters schildern, dass die Dichte solcher Schulen in Dengfeng weltweit einzigartig ist. Viele dieser Einrichtungen zeigen öffentlich VorfĂŒhrungen von Shaolin-Kung-Fu mit akrobatischen SprĂŒngen, Waffentechniken und Bruchtests, die auch fĂŒr auslĂ€ndische Besucher leicht zugĂ€nglich sind.
Shaolin-Kloster besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Das Shaolin-Kloster liegt etwa 13 km sĂŒdwestlich des Stadtzentrums von Dengfeng in der Provinz Henan, Zentralchina. Der nĂ€chstgröĂere Verkehrsknoten ist Zhengzhou, die Provinzhauptstadt, rund 80 km entfernt. Internationale Anreiseempfehlungen von Tourismusbehörden und gĂ€ngigen ReisefĂŒhrern wie Marco Polo oder Lonely Planet (deutsche Ausgaben) sehen in der Regel folgende Route vor: Flug von Deutschland (z. B. Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin) nach Peking, Shanghai oder Guangzhou, anschlieĂend Inlandsflug oder Hochgeschwindigkeitszug nach Zhengzhou und weiter per Bus, Taxi oder organisiertem Transfer nach Dengfeng und Shaolin. Direkte FlĂŒge von Deutschland nach Zhengzhou sind eher unĂŒblich und variieren je nach Saison und Flugplan, daher empfiehlt sich eine Verbindung ĂŒber die groĂen chinesischen Drehkreuze. Die Fahrzeit mit dem Auto von Zhengzhou nach Shaolin betrĂ€gt je nach Verkehrslage rund 1,5 bis 2 Stunden. - Ăffnungszeiten
Die offiziellen Angaben der lokalen Tourismusbehörden nennen in der Regel tĂ€gliche Ăffnungszeiten tagsĂŒber, hĂ€ufig etwa vom Morgen bis in den spĂ€ten Nachmittag. Konkrete Uhrzeiten können sich je nach Saison, Wochentag und besonderen Veranstaltungen Ă€ndern. Deshalb sollten Besucherinnen und Besucher aktuell vor ihrer Reise die Angaben auf der offiziellen Website der Verwaltung des Shaolin-Klosters oder der Tourismusbehörde von Dengfeng prĂŒfen. Gerade rund um chinesische Feiertage wie das FrĂŒhlingsfest oder den Nationalfeiertag kann es zu geĂ€nderten Ăffnungszeiten und sehr hohem Besucherandrang kommen. - Eintritt
FĂŒr das Shaolin-Kloster wird ein Eintrittspreis erhoben, der in der Regel auch den Besuch des Pagodenwaldes und oft eine Kampfkunst-VorfĂŒhrung umfasst. Die genaue Höhe des Eintritts kann sich Ă€ndern und wird von lokalen Behörden festgelegt. Seriöse Reiseinformationen nennen einen Bereich im hohen zweistelligen Bereich in der LandeswĂ€hrung, daher ist es sinnvoll, mit einem mittleren zweistelligen Eurobetrag zu rechnen, um ausreichend Budget einzuplanen. Da Wechselkurse zwischen Euro und Renminbi (Yuan) schwanken, sollten Reisende tagesaktuelle Werte prĂŒfen. Exakte Preise sollten kurz vor der Reise direkt bei offiziellen Stellen oder zuverlĂ€ssigen Reiseveranstaltern abgefragt werden. - Beste Reisezeit
Die Provinz Henan hat gemĂ€Ăigt-kontinentales Klima mit heiĂen Sommern und kalten Wintern. Reiseempfehlungen von etablierten Anbietern und Medien wie der Deutschen Zentrale fĂŒr Tourismus und GEO legen nahe, besonders FrĂŒhling (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober) zu bevorzugen. In diesen Monaten sind Temperaturen meist moderat, und die WĂ€lder rund um den Songshan zeigen entweder frisches GrĂŒn oder herbstliche FĂ€rbung. Im Sommer kann es sehr heiĂ und feucht werden, die Höfe und Treppen sind dann anstrengender zu erklimmen. Im Winter wirkt das Kloster zwar atmosphĂ€risch, gerade bei Schnee, doch KĂ€lte und GlĂ€tte verlangen Vorbereitung. Wer Menschenmassen meiden möchte, sollte chinesische Ferienzeiten meiden und möglichst frĂŒh am Morgen oder spĂ€ter am Nachmittag kommen. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
Im lĂ€ndlichen China, zu dem die Region um Dengfeng trotz touristischer Infrastruktur zĂ€hlt, ist Englisch auĂerhalb touristischer Punkte weniger verbreitet als in Metropolen. An Kassen, Besucherzentren und in einigen Hotels finden sich jedoch zunehmend englische Beschilderungen. Deutsch wird nur ausnahmsweise gesprochen. Einfache SĂ€tze und Ortsangaben auf Chinesisch oder in Schriftform können hilfreich sein, ebenso Ăbersetzungs-Apps. Bezahlen lĂ€sst sich in China weitgehend bargeldlos mit lokalen Mobile-Payment-Systemen; internationale Kreditkarten werden in vielen Hotels und gröĂeren Restaurants akzeptiert, aber nicht ĂŒberall. Es ist ratsam, eine Kombination aus Kreditkarte und etwas Bargeld (Renminbi) mitzufĂŒhren. Trinkgeld ist in China traditionell unĂŒblich, hat sich aber in touristischen Bereichen teilweise etabliert, etwa fĂŒr Fahrer oder private ReisefĂŒhrer. In Tempeln selbst wird nicht getippt; Spenden können in dafĂŒr vorgesehenen OpferkĂ€sten gegeben werden. - Kleiderordnung und Fotografieren
Das Shaolin-Kloster ist ein aktiver religiöser Ort. Kleidung sollte respektvoll sein: Schultern und Knie bedecken, keine Strandkleidung, keine offensiv bedruckten T-Shirts. In manchen GebetsrĂ€umen kann das Fotografieren eingeschrĂ€nkt oder untersagt sein, entsprechende Hinweisschilder sind zu beachten. Generell sollten Mönche und GlĂ€ubige nicht aufdringlich aus nĂ€chster NĂ€he fotografiert werden. KampfsportvorfĂŒhrungen sind in der Regel explizit zum Anschauen und Filmen fĂŒr Besucher gedacht; hier gelten meist groĂzĂŒgigere Regeln, dennoch sind Hinweise des Personals zu beachten. - Zeitzone und Einreise
China hat eine einheitliche Zeitzone, die sogenannte China Standard Time (CST), die der MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) in der Regel um 7 Stunden vorauseilt, wĂ€hrend der mitteleuropĂ€ischen Sommerzeit (MESZ) um 6 Stunden. Bei einer Reise aus Deutschland nach Dengfeng ist also mit spĂŒrbarem Jetlag zu rechnen. FĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger gelten bei Einreise nach China Visumspflichten und weitere Vorgaben, die sich Ă€ndern können. Daher sollten Reisende vor der Planung die aktuellen Hinweise des AuswĂ€rtigen Amts (auswaertiges-amt.de) sowie die Informationen der chinesischen Botschaft oder der zustĂ€ndigen Konsulate sorgfĂ€ltig prĂŒfen. Auch Hinweise zu Gesundheitsschutz, Impfempfehlungen und zu eventuell erforderlichen Auslandskrankenversicherungen sollte man beachten.
Warum Shaolin Si auf jede Dengfeng-Reise gehört
FĂŒr viele Reisende aus Deutschland ist der Besuch des Shaolin-Klosters eine Art âlebendige Geschichtsstundeâ, in der jahrhundertealte Legenden plötzlich sehr greifbar werden. Die ARD hat in Reportagen betont, wie stark die AtmosphĂ€re der Innenhöfe und Gebetshallen wirkt, wenn der Klang der Holztrommeln mit dem rhythmischen Rezitieren der Mönche verschmilzt. Dazu kommt die Szenerie des Songshan-Gebirges: dichte WĂ€lder, steile FelswĂ€nde, gelegentlich Nebel â eine Landschaft, die in zahlreichen chinesischen Tuschezeichnungen und Filmen als Idealbild spiritueller RĂŒckzugsorte dient.
Wer sich Zeit nimmt, entdeckt jenseits der obligatorischen Kung-Fu-VorfĂŒhrung Ruheorte: kleine Nebenhöfe, in denen Mönche Teewasser holen, oder SeitengĂ€nge mit verblassten Wandmalereien. Die UNESCO und Kulturzeitschriften wie âMerian Chinaâ weisen darauf hin, dass Shaolin nicht nur aus der Hauptachse der Hallen besteht. Gerade das PagodenwĂ€ldchen, abgelegene MeditationsplĂ€tze und der Blick zurĂŒck ins Tal vermitteln eindrĂŒcklich, warum dieser Ort als Schnittpunkt von Himmel, Erde und menschlicher Praxis gilt.
In der nĂ€heren Umgebung von Dengfeng finden sich weitere herausragende SehenswĂŒrdigkeiten, die eine Reise abrunden. Dazu gehören der Zhongyue-Tempel, einer der gröĂten daoistischen Tempel Chinas, und das alte Observatorium von Gaocheng, das astronomische Messinstrumente aus der Yuan- und Ming-Zeit beherbergt. Reiseexperten empfehlen oft, mindestens zwei Tage vor Ort einzuplanen, um Shaolin und diese weiteren UNESCO-Elemente zu erkunden. Aus deutscher Perspektive lĂ€sst sich eine Reise nach Dengfeng gut mit Besuchen in Luoyang (berĂŒhmt fĂŒr die Longmen-Grotten) oder in der historischen Stadt Kaifeng kombinieren â beides mit dem Zug von Zhengzhou aus erreichbar.
In emotionaler Hinsicht lösen die Kontraste des Shaolin Si besondere EindrĂŒcke aus: Auf der einen Seite moderne Besucherzentren und Gruppenreisen mit lautstarken Lautsprechern â auf der anderen Seite jahrhundertealte Buddhas, Rauchschwaden aus RĂ€ucherstĂ€bchen und Mönche, die in einfachen Roben ihren Tagesablauf folgen. Der Besuch regt nicht nur zum Fotografieren, sondern oft auch zum Nachdenken ĂŒber Disziplin, Körperbewusstsein und SpiritualitĂ€t an. Vielen GĂ€sten aus Europa fĂ€llt auf, wie selbstverstĂ€ndlich körperliches Training und meditative Praxis in Shaolin zusammengehören â ein Ansatz, der in westlichen Gesellschaften erst seit einigen Jahrzehnten wieder an PopularitĂ€t gewinnt.
Wer sich fĂŒr Kampfkunst interessiert, findet in Dengfeng eine FĂŒlle von Angeboten, vom kurzen EinfĂŒhrungskurs bis zu lĂ€ngeren Trainingsaufenthalten in örtlichen Schulen. Medienberichte, unter anderem von Reuters, zeigen aber auch, dass die QualitĂ€t dieser Angebote stark variiert. Es lohnt sich, seriöse Schulen mit erfahrener Leitung zu bevorzugen und sich nicht allein von spektakulĂ€ren Plakaten leiten zu lassen. FĂŒr kulturell interessierte Reisende ohne Ambitionen auf intensives Training reicht es meist, eine VorfĂŒhrung zu besuchen und sich in den Hallen des Klosters und im Pagodenwald auf die historische Dimension der Shaolin-Tradition einzulassen.
Shaolin-Kloster in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
Die PrĂ€senz des Shaolin-Klosters in sozialen Medien ist ein Spiegel seiner globalen Bekanntheit: Reisevideos, Trainingsszenen und stimmungsvolle Bilder aus dem Pagodenwald erreichen Millionenaufrufe und prĂ€gen das Bild von Shaolin in der digitalen Ăffentlichkeit.
Shaolin-Kloster â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HĂ€ufige Fragen zu Shaolin-Kloster
Wo liegt das Shaolin-Kloster genau?
Das Shaolin-Kloster befindet sich bei Dengfeng in der zentralchinesischen Provinz Henan, am Nordhang des heiligen Songshan-Gebirges. Die nĂ€chstgröĂere Stadt mit Bahn- und Flugverbindungen ist Zhengzhou, rund 80 km entfernt.
Wie alt ist Shaolin Si und warum ist es so berĂŒhmt?
Shaolin Si wurde im Jahr 495 n. Chr. gegrĂŒndet und blickt damit auf ĂŒber 1.500 Jahre Geschichte zurĂŒck. BerĂŒhmt ist es, weil es traditionell als Wiege des Chan-Buddhismus und des Shaolin-Kung-Fu gilt und durch Filme, Dokumentationen und internationale Kampfsportshows weltweite Bekanntheit erlangt hat.
Kann man als Tourist eine Kung-Fu-VorfĂŒhrung im Shaolin-Kloster sehen?
In der Regel werden fĂŒr Besucherinnen und Besucher regelmĂ€Ăig VorfĂŒhrungen von Shaolin-Kung-Fu angeboten, hĂ€ufig in eigens dafĂŒr vorgesehenen Hallen in der NĂ€he des Klosters. Diese PrĂ€sentationen zeigen klassische Formen, Waffentechniken und akrobatische Elemente. Der Zugang ist meist im Eintritt oder in kombinierten Tickets enthalten; genaue ModalitĂ€ten können sich Ă€ndern und sollten vor Ort geprĂŒft werden.
Wie erreicht man das Shaolin-Kloster am besten von Deutschland aus?
Von Deutschland aus fĂŒhrt der Weg meist ĂŒber einen Langstreckenflug nach Peking, Shanghai oder eine andere groĂe chinesische Metropole. Von dort geht es mit Inlandsflug oder Hochgeschwindigkeitszug nach Zhengzhou. AnschlieĂend fahren Busse, Taxis oder organisierte Transfers nach Dengfeng und weiter zum Shaolin-Kloster. Die gesamte Reisezeit liegt je nach Verbindung bei gut einem Tag.
Welche Jahreszeit eignet sich am besten fĂŒr einen Besuch?
Am angenehmsten sind in der Regel FrĂŒhling (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober), wenn die Temperaturen moderat sind und die Natur rund um den Songshan besonders eindrucksvoll wirkt. Im Sommer kann es sehr heiĂ und schwĂŒl werden, im Winter kalt und teils verschneit. Wer groĂe Menschenmengen vermeiden will, sollte chinesische Ferien und Feiertage meiden.
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