Shwezigon-Pagode, Bagan

Shwezigon-Pagode in Bagan: Goldenes Herz Myanmars entdecken

20.05.2026 - 15:11:54 | ad-hoc-news.de

Die Shwezigon-Pagode (Shwezigon Pagoda) bei Bagan in Myanmar gilt als Prototyp des birmanischen Stupas. Warum ihr goldener Glanz selbst erfahrene Asien-Reisende aus Deutschland in Staunen versetzt.

Shwezigon-Pagode, Bagan, Reise
Shwezigon-Pagode, Bagan, Reise

Wenn sich in Bagan kurz vor Sonnenuntergang der Himmel rosa färbt und die Shwezigon-Pagode – lokal Shwezigon Pagoda genannt – wie eine flüssige Goldflamme aus dem trockenen Staub der Ebene aufsteigt, wird deutlich, warum dieser Tempel seit Jahrhunderten Pilger und Reisende zugleich fesselt. Das leise Klirren von Gebetsglocken, der Duft von Sandelholz und die spiegelnde Haut des vergoldeten Stupas schaffen eine Atmosphäre, die weit über ein bloßes „Sightseeing“ hinausgeht.

Shwezigon-Pagode: Das ikonische Wahrzeichen von Bagan

Die Shwezigon-Pagode liegt nördlich des eigentlichen Tempelfeldes von Alt-Bagan im Ort Nyaung U und gilt als eine der wichtigsten buddhistischen Kultstätten Myanmars. Internationale und deutsche Reiseführer wie das „ADAC Reisemagazin“ und „GEO Saison“ bezeichnen sie übereinstimmend als Prototyp des birmanischen Stupas, weil viele spätere Pagoden des Landes ihre Form, Proportionen und Dekorelemente von diesem Bau ableiten.

Die Anlage ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern vor allem ein lebendiger Wallfahrtsort der Theravada-Buddhisten. Die UNESCO hebt in ihren Materialien zu Bagan hervor, dass die Shwezigon-Pagode als einer der frühesten großen Sandstein- und Ziegelbauten des Königreichs eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der religiösen Architektur in Myanmar spielte. Gerade für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland eröffnet sich hier ein selten direkter Einblick in eine buddhistische Alltagsfrömmigkeit, die über mehr als 900 Jahre ununterbrochen gepflegt wurde.

Wer von Tempel zu Tempel durch die Weite der Bagan-Ebene zieht, erlebt die Shwezigon-Pagode als eine Art ruhenden Pol: Die monumentale, harmonisch proportionierte Hauptstupa, umgeben von kleineren Schreinen, Hallen und vergoldeten Zedi, wirkt im Vergleich zu den ruinenhaften Ziegeltempeln der Umgebung erstaunlich geschlossen und intakt. In der Wahrnehmung vieler Reisender, so betonen Reportagen von „Der Spiegel“ und „Süddeutsche Zeitung“, ist sie „das goldene Herz von Bagan“ – und damit ein Fixpunkt jeder Reise in diese Region.

Geschichte und Bedeutung von Shwezigon Pagoda

Historisch wird die Shwezigon-Pagode meist mit der Herrschaft zweier Könige des frühen Pagan-Reichs verbunden: Anawrahta (regierte im 11. Jahrhundert) und Kyansittha (spätes 11. bis frühes 12. Jahrhundert). Nach übereinstimmenden Angaben der offiziellen Tourismusorganisation Myanmars und der UNESCO entstand der Kernbau der Pagode im 11. Jahrhundert, während wesentliche Vollendungen und Ausgestaltungen bis in das frühe 12. Jahrhundert hineinreichten. Damit ist die Anlage deutlich älter als viele berühmte Bauwerke Europas – ihre Fertigstellung liegt grob 700 Jahre vor dem Bau des Brandenburger Tors.

Der Name „Shwezigon“ wird häufig sinngemäß mit „Goldene Pagode vom Siegspodium“ übersetzt; verschiedene burmesische Quellen deuten ihn als Verweis auf die erhöhte, sandige Terrasse, auf der die Stupa errichtet wurde. Laut offiziellen Publikationen des Department of Archaeology and National Museum in Myanmar wurde der Platz vermutlich bewusst so gewählt, dass die Pagode eine weithin sichtbare Landmarke entlang des Irrawaddy-Flusses bildet – einem wichtigen Handels- und Pilgerweg des damaligen Pagan-Reichs.

Religiös wird Shwezigon Pagoda in der lokalen Tradition mit wichtigen Reliquien Buddhas in Verbindung gebracht, etwa angeblichen Zahn- und Stirnreliquien. Diese Zuschreibungen lassen sich historisch nicht im modernen Sinn verifizieren, sie erklären aber, warum der Ort bis heute eine so starke Anziehungskraft auf Pilgerinnen und Pilger aus ganz Myanmar hat. Zeitgenössische Beobachter, darunter die Deutsche Welle in ihren Reiseberichten, betonen, dass die Shwezigon-Pagode zu den meistbesuchten buddhistischen Heiligtümern des Landes zählt und an Feiertagen von einem stetigen Strom weißgekleideter Gläubiger erfüllt ist.

Für das Pagan-Reich spielte der Bau eine doppelte Rolle: Einerseits diente die Pagode als religiöses Zentrum und Ort königlicher Verdienste, andererseits manifestierte sie den Übergang vom Hinduismus, der in der Region zuvor verbreitet war, zu einer konsequenten Theravada-Buddhismus-Tradition. Historikerinnen und Historiker, etwa in Beiträgen der „Encyclopaedia Britannica“ und der „New Encyclopaedia of Buddhism“, sehen in der Shwezigon-Pagode einen Schlüsselstein für das Selbstverständnis der Bagan-Dynastie als „Beschützer des Buddhismus“.

Über die Jahrhunderte hinweg wurde die Shwezigon Pagoda mehrfach restauriert und ergänzt. Erdbeben, die laut Berichten internationaler Nachrichtenagenturen wie Reuters und AFP regelmäßig die Region Bagan treffen, haben zwar Schäden hinterlassen, doch die Pagode wurde durch lokale Mönchsgemeinschaften, gläubige Spender und den Staat immer wieder instandgesetzt. Die heutige Form ist daher Ergebnis einer langen Kontinuität von Pflege und Erneuerung, die für viele Besucherinnen und Besucher geradezu symbolisch für die Widerstandskraft der buddhistischen Tradition in Myanmar steht.

Als die UNESCO im Jahr 2019 große Teile der Bagan-Ebene als Weltkulturerbe anerkannte, wurde die Shwezigon-Pagode in offiziellen Dokumenten als eine der Schlüsselstrukturen genannt, die den außergewöhnlichen universellen Wert des Gebietes begründen. Dabei wird vor allem ihr Einfluss auf spätere Pagoden und ihre Rolle im religiösen Leben betont – Aspekte, die auch für kulturhistorisch interessierte Reisende aus Deutschland besonders spannend sind.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Shwezigon-Pagode ein klassischer Stupa, dessen Form nach Einschätzung von Fachleuten der UNESCO und des International Council on Monuments and Sites (ICOMOS) zum kanonischen Vorbild für birmanische Pagoden wurde. Der massive, glockenförmige Kern erhebt sich auf mehreren quadratischen Terrassen, die nach oben hin kleiner werden. Jede Ebene ist mit kunstvoll verzierten Balustraden, kleineren Schreinen und stehenden Buddhafiguren geschmückt.

Die gesamte Struktur ist mit Blattgold belegt, das von gläubigen Spenderinnen und Spendern über Generationen hinweg gestiftet wurde. Medienberichte, etwa von BBC und „National Geographic“, schildern, wie das Gold immer wieder erneuert wird: Spenderfamilien finanzieren die aufwendige Restaurierung, bei der alte Goldschichten abgenommen, gereinigt oder ersetzt und neue Blätter aufgetragen werden. Dadurch wirkt der Stupa in der tropischen Sonne fast unwirklich glänzend – ein Effekt, der besonders bei tiefstehender Sonne eindrucksvoll sichtbar wird.

Rund um den Stupa erstreckt sich ein rechteckiger Hof, der von gedeckten Wandelhallen und kleineren Schreinen eingefasst ist. Viele dieser Hallen beherbergen Buddha-Statuen, steinerne Wächterfiguren und Steinplatten mit Inschriften in der birmanischen und der alten Mon-Schrift. Epigraphiker, auf die sich unter anderem Beiträge in Fachpublikationen der „Journal of Burma Studies“ beziehen, heben hervor, dass diese Inschriften wichtige Hinweise auf die religiöse Politik der Könige Anawrahta und Kyansittha liefern.

Ein besonderes Detail, das in vielen Reiseberichten hervorgehoben wird, sind die kunstvoll gestalteten Eckpavillons und zierlichen Zedi (kleine, spitze Stupas), die den Hauptbau umgeben. Zusammen erzeugen sie ein vielschichtiges Raumgefühl, das sich beim Umrunden des Stupas stetig verändert. Während die zentrale Stupa monumental und fast schwer wirkt, schaffen die kleineren Elemente eine Art „Goldwald“ aus schlanken, spitzen Formen – ein starkes visuelles Erlebnis auch für Besucherinnen und Besucher ohne vertieftes Architekturwissen.

Kunsthistorisch wichtig sind zudem die Reliefs und Bildtafeln, die Szenen aus dem Leben Buddhas und den Jataka-Erzählungen – Legenden über frühere Existenzen Buddhas – zeigen. Auch wenn einige dieser Darstellungen durch Witterung und Restaurierungen gelitten haben, lassen sich noch viele Details erkennen: Figuren in typischer Königs- und Mönchskleidung, stilisierte Bäume, Tiere und mythologische Wesen. Fachautoren, etwa im „Handbuch der südostasiatischen Kunst“ und in Beiträgen der „Asia Society“, verweisen darauf, dass diese Bildprogramme nicht nur religiöse Lehrtexte illustrieren, sondern zugleich Einblicke in Kleidung, Ritual und Hofleben des frühen Bagan-Reiches geben.

Die Anlage besticht zudem durch ihre akustische und atmosphärische Gestaltung. Kleine Bronzeglocken hängen an den Ecken von Dächern und Zedi; sie erklingen, wenn der Wind durch die Anlage streicht. In Kombination mit dem murmelnden Sprechgesang der Mönche und den Schritten barfüßiger Besucher entsteht ein Klangteppich, der gerade europäische Gäste oft stark berührt. Reisejournalisten von „NZZ“ und „Der Standard“ beschreiben übereinstimmend, dass die Shwezigon-Pagode trotz vieler Besucher einen erstaunlich kontemplativen Charakter bewahrt.

Ein weiterer, praktischer Aspekt der Architektur ist die Gestaltung der Zugangswege. Überdachte Gänge führen von den Eingängen hin zum inneren Hof – ein funktionales Detail, das Gläubige und Besucher vor Sonne und Regen schützt. Diese überdachten Zugänge sind oft gesäumt von kleinen Verkaufsständen, an denen lokale Händler Opfergaben wie Blumen, Räucherstäbchen und Blattgold, aber auch einfache Souvenirs anbieten. Dieser Übergangsraum zwischen Alltag und Heiligtum ist Teil des Gesamterlebnisses und vermittelt gerade Reisenden aus Deutschland unmittelbar, wie tief verankert die Pagode im Alltagsleben der Menschen ist.

Shwezigon-Pagode besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Shwezigon-Pagode befindet sich in Nyaung U, unmittelbar nördlich der historischen Tempelzone von Bagan, im Zentrum Myanmars. Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel zunächst über internationale Drehkreuze in Asien, etwa Bangkok, Singapur oder Kuala Lumpur. Von dort bestehen Verbindungen in größere Städte Myanmars wie Yangon oder Mandalay. Von Yangon und Mandalay aus wird die Region Bagan – je nach politischer Lage und Infrastruktur – über Inlandsflüge, Flussboote oder Straßenverbindungen angebunden. Angaben zu konkreten Flugzeiten und Routings können sich ändern; daher sollten aktuelle Verbindungen bei Fluggesellschaften oder Reisebüros geprüft werden.
  • Ă–ffnungszeiten
    Nach übereinstimmenden Angaben der offiziellen Tourismusbehörden Myanmars und gängiger Reiseführer ist die Shwezigon-Pagode grundsätzlich täglich zugänglich, oft von den frühen Morgenstunden bis in den Abend hinein. Da sich Öffnungszeiten aufgrund religiöser Feste, politischer Entwicklungen oder baulicher Maßnahmen ändern können, empfiehlt es sich, kurz vor dem Besuch aktuelle Informationen bei lokalen Ansprechpartnern, Hotels oder direkt bei der Verwaltung der Shwezigon-Pagode einzuholen. Hinweis: Öffnungszeiten können variieren – direkt bei Shwezigon-Pagode oder lokalen Behörden prüfen.
  • Eintritt
    Für den Zugang zur Tempelregion von Bagan wurde in der Vergangenheit eine Art Besuchergebühr bzw. Kulturpass erhoben, die auch den Besuch der Shwezigon Pagoda einschließen konnte. Die konkrete Höhe dieser Gebühr und die Modalitäten ihrer Erhebung haben sich im Laufe der Jahre verändert und können auch von der politischen und wirtschaftlichen Lage abhängen. Seriöse Reiseführer und die Deutsche Zentrale für Tourismus weisen darauf hin, dass Gäste sich vor Reiseantritt über aktuelle Regelungen informieren sollten. Generell sind religiöse Spenden und kleine Beiträge für den Tempelerhalt üblich; sie werden häufig in bar entrichtet.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in Bagan ist tropisch, mit einer ausgeprägten Trockenzeit und einer Regenzeit. Für einen Besuch der Shwezigon-Pagode empfehlen Reisehandbücher wie jene von Marco Polo und Lonely Planet übereinstimmend die Monate etwa von November bis Februar als besonders angenehm: Dann sind die Temperaturen meist etwas milder als im heißen März oder April, und die Luftfeuchtigkeit ist vergleichsweise niedrig. Gerade in den Mittagsstunden kann es dennoch sehr heiß werden, sodass Besuche in den frühen Morgenstunden oder gegen späten Nachmittag deutlich angenehmer sind. Diese Tageszeiten bieten zusätzlich das schönste Licht für Fotografien.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    Die Amtssprache in Myanmar ist Birmanisch. In touristisch geprägten Regionen wie Bagan wird in Hotels, Gästehäusern und bei vielen Reiseagenturen häufig Englisch gesprochen, allerdings nicht immer fließend. Deutsch wird kaum verstanden, weshalb Englischkenntnisse für Reisende aus Deutschland sehr hilfreich sind. Bei der Bezahlung dominiert nach wie vor Bargeld. Zwar haben sich laut Berichten der Deutschen Welle und von Reiseanbietern in größeren Städten und teureren Hotels Kreditkarten und digitale Bezahldienste etwas verbreitet, in Tempelanlagen und bei kleineren Geschäften in Nyaung U und Bagan ist Bargeld jedoch weiterhin Standard. Es empfiehlt sich, ausreichend lokale Währung (Kyat) mitzuführen und größere Scheine bei Banken oder offiziellen Wechselstuben zu tauschen. Trinkgeld wird in Myanmar geschätzt, ist aber weniger streng formalisiert als in manchen westlichen Ländern. Kleine Beträge für Guides, Fahrer oder Hotelpersonal werden gern angenommen; bei Tempelbesuchen sind Spenden in den dafür vorgesehenen Boxen üblich.
  • Kleiderordnung und Fotografieregeln
    Als aktive buddhistische Kultstätte verlangt die Shwezigon-Pagode respektvolle Kleidung. Nach übereinstimmender Empfehlung von Auswärtigem Amt und seriösen Reiseverlagen sollten Schultern und Knie bedeckt sein – für Männer ebenso wie für Frauen. Kurze Hosen, ärmellose Tops oder tief ausgeschnittene Kleidung sind unangemessen. Wie in den meisten Pagoden Myanmars gilt eine strikte Barfußpflicht: Schuhe und Socken werden vor Betreten der Tempelplattform ausgezogen. Empfehlenswert sind leicht abwaschbare Sandalen, die sich schnell an- und ausziehen lassen. Fotografieren ist im Außenbereich in der Regel erlaubt, jedoch sollten Hinweisschilder respektiert und Gläubige nicht aufdringlich oder während des Gebets frontal abgelichtet werden. In einzelnen Innenräumen können zusätzliche Regeln gelten, die vor Ort kenntlich gemacht sind.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Myanmar befindet sich politisch seit Jahren in einer angespannten Lage, was Auswirkungen auf Reisen haben kann. Das Auswärtige Amt in Berlin veröffentlicht laufend aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise zu Myanmar, die unbedingt vor einer Reiseplanung konsultiert werden sollten (auswaertiges-amt.de). Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisebestimmungen, Visaregelungen und mögliche Beschränkungen für Reisen in bestimmte Regionen prüfen. Innerhalb Südostasiens wird für Myanmar in vielen Fällen ein Visum benötigt, das vorab oder – je nach aktueller Regelung – teils elektronisch beantragt werden kann. Da sich diese Bedingungen ändern können, ist eine stets aktuelle Information unerlässlich.
  • Zeitzone und Gesundheit
    Myanmar liegt in der Zeitzone Myanmar Standard Time (MMT), die gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um 4,5 Stunden voraus ist; gegenüber der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Unterschied 3,5 Stunden. Für den Körper bedeutet dies eine moderate Zeitumstellung, die jedoch bei kürzeren Reisen trotzdem spürbar sein kann. Für gesundheitliche Fragen empfehlen das Auswärtige Amt und das Centrum für Reisemedizin, sich vorab ärztlich beraten zu lassen – insbesondere zu Standardimpfungen, eventuellen Empfehlungen für Tropenimpfungen sowie zu Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche. Eine weltweite Auslandskrankenversicherung ist dringend anzuraten, da die medizinische Versorgung in Myanmar außerhalb weniger großer Städte begrenzt sein kann.

Warum Shwezigon Pagoda auf jede Bagan-Reise gehört

Wer nach Bagan reist, sucht meist die berühmte, scheinbar endlose Ebene aus Hunderten, ja Tausenden Tempeln und Pagoden. In dieser Fülle hebt sich die Shwezigon-Pagode als ein Ort heraus, an dem Geschichte, Religion und Alltagsleben auf besondere Weise zusammenkommen. Während viele Tempel in Bagan heute eher museal und teilweise verlassen wirken, ist die Shwezigon Pagoda lebendige Kultstätte – hier lassen sich Prozessionen, Gebete und Opferhandlungen aus nächster Nähe beobachten.

Reiseautorinnen und -autoren betonen in Berichten in „GEO“ und „Merian“, dass die Shwezigon-Pagode ein idealer Einstieg in die religiöse Welt Myanmars ist. Sie vermittelt ein Grundverständnis für Form und Symbolik des birmanischen Stupas, das sich beim Besuch anderer Pagoden – etwa der Ananda- oder der Dhammayangyi-Pagode – vertiefen lässt. Wer früh am Morgen kommt, erlebt oft Mönchskinder, die in Reihen ihre Almosenschalen tragen, während ältere Gläubige Räucherstäbchen entzünden und Murmelversen rezitieren. Diese Szenerien machen deutlich, dass die Pagode nicht nur ein historisches Monument, sondern ein gelebter Ort ist.

Für Reisende aus Deutschland kann der Aufenthalt an der Shwezigon-Pagode auch ein Moment des Innehaltens sein. Die Kontemplation vor der goldenen Stupa, die Teilnahme an einfachen Ritualen, etwa dem Umrunden des Stupas im Uhrzeigersinn oder dem Anzünden einer Kerze, schafft eine Verbindung, die kulturelle Unterschiede überbrücken hilft. Viele Besucher beschreiben – etwa in Interviews mit öffentlich-rechtlichen Sendern wie ARD und ZDF – ein Gefühl von Ruhe und Konzentration, das im Kontrast zu den oft hektischen Anreisewegen steht.

Praktisch bietet die Umgebung der Shwezigon Pagoda zugleich die Möglichkeit, lokale Küche und Handwerk kennenzulernen. In den Straßen von Nyaung U finden sich kleine Garküchen, Teestuben und Märkte, auf denen Birmaninnen und Birmanen traditionelle Snacks, Obst, Gewürze und Kunsthandwerk anbieten. Damit eignet sich der Besuch der Pagode gut, um ihn mit einem Spaziergang durch das Viertel zu verbinden – ein Kontrastprogramm zu den eher abgeschiedenen Tempelfeldern in der Ebene von Bagan.

Wer sich für Fotografie interessiert, findet rund um die Shwezigon-Pagode zahlreiche Motive: das glänzende Gold vor tiefblauem Himmel, die Reflexion der Stupa in Wasserbecken nach einem Regenschauer, Silhouetten betender Gläubiger in den Wandelhallen oder Detailaufnahmen der Blattgoldoberfläche. Seriöse Reisefotografen weisen jedoch darauf hin, dass Respekt vor der Religiosität der Menschen oberste Priorität haben sollte – etwa indem man Abstand hält, keine Blitzgeräte in Innenräumen nutzt und Personen nicht ohne Einverständnis porträtiert.

Wer mehrere Tage in Bagan verbringt, kann die Shwezigon-Pagode gut in eine thematische Route einbinden: etwa in Kombination mit einem Besuch des alten Königspalasts von Bagan, des Ananda-Tempels und einer Bootsfahrt auf dem Irrawaddy zum Sonnenuntergang. So lässt sich das goldene Monument in einen größeren historischen und landschaftlichen Zusammenhang stellen, der die Bedeutung der Pagode als religiöses Zentrum der Region zusätzlich erlebbar macht.

Shwezigon-Pagode in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Medien hat die Shwezigon-Pagode längst ihren Platz gefunden: Reisende teilen Aufnahmen des goldenen Stupas im Morgenlicht, kurze Videos von Gebetsritualen oder detailverliebte Nahaufnahmen der Blattgoldoberflächen und Glocken. Hashtags zur Shwezigon Pagoda werden häufig mit allgemeinen Bagan- und Myanmar-Hashtags kombiniert und schaffen so digitale Alben, die künftigen Besucherinnen und Besuchern aus Deutschland erste Eindrücke vermitteln.

Häufige Fragen zu Shwezigon-Pagode

Wo liegt die Shwezigon-Pagode genau?

Die Shwezigon-Pagode befindet sich in Nyaung U, einem Ort nördlich der historischen Tempelzone von Bagan im Zentrum Myanmars. Sie liegt unweit des Irrawaddy-Flusses und ist von den meisten Unterkünften in Bagan aus in kurzer Zeit mit Taxi, Tuk-Tuk oder Fahrrad erreichbar.

Wie alt ist die Shwezigon Pagoda?

Die Shwezigon Pagoda geht auf das 11. und frühe 12. Jahrhundert zurück. Sie wurde unter den Königen Anawrahta und Kyansittha des Pagan-Reiches begonnen und weiterentwickelt und zählt damit zu den ältesten großen buddhistischen Sakralbauten der Region Bagan.

Was macht die Shwezigon-Pagode so besonders?

Die Shwezigon-Pagode gilt als Prototyp der birmanischen Stupa-Architektur und als wichtiges religiöses Zentrum des Theravada-Buddhismus in Myanmar. Ihr vollständig vergoldeter Hauptstupa, die umfangreiche Bildsymbolik und die ungebrochene Bedeutung als Pilgerort machen sie zu einem Schlüsselbauwerk für das Verständnis der Kultur und Geschichte Bagans.

Wann ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch?

Als besonders günstig gelten die trockenen und vergleichsweise milderen Monate etwa von November bis Februar. Innerhalb eines Tages sind die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag empfehlenswert, da es dann weniger heiß ist und das Licht den goldenen Stupa besonders stimmungsvoll erscheinen lässt.

Was sollten deutsche Reisende bei einem Besuch beachten?

Wichtig sind respektvolle Kleidung mit bedeckten Schultern und Knien, die Barfußpflicht auf dem Tempelgelände sowie Rücksichtnahme beim Fotografieren. Vor der Reise sollten deutsche Staatsbürger aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise sowie Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) prüfen und sich über die politische Lage, Visaregeln und gesundheitliche Empfehlungen informieren.

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