Suwon Hwaseong, Suwon

Suwon Hwaseong: Stadtfestung zwischen Ebene und Berg

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 11:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Suwon Hwaseong umschließt das historische Zentrum von Suwon in Sudkorea und verbindet Festungsmauern, Tore und Pavillons zu einer weitläufigen Stadtlandschaft, die sich über Ebene und Paldalsan zieht.

Aquarell-Illustration von Hwaseong-Festung Suwon in Suwon, Sudkorea als Reiseposter
Aquarellillustration des Wahrzeichens Hwaseong-Festung Suwon in Suwon Sudkorea, weiche Farbverläufe und pastelliges Reiseposter-Feeling, Illustration mit AI erstellt.

Suwon Hwaseong ist eine Stadtfestung der Joseon-Dynastie, die das historische Zentrum von Suwon in Sudkorea mit einem geschlossenen Mauerring und zahlreichen Toren, Türmen und Pavillons umgibt. Errichtet wurde die Festung zwischen 1794 und 1796 unter König Jeongjo, der als 22. Herrscher der Joseon-Dynastie den Bau veranlasste und seine temporäre Residenz Haenggung in die Anlage einbinden ließ.

Suwon Hwaseong als Stadtfestung der späten Joseon-Zeit

Die Festung Suwon Hwaseong liegt in Suwon, der Hauptstadt der Provinz Gyeonggi-do, südlich von Seoul, und umschließt weite Teile des Stadtzentrums mit einem zusammenhängenden Mauersystem. Der Mauerring folgt der Topographie und verbindet flaches Gelände im Osten mit dem bewaldeten Paldalsan im Westen, wodurch eine Kombination aus ebener Stadtmauer und Bergfestung entsteht.pyeongsanseong mit östlicher Ebene und Paldalsan Der Umfang der Festungsmauer beträgt 5.744 m und umschließt eine Fläche von etwa 130 ha, in der sowohl die Stadtbebauung als auch der Palastbereich Haenggung liegen.Mauerring mit 5,74 km Länge und 130 ha Fläche

König Jeongjo ließ Suwon Hwaseong in den Jahren 1794 bis 1796 errichten, nachdem der königliche Prinz Sado, sein Vater, in die Region übergeführt worden war. Die Bauzeit von 32 Monaten ist durch offizielle Aufzeichnungen über die Festung dokumentiert, die detaillierte Angaben zu Bautechnik und Organisation enthalten.dokumentierte Bauzeit von 1794 bis 1796 Für die Planung nutzten die Verantwortlichen das Handbuch Seonghwajuryak des Gelehrten Jeong Yak-yong, das zeitgenössische Militärtechnik aus Ostasien und Europa zusammenführte und den Bau einer frühen modernen Stadtfestung ermöglichte.Planung mit Seonghwajuryak von Jeong Yak-yong

Mauern, Tore und militärische Architektur

Die Festungsanlage zeichnet sich durch einen geschlossenen Mauerring aus aufgeschichteten Steinen und Ziegeln, der sich wie ein Band um Suwon legt und an mehreren Punkten über den Bach Suwoncheon geführt wird. Die Mauern werden von Wach- und Artillerietürmen, Kommandoposten und Pavillons gegliedert, die jeweils eigene Rollen innerhalb der Verteidigungsarchitektur erfüllen.piled-stone und Ziegelmauern mit militärischen Einrichtungen Vier große Stadttore markieren die Haupteinfahrten durch den Mauerring, dazu kommen Wasserpforten über dem Suwoncheon, über die der Fluss das Innere der Festung durchquert.

Insgesamt wurden zur Zeit der Fertigstellung 49 verschiedene Einrichtungen innerhalb der Festungsarchitektur gezählt, darunter Wach- und Artillerietürme, Kommandoposten, Kanonenplattformen und geheime Nebentore. Diese Vielfalt an Bauteilen zeigt, dass Suwon Hwaseong sowohl als repräsentative Stadtanlage als auch als militärische Struktur konzipiert wurde.ursprünglich 49 militärische und bauliche Einrichtungen Der Palast Haenggung liegt innerhalb des Mauerrings und ist durch Wege und Höfe mit den umliegenden Stadtquartieren verbunden, sodass politische Funktionen und Alltag innerhalb derselben Festung koexistierten.Haenggung-Palast im Inneren der Festung

UNESCO-Welterbestatus und Landschaftsbezug

Suwon Hwaseong wurde im Jahr 1997 als Kulturerbe in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen und gilt seither als herausragendes Beispiel früher moderner Militärarchitektur, die Elemente aus ostasiatischen und europäischen Systemen verbindet.Eintrag als UNESCO-Welterbe seit 1997 Die Festung ist zudem als Historische Hinterlassenschaft Nr. 3 in Sudkorea registriert, was ihren Rang im nationalen Denkmalschutz unterstreicht.Registrierung als Historical Remains No. 3

Der Verlauf der Mauern orientiert sich am Relief von Paldalsan und der Ebene von Suwon, wodurch aus einer kompakten Stadtfestung eine weitläufige Kulturlandschaft aus Mauerkronen, Wegen und Aussichtspunkten entsteht. Der Bach Suwoncheon durchquert das Innere der Anlage und wird an zwei Wasserpforten unter dem Mauerring hindurchgeleitet, bevor er weiter durch die Stadt fließt.Suwoncheon mit zwei Durchlässen durch den Mauerring Durch die Verbindung von urbaner Struktur und umgebender Hügellandschaft ist Suwon Hwaseong sowohl Festungsbau als auch Stadtpark, dessen Mauern und Wege sich über Anhöhen und durch Straßenzüge ziehen.

Suwon Hwaseong besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Suwon Hwaseong liegt in der Stadt Suwon in der Provinz Gyeonggi-do südlich von Seoul und ist über den Bahnhof Suwon der Eisenbahn und U-Bahn-Linie 1 erreichbar.
  • Das Gelände der Festung umfasst sowohl ebene Straßenabschnitte im Stadtzentrum als auch Wege über den Paldalsan mit Treppen und Anstiegen auf den Mauerkronen.
  • Innerhalb des Mauerrings liegen der Palast Haenggung, der Suwoncheon und mehrere Tore, sodass sich bei einem Besuch Wege durch Stadtviertel, Parkbereiche und befestigte Abschnitte abwechseln.
  • Amtssprache ist Koreanisch, gezahlt wird in Won, der Währung Sudkoreas.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Suwon Hwaseong auf Social-Media-Plattformen

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Suwon Hwaseong: häufige Fragen

Wo liegt Suwon Hwaseong?

Suwon Hwaseong liegt in der Stadt Suwon in der Provinz Gyeonggi-do in Sudkorea und umschließt Teile des historischen Stadtzentrums mit einem Mauerring.

Was bietet ein Besuch von Suwon Hwaseong?

Ein Besuch führt entlang der Festungsmauern, durch Stadttore, über den Paldalsan und zum Palast Haenggung, sodass befestigte Architektur und städtische Landschaft miteinander erlebt werden.

Was kennzeichnet Suwon Hwaseong besonders?

Besonders kennzeichnend sind der geschlossene Mauerring mit einer Länge von über fünf Kilometern, die Verbindung von Ebene und Berg sowie der Status als UNESCO-Welterbestätte.

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