Temple of Edfu: ptolemÀischer Horustempel aus Sandstein
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 11:56 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Temple of Edfu in der Stadt Edfu in OberÀgypten gilt als einer der am vollstÀndigsten erhaltenen altÀgyptischen Tempel und zeigt ptolemÀische Architektur in ungewöhnlicher Klarheit. Der aus Sandstein errichtete Horustempel stammt aus der Zeit der PtolemÀer und bewahrt mit seinen Mauern, SÀulen und Reliefs einen nahezu geschlossenen Eindruck einer Tempelanlage des spÀten 3. und 2. Jahrhunderts v. Chr.
Temple of Edfu und sein ptolemÀischer Horustempel
Der Tempel von Edfu liegt am westlichen Rand der Stadt Edfu in OberĂ€gypten, nahe dem Westufer des Nil, auf der Westseite des fruchtbaren Flusstals.Am westlichen Rand der Stadt Edfu Die Anlage ist dem Gott Horus in seiner lokalen Erscheinungsform Hor-Behdeti, dem âHorus von Edfuâ, geweiht, dessen Verehrung in der Region schon sehr frĂŒh belegt ist.Horus Behdety als lokaler Gott Der heutige Tempel wurde in der ptolemĂ€ischen Epoche begonnen, als Ăgypten von der Dynastie der PtolemĂ€er regiert wurde, und ordnet sich als groĂes Heiligtum dieser Zeit in die Landschaft zwischen Luxor und Assuan ein.PtolemĂ€ische Erbauung des Tempels
Baubeginn des Tempels war 237 v. Chr. unter Ptolemaios III. Euergetes, und abgeschlossen wurde der monumentale Bau im Jahr 57 v. Chr. unter Ptolemaios XII. Neos Dionysos, dem Vater Kleopatras VII.Bauzeit von 237 bis 57 v. Chr. Ăber fast zwei Jahrhunderte hinweg entstand so ein Tempel, der als eines der vollstĂ€ndigsten Beispiele fĂŒr ptolemĂ€ische Tempelarchitektur in Ăgypten gilt und mit seinen gut erhaltenen Reliefs, Wandinschriften und Bauformen einen geschlossenen Eindruck dieser Epoche vermittelt.Beispiel ptolemĂ€ischer Tempelbaukunst
Grundriss, MaĂe und Architektur des Horustempels
Temple of Edfu folgt einem streng axialen Nord-SĂŒd-Grundriss mit aufeinanderfolgenden Bauteilen vom monumentalen Eingangspylon ĂŒber den offenen Hof bis hin zum ĂŒberdachten SĂ€ulensaal und den dahinterliegenden KultrĂ€umen.Nord-SĂŒd-Ausrichtung des Tempels Die LĂ€nge der Anlage in dieser Ausrichtung betrĂ€gt etwa 137 Meter, die Breite an der Front des Pylons liegt bei rund 70 bis 79 Metern, und der Eingangspylon erhebt sich rund 36 Meter ĂŒber den Vorplatz.MaĂe von LĂ€nge, Breite und Pylonhöhe Die gewaltige Sandsteinarchitektur bildet mit den hohen AuĂenwĂ€nden einen klar gefassten Tempelbezirk, der sich deutlich von der umliegenden Stadtbebauung abhebt und den Kultbereich nach auĂen hin abschirmt.
Vor dem eigentlichen Tempelbau steht der zweiturmige Pylon mit seiner reliefgeschmĂŒckten Fassade, die Szenen aus dem Horuskult und Darstellungen ptolemĂ€ischer Herrscher trĂ€gt.Monumentaler Pylon mit Reliefs Dahinter öffnet sich ein rechteckiger Hof, an dessen RĂ€ndern SĂ€ulenreihen stehen, die mit reich dekorierten Kapitellen und Wandreliefs versehen sind und den Ăbergang vom hellen AuĂenraum zu den tiefer im Tempel liegenden, zunehmend dunkleren SĂ€ulensĂ€len markieren. Der weitere Verlauf fĂŒhrt in einen Hypostylsaal mit dicht gestellten SĂ€ulen, der das Dach trĂ€gt und dessen DeckenflĂ€chen und Pfeiler ebenfalls durch Texte und Bilder des Horusmythos und des Tempelrituals geschmĂŒckt sind.
Reliefs, Kultfunktion und Erhaltungszustand
Der Tempel ist dem falkengestaltigen Gott Horus geweiht, dessen Verehrung sich in zahlreichen Reliefs und Inschriften niederschlĂ€gt, die mythologische ErzĂ€hlungen, kultische Handlungen und Festprozessionen wiedergeben.Widmung an Horus Behdety In der NĂ€he des Eingangs steht eine bekannte Statue des Falken aus dunklem Gestein, die den Gott in seiner Vogelgestalt zeigt und zu den deutlich sichtbaren EinzelstĂŒcken des Tempelensembles gehört.Falcon-Statue am Eingang Die WandflĂ€chen der Umfassungsmauern, der InnenrĂ€ume und der SĂ€ulen sind mit umfangreichen Texten bedeckt, die nicht nur den Kult des Horus schildern, sondern auch Angaben ĂŒber die Baugeschichte, die Festtage und die religiösen Vorstellungen der ptolemĂ€ischen Zeit enthalten.
Temple of Edfu ist in einem auĂergewöhnlich guten baulichen Zustand erhalten und gilt als einer der vollstĂ€ndigsten Tempel Ăgyptens, weil wesentliche Teile des Bauwerks â vom Pylon ĂŒber den Hof bis hin zu den KultrĂ€umen â noch stehen und die Anlage als rĂ€umliches Ganzes erfahrbar ist.VollstĂ€ndigkeit des Tempels Die Klarheit des Grundrisses, die geschlossene Sandsteinarchitektur und die groĂe Dichte an Reliefs und Inschriften haben dazu gefĂŒhrt, dass Edfu fĂŒr die Erforschung altĂ€gyptischer Religion und fĂŒr das VerstĂ€ndnis ptolemĂ€ischer Tempelrituale als besonders wichtig gilt.Bedeutung fĂŒr die Forschung
Temple of Edfu besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Temple of Edfu liegt in der Stadt Edfu in OberĂ€gypten am Westufer des Nil zwischen Luxor und Assuan und ist ĂŒber die Bahnlinie zwischen Kairo und Assuan, ĂberlandstraĂen sowie den Nilverkehr erreichbar.
- Der Zugang zur Tempelanlage fĂŒhrt ĂŒber einen Weg vom Stadtgebiet zum Vorplatz des Pylons, der vor Ort ĂŒber Treppenstufen und ebenes GelĂ€nde auf die verschiedenen Ebenen der TempelrĂ€ume verteilt ist.
- Edfu gehört zu Agypten, Amtssprache ist Arabisch und gezahlt wird in Ăgyptischen Pfund.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Temple of Edfu auf Social-Media-Plattformen
Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Temple of Edfu.
Temple of Edfu: hÀufige Fragen
Wo liegt Temple of Edfu in Agypten?
Der Tempel liegt am westlichen Rand der Stadt Edfu in OberĂ€gypten am Westufer des Nil zwischen Luxor und Assuan im sĂŒdlichen Niltal.
Was bietet ein Besuch im Temple of Edfu?
Ein Besuch fĂŒhrt durch einen nahezu vollstĂ€ndig erhaltenen ptolemĂ€ischen Horustempel aus Sandstein mit Pylon, SĂ€ulenhof, Hypostylsaal und reich reliefgeschmĂŒckten KultrĂ€umen.
Was kennzeichnet Temple of Edfu besonders?
Besonders kennzeichnen den Tempel seine vollstÀndige ptolemÀische Architektur mit klar strukturiertem Grundriss, die Widmung an Horus Behdety und die dichten Wandinschriften zu Kult und Mythos.
