The Broad Los Angeles, Reise

The Broad Los Angeles: Wie dieses Museum Kunst neu erzählt

31.05.2026 - 05:55:28 | ad-hoc-news.de

The Broad Los Angeles überrascht mit freiem Eintritt, radikaler Architektur und ikonischer Gegenwartskunst mitten in Downtown Los Angeles, USA – warum das Museum weit mehr ist als ein Fotomotiv.

The Broad Los Angeles, Reise, Kultur
The Broad Los Angeles, Reise, Kultur

Auf der Grand Avenue in Downtown Los Angeles wirkt The Broad Los Angeles zunächst wie ein riesiger, hell schimmernder Kokon: ein Museum, das Tageslicht filtert, die Skyline spiegelt und zugleich einen Schatz moderner Kunst verbirgt. The Broad (auf Deutsch sinngemäß „das Weite“ oder „das Breite“, abgeleitet vom Namen der Stifter Eli und Edythe Broad) gehört heute zu den wichtigsten Adressen für Gegenwartskunst in den USA – und zu den auffälligsten Bauten der Stadt.

The Broad Los Angeles: Das ikonische Wahrzeichen von Los Angeles

Für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist The Broad Los Angeles längst mehr als ein Geheimtipp: Das Museum hat sich seit seiner Eröffnung in der Mitte der 2010er-Jahre zu einem Wahrzeichen für zeitgenössische Kunst und spektakuläre Architektur entwickelt. Schon von außen fällt der Kontrast zum benachbarten, organisch geschwungenen Walt Disney Concert Hall auf – The Broad setzt bewusst auf eine klare, kastenförmige Grundform, die von einer perforierten Hülle umgeben ist. Im Zusammenspiel entsteht ein Ensemble, das eine eigene urbane Bühne in Downtown Los Angeles bildet.

Besonders bemerkenswert: Der Eintritt in das Museum ist in der Regel frei, was in der Museumslandschaft der USA ungewöhnlich großzügig ist. Die verantwortliche Stiftung betont, dass Kunst möglichst niedrigschwellig zugänglich sein soll. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das: Mit etwas Planung lässt sich hier eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst ohne hohen Budgetaufwand erleben – ein starkes Argument in einer Stadt, die ansonsten gerade bei Hotels und Gastronomie preislich anspruchsvoll sein kann.

Die Atmosphäre im Inneren von The Broad ist bewusst offen und hell gestaltet. Ein großer, säulenfreier Ausstellungsraum im Obergeschoss, diffuse Tageslichtführung und weite Blickachsen schaffen einen Rahmen, in dem Werke von Stars wie Andy Warhol, Jeff Koons oder Yayoi Kusama besonders intensiv wirken. Zugleich fühlt sich der Besuch erstaunlich entspannt an, weil das Museum auf Überfrachtung verzichtet und auf wenige, klug inszenierte Highlights pro Raum setzt.

Geschichte und Bedeutung von The Broad

Hinter The Broad steht die Eli and Edythe Broad Foundation, eine der einflussreichsten privaten Stiftungen für Kunst und Bildung in den USA. Das Ehepaar Eli und Edythe Broad sammelte über Jahrzehnte moderne und zeitgenössische Kunst – zunächst für private Räume, später für Stiftungen und Leihgaben an Museen. Ihr Ziel: bedeutende Werke nicht im Depot verschwinden zu lassen, sondern einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen.

In den 2000er-Jahren reifte der Plan, ihrer Sammlung einen eigenen, öffentlich zugänglichen Ort in Los Angeles zu geben. Die Stadt befand sich damals in einem kulturellen Wandel: Downtown Los Angeles, lange vor allem als Geschäftsviertel wahrgenommen, entwickelte sich zu einem Kulturcluster mit Konzerthäusern, Theatern und Museen. The Broad wurde bewusst auf der Grand Avenue positioniert, wo bereits Institutionen wie das Museum of Contemporary Art (MOCA) und die Walt Disney Concert Hall lagen. So entstand ein kulturelles Band, das Los Angeles auch international als Kunstmetropole sichtbarer machen sollte.

Die Eröffnung von The Broad Mitte der 2010er-Jahre war ein wichtiger Moment für die Stadt: Zum einen, weil hier eine der bedeutendsten privaten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in ein öffentlich zugängliches Museum überführt wurde. Zum anderen, weil The Broad ein deutliches Bekenntnis zur Rolle der Kunst im urbanen Alltag darstellt. Statt ein elitärer Rückzugsort zu sein, sollte das Museum zu einem offenen Treffpunkt werden – mit freiem Eintritt, breiter Bildungsarbeit und klarer Ausrichtung auf Gegenwartskunst.

Für die internationale Museumslandschaft war The Broad auch ein Signal, wie stark private Stiftungen in den USA den Kunst- und Kulturbetrieb prägen. Während in Deutschland viele große Häuser öffentlich finanziert sind, beruhen vergleichbare Institutionen in den USA oft auf privater Initiative. The Broad steht exemplarisch für dieses Modell: eine von Mäzenen finanzierte, aber für die Öffentlichkeit konzipierte Sammlung, eingebettet in eine städtische Kulturstrategie.

Auch in der Kunstgeschichte der Gegenwart nimmt das Museum zunehmend eine feste Rolle ein. Die Sammlung umfasst wichtige Positionen der Pop-Art, Konzeptkunst, Minimal Art und postmoderner Strömungen sowie Arbeiten jüngerer Künstlerinnen und Künstler. Sie bietet damit einen konzentrierten Überblick über zentrale Entwicklungen der letzten Jahrzehnte – in einer Dichte, die so kompakt nur wenige Häuser weltweit leisten können. Für deutsche Besucherinnen und Besucher, die etwa die Hamburger Kunsthalle, das Museum Ludwig in Köln oder die Pinakotheken in München kennen, ist The Broad ein spannender Vergleichspunkt: weniger historisch breit, dafür extrem fokussiert auf die jüngere Gegenwart.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch gehört The Broad zu den markantesten Museumsbauten Nordamerikas. Entworfen wurde das Gebäude von der renommierten Architektengruppe Diller Scofidio + Renfro in Zusammenarbeit mit Gensler. Die Architektinnen und Architekten entwickelten ein Konzept, das sie selbst als „Vault and Veil“ – also „Tresor und Schleier“ – beschrieben: Das Innere des Hauses bildet ein kompakter, geschlossener „Tresor“, in dem die umfangreiche Sammlung aufbewahrt wird, während die äußere Hülle wie ein durchlässiger Schleier funktioniert.

Diese Hülle besteht aus einer wabenartigen Struktur, die Tageslicht filtert und gleichzeitig Einblicke ermöglicht. Aus der Nähe wirken die Öffnungen fast skulptural, aus der Ferne ergibt sich ein homogener, strukturierter Körper, der im Sonnenlicht unterschiedlich reflektiert. Im Vergleich zu europäischen Museumsbauten, etwa der Neuen Nationalgalerie in Berlin oder dem Louvre Lens in Frankreich, setzt The Broad weniger auf Glas und Transparenz, sondern auf eine Art poröses Volumen – ein Ansatz, der das intensive Licht in Los Angeles geschickt zähmt.

Besonders eindrucksvoll ist die vertikale Inszenierung des Weges durch das Museum. Besucherinnen und Besucher betreten zunächst ein eher dunkles, grob betoniertes Foyer, das bewusst als Kontrast zum hellen Ausstellungsraum im Obergeschoss gestaltet ist. Ein längerer Rolltreppenaufgang führt dann in den großen, säulenfreien Saal, der wie ein schwebender Lichtkörper wirkt. Diese Dramaturgie erinnert an Bühnenarchitektur: vom Backstage-Bereich in den beleuchteten Hauptraum.

Die Sammlung selbst umfasst mehrere tausend Werke, von denen jeweils ein Teil im Wechsel gezeigt wird. Zu den bekanntesten Positionen gehören Arbeiten von Andy Warhol, darunter ikonische Siebdrucke, ebenso wie Werke von Roy Lichtenstein, Jean-Michel Basquiat, Jasper Johns oder Cy Twombly. In der Skulpturensammlung ragen großformatige Arbeiten von Jeff Koons heraus – etwa seine farbig glänzenden, ballonartigen Figuren –, die im lichtdurchfluteten Raum besonders fotogen sind.

Ein Publikumsmagnet sind die sogenannten „Infinity Mirror Rooms“ der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Diese begehbaren Installationen arbeiten mit Spiegeln, Lichtpunkten und Reflexionen, sodass ein scheinbar endloser Raum entsteht. Besucherinnen und Besucher erhalten meist nur kurze Zeitfenster, um diese Räume zu betreten, was die Nachfrage zusätzlich erhöht. Die leuchtenden Punkte, Spiegelungen und der Eindruck von Unendlichkeit haben The Broad auf sozialen Medien zu einem der meistfotografierten Kunstorte in Los Angeles gemacht.

Kuratorisch setzt The Broad auf thematisch oder chronologisch strukturierte Präsentationen, die Schlüsselwerke der Sammlung in immer neuen Kombinationen zeigen. Statt einer streng linearen Kunstgeschichte liegt der Fokus auf Dialogen: Pop-Art neben zeitgenössischer Fotografie, Konzeptkunst im Austausch mit politischen Arbeiten, Installationen im Zusammenspiel mit Malerei. Diese Inszenierungen kommen auch Besucherinnen und Besuchern entgegen, die weniger Vorkenntnisse haben – sie laden dazu ein, intuitiv zu schauen, statt sich durch lange kunsthistorische Texte zu arbeiten.

Fachmedien und Architekturkritiker heben immer wieder hervor, wie konsequent The Broad Architektur und Sammlung aufeinander abstimmt. Der britische „Guardian“ etwa beschreibt den Bau als markantes Beispiel für zeitgenössische Museumsarchitektur, die den Spagat zwischen spektakulärer Form und funktionaler Ausstellungsfläche schafft. Auch im deutschsprachigen Feuilleton – etwa in Beiträgen von Qualitätszeitungen und Kulturmagazinen – wird The Broad regelmäßig als Beispiel dafür genannt, wie private Mäzene mit klarer architektonischer Vision das Stadtbild prägen können.

The Broad Los Angeles besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: The Broad Los Angeles liegt an der Grand Avenue in Downtown Los Angeles, gegenĂĽber der Walt Disney Concert Hall. Von den groĂźen Flughäfen der Stadt ist das Museum mit Taxi, Ride-Sharing-Diensten oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Aus Deutschland fĂĽhren in der Regel DirektflĂĽge von Frankfurt/Main und MĂĽnchen nach Los Angeles, mit Flugzeiten von etwa 11 bis 12 Stunden. Von Berlin, DĂĽsseldorf oder Hamburg sind meist Umsteigeverbindungen ĂĽber europäische oder nordamerikanische Drehkreuze nötig. Nach der Ankunft empfiehlt sich fĂĽr viele Reisende ein Hotel in Downtown, Hollywood oder Santa Monica; von dort aus ist The Broad mit Metro-Linien, Bussen oder per Auto erreichbar.
  • Ă–ffnungszeiten: The Broad ist an mehreren Tagen pro Woche tagsĂĽber geöffnet, meist mit zusätzlichen Abendzeiten an einzelnen Tagen. Da sich Ă–ffnungszeiten ändern können – etwa an Feiertagen, bei Sonderveranstaltungen oder aus organisatorischen GrĂĽnden – sollten Besucherinnen und Besucher die aktuellen Zeiten direkt auf der offiziellen Website von The Broad oder ĂĽber die Informationskanäle des Museums prĂĽfen. Insbesondere montags und an bestimmten Feiertagen können abweichende Regelungen gelten.
  • Eintritt: Der reguläre Eintritt in die Dauerausstellungen von The Broad ist grundsätzlich kostenlos. FĂĽr ausgewählte Sonderausstellungen, spezielle Installationen oder zeitlich begrenzte Projekte können jedoch separate Tickets erforderlich sein, die kostenpflichtig sind. Da Kontingente begrenzt sein können, lohnt sich eine frĂĽhzeitige Online-Reservierung. Bei stark nachgefragten Highlights – etwa den „Infinity Mirror Rooms“ von Yayoi Kusama – kommen häufig zeitlich gestaffelte Zugangsfenster zum Einsatz, um Wartezeiten und Besucherströme zu steuern. Preisangaben schwanken je nach Ausstellung; als grobe Orientierung sollten Reisende mit Beträgen im unteren bis mittleren zweistelligen Bereich pro Person rechnen, umgerechnet meist im Bereich von rund 10–30 € (in US-Dollar angegeben).
  • Ticketreservierung und Andrang: Obwohl der Eintritt frei ist, arbeitet The Broad häufig mit vorab reservierten Zeitfenstern. Ohne Reservierung sind zwar in begrenztem Umfang auch „Walk-up“-Tickets möglich, insbesondere an ruhigeren Tagen, jedoch mĂĽssen Besucherinnen und Besucher dann mit Wartezeiten rechnen. FĂĽr Reisende mit straffem Programm in Los Angeles ist eine Online-Reservierung daher sinnvoll. Besonders am Wochenende, an Feiertagen und während der Ferien in den USA ist das Museum stark besucht.
  • Beste Reisezeit: Los Angeles ist ganzjährig als Reiseziel beliebt. FĂĽr den Besuch von The Broad selbst spielt die Jahreszeit klimatisch eine geringere Rolle, da es sich um ein Indoor-Museum handelt. Dennoch kann es fĂĽr Besucher aus Deutschland angenehm sein, die Stadt in den milderen Monaten von Herbst bis FrĂĽhjahr zu erkunden, wenn die Temperaturen häufig zwischen etwa 15 und 25 °C liegen. In den heiĂźen Sommermonaten ist das Museum auch ein angenehmer RĂĽckzugsort mit Klimatisierung. FĂĽr einen entspannten Besuch empfiehlt sich die Ankunft möglichst frĂĽh am Tag oder am späteren Nachmittag, wenn die morgendlichen Spitzen häufig abgeklungen sind. Unter der Woche ist es in der Regel etwas ruhiger als am Wochenende.
  • Zeitzone: Los Angeles liegt in der Pazifischen Zeitzone (Pacific Time). GegenĂĽber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) besteht im Winter in der Regel eine Zeitverschiebung von minus 9 Stunden, während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) meist minus 9 Stunden oder minus 8 Stunden, abhängig von den jeweiligen Umstellungsdaten.
  • Sprache: Die Hauptsprache in The Broad und in Los Angeles ist Englisch. Hinweise, Saaltexte und FĂĽhrungen werden in der Regel auf Englisch angeboten. Deutschsprachige Beschilderungen sind eher die Ausnahme. Viele Mitarbeitende im Museum sind aber an internationale Gäste gewöhnt und kommunizieren klar und verständlich auf Englisch. Grundkenntnisse in Englisch erleichtern den Besuch deutlich.
  • Zahlung und Währung: In den USA wird in US-Dollar gezahlt. Eintrittstickets fĂĽr Sonderausstellungen, Museumsshop und CafĂ© können ĂĽblicherweise mit internationalen Kreditkarten bezahlt werden; Debitkarten aus dem deutschen Girocard-System funktionieren nicht immer reibungslos. Es empfiehlt sich, mindestens eine gängige Kreditkarte (z. B. Visa oder MasterCard) dabei zu haben und im Vorfeld bei der Hausbank eventuelle AuslandseinsatzgebĂĽhren zu prĂĽfen. Kontaktloses Bezahlen sowie Mobile-Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind in Los Angeles weit verbreitet.
  • Trinkgeldkultur: In den USA gehört Trinkgeld („Tip“) zum Alltag, insbesondere in der Gastronomie. Im Museum selbst wird kein Trinkgeld erwartet, im CafĂ© hingegen sind 15–20 % des Rechnungsbetrags ĂĽblich. Auch bei Taxis und Ride-Sharing-Diensten werden meist 10–20 % gegeben. Reisende aus Deutschland sollten diesen Posten bei der Reiseplanung berĂĽcksichtigen.
  • Fotografieren: In The Broad ist das Fotografieren fĂĽr private Zwecke in weiten Teilen der Dauerausstellung in der Regel erlaubt, meist ohne Blitz. FĂĽr bestimmte Werke, Sonderausstellungen oder Installationen können jedoch Einschränkungen gelten. Bei den „Infinity Mirror Rooms“ oder sensiblen Lichtinstallationen wird oft genau geregelt, wie viele Personen, fĂĽr wie lange und unter welchen Bedingungen den Raum betreten und fotografieren dĂĽrfen. Es ist ratsam, vor Ort die aktuellen Hinweise des Aufsichtspersonals und die Beschilderung zu beachten.
  • Kleiderordnung: Eine formelle Kleiderordnung gibt es nicht. Bequeme Kleidung und gutes Schuhwerk sind sinnvoll, da der Besuch mit längeren Steh- und Gehphasen verbunden ist. Wie in vielen Museen in den USA können größere Rucksäcke oder sperrige Gegenstände nur eingeschränkt mitgefĂĽhrt werden; SchlieĂźfächer oder Garderoben stehen in begrenztem Umfang zur VerfĂĽgung.
  • Barrierefreiheit: Das Gebäude von The Broad ist grundsätzlich auf barrierefreien Zugang ausgelegt, mit AufzĂĽgen, Rampen und geeigneten Sanitäranlagen. Besucherinnen und Besucher mit eingeschränkter Mobilität sollten dennoch im Vorfeld prĂĽfen, ob spezielle UnterstĂĽtzungsleistungen oder Reservierungen erforderlich sind, insbesondere bei FĂĽhrungen oder Sonderveranstaltungen.
  • Einreisebestimmungen: FĂĽr die Einreise in die USA gelten spezifische Visum- und Einreisevorschriften, die sich ändern können. Deutsche StaatsbĂĽrger sollten aktuelle Einreisehinweise und Informationen zu elektronischen Reisegenehmigungen (z. B. ESTA) beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den US-Behörden prĂĽfen. Eine eigenständige Reiseversicherung und insbesondere eine Auslandskrankenversicherung sind auĂźerhalb der EU dringend zu empfehlen, da medizinische Leistungen in den USA sehr teuer werden können.

Warum The Broad auf jede Los Angeles-Reise gehört

Für Reisende aus Deutschland, die Los Angeles oft mit Filmstudios, Stränden und Freeways verbinden, eröffnet The Broad eine andere Perspektive auf die Stadt. Das Museum zeigt, wie stark sich Los Angeles als Kulturmetropole positioniert – jenseits von Hollywood-Klischees. Wer The Broad besucht, erlebt die Stadt als Ort, an dem internationale Gegenwartskunst, innovative Architektur und eine lebendige urbane Szene aufeinandertreffen.

Ein besonderer Reiz liegt in der Kombination mit den Nachbarinstitutionen. Nur wenige Schritte entfernt befinden sich die Walt Disney Concert Hall mit ihrem ikonischen Edelstahl-Faltenkleid und das MOCA mit seinem Fokus auf moderne Kunst. In wenigen Stunden lässt sich so eine dichte Kulturroute erleben, die im europäischen Kontext eher an Städte wie Berlin, Paris oder London erinnert. Für kunstinteressierte Reisende, die vielleicht bereits Museen wie die Tate Modern oder das Centre Pompidou kennen, bietet The Broad einen amerikanischen Gegenpol – mit eigenständiger Sammlung und sehr spezifischem Raumgefühl.

Auch jenseits intensiver Kunsterfahrung lohnt sich ein Besuch. Die Architektur wirkt bereits von außen wie ein urbaner Skulpturenpark, der sich hervorragend für Fotostopps eignet. Viele Besucherinnen und Besucher verweilen auf dem Vorplatz, beobachten das Lichtspiel auf der Fassade oder nutzen die Perspektiven auf die benachbarten Bauten. Besonders bei klarem Abendlicht entstehen eindrucksvolle Szenen, wenn die Fassade von The Broad warm leuchtet und sich die Glasflächen der Umgebung verfärben.

Ein weiterer Vorteil für deutschsprachige Gäste ist die Niedrigschwelligkeit: Freier Eintritt, klar strukturierte Rundgänge, ein überschaubares, aber hochwertiges Angebot – all das macht The Broad ideal für Besucherinnen und Besucher, die vielleicht noch nicht viele Erfahrungen mit zeitgenössischer Kunst gesammelt haben. Wer tiefer einsteigen möchte, kann sich über Audioguides, digitale Angebote oder vertiefende Texte informieren, die in der Regel auf Englisch bereitstehen.

Für Familien bietet The Broad ebenfalls Anknüpfungspunkte. Viele der großformatigen Skulpturen und Installationen sprechen Kinder und Jugendliche optisch stark an, ohne dass sofort eine kunsttheoretische Deutung nötig wäre. Eltern aus Deutschland, die Los Angeles mit Kindern bereisen, finden hier einen kulturorientierten Programmpunkt, der spielerisch und visuell zugänglich ist.

Insgesamt gehört The Broad damit auf jede gut geplante Los-Angeles-Reise: als Gegenpol zum Strand, als Ergänzung zum Spaziergang über den Walk of Fame und als Einblick in eine Stadt, die sich selbst immer wieder neu erfindet. Für viele Reisende bleibt insbesondere die Erfahrung im großen Lichtraum des Obergeschosses in Erinnerung – ein Moment, der die Weite der Kunst und die Größe dieser Metropole eindrucksvoll verbindet.

The Broad Los Angeles in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien ist The Broad längst zu einem visuellen Fixpunkt geworden. Die charakteristische Fassade, die Spiegelräume von Yayoi Kusama und die glänzenden Skulpturen von Jeff Koons tauchen regelmäßig in Feeds und Storys auf. Wer sich vor einer Reise nach Los Angeles inspirieren lassen möchte, findet auf großen Plattformen unzählige Eindrücke, Rundgänge und Besucherreaktionen – von professionellen Kunstkanälen bis hin zu spontanen Handyvideos.

Häufige Fragen zu The Broad Los Angeles

Wo liegt The Broad Los Angeles genau?

The Broad Los Angeles befindet sich an der Grand Avenue in Downtown Los Angeles, im sogenannten „Bunker Hill“-Viertel. Direkt gegenüber liegt die Walt Disney Concert Hall, in unmittelbarer Nähe weitere Kulturinstitutionen und Bürohochhäuser. Die Lage ist damit zentral und gut an das städtische Verkehrsnetz angebunden.

Was macht The Broad so besonders im Vergleich zu anderen Museen?

The Broad kombiniert eine hochkarätige Sammlung zeitgenössischer Kunst mit einer markanten, lichtdurchfluteten Architektur und einem grundsätzlich freien Eintritt in die Dauerausstellungen. Die Inszenierung des Raums, die spektakulären Installationen – etwa von Yayoi Kusama – und die Nähe zu anderen Kulturorten in Downtown Los Angeles machen das Museum zu einem besonders intensiven und zugleich zugänglichen Kunsterlebnis.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr einen Besuch von The Broad einplanen?

Für einen ersten Überblick über die Dauerausstellung empfehlen sich je nach Interesse rund 1,5 bis 3 Stunden. Wer sich intensiver mit einzelnen Künstlerinnen und Künstlern beschäftigen oder zusätzlich Sonderausstellungen besuchen möchte, sollte eher einen halben Tag einplanen. Wartezeiten für Tickets oder bei gefragten Installationen – etwa den „Infinity Mirror Rooms“ – können die Aufenthaltsdauer zusätzlich verlängern.

Ist The Broad fĂĽr Kinder und Jugendliche geeignet?

Ja, viele Werke im Museum sind visuell sehr ansprechend und auch für Kinder und Jugendliche zugänglich. Großformatige Skulpturen, farbintensive Installationen und interaktiv wirkende Räume erzeugen oft spontanes Staunen. Eltern sollten jedoch beachten, dass es sich um ein Kunstmuseum handelt, in dem bestimmte Verhaltensregeln gelten – etwa beim Abstand zu den Werken oder beim Fotografieren. Informative Angebote für junge Besucherinnen und Besucher können sich im Laufe der Zeit ändern; ein Blick auf die offizielle Website lohnt sich.

Wann ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch aus deutscher Perspektive?

Wer aus Deutschland nach Los Angeles reist, profitiert häufig davon, den Besuch von The Broad in den ersten Reisetagen einzuplanen: Das Museum ist klimatisiert, gut strukturiert und auch mit leichter Müdigkeit durch Zeitverschiebung gut zu erleben. Unter der Woche und am Vormittag ist es oft etwas ruhiger als am Wochenende. Klimatisch eignen sich alle Jahreszeiten, wobei die milderen Monate außerhalb der Sommerhitze für Stadterkundungen insgesamt angenehmer sein können.

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