Theatro Epidavrou: die steinerne Bühne des Heiligtums von Epidauros
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 21:39 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das Theatro Epidavrou im Heiligtum von Epidauros in Griechenland ist eines der vollständig erhaltenen antiken Theater der griechischen Welt und liegt in einer Kuhle am Hang des Berges Kynortion innerhalb des Asklepios-Heiligtums.
Steinerne Kurven im Hang von Kynortion
Das Theatro Epidavrou ist als halbkreisförmig gestuftes Theater direkt in den Hang von Kynortion nahe dem heutigen Ort Lygourio eingebunden und gehört zur Gemeinde von Epidauros im Nordosten der Peloponnes. Die Anlage gehört zum Heiligtum des Gottes Asklepios, das in der Antike als eines der bedeutendsten medizinischen Heilzentren der griechischen und römischen Welt galt, und das Theater liegt am südlichen Rand dieses Heilbezirkes.Heiligtum des Gottes Asklepios Der Zuschauerraum aus lokalem Kalkstein folgt der natürlichen Geländelinie und legt Sitzreihen in gleichmäßigen Bögen an, die sich vom Bühnenbereich bis weit nach oben über den Hang ziehen.lokalem Kalkstein
Aus der spätklassischen Epoche stammend, wird der erste Bauzustand des Theaters in das späte 4. Jahrhundert v. Chr. datiert, als das Heiligtum von Asklepios umfassend ausgebaut wurde. Der Name des Architekten ist mit Polykleitos dem Jüngeren überliefert, einem Vertreter der klassischen griechischen Architektur, dessen Entwurf das Theater mit einem regelmäßigen Zuschauerrang und einer kreisförmigen Spielfläche verband.Polykleitos der Jüngere Die halbkreisförmige Anlage umfasst eine ringförmig angelegte Zuschauerfläche mit abgestuften Sitzreihen, die den Blick auf die tiefer liegende Spielfläche richten und den Umriss des Hanges in Stein nachzeichnen.
Architektur des spätklassischen Theaters
Das Theatro Epidavrou gehört zur Gruppe der griechischen Theater, bei denen der Zuschauerraum, die sogenannte Cavea, aus regelmäßigen Reihen von Steinbänken auf einem Hang besteht und auf eine kreisförmige Fläche für Aufführungen ausgerichtet ist. Die untere Zone des Zuschauerraums stammt aus der spätklassischen Bauphase um 340 v. Chr. und bildet die ursprünglichen Sitzreihen, die über Treppen und Wege in einzelne Blöcke gegliedert sind.untere Zone des Zuschauerraums Später wurde der Zuschauerrang nach oben erweitert, indem eine zusätzliche Zone mit weiteren Sitzreihen angefügt wurde, wodurch das Theater zu den größeren Anlagen seiner Zeit zählte.zusätzliche Zone
Die kreisförmige Spielfläche, die sogenannte Orchestra, liegt leicht vertieft vor dem Zuschauerraum und bildet die geometrische Mitte zwischen Sitzrängen und Bühnenbau. Um sie herum schließt der Zuschauerrang in einem präzisen Bogen an, dessen Steinreihen von vorn bis oben in gleichmäßiger Steigung angeordnet sind. Der Durchmesser der Orchestra wird in den Fachangaben mit etwas über 20 Metern angegeben, was den Bereich deutlich von der ansteigenden Cavea absetzt und den Raum für Chorgesang, Musik und Schauspiel definiert.Durchmesser der Orchestra Die Bühne selbst, die hinter der Orchestra liegt, bestand aus einem einfachen Bau für Kulissen und Schauspieler, an den seitlich Zugänge aus dem Heiligtum führten.
Heiligtum, Nutzung und UNESCO-Status
Das Theatro Epidavrou steht am Rand des Asklepios-Heiligtums von Epidauros und war in der Antike in die Festkultur des Heilortes eingebunden. Während im Zentrum des Heiligtums Hallen, Tempel und Gebäude für Heilrituale und Aufenthalte standen, bildete das Theater den Ort für musikalische Aufführungen, dramatische Spiele und Wettbewerbe im Rahmen von Festen zu Ehren des Heilgottes.musikalische Aufführungen und Spiele Erwähnungen antiker Autoren wie Pausanias betonen Symmetrie und Schönheit der Anlage, die den Ruf des Theaters als besonders ausgewogenes Beispiel griechischer Theaterarchitektur begründeten.Symmetrie und Schönheit
Zusammen mit dem Heiligtum von Asklepios gehört das Theatro Epidavrou seit den späten 1980er-Jahren zu den Kulturstätten, die in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden, und wird als eines der am besten erhaltenen antiken Theater Griechenlands beschrieben.UNESCO-Welterbe Die steinernen Sitzreihen tragen bis heute die Form der antiken Anlage, und das Theater wird weiterhin für Aufführungen genutzt, die an die ursprüngliche Funktion als Spielstätte für Musik und Schauspiel anschließen.
Theatro Epidavrou besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Theatro Epidavrou liegt im archäologischen Gebiet von Epidauros im Nordosten der Peloponnes und ist über die Straßenverbindungen von Athen über Korinth in Richtung Epidauros erreichbar, wobei der Zugang durch ausgeschilderte Abzweigungen zum Heiligtum von Asklepios führt.
- Das Gelände des Theaters ist terrassiert, der Zugang zu den oberen Sitzreihen erfolgt über steile Treppen mit zahlreichen Stufen, und die Wege im Zuschauerraum bestehen aus Stein, der an manchen Stellen uneben ist.
- In der Umgebung des Theaters liegen weitere Teile des Heiligtums von Asklepios wie Tempelruinen, Hallen und kleinere Gebäude, die über Wege vom Theater aus erreichbar sind.
- Amtssprache ist Griechisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Theatro Epidavrou auf Social-Media-Plattformen
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Theatro Epidavrou: häufige Fragen
Wo liegt das Theatro Epidavrou genau?
Das Theatro Epidavrou liegt im Heiligtum von Asklepios nahe Epidauros in der Region Argolis auf der Peloponnes in Griechenland und ist am Hang des Berges Kynortion angelegt.
Was bietet ein Besuch des Theatro Epidavrou?
Ein Besuch des Theatro Epidavrou zeigt den vollständig erhaltenen Zuschauerrang eines spätklassischen griechischen Theaters mit steinernen Sitzreihen, einer kreisförmigen Spielfläche und der Einbindung in die Ruinen des Heiligtums von Asklepios.
Was kennzeichnet das Theatro Epidavrou besonders?
Das Theatro Epidavrou ist besonders durch seine regelmäßigen steinernen Kurven des Zuschauerraums, die Lage im Heiligtum des Heilgottes Asklepios und die Zuordnung zur UNESCO-Liste des Welterbes gekennzeichnet.
