U Bein Bridge, Amarapura

U Bein Bridge – Teakholzsteg über den Taungthaman-See

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 10:22 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

U Bein Bridge führt bei Amarapura in Myanmar als schmaler Teakholzsteg über den flachen Taungthaman-See und verbindet die ehemalige Königsstadt mit ihrem Umland.

Aquarell-Illustration von U-Bein-Brucke in Amarapura, Myanmar als Reiseposter
Aquarellillustration des Wahrzeichens U-Bein-Brucke in Amarapura Myanmar, weiche Farbverläufe und pastelliges Reiseposter-Feeling, Illustration mit AI erstellt.

U Bein Bridge zieht sich bei Amarapura in Myanmar als schmaler, hölzerner Steg in einem langen Bogen über den flachen Taungthaman-See und macht aus einem einfachen Uferweg einen ausgedehnten Gang über dem Wasser. Die hölzerne Fußgängerbrücke entstand um 1850 in der Zeit der Konbaung-Dynastie und gilt mit ihrer Bauweise aus Teakholz als eine der bekanntesten Brückenanlagen des Landes.

U Bein Bridge über dem Taungthaman-See

Die U Bein Bridge überquert den Taungthaman-See am Rand von Amarapura im Mandalay-Region genannten Verwaltungsgebiet von Myanmar und verbindet die Uferbereiche der einstigen Königsstadt mit umliegenden Dörfern.Der Steg verläuft rund 1,2 Kilometer über den See und bleibt dabei relativ niedrig über der Wasseroberfläche. Die Brücke besteht überwiegend aus Teakholz, einem harten Tropenholz, das in Myanmar seit Jahrhunderten als bedeutender Werkstoff verwendet wird.

Die Konstruktion ist als schlichte Fußgängerbrücke angelegt, auf der Menschen hintereinander und aneinander vorbei über Holzbohlen gehen. Unter der hölzernen Fahrbahn tragen zahlreiche senkrechte Pfosten den Steg; die Anzahl der Stützen liegt nach übereinstimmenden Angaben bei über 1.000 Pfählen, von denen einzelne im Lauf der Jahrzehnte durch Betonstützen ersetzt wurden.Die Pfosten sind in den Untergrund des Sees eingerammt und tragen einfache Querträger, auf denen die Bohlen liegen.

Teakholz und Brückengeschichte im 19. Jahrhundert

U Bein Bridge wurde im 19. Jahrhundert errichtet, als Amarapura zeitweise Residenzstadt des birmanischen Königreichs unter der Konbaung-Dynastie war.Mehrere Quellen datieren den Bau in die Jahre zwischen 1849 und 1851, also in eine Phase, in der sich die politischen Zentren zwischen Inwa, Amarapura und Mandalay verschoben. Namensgeber der Brücke ist U Bein, ein hoher Amtsinhaber von Amarapura, der den Bau beaufsichtigte und dessen Name sich dauerhaft mit der hölzernen Querung verbunden hat.Die Nutzung von Teakholz passte zur Rolle des Materials im königlichen Bauwesen, das etwa auch in Palastanlagen eingesetzt wurde.

Teak gilt wegen seiner Dichte und seiner ölhaltigen Struktur als widerstandsfähig gegen Witterung, weshalb sich das Holz für eine lange, ungeschützte Brückenkonstruktion über einem flachen See eignete. Die Brücke folgt einer leicht geschwungenen Linie, die dem Uferverlauf und der flachen Seemulde angepasst ist und einen direkten Übergang zwischen dem Siedlungsgebiet von Amarapura und landwirtschaftlich genutzten Flächen hinter dem gegenüberliegenden Ufer ermöglicht.

U Bein Bridge als linearer Holzweg durch die Landschaft

U Bein Bridge bildet aus Holzpfosten, Querträgern und Bohlen einen linearen Steg, der den Taungthaman-See für Fußgänger und Radfahrer durchquert und unterwegs verschiedene kleine Aufweitungen und Rastpunkte bietet.Die Brücke ist als reiner Fußweg ausgelegt, motorisierter Verkehr bleibt außen vor. Die geringe Höhe über dem Wasser ermöglicht es, Boote unter einzelnen Feldern hindurchzuführen, während der Steg gleichzeitig als durchgehende, horizontale Linie in der Landschaft sichtbar bleibt.

Entlang der Brücke wechseln sich gleichmäßige Felder mit kurzen Abschnitten ab, an denen Treppen oder Rampen zu Plattformen führen, die etwas breiter sind als der laufende Steg. Von dort bietet sich der Blick über den See, dessen Wasserstand zwischen Regen- und Trockenzeit schwankt, wodurch die unteren Bereiche der Pfosten im Jahreslauf unterschiedlich weit freiliegen. Im Hintergrund zeichnen sich die Strukturen von Amarapura, verstreute Pagoden und die weite Ebene des Mandalay-Gebiets ab, sodass der hölzerne Steg zu einem markanten Element in einer offenen, leicht gewellten Landschaft wird.

U Bein Bridge besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • U Bein Bridge liegt bei Amarapura südlich der Stadt Mandalay im Mandalay-Region genannten Verwaltungsgebiet von Myanmar und überspannt den Taungthaman-See als hölzerner Fußweg.
  • Der Zugang zur Brücke erfolgt von beiden Ufern aus über einfache Wege im flachen Uferbereich, die an einigen Stellen in unbefestigte Pfade übergehen können.
  • Die Konstruktion besteht aus vielen hölzernen Stufen und Bohlen, die bei Nässe glatt werden können, und die Geländer sind vergleichsweise niedrig.
  • Amtssprache ist Birmanisch, gezahlt wird in Kyat.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

U Bein Bridge auf Social-Media-Plattformen

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U Bein Bridge: häufige Fragen

Wo liegt U Bein Bridge genau?

U Bein Bridge liegt am Taungthaman-See bei Amarapura im Mandalay-Region genannten Verwaltungsgebiet von Myanmar, südlich der Stadt Mandalay.

Was bietet ein Besuch der U Bein Bridge?

Ein Besuch führt über einen langen Teakholzsteg, der den flachen Taungthaman-See quert und weite Blicke auf Wasser, Pagoden und die Ebene um Amarapura ermöglicht.

Was kennzeichnet U Bein Bridge besonders?

Charakteristisch sind die Länge von rund 1,2 Kilometern, die Konstruktion aus zahlreichen Teakholzpfosten und Bohlen sowie die Lage als schmaler Steg durch eine offene Seenlandschaft.

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