Valle dei Templi: Dorische Tempel auf der Hügelkette
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 23:37 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Valle dei Templi liegt bei Agrigento auf Sizilien und bewahrt die monumentale Zone der antiken griechischen Stadt Akragas. Eine Reihe dorischer Tempel steht auf einer Kalksteinhöhe zwischen Stadt, Landschaft und Meer; die sichtbaren Bauten verbinden Architektur, Archäologie und Natur.
Die Tempel auf der Kalksteinhöhe
Akragas wurde 580 v. Chr. von Siedlern aus Gela gegründet. Die griechische Stadt entwickelte sich zu einer bedeutenden Kolonie auf Sizilien; ihre monumentale Zone lag an der südlichen Kante des Stadtgebiets. Der Name Valle dei Templi bezeichnet daher kein geschlossenes Tal, sondern eine archäologische Landschaft mit einer markanten Tempelreihe.
Die Tempel bestehen aus Kalkstein und folgen der dorischen Bauordnung. Säulen, Gebälke, Fundamentstufen und verstreute Werkstücke markieren die antike Sakrallandschaft. Das Gelände umfasst neben Tempeln auch Befestigungen, Heiligtümer, Nekropolen und Teile des früheren Stadtgefüges. Die Tempelreihe von Akragas entstand in mehreren Bauphasen seit dem 6. Jahrhundert v. Chr.
Vom Heraklestempel zum Concordiatempel
Der Tempel des Herakles gehört in das späte 6. Jahrhundert v. Chr. und zählt zu den ältesten großen Sakralbauten der Anlage. Seine Säulen stehen nicht vollständig, doch die Ruine vermittelt den Wechsel zwischen erhaltenen Bauteilen und offenen Fundamenten. Der Tempel der Hera, auch Juno genannt, wird in das 5. Jahrhundert v. Chr. datiert.
Der Concordiatempel prägt das Bild des Valle dei Templi besonders stark. Seine dorische Kolonnade besitzt 34 Säulen, die fast sieben Meter hoch sind. Im späten 6. Jahrhundert n. Chr. wurde der Bau in eine christliche Kirche umgewandelt; diese Nutzung trug zur Erhaltung des Gebäudes bei. Der Concordiatempel mit 34 Säulen steht damit als sichtbarer Baukörper neben Tempeln, von denen nur Teile erhalten sind.
Großmaßstab und Gartenlandschaft
Im westlichen Bereich liegen die Reste des Olympieions, des Zeusheiligtums. Der geplante Bau maß 112,60 Meter in der Länge und 56,30 Meter in der Breite. Die Anlage besaß keine vollständig aufrecht erhaltene Säulenreihe; liegende Architekturglieder und monumentale Figuren, die Telamone genannt werden, verweisen auf die Dimensionen des Projekts.
Zwischen den antiken Ruinen liegt der Garten der Kolymbethra. Oliven, Zitrusfrüchte und andere Kulturpflanzen begleiten dort die archäologischen Strukturen. Der Garten befindet sich zwischen dem Heiligtum der Dioskuren und dem Tempel des Hephaistos. Unter dem Gelände verlaufen antike Wasseranlagen, die zur Geschichte der Siedlung Akragas gehören. Der Garten der Kolymbethra bildet dadurch einen sichtbaren Übergang zwischen Kulturlandschaft und Ruinenfeld.
Valle dei Templi besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Valle dei Templi liegt südlich von Agrigento auf Sizilien. Die Stadt ist über Straßen- und Bahnverbindungen mit anderen Orten der Insel verbunden.
- Das Gelände verläuft über eine Kalksteinhöhe mit befestigten Wegen, Stufen und unterschiedlich hohen Ruinenbereichen. Für den Rundgang gehören wechselnde Untergründe und längere Abschnitte im Freien zum Ort.
- Der Archäologische und Landschaftspark umfasst neben den Tempeln auch das Heiligtum der Chthonischen Gottheiten, die Nekropolen, die Kolymbethra und Reste der antiken Stadt.
- Amtssprache ist Italienisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Valle dei Templi: häufige Fragen
Wo liegt Valle dei Templi?
Valle dei Templi liegt bei Agrigento im Süden Siziliens. Die Tempelzone erstreckt sich auf einer Kalksteinhöhe südlich der modernen Stadt.
Was bietet ein Besuch?
Das Gelände verbindet dorische Tempel, Heiligtümer, Nekropolen, Stadtspuren und den Garten der Kolymbethra. Sichtbare Säulen und Ruinen stehen neben offenen Fundamenten und verstreuten Bauteilen.
Was kennzeichnet die Anlage?
Valle dei Templi bewahrt das monumentale Erbe von Akragas, das 580 v. Chr. gegründet wurde. Die Stätte gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe.
