Vulkan Aso, Reise

Vulkan Aso in Japan: Wo Aso-san seine gewaltige Kraterwelt öffnet

31.05.2026 - 09:14:32 | ad-hoc-news.de

Vulkan Aso, lokal Aso-san genannt, ist einer der größten aktiven Vulkane der Welt und prägt die Landschaft um Aso in Japan. Warum dieser Ort deutsche Reisende fasziniert – und was Sie beim Besuch unbedingt wissen sollten.

Vulkan Aso, Reise, Japan
Vulkan Aso, Reise, Japan

Schwefeldampf steigt aus einem türkisgrünen Kratersee, die Luft riecht nach Mineralien, und rundherum spannt sich eine der größten Vulkankalderen der Erde: Vulkan Aso, auf Japanisch Aso-san (wörtlich etwa „Berg Aso“), ist ein Naturschauspiel, das sich tief einprägt. Wer auf dem Rand dieses Vulkans steht, blickt in eine Landschaft, die eher an einen fremden Planeten als an das ländliche Japan erinnert – und zugleich mitten im Alltag der Region Aso verankert ist.

Vulkan Aso: Das ikonische Wahrzeichen von Aso

Vulkan Aso liegt im Zentrum der südlichen Hauptinsel Ky?sh? und ist eines der bekanntesten Naturwahrzeichen Japans. Die gewaltige Caldera – also der wannenartige Einsturzkrater – misst rund 25 km mal 18 km und gehört damit zu den größten aktiven Vulkansystemen der Erde. In dieser Caldera liegen mehrere Ortschaften, Reisfelder und Graspfade, die zeigen, wie eng hier Natürliches und Alltägliches verbunden sind.

Im Inneren der Caldera ragen fünf Hauptgipfel auf, darunter der aktive Kraterkomplex des Nakadake. Dort, am oft dampfenden Hauptkrater, erleben Besucher den Vulkan besonders unmittelbar: Gaswolken, mineralisch gefärbte Felswände und bei passenden Bedingungen ein intensiv grüner oder türkisfarbener Kratersee. Je nach vulkanischer Aktivität wird der Zugang kurzfristig gesperrt – ein sichtbares Zeichen, dass Aso-san kein „schlafender“ Vulkan, sondern ein lebendiges System ist.

Für Japan selbst ist Vulkan Aso weit mehr als eine touristische Attraktion. Er prägt die Identität der Region Kumamoto, ist Motiv in Literatur und Kunst und dient mit seinen fruchtbaren Vulkanböden als Grundlage für Landwirtschaft und Viehzucht. Internationale Reiseführer und Magazine wie National Geographic und GEO heben Aso-san immer wieder als eine der eindrucksvollsten Vulkanlandschaften Asiens hervor. Aus Sicht deutscher Reisender ist Vulkan Aso damit ein Gegenpol zu bekannten europäischen Vulkanen wie dem Ätna oder dem Vesuv – wilder, grüner, und zugleich von japanischer Kultur umgeben.

Geschichte und Bedeutung von Aso-san

Geologisch reicht die Geschichte des Vulkans Aso weit in die Vergangenheit. Mehrere besonders große Ausbrüche in der Frühgeschichte haben die heutige Caldera überhaupt erst entstehen lassen. Durch gigantische Eruptionen brach die Magmakammer teilweise ein; übrig blieb die riesige Einbruchsmulde, in der sich heute die Stadt Aso, weitere Ortschaften und eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft befinden. Vulkanologen ordnen die größten Ausbrüche von Aso zu den stärkeren bekannten Eruptionen der Erdgeschichte ein, vergleichbar mit anderen sogenannten Supervulkanen – ohne jedoch in der jüngeren historischen Zeit Katastrophen globalen Ausmaßes ausgelöst zu haben.

In der aufgezeichneten Geschichte Japans wurde Aso immer wieder aktiv. Rauch und kleinere Ausbrüche sind über Jahrhunderte dokumentiert, zum Beispiel in Chroniken der Region Ky?sh? oder in Berichten von Tempeln und Schreinen. Auch in der modernen Zeit melden sich die Krater regelmäßig – mit Aschewolken, Gasemissionen oder gelegentlichem Lavaauswurf. Zu den jüngeren markanten Ereignissen zählt ein Ausbruch im Jahr 2016, der Asche hoch in die Atmosphäre schleuderte und an die anhaltende Energie im Inneren des Vulkans erinnerte. Der Betrieb der touristischen Einrichtungen wurde danach mehrfach angepasst, Sicherheitszonen und Evakuierungsrouten wurden nachjustiert.

Kulturell ist Aso eng mit dem Aso-Schrein verbunden, einem der ältesten und bedeutendsten Shint?-Schreine der Region. Der Schrein, der am nördlichen Rand der Caldera liegt, verehrt Gottheiten, die mit Landwirtschaft, Fruchtbarkeit und Schutz vor Naturgewalten verbunden sind. In der Logik des Shint?, der traditionellen japanischen Religion, sind Berge oft Sitz von Kami – heiligen Kräften oder Göttern. Aso-san wird so zugleich als Naturgewalt und als göttliche Präsenz wahrgenommen.

Für deutsche Leser ist hilfreich: Shint? ist keine Buchreligion mit Dogmen, sondern ein Geflecht aus Ritualen, Festen und Naturverehrung. Feste am Aso-Schrein, bei denen auch die Kräfte des Vulkans respektvoll adressiert werden, gehören zum Jahresrhythmus der Region. So entsteht eine Beziehung zum Vulkan, die über nüchterne Risikobetrachtungen hinausgeht: Aso-san ist Teil der Identität, nicht nur eine potenzielle Gefahr.

Auch in der modernen japanischen Gesellschaft bleibt Aso kulturell aufgeladen. Die Region ist Schauplatz von Filmen, TV-Dramen und Anime-Produktionen, die die Landschaft als Bühne nutzen. Reiseportale der Präfektur Kumamoto präsentieren Aso regelmäßig als „Herz der Insel Ky?sh?“, und auch die Japan National Tourism Organization (JNTO) bewirbt das Gebiet als eindrucksvolles Beispiel für das Zusammenspiel von Natur, Kultur und ländlicher Lebensweise.

Architektur, Naturbild und besondere Merkmale

Vulkan Aso ist kein einzelner spitzer Vulkankegel, wie man es vielleicht vom Fuji-san kennt, sondern ein komplexes System aus Caldera, Plateaus, Graslandschaften und einzelnen Gipfeln. Diese Struktur prägt die visuelle Wirkung grundlegend. Von Aussichtspunkten wie dem Daikanb? am Nordrand der Caldera wirkt die Landschaft wie eine gigantische, nahezu kreisrunde Schale, in deren Mitte die vulkanischen Berge aufragen – manchmal mit Wolkenkranz, oft mit sichtbar aufsteigenden Dämpfen.

Typisch sind die weitläufigen Grasflächen, die als Weideland genutzt werden. Sie werden in traditionellen Verfahren teilweise kontrolliert abgebrannt, um die Vegetation zu erneuern – ein Praxis, die zugleich zum Landschaftsbild gehört. Gerade im Frühjahr und Frühsommer leuchten diese Flächen sattgrün und bilden einen Kontrast zum grauen oder dunkelbraunen Vulkanboden nahe der aktiven Krater. Für viele Besucher ist dieser Wechsel von weichen, grünen Hügeln und schroffen, dunklen Kraterwänden ein zentrales visuelles Erlebnis.

Im engeren Kraterbereich fällt die Farbpalette besonders auf: Schwefelablagerungen färben Gesteine gelb, eisenhaltige Bestandteile erzeugen rötliche und bräunliche Töne. Wenn sich im Krater ein See bildet, variiert die Farbe je nach Konzentration der gelösten Stoffe von Smaragdgrün bis Türkis. Dieser Kontrast hat Vulkan Aso zu einem beliebten Motiv in Fotobänden, Kalendern und Social-Media-Feeds gemacht.

An den besser erschlossenen Aussichtspunkten sind die baulichen Strukturen bewusst zurückhaltend: Plattformen, kleine Besucherzentren, Parkflächen, Seilbahnstationen und Schutzräume sind funktional gestaltet, damit der Blick auf die Natur im Mittelpunkt bleibt. Einige dieser Anlagen mussten nach vulkanischer Aktivität oder Erdbeben repariert oder erneuert werden – insbesondere nach den Kumamoto-Erdbeben 2016, die Teile der Infrastruktur im Umland beschädigten. Die Verwaltung des Aso-Kuju-Nationalparks, in dem der Vulkan liegt, verbindet Sicherheitsaspekte mit sanftem Tourismus: klare Absperrungen, Beschilderung in mehreren Sprachen, Evakuierungspläne und ein System, das den Zugang je nach Gas- und Aktivitätslage dynamisch regelt.

Ein wichtiger Sicherheitsaspekt für Besucher sind die Emissionen von Schwefeldioxid und anderen Gasen. Behörden und Nationalparkverwaltung weisen darauf hin, dass Personen mit Atemwegserkrankungen besonders vorsichtig sein sollten. Die Zugänge zum aktiven Krater werden bei kritischen Werten konsequent gesperrt. Anders als bei manchen europäischen Wandergebieten ist der Zutritt hier stark reglementiert – aus gutem Grund, denn kurze Wetterwechsel und Aktivitätsschwankungen können die Situation am Kraterrand rasch ändern.

Auch die umgebende Kulturlandschaft gehört zum besonderen Charakter von Aso-san. In der Caldera liegen landwirtschaftliche Dörfer, heiße Quellen (Onsen), kleine Pensionen und traditionelle Gasthäuser (Ryokan). Viele dieser Häuser nutzen das vulkanisch erwärmte Wasser für Bäder, was den Vulkan auch im Alltag erlebbar macht. Die Kombination aus dramatischer Natur und ruhigen Onsen-Orten wirkt auf viele Gäste besonders reizvoll.

Vulkan Aso besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Vulkan Aso liegt in der Präfektur Kumamoto auf der Insel Ky?sh? im SĂĽden Japans. FĂĽr Reisende aus Deutschland bietet sich in der Regel ein Langstreckenflug nach Japan an, etwa nach Tokio (Flughäfen Haneda oder Narita) oder nach Osaka/Kansai. Von Frankfurt/Main, MĂĽnchen oder Berlin dauern Nonstop-FlĂĽge nach Tokio meist rund 11 bis 13 Stunden, abhängig von Route und Airline. Von Tokio aus geht es weiter per Inlandsflug nach Kumamoto oder Fukuoka oder mit dem Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug nach Kumamoto. Ab Kumamoto bestehen Zug- und Busverbindungen in Richtung Aso; je nach Verbindung ist mit etwa 1,5 bis 2,5 Stunden Anreise zum Vulkangebiet zu rechnen. Alternativ ist eine Anreise mit Mietwagen möglich, wobei in Japan Linksverkehr herrscht und Autobahnen mautpflichtig sein können.
  • Bahn- und Ă–PNV-Optionen: FĂĽr Reisende, die Japan mit dem Zug entdecken möchten, ist der Japan Rail Pass (JR Pass) häufig eine sinnvolle Option. Shinkansen-Verbindungen von Tokio oder Osaka nach Kumamoto sind gut ausgebaut. Von Kumamoto aus fahren RegionalzĂĽge Richtung Aso; zwischen einzelnen Stationen und den Aussichtspunkten ergänzen Linienbusse und teilweise Touristenbusse das Angebot. Fahrpläne können saisonal angepasst werden, daher ist ein Blick auf die aktuellen Informationen der Bahngesellschaften sinnvoll.
  • Ă–ffnungszeiten: Es gibt keinen „klassischen“ Eintritt in einen abgeschlossenen Park, da der Vulkan Teil eines weiträumig zugänglichen Nationalparks ist. Bestimmte Einrichtungen – etwa Besucherzentren, Seilbahnen, Parkplätze oder Souvenirshops – haben jedoch feste Ă–ffnungszeiten, die saisonal variieren und bei erhöhter vulkanischer Aktivität kurzfristig geändert werden können. Es empfiehlt sich ausdrĂĽcklich, die aktuellen Hinweise der zuständigen Stellen vor Ort oder ĂĽber offizielle Informationskanäle zu prĂĽfen. Formulierungen wie „ganzjährig geöffnet“ gelten nur eingeschränkt, weil Sicherheitslagen temporäre Sperrungen erfordern.
  • Eintritt und GebĂĽhren: Viele Aussichtspunkte sind grundsätzlich frei zugänglich, allerdings können fĂĽr Parkplätze, Seilbahnfahrten oder spezielle Aussichtszonen GebĂĽhren anfallen. Die Höhe dieser GebĂĽhren ändert sich gelegentlich; Reisemagazine und offizielle Tourismusorganisationen empfehlen daher, vor dem Besuch aktuelle Preisangaben direkt bei den lokalen Betreibern einzuholen. Da Japan den Yen als Währung nutzt, schwanken die umgerechneten Kosten in Euro (€) je nach Wechselkurs. Als grobe Orientierung liegen einfache GebĂĽhrensätze fĂĽr Parken oder kurze Auffahrten meist im niedrigen einstelligen bis unteren zweistelligen Eurobereich.
  • Beste Reisezeit: Vulkan Aso kann grundsätzlich das ganze Jahr ĂĽber besucht werden, doch jede Jahreszeit hat Besonderheiten. Im FrĂĽhling (März bis Mai) ergrĂĽnen die Grasflächen und die Temperaturen sind angenehm. Der Sommer (Juni bis August) kann warm und feucht sein, mit gelegentlichen Regenschauern und eingeschränkter Fernsicht. Der Herbst (September bis November) bietet oft klare Luft und besonders schöne Lichtstimmungen; zudem färbt sich die Vegetation vielerorts. Im Winter (Dezember bis Februar) ist es kĂĽhler, und auf höheren Lagen kann es zu Schnee kommen – dann können StraĂźen und Wege vorĂĽbergehend glatt oder gesperrt sein. Unabhängig von der Jahreszeit sollten Besucher beachten, dass starke Winde, Nebel, Regen oder erhöhte Gasemissionen den Zugang zu den Kratern kurzfristig einschränken können.
  • Tageszeit und Andrang: Viele ReisefĂĽhrer empfehlen, den Vulkan möglichst frĂĽh am Tag oder am späten Nachmittag zu besuchen, wenn das Licht weicher ist und Busgruppen seltener sind. An Wochenenden, Feiertagen und in japanischen Ferienzeiten (zum Beispiel „Golden Week“ im FrĂĽhjahr) ist mit mehr Andrang zu rechnen, insbesondere an gut erreichbaren Aussichtspunkten und Seilbahnen.
  • Sprache vor Ort: In Japan ist Japanisch die dominierende Sprache. In touristisch erschlossenen Gebieten wie dem Aso-Kuju-Nationalpark sind wichtige Hinweisschilder oft zweisprachig (Japanisch/Englisch). Englischkenntnisse sind im städtischen Bereich und bei jĂĽngeren Menschen verbreiteter, in ländlichen Regionen wie um Aso mitunter begrenzt. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. FĂĽr Reisende aus Deutschland ist es daher hilfreich, einfache englische Wendungen zu verwenden und eventuell eine Ăśbersetzungs-App bereitzuhalten.
  • Zahlung und Währung: In Japan wird in Yen bezahlt. Kreditkarten groĂźer internationaler Anbieter sowie zunehmend auch kontaktlose Zahlungen (z. B. per Smartphone) werden in vielen Hotels, größeren Geschäften und Bahnhöfen akzeptiert. In ländlichen Gebieten und kleineren Betrieben bleiben Bargeldzahlungen jedoch ĂĽblich. Deutsche Girokarten werden nicht immer akzeptiert; eine Kreditkarte ist meist praktischer. Geldautomaten, die internationale Karten akzeptieren, finden sich oft in Convenience Stores groĂźer Ketten.
  • Trinkgeldkultur: In Japan ist Trinkgeld unĂĽblich und kann sogar zu Verwirrung fĂĽhren. Guter Service gilt als Selbstverständlichkeit und ist im Preis enthalten. In Hotels oder Ryokan können in seltenen Fällen kleine Aufmerksamkeiten in einem Umschlag akzeptiert werden, sind aber nicht zwingend. Auch rund um Vulkan Aso ist daher kein Trinkgeld zu erwarten.
  • Kleidung und AusrĂĽstung: Wegen der wechselhaften Witterung in den Bergen ist mehrschichtige Kleidung sinnvoll. Eine wind- und regenfeste Jacke, feste Schuhe mit gutem Profil und Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme) sind empfehlenswert. Bei empfindlichen Atemwegen kann eine Maske helfen, die Luft zu filtern, allerdings ersetzt sie keine offiziellen Warnhinweise. Wer näher zu den aktiven Kratern möchte, sollte besonders auf Hinweisschilder und Absperrungen achten.
  • Fotografieren: Im AuĂźenbereich der Landschaft ist Fotografieren in der Regel erlaubt und ausdrĂĽcklich erwĂĽnscht – viele Aussichtspunkte sind geradezu fĂĽr Panoramen geschaffen. In sensiblen Bereichen, etwa in Schreinen, Onsen oder privaten UnterkĂĽnften, gelten individuelle Regeln; hier sollten Besucher auf Schilder und Hinweise achten. DrohnenflĂĽge sind in Nationalparks und in der Nähe aktiver Krater häufig eingeschränkt oder nur mit Genehmigung erlaubt.
  • Einreisebestimmungen: Japan liegt auĂźerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums. FĂĽr deutsche StaatsbĂĽrger gelten spezifische Einreise- und Visaregeln, die sich ändern können. Es ist dringend zu empfehlen, vor Reiseantritt die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitsinformationen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de zu prĂĽfen. Dies gilt insbesondere fĂĽr Aufenthaltsdauer, eventuelle Visapflichten, Gesundheitsbestimmungen und Zollregelungen.
  • Gesundheit und Versicherung: Bei Reisen nach Japan ist eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll, da die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland Kosten im Nicht-EU-Ausland nur sehr eingeschränkt ĂĽbernimmt. Wer Vulkan Aso besucht, sollte zudem auf individuellen Gesundheitszustand achten, insbesondere bei Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da Höhenlage, WetterumschwĂĽnge und vulkanische Gase belastend sein können.
  • Zeitverschiebung: Japan Standard Time liegt ganzjährig 8 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) und 7 Stunden vor Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Japan in der Regel 20:00 Uhr (MEZ) bzw. 19:00 Uhr (MESZ).

Warum Aso-san auf jede Aso-Reise gehört

Vulkan Aso ist ein Reiseziel, das gleich mehrere Ebenen verbindet. Auf der naturkundlichen Seite bietet er eine der spektakulärsten aktiven Vulkanlandschaften des Landes: die ausgedehnte Caldera, der dampfende Nakadake-Krater, weite Grasflächen und wechselnde Lichtstimmungen im Tagesverlauf. Für alle, die sich für Geologie interessieren, ist Aso-san ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie Vulkane Landschaften formen.

Auf der kulturellen Ebene öffnet der Besuch ein Fenster in das ländliche Japan. Anders als in den Mega-Metropolen Tokio oder Osaka erlebt man in Aso einen langsameren Rhythmus: kleine Dörfer, traditionelle Gasthäuser, Onsen-Bäder und lokale Küche, die auf Produkten aus der Region basiert. Beliebt sind etwa Rindfleisch aus der Umgebung, Milchprodukte und Gemüse, das auf vulkanischen Böden wächst.

Die religiös-kulturelle Dimension kommt besonders am Aso-Schrein zur Geltung, der als spirituelles Zentrum des Gebiets gilt. Wer sich Zeit nimmt, erkennt, wie stark Naturverehrung, Jahreszeitenfeste und der Respekt vor Naturgewalten den Alltag prägen. Im Vergleich zu bekannten europäischen Wallfahrts- und Kultorten wirkt Aso weniger monumental, aber tiefer in die umgebende Landschaft eingebettet.

Für Reisende aus Deutschland bietet Aso-san zudem die Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit sehr unterschiedliche Japan-Erfahrungen zu kombinieren: ein paar Tage in einer Großstadt, dann die Shinkansen-Fahrt in den Süden und schließlich eine Phase der Entschleunigung in den Bergen und heißen Quellen. Vulkan Aso lässt sich gut mit anderen Ky?sh?-Highlights wie der Stadt Kumamoto, den heißen Quellen von Beppu oder den Küstenlandschaften am Ariake-Meer verbinden.

Nicht zuletzt eignet sich Aso auch für Fotografie, Outdoor-Aktivitäten und leichtere Wanderungen. Routen entlang des Caldera-Randes oder durch die Graslandschaften sind, je nach Sicherheitslage, gut markiert, bieten aber deutlich weniger Infrastruktur als klassische Wanderregionen in Deutschland. Eine gute Vorbereitung und Respekt vor den Bedingungen vor Ort sind daher wichtig.

Vulkan Aso in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Medien tauchen Bilder und Videos von Vulkan Aso und Aso-san regelmäßig in Reise- und Naturfeeds auf: spektakuläre Kratershots, Sonnenaufgänge über der Caldera, Drohnenperspektiven (dort, wo erlaubt), aber auch stille Szenen aus Onsen-Orten und Dörfern. Für viele jüngere Reisende ist Aso längst ein „Instagrammable Spot“, der emotionale Naturerlebnisse mit dem Flair des ländlichen Japans verbindet.

Häufige Fragen zu Vulkan Aso

Wo liegt Vulkan Aso genau?

Vulkan Aso liegt in der Präfektur Kumamoto im Zentrum der Insel Ky?sh? im Süden Japans. Die nächstgrößere Stadt ist Kumamoto; der Vulkan ist Teil des Aso-Kuju-Nationalparks und prägt mit seiner großen Caldera die Umgebung der Stadt Aso.

Ist Vulkan Aso noch aktiv und wie sicher ist ein Besuch?

Vulkan Aso ist ein aktiver Vulkan, dessen Kraterbereich regelmäßig Gas ausstößt und gelegentlich Eruptionen zeigt. Die japanischen Behörden überwachen den Vulkan kontinuierlich und passen Zugangsbeschränkungen und Sicherheitszonen an die aktuelle Aktivität an. Für Besucher bedeutet dies: Ein Besuch ist in der Regel möglich, kann aber kurzfristigen Sperrungen unterliegen. Offizielle Warnhinweise und Absperrungen sollten unbedingt beachtet werden.

Wie erreiche ich Aso-san von Tokio oder Osaka aus?

Von Tokio oder Osaka aus führt der Weg meist über einen Inlandsflug oder die Shinkansen-Strecke nach Kumamoto oder Fukuoka. Von dort geht es mit Regionalzügen, Bussen oder Mietwagen weiter in die Region Aso. Je nach gewählter Verbindung ist mit mehreren Stunden Reisezeit innerhalb Japans zu rechnen, die sich gut mit Zwischenstopps kombinieren lassen.

Was ist das Besondere an der Landschaft rund um Vulkan Aso?

Besonders ist die Kombination aus einer der größten Vulkancalderen der Erde, mehreren Kratern – darunter der aktive Nakadake – und weitläufigen Gras- und Weideflächen, in denen Dörfer und landwirtschaftliche Flächen eingebettet sind. Dazu kommen Onsen-Orte, der Aso-Schrein und weite Panoramablicke, die Vulkanlandschaft und ländliches Japan verbinden.

Welche Jahreszeit eignet sich am besten fĂĽr eine Reise zum Vulkan Aso?

Viele Reisende bevorzugen Frühling und Herbst, weil die Temperaturen angenehm sind und die Sicht oft klar ist. Der Frühling bringt frisches Grün, der Herbst eindrucksvolle Lichtstimmungen. Im Sommer kann es heiß und feucht, im Winter kühl und teilweise schneereich sein. Unabhängig von der Jahreszeit ist mit kurzfristigen Änderungen durch Wetter oder vulkanische Aktivität zu rechnen.

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