Wai-O-Tapu, Rotorua

Wai-O-Tapu bei Rotorua: Neuseelands Farben- Wunderland

01.06.2026 - 10:33:09 | ad-hoc-news.de

Wai-O-Tapu bei Rotorua in Neuseeland wirkt wie eine andere Welt: dampfende Krater, leuchtende Farben, sprudelnde Geysire. Was deutsche Reisende dort wirklich erwartet.

Wai-O-Tapu, Rotorua, Reise
Wai-O-Tapu, Rotorua, Reise

Nebel steigt aus blubbernden, smaragdgrünen und orange leuchtenden Wasserflächen, der Geruch von Schwefel liegt in der Luft, während sich schmale Stege durch eine Landschaft schlängeln, die eher an einen fremden Planeten erinnert als an die Erde: Wai-O-Tapu („heilige Wasser“ in der Sprache der M?ori) südlich von Rotorua auf der neuseeländischen Nordinsel gehört zu den spektakulärsten Geothermalgebieten des Landes.

Wai-O-Tapu: Das ikonische Wahrzeichen von Rotorua

Wai-O-Tapu liegt rund 30 km südlich von Rotorua in der Region Bay of Plenty auf der Nordinsel Neuseelands. Das Gebiet befindet sich am nördlichen Rand des vulkanisch aktiven Taup?-„Vulkanfelds“, das auch den berühmten Taup?-See und zahlreiche andere Thermalgebiete speist. Für Reisende aus Deutschland zählt Wai-O-Tapu zu den eindrucksvollsten Naturattraktionen der Region, weil sich hier auf relativ kleinem Raum eine enorme Vielfalt geothermischer Erscheinungen zeigt: heiße Quellen, Schlammpools, farbige Mineralterrassen und der bekannte Champagne Pool.

Die offizielle Verwaltung von Wai-O-Tapu als „Thermal Wonderland“ hebt in Informationsmaterialien besonders die intensiven Farben hervor, die durch gelöste Mineralien wie Schwefel (gelb), Eisenoxide (rot bis orange) und Silikate (weißlich) entstehen. Fachmagazine und Naturführer – etwa neuseeländische Reiseportale und gedruckte Reiseführer – betonen, dass die Kombination aus Farbvielfalt, Kraterlandschaft und der Inszenierung durch Holzstege und Aussichtspunkte zu den stärksten visuellen Eindrücken auf der Nordinsel gehört. Für viele Besucher ist Wai-O-Tapu damit ein Höhepunkt auf der klassischen Route von Auckland über Rotorua nach Taup?.

Im Vergleich zu anderen Thermalgebieten rund um Rotorua gilt Wai-O-Tapu als besonders fotogen. Deshalb ist der Ort in Bildbänden, Kalendern und Social-Media-Feeds über Neuseeland überdurchschnittlich präsent. Reiseverlage beschreiben insbesondere den Champagne Pool mit seinem helltürkisen Wasser und dem orangefarbenen Rand als eines der meistfotografierten Naturmotive des Landes.

Geschichte und Bedeutung von Wai-O-Tapu

Die Region um Rotorua ist seit Jahrhunderten ein wichtiges Siedlungs- und Kulturland der M?ori, der indigenen Bevölkerung Neuseelands. Der Name Wai-O-Tapu wird in der Regel mit „heilige Wasser“ oder „heilige Quellen“ übersetzt. Geothermalfelder galten in der M?ori-Kultur nicht nur als praktische Energiequelle zum Kochen oder Baden, sondern auch als Orte mit spiritueller Bedeutung. In der weiteren Umgebung existieren zahlreiche historische Siedlungsplätze und heilige Stätten; Wai-O-Tapu selbst wird in touristischen Informationen allerdings vor allem als Naturerlebnis kommuniziert, ergänzt durch Hinweise auf den kulturellen Kontext der Region.

Mit der Ankunft europäischer Siedler im 19. Jahrhundert rückte das gesamte Rotorua-Gebiet als Kur- und Tourismusregion in den Fokus. Damals entstanden erste Badeanlagen und einfache Wege, um Besucher an geothermale Erscheinungen heranzuführen. Historische Reiseberichte erwähnen die „kochenden Seen“ und „rauchenden Täler“ rund um Rotorua früh als Besonderheit. In späteren Jahrzehnten wurden verschiedene Areale – darunter das heutige Wai-O-Tapu – touristisch erschlossen, mit markierten Pfaden, Stegen und Sicherheitsmaßnahmen.

Der heute zugängliche Teil von Wai-O-Tapu wird als privat betriebenes Geothermalpark-Gelände verwaltet, das öffentlich zugänglich ist, aber einen Eintritt verlangt. Der Park steht unter Auflagen des neuseeländischen Naturschutz- und Umweltrechts; die starke geothermale Nutzung der Region (etwa zur Energiegewinnung in anderen Arealen) ist gleichzeitig Gegenstand von Monitoring und Umweltstudien. Naturkundliche Institutionen in Neuseeland weisen darauf hin, dass Wai-O-Tapu als sensibler Lebensraum behandelt werden muss, in dem Besucherströme gelenkt und Flächen strikt geschützt werden.

Fachtexte zur Geologie Neuseelands ordnen Wai-O-Tapu in die längere Geschichte des Taup?-Vulkanfeldes ein, das durch wiederholte Vulkanausbrüche, tektonische Hebungen und hydrothermale Prozesse geformt wurde. Viele der heute sichtbaren Krater in Wai-O-Tapu sind wahrscheinlich in den letzten Jahrhunderten entstanden, etwa durch das plötzliche Zusammenbrechen von unterirdischen Hohlräumen, die zuvor durch heißes Wasser ausgehöhlt wurden. Konkrete Datierungen einzelner Krater variieren in der Literatur, weshalb Besucherinformationen meist zeitlos formulieren, dass es sich um geologisch junge, aber nicht genau datierte Formationen handelt.

Im touristischen Selbstverständnis der Region Rotorua nimmt Wai-O-Tapu eine wichtige Rolle ein: Es gehört zu den meistempfohlenen Ausflugszielen in offiziellen Reisebroschüren und Tourismusportalen, weil es das Bild Neuseelands als Land intensiver Naturkräfte besonders eindrücklich verkörpert. Für deutschsprachige Reisende, die häufig über Fernsehreportagen, Naturdokus und Bildbände auf Neuseeland aufmerksam werden, ist Wai-O-Tapu ein vertrautes Motiv noch bevor sie tatsächlich vor Ort sind.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn Wai-O-Tapu ein Naturphänomen ist, spielt die „Architektur“ der Landschaft und Wege eine große Rolle für das Besuchserlebnis. Die Betreiber des Parks haben ein Netz aus Holzstegen und Schotterwegen angelegt, das sich wie ein Rundweg-System durch das Gelände zieht. Informationstafeln erklären die wichtigsten Erscheinungen; Aussichtsplattformen erlauben Blicke in Krater und über größere Wasserflächen. Der Park ist in mehrere Routen unterteilt, die sich in Länge und Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Besucher können so entscheiden, ob sie nur eine kürzere Runde (typisch etwa 30–45 Minuten) oder das gesamte Areal erkunden möchten, was meist 1,5 bis 2 Stunden in Anspruch nimmt.

Das weithin bekannte Herzstück von Wai-O-Tapu ist der Champagne Pool. Dieser heiße Kratersee entstand, als bei einem hydrothermalen Ereignis unterirdisches Gestein kollabierte und sich ein mit Gasen und Mineralien angereichertes Wasserbecken formte. Die Wassertemperatur liegt – nach Angaben geologischer Studien und der Parkverwaltung – im Bereich von deutlich über 70 °C, an der Oberfläche häufig um 74 °C und mehr. Die orangefarbenen Ablagerungen am Rand bestehen vor allem aus Siliziumdioxid und mineralischen Beimengungen; aufsteigende Kohlendioxidbläschen erzeugen den „Champagner“-Effekt, der dem Pool seinen Namen gegeben hat.

Weitere markante Formationen sind:

  • Artist's Palette: Ein weit ausgedehnter, flacher Bereich, in dem Mineralien farbige Beläge bilden. Abhängig von Wetter, Sonneneinstrahlung und Wasserstand variiert das Farbspiel zwischen Gelb, Orange, Braun, GrĂĽn und WeiĂź. Der Name nimmt Bezug auf eine Malerpalette.
  • Devil's Bath: Ein leuchtend giftgrĂĽner Pool, dessen Farbe vor allem auf Schwefelverbindungen und Mikroorganismen zurĂĽckgeht. Das Becken wirkt, als sei es kĂĽnstlich eingefärbt, ist aber eine natĂĽrliche Erscheinung des Säuregehalts und der mineralischen Zusammensetzung.
  • Schlammpools: In einem separaten Bereich nahe dem Parkeingang finden sich brodelnde Schlammlöcher, die von vielen Fotografien bekannt sind. Der viskose Schlamm wird durch aufsteigende Gase in Bewegung gehalten; Blasen platzen und werfen kleine Schlammfontänen hoch.
  • Krater und Fumarolen: Entlang des Wegesystems öffnen sich zahlreiche Krater, aus denen Dampf austritt. Einige sind mit Wasser gefĂĽllt, andere trocken. Sie zeugen von der Aktivität des unterirdischen Systems.

Ein besonderes inszenatorisches Element ist der Lady Knox Geyser, der sich in einem benachbarten Areal befindet und traditionell mit dem Besuch von Wai-O-Tapu verbunden ist. Bei diesem Geysir wird zu einer festgelegten Uhrzeit ein Hilfsstoff (Seife) in die Öffnung gegeben, um eine künstlich ausgelöste Eruption zu ermöglichen. Das Schauspiel zieht viele Besucher an, ist aber im Unterschied zu natürlichen, unvorhersehbaren Geysiren ein kontrollierter Vorgang. In Reiseführern wird darauf hingewiesen, dass dies eher eine Showeinlage als ein reines Naturphänomen ist.

Naturkundler und Geolog:innen betonen in Fachartikeln, dass Wai-O-Tapu ein Beispiel dafür ist, wie vulkanische Aktivität sichtbare Oberflächenformen schafft und ständig verändert. Gase, Druckverhältnisse und Wasserführung können sich im Lauf der Jahre verschieben. Deshalb weisen offizielle Stellen darauf hin, dass Pfade und Zugangszonen bei Bedarf angepasst oder gesperrt werden. Für Besucher aus Deutschland erinnert diese Dynamik an vulkanisch aktive Regionen in Island oder Italien, allerdings mit einer eigenen, stark farbigen Ästhetik.

Gestalterisch arbeitet der Park mit zurückhaltender Infrastruktur: Es gibt ein Besucherzentrum mit Kasse, Souvenirverkauf und einfachen Serviceangeboten (Sanitäranlagen, meist ein Café-Bereich oder Snackangebote), während das eigentliche Erleben draußen in der Landschaft stattfindet. Dies entspricht dem Ansatz vieler Naturparks in Neuseeland, die Eingriffe in die Landschaft minimieren wollen.

Wai-O-Tapu besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Wai-O-Tapu liegt rund 30 km sĂĽdlich von Rotorua an der State Highway 5 in Richtung Taup?. FĂĽr Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise nach Neuseeland in der Regel per Flug ĂĽber internationale Drehkreuze wie Singapur, Dubai, Doha oder Hongkong; von Frankfurt, MĂĽnchen, Berlin oder DĂĽsseldorf fĂĽhren klassische Routen nach Auckland oder – mit Umstieg – nach Wellington. Von Auckland aus sind es mit dem Mietwagen ungefähr 220 km bis Rotorua, was einer Fahrzeit von etwa 3 Stunden entspricht. Von Rotorua aus benötigt man fĂĽr die Fahrt nach Wai-O-Tapu meist rund 30–40 Minuten. In der Region verkehren zudem organisierte Tagestouren, häufig ab Rotorua, gelegentlich auch als kombinierte Touren mit anderen SehenswĂĽrdigkeiten.
  • Ă–ffnungszeiten: Die Ă–ffnungszeiten von Wai-O-Tapu können je nach Saison und betrieblichen Anpassungen variieren. In der Vergangenheit lagen sie meist im Bereich der Tageslichtstunden, häufig etwa von Vormittag bis Nachmittag. Da sich Rahmenbedingungen durch Wetter, Wartungsarbeiten oder behördliche Vorgaben ändern können, sollten Besucher die jeweils aktuellen Ă–ffnungszeiten und Hinweise direkt bei Wai-O-Tapu oder ĂĽber offizielle Tourismusinformationen von Rotorua prĂĽfen. Dies gilt insbesondere zu Feiertagen oder in Zeiten besonderer Einschränkungen (z. B. bei Naturereignissen).
  • Eintritt: FĂĽr den Besuch von Wai-O-Tapu wird ein Eintrittspreis erhoben. Die genaue Höhe hängt von der Art des Tickets (Erwachsene, Kinder, Familien, ggf. Kombiticket mit Lady Knox Geyser) und möglichen saisonalen Anpassungen ab. Da Eintrittspreise sich im Zeitverlauf ändern, sollten Reisende die aktuellen Konditionen auf der offiziellen Website oder bei zuverlässigen Reiseveranstaltern nachsehen. Zur Orientierung kann man damit rechnen, dass der Preis im Vergleich zu anderen neuseeländischen Naturattraktionen im mittleren Bereich liegt. Gezahlt wird vor Ort meist in neuseeländischen Dollar (NZD); fĂĽr Besucher aus Deutschland empfiehlt sich ein Ăśberblick ĂĽber den aktuellen Wechselkurs, um die ungefähren Kosten in Euro zu schätzen.
  • Beste Reisezeit: Neuseeland liegt auf der SĂĽdhalbkugel, sodass die Jahreszeiten umgekehrt zu Mitteleuropa sind: Sommer von etwa Dezember bis Februar, Winter von Juni bis August. Wai-O-Tapu kann grundsätzlich das ganze Jahr ĂĽber besucht werden. Viele ReisefĂĽhrer empfehlen die Zeit von späten FrĂĽhling bis frĂĽhen Herbst (ungefähr Oktober bis April), weil die Tage länger sind und das Licht die Farben besonders intensiv zur Geltung bringt. An klaren, kĂĽhlen Tagen im neuseeländischen Herbst oder Winter können die Dampf- und Nebelschwaden eindrucksvoller sichtbar sein. Wer Menschenmengen vermeiden möchte, sollte StoĂźzeiten am späten Vormittag und zur Mittagszeit meiden und eher frĂĽh am Morgen oder später am Nachmittag kommen.
  • Dauer des Besuchs und Wegstrecken: FĂĽr den Rundgang durch Wai-O-Tapu sollten Reisende mindestens 1,5 bis 2 Stunden einplanen, insbesondere wenn alle Wegvarianten genutzt und Fotos gemacht werden. Die Wege sind ĂĽberwiegend leicht begehbar, mit wenigen stärkeren Steigungen, aber zum Teil unebenem Untergrund. Feste Schuhe sind deutlich empfehlenswert. Aufgrund von Dampf, Feuchtigkeit und teilweise schwefelhaltiger Luft ist es sinnvoll, empfindliche Elektronik und KameraausrĂĽstung gut zu schĂĽtzen.
  • Sprache vor Ort: Amtssprachen in Neuseeland sind Englisch und M?ori. In touristischen Regionen wie Rotorua ist die Verständigung auf Englisch problemlos möglich; viele Mitarbeitende im Tourismusbereich sind an internationale Gäste gewöhnt. Deutschsprachige Informationen sind eher die Ausnahme, allerdings bieten einige Reiseveranstalter deutschsprachige Touren an. Wer ein wenig Englisch beherrscht, kommt im Alltag und im Park gut zurecht. Informationstafeln im Gelände sind ĂĽberwiegend auf Englisch, gelegentlich mit M?ori-Begriffen.
  • Zahlung und Trinkgeld: Neuseeland ist kartenzahlungsfreundlich. Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden im Regelfall akzeptiert, auch im Bereich Rotorua und bei touristischen Anbietern. Mobile Payment mit Diensten wie Apple Pay oder Google Pay wird immer verbreiteter, kann aber je nach Anbieter variieren. Trinkgeld ist in Neuseeland nicht in dem Umfang ĂĽblich wie in Nordamerika; im Servicebereich werden moderate Trinkgelder fĂĽr guten Service geschätzt, sind aber nicht zwingend. Bei gefĂĽhrten Touren kann ein kleines Extra fĂĽr Guides angemessen sein, wird aber nicht vorausgesetzt.
  • Gesundheit, Sicherheit und Kleidung: Der Besuch von Wai-O-Tapu ist bei Beachtung der markierten Wege sicher. Aufgrund der geothermischen Aktivität kann der Boden abseits der Wege instabil oder sehr heiĂź sein; deshalb ist das Verlassen der Pfade strikt untersagt. Besucher sollten Kinder gut im Blick behalten. Empfohlen sind geschlossene Schuhe, wetterangepasste Kleidung (in Neuseeland kann das Wetter rasch wechseln) und Sonnenschutz, insbesondere im neuseeländischen Sommer. Wer empfindlich auf Schwefelgeruch reagiert, sollte beachten, dass die Luft in Teilen des Parks deutlich nach „faulen Eiern“ riechen kann.
  • Einreisebestimmungen: FĂĽr die Einreise nach Neuseeland benötigen deutsche StaatsbĂĽrger in der Regel eine elektronische Reisegenehmigung (NZeTA) und mĂĽssen bestimmte Einreise- und Zollbestimmungen beachten, etwa zu Lebensmitteln und Outdoor-AusrĂĽstung. Da sich Regelungen ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de und bei den neuseeländischen Behörden prĂĽfen. FĂĽr einen Aufenthalt empfiehlt sich zudem eine Auslandsreisekrankenversicherung, da medizinische Leistungen auĂźerhalb der EU nicht durch die europäische Krankenversicherungskarte abgedeckt sind.
  • Zeitverschiebung: Neuseeland liegt je nach Jahreszeit in der Regel 10 bis 12 Stunden vor Mitteleuropa. Wenn in Deutschland Winterzeit (MEZ) gilt, beträgt die Zeitdifferenz meist +12 Stunden, während in der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) ĂĽblicherweise +10 Stunden anfallen. FĂĽr die Planung von FlĂĽgen, Anrufen und Jetlag-Strategien sollten Reisende diesen deutlichen Zeitsprung berĂĽcksichtigen.
  • Kulturelle Hinweise: Im gesamten Rotorua-Gebiet spielt die Kultur der M?ori eine sichtbare Rolle, etwa in Form von Veranstaltungsangeboten, Kulturzentren und traditioneller Darbietungen. Reisende sollten respektvoll mit kulturellen Symbolen und Erzählungen umgehen. Auch wenn Wai-O-Tapu als Naturattraktion vermarktet wird, stammt der Name aus der M?ori-Sprache und verweist auf den kulturellen Zusammenhang. Respekt gegenĂĽber der Natur – etwa durch MĂĽllvermeidung und das Befolgen von Hinweisschildern – entspricht auch der neuseeländischen Wertschätzung gegenĂĽber ihrer Umwelt.

Warum Wai-O-Tapu auf jede Rotorua-Reise gehört

Für viele Reisende aus Deutschland ist die Region Rotorua ein Fixpunkt einer Neuseeland-Reise. Die Kombination aus geothermischer Aktivität, Seenlandschaft und kulturellen Angeboten macht den Ort zu einem vielseitigen Reiseziel. Wai-O-Tapu sticht in diesem Kontext hervor, weil es eine besonders konzentrierte Form der geothermischen Landschaft bietet. Während heiße Quellen und Thermalbäder in Rotorua auch der Erholung dienen, ist Wai-O-Tapu vor allem ein Schauplatz zum Staunen und Beobachten.

Schon beim Betreten des Rundwegs wird deutlich, wie ungewöhnlich die Szenerie ist: Der Boden wechselt von grauen Ascheflächen zu gelblichen Schwefelkrusten, dazwischen immer wieder Dampf, der aus Spalten aufsteigt. Die Farben sind an sonnigen Tagen fast überreal – der Champagne Pool wirkt, als wäre er für ein Filmset gestaltet worden. Reiseführer für Neuseeland betonen regelmäßig, dass die Bedingungen hier – starke Hitze, säurehaltiges Wasser, mineralreiche Böden – nur wenigen Organismen Lebensraum bieten. Damit wird der Ort zu einer Art „lebendigem Labor“, in dem sich geologische und chemische Prozesse direkt an der Oberfläche zeigen.

Für Fotografie-Enthusiasten bietet Wai-O-Tapu Motive in nahezu jeder Wegbiegung. Besonders gefragt sind Aufnahmen am Rand des Champagne Pool, bei denen die orangefarbene Linie, das türkisgrüne Wasser und der aufsteigende Dampf miteinander kontrastieren. Je nach Wind und Temperatur ist der Pool teilweise verdeckt oder klar sichtbar. Wer früh am Morgen vor Ort ist, erlebt oft besonders stimmungsvolle Licht- und Dampfsituationen. Gleichzeitig sollten Besucher die Sicherheitshinweise beachten und sich nicht über Geländer lehnen oder ungesicherte Bereiche betreten, um zum Beispiel „perfekte“ Selfies zu machen.

Wai-O-Tapu lässt sich gut mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Region Rotorua kombinieren. Zu nennen sind etwa:

  • Rotorua-Stadt und Ufer des Rotorua-Sees mit Promenade, Museen und Kultureinrichtungen.
  • Weitere Geothermalparks rund um Rotorua, die ebenfalls Krater, Geysire und Thermalquellen zeigen, jedoch mit anderen Schwerpunkten.
  • Redwoods Whakarewarewa Forest mit seinen hohen KĂĽstenmammutbäumen und Wanderwegen, der einen eindrucksvollen Kontrast zur offenen Thermal-Landschaft bietet.
  • Maori-Kulturangebote, etwa Abendveranstaltungen mit traditionellem H?ngi-Essen, Gesang und Tanz, in denen Besucher HintergrĂĽnde zur Geschichte und Mythologie erfahren.

Aus Sicht vieler Neuseeland-Reiseexperten lohnt sich der Besuch von Wai-O-Tapu besonders für Erstbesucher des Landes, da der Park exemplarisch zeigt, welche Naturkräfte Neuseeland prägen. Wer bereits andere geothermische Regionen der Welt besucht hat, etwa in Island, wird in Wai-O-Tapu die ungewöhnliche Farbpalette und die vergleichsweise kompakten Wege zu schätzen wissen.

Für Familien mit Kindern kann ein Besuch anregend sein, da sich geologische Prozesse anschaulich erklären lassen. Eltern sollten allerdings auf die Sicherheitsregeln achten und Kindern klar vermitteln, dass Wasser und Schlamm hier nicht zum Anfassen gedacht sind. Schulische Materialien und Naturführer betonen, dass geothermale Zonen keine „Spielplätze“ sind, auch wenn sie farbenfroh und attraktiv wirken.

Wai-O-Tapu in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien ist Wai-O-Tapu zu einem beliebten Motiv geworden, das oft als Beweis für die „unwirkliche“ Schönheit Neuseelands dient. Reisende teilen Fotos und Videos des Champagne Pool, der Schlammpools und des Devil's Bath, häufig mit kurzen Reiseberichten und Tipps zur besten Tageszeit für den Besuch. Viele Beiträge betonen, wie intensiv Geruch, Farben und Geräusche vor Ort wirken – Eindrücke, die auf Fotos nur teilweise eingefangen werden können.

Häufige Fragen zu Wai-O-Tapu

Wo liegt Wai-O-Tapu genau?

Wai-O-Tapu liegt auf der neuseeländischen Nordinsel, etwa 30 km südlich von Rotorua in der Region Bay of Plenty. Es befindet sich an der State Highway 5 Richtung Taup? in einer der geothermisch aktivsten Zonen des Landes.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr Wai-O-Tapu einplanen?

Für einen Besuch von Wai-O-Tapu sollten Reisende mindestens 1,5 bis 2 Stunden einplanen, um die verschiedenen Rundwege in Ruhe zu gehen und die wichtigsten Aussichtspunkte – einschließlich Champagne Pool, Artist's Palette, Devil's Bath und der Schlammpools – zu erleben.

Was ist das Besondere an Wai-O-Tapu im Vergleich zu anderen Thermalgebieten?

Wai-O-Tapu zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Farbvielfalt aus, die durch mineralreiche heiße Quellen entsteht. Der Champagne Pool mit seinem türkisfarbenen Wasser und orangefarbenen Rand, die grünen und gelben Becken sowie die Schlammpools machen das Gebiet besonders fotogen und eindrucksvoll.

Wie erreicht man Wai-O-Tapu von Deutschland aus?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel ĂĽber internationale Drehkreuze nach Auckland oder Wellington. Von Auckland aus sind es etwa 220 km nach Rotorua und weitere 30 km nach Wai-O-Tapu, meist mit einem Mietwagen oder im Rahmen einer organisierten Tour.

Welche Jahreszeit eignet sich am besten fĂĽr einen Besuch?

Wai-O-Tapu kann ganzjährig besucht werden. Besonders beliebt ist die Zeit von Oktober bis April, wenn die Tage länger sind. An kühleren Tagen sind die Dampfschwaden oft eindrucksvoller, während im Sommer die Farben bei klarer Sonne kräftig wirken.

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