Zhujiajiao-Wasserstadt, Shanghai Reise

Zhujiajiao-Wasserstadt bei Shanghai: Chinas leises Venedig

14.06.2026 - 13:32:40 | ad-hoc-news.de

Die Zhujiajiao-Wasserstadt bei Shanghai in China entführt Besucher zwischen Kanäle, Tempel und Steinbrücken – warum dieses alte Handelsdorf Zhujiajiao deutsche Reisende besonders fasziniert.

Zhujiajiao-Wasserstadt, Shanghai Reise, China Kultur
Zhujiajiao-Wasserstadt, Shanghai Reise, China Kultur

Früher Morgen in der Zhujiajiao-Wasserstadt: Nebel liegt über den Kanälen, eine einzelne Holzfähre gleitet lautlos unter einer grau verwitterten Steinbrücke hindurch, aus einer Garküche steigt der Duft von gedämpften Teigtaschen auf. Zhujiajiao, oft als „Wasserstadt von Shanghai“ beschrieben, wirkt wie eine Zeitkapsel – und ist doch nur rund eine Stunde von der Hochhaus-Skyline der Metropole entfernt.

Zhujiajiao-Wasserstadt: Das ikonische Wahrzeichen von Shanghai

Die Zhujiajiao-Wasserstadt gilt als eine der bekanntesten traditionellen Wasserstädte in der Region um Shanghai. Für viele Reisende ist sie ein Gegenpol zu den gläsernen Wolkenkratzern von Lujiazui und den Einkaufsmeilen der Stadt. Statt hupender Autos dominieren hier schmale Kanäle, jahrhundertealte Steinbrücken und weiß gekalkte Wohnhäuser mit dunklen Holzbalkonen.

Oft wird Zhujiajiao als „Venedig von Shanghai“ bezeichnet, weil sich das Leben entlang der Wasserstraßen abspielt. Händler bieten ihre Waren vom Boot aus an, kleine Fähren setzen Besucher von einem Ufer zum anderen, und auf den Brücken versammeln sich Fotografierende, die den Blick auf die Wasserwege festhalten. Während Shanghai als globales Finanzzentrum gilt, bewahrt Zhujiajiao das Bild einer alten Handelsstadt im chinesischen Süden.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Zhujiajiao interessant, weil hier mehrere China-Bilder zusammentreffen: die kleinteilige, historische Altstadt mit Tempeln und alten Wohnhäusern; die Rolle als ehemaliger Handelsplatz an Wasserwegen; und der Kontrast zur ultramodernen Mega-City, die nur eine kurze Fahrt entfernt liegt. Der Ort ist damit nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern ein wichtiger Baustein, um Shanghai und Ostchina kulturell zu verstehen.

Geschichte und Bedeutung von Zhujiajiao

Der Name Zhujiajiao (wörtlich etwa „Siedlung der Familie Zhu“) verweist auf die historische Entwicklung als Dorfgemeinschaft, die sich an einem Knotenpunkt von Wasserwegen formierte. Die Ursprünge des Ortes reichen mehrere Jahrhunderte zurück. Verschiedene historische und touristische Darstellungen betonen, dass sich die Siedlung während einer der großen chinesischen Kaiserdynastien – häufig wird die Ming-Dynastie genannt – zu einem wichtigen Handelsplatz entwickelte, in dem vor allem Reis, Seide und Textilien umgeschlagen wurden. Exakte Gründungsdaten oder eine eindeutig belegbare Jahreszahl für die Stadtwerdung werden von seriösen Institutionen allerdings nicht übereinstimmend angegeben; daher lässt sich Zhujiajiao zeitlos als „mehrere Jahrhunderte alter Handelsort“ beschreiben.

Traditionell spielten Wasserwege in dieser Region eine ähnliche Rolle wie Straßen in Europa. Kanäle verbanden Dörfer, Märkte und Städte miteinander, und Waren wurden auf Booten transportiert. In diesem Kontext entwickelte sich Zhujiajiao zu einem kleineren, aber strategisch günstig gelegenen Handelszentrum nahe Shanghai. Historische Quellen aus China verweisen darauf, dass der Ort von lokalen Kaufleuten geprägt war und im Umland eine wichtige Rolle für den regionalen Markt spielte.

Mit der wachsenden Bedeutung Shanghais im 19. und frühen 20. Jahrhundert verlagerte sich der wirtschaftliche Schwerpunkt zwar zunehmend in die Hafenstadt am Huangpu-Fluss. Dennoch blieb die Altstadt von Zhujiajiao weitgehend erhalten, weil sie ihre Funktion als lokaler Marktort und Wohngebiet behielt. Als Shanghai im späten 20. Jahrhundert zum globalen Wirtschaftszentrum aufstieg, wurde der historische Kern von Zhujiajiao zunehmend als kulturelles Erbe erkannt und touristisch erschlossen.

Heute gilt die Zhujiajiao-Wasserstadt als bedeutendes Kulturgut in der Region. Sie ist zwar (Stand der verfügbaren seriösen Informationen) nicht als UNESCO-Welterbestätte eingetragen, wird aber in vielen Publikationen internationaler Medien und von chinesischen Tourismusbehörden als Beispiel traditioneller Wasserstädte Ostchinas hervorgehoben. Chinesische und internationale Reiseführer ordnen den Ort häufig gemeinsam mit anderen Wasserstädten der Region wie Wuzhen, Zhouzhuang oder Tongli ein.

Für die Geschichte der Stadt Shanghai nimmt Zhujiajiao eine ergänzende Rolle ein: Während der Hafen und das Bund-Ufer die Öffnung Chinas und die koloniale Epoche symbolisieren, steht die Wasserstadt für die länger zurückreichenden, landwirtschaftlich und handwerklich geprägten Wurzeln der Region. Wer Shanghai historisch verstehen möchte, erhält hier ein Bild der ländlich-urbanen Kultur, die vor der Industrialisierung und Urbanisierung das Umland prägte.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Was die Zhujiajiao-Wasserstadt so eindrücklich macht, ist ihr relativ geschlossenes Stadtbild. Entlang der Kanäle reihen sich traditionelle Wohnhäuser, oft weiß verputzt, mit dunklen Holzbalken, geschnitzten Fensterrahmen und geschwungenen Dächern. Viele Gebäude spiegeln charakteristische Stilelemente der südchinesischen Bauweise wider: Innenhöfe, hölzerne Galerien und niedrige Dächer, die im Sommer Schatten spenden und das subtropische Klima erträglicher machen.

Besonderes Augenmerk ziehen die Steinbrücken auf sich, die die Kanäle überspannen. In zahlreichen touristischen und kulturhistorischen Publikationen wird betont, dass Zhujiajiao für seine Vielzahl an historischen Brücken bekannt ist. Konkrete Zahlen zu Anzahl und exaktem Baujahr schwanken zwischen den Quellen und können deshalb nicht eindeutig angegeben werden. Sicher ist jedoch, dass mehrere der Brücken aus Stein gebaut sind, häufig mit eleganten Rundbögen, und teilweise auf eine Baugeschichte zurückblicken, die mehrere Jahrhunderte umfasst.

Eine der meistfotografierten Brücken ist die „Fangsheng-Brücke“, die in vielen Bildbänden und Fotoessays als Motiv auftaucht. Sie wird in chinesischen Beschreibungen oft als eine der älteren und größeren Steinbrücken des Ortes hervorgehoben. Genaue technische Daten wie Länge oder exakte Baujahre werden jedoch je nach Quelle unterschiedlich angegeben und werden hier bewusst nicht numerisch wiedergegeben, um nur doppelt gesicherte Informationen zu verwenden.

Zu den architektonischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten in Zhujiajiao zählen zudem mehrere Tempel, Gärten und ehemalige Wohnsitze von Kaufmannsfamilien. Typisch für die Region sind Anlagen mit Teichen, Pavillons, kunstvoll angelegten Steinen und Bambushainen. In vielen Häusern haben sich verzierten Holztüren, steinerne Schwellen und mit Kalligrafie verzierte Schilder erhalten, die den Besuch zu einem Rundgang durch verschiedene Epochen chinesischer Alltagskultur machen.

Auch das religiöse Erbe ist präsent. In Zhujiajiao finden sich buddhistische Tempel, kleinere Dao-Tempel und Altäre, an denen Räucherstäbchen verbrannt werden. Diese Mischform religiöser Praktiken ist in großen Teilen Chinas verbreitet: Buddhismus, Daoismus und traditionelle Ahnenverehrung existieren in vielen Regionen nebeneinander und sind oft in einem einzigen Tempelkomplex erfahrbar.

Kulturell interessant ist außerdem das Kunsthandwerk. In den Gassen bieten Kunsthandwerker und Händler unterschiedliche Produkte an: von kalligrafierten Schriftrollen über Fächer, Seidentücher, kleine Malereien und traditionellen Schmuck bis zu modernen Souvenirs. In einigen Häusern werden Ausstellungen mit Fotografien und Kunstwerken gezeigt, die sich mit dem Alltagsleben in der Wasserstadt auseinandersetzen. Diese Angebote können sich im Detail ändern; daher empfiehlt es sich, sich vor Ort oder über aktuelle Tourismusinformationen über zeitlich begrenzte Ausstellungen zu informieren.

Internationale Reiseführer wie etwa die großen deutschen Verlagsreihen zu China und Shanghai betonen übereinstimmend, dass Zhujiajiao eine der am besten zugänglichen Wasserstädte für einen Tagesausflug aus Shanghai ist. Sie heben den atmosphärischen Kontrast zur Großstadt hervor und empfehlen häufig, neben der Hauptgasse auch Seitenwege und weniger frequentierte Brücken zu erkunden, um ein authentischeres Bild zu bekommen.

Zhujiajiao-Wasserstadt besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Zhujiajiao liegt im Westen des Stadtgebiets von Shanghai, in der administrativen Einheit Qingpu District. Die Entfernung vom Stadtzentrum Shanghais (z.?B. vom Bund) beträgt grob 40 bis 50 km. Je nach Verkehrslage und Transportmittel dauert die Anreise von der Innenstadt aus in der Regel zwischen 45 und 90 Minuten.

    FĂĽr Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise in aller Regel zunächst per Flug nach Shanghai. DirektflĂĽge von groĂźen deutschen Drehkreuzen wie Frankfurt am Main, MĂĽnchen oder gelegentlich auch Berlin nach Shanghai werden immer wieder von groĂźen internationalen Airlines angeboten. Flugpläne ändern sich jedoch regelmäßig; daher sollten konkrete Verbindungen bei den Airlines oder Reiseportalen geprĂĽft werden. Inklusive Direktflug liegt die reine Flugzeit ĂĽblicherweise bei rund 10 bis 12 Stunden, abhängig von Route und Windverhältnissen.

    Vom Stadtzentrum Shanghais nach Zhujiajiao führen mehrere Möglichkeiten:
  • Ă–ffentliche Verkehrsmittel innerhalb Shanghais
    Shanghai verfügt über ein dichtes U-Bahn- und Busnetz. Die Wasserstadt Zhujiajiao ist an dieses System angebunden, teilweise über U-Bahn-Linien, die in den Westen der Metropole führen, mit anschließender Bus- oder Taxiweiterfahrt. Da Linienführungen und Umsteigeoptionen sich ändern können, empfiehlt es sich, kurz vor der Reise die offizielle Webseite des öffentlichen Verkehrs in Shanghai oder aktuelle Karten-Apps zu nutzen. Touristische Informationsstellen und die meisten Hotels in Shanghai können Hinweise geben, wie die jeweils schnellste Route nach Zhujiajiao aussieht.
  • Taxi oder Ride-Hailing
    Ein Taxi oder ein in China verbreiteter Ride-Hailing-Dienst (ähnlich wie in Europa bekannte Plattformen) bietet eine vergleichsweise direkte Anreise. Die Kosten variieren abhängig von Tageszeit, Verkehrslage und Anbieter. Für Reisende, die kein Chinesisch sprechen, kann es hilfreich sein, den Namen „Zhujiajiao Ancient Town“ beziehungsweise die chinesische Schreibweise auf dem Smartphone vorzuzeigen.
  • Organisierte AusflĂĽge
    Viele lokale Reiseanbieter in Shanghai bieten organisierte Halbtages- oder TagesausflĂĽge nach Zhujiajiao an. Diese Pakete beinhalten meist den Transfer, teilweise einen Guide und den Besuch weiterer Aussichtspunkte oder SehenswĂĽrdigkeiten unterwegs. Wer wenig Zeit hat oder eine gefĂĽhrte EinfĂĽhrung in Geschichte und Kultur bevorzugt, kann solche Angebote nutzen. Die konkrete Auswahl sollte ĂĽber etablierte Anbieter oder das Hotel erfolgen; auf Vermittlungsportale und Bewertungen ist mit kritischem Blick zu achten.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die Altstadt von Zhujiajiao ist als Wohn- und Geschäftsviertel im Prinzip jederzeit zugänglich. Einzelne Sehenswürdigkeiten wie Tempel, Museen oder Gärten haben jedoch eigene Öffnungszeiten, die variieren können – etwa saisonal oder aufgrund von Renovierungsarbeiten. Allgemeine touristische Informationen nennen häufig Tagesöffnungszeiten vom Vormittag bis zum späten Nachmittag beziehungsweise frühen Abend. Da sich diese Angaben ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Informationen direkt bei den offiziellen Tourismusinformationen Shanghais oder beim jeweiligen Veranstalter prüfen. Ein Hinweis im Reiseplan wie „Öffnungszeiten können variieren – direkt in Zhujiajiao oder bei der Tourismusbehörde Shanghais prüfen“ ist empfehlenswert.
  • Eintritt
    Der Zugang zur Altstadt selbst ist häufig kostenfrei, während für bestimmte Sehenswürdigkeiten – etwa Tempelanlagen, Museen oder spezielle Gärten – ein Ticket benötigt wird. Konkrete Eintrittspreise schwanken je nach Ort, Saison und Paket (Einzeltickets oder Kombitickets). Seriöse Quellen nennen unterschiedliche Preisstrukturen, sodass an dieser Stelle auf aktuelle Zahlen verzichtet wird. Für Reisende aus Deutschland lässt sich zeitlos festhalten: Es ist sinnvoll, einen kleineren Betrag an Bargeld in der lokalen Währung bereitzuhalten und vor Ort zu prüfen, welche Tickets für die gewünschten Besichtigungen nötig sind.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in Shanghai ist feucht-subtropisch. Die Ăśbergangsjahreszeiten FrĂĽhjahr (etwa März bis Mai) und Herbst (etwa September bis Anfang November) gelten vielen Reisenden als angenehm: Die Temperaturen sind meist moderat, und die Luftfeuchtigkeit ist oft besser erträglich als in den heiĂź-feuchten Sommermonaten. Sommer können sehr warm werden, mit Temperaturen, die in den Bereich von 30 Â°C und darĂĽber steigen, sowie hoher Luftfeuchtigkeit. Der Winter ist relativ kĂĽhl, kann sich durch die feuchte Luft aber kälter anfĂĽhlen, als die Temperaturen vermuten lassen.

    Unabhängig von der Jahreszeit ist Zhujiajiao an Wochenenden und Feiertagen tendenziell stärker besucht. Wer ruhigere Eindrücke bevorzugt, sollte möglichst einen Wochentag wählen und früh am Vormittag oder am späteren Nachmittag anreisen. Dann sind die Lichtverhältnisse für Fotos oft besonders attraktiv, und der Andrang an den Hauptbrücken ist geringer.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    In Zhujiajiao selbst wird überwiegend Chinesisch gesprochen. In touristisch geprägten Bereichen, etwa bei Bootsanbietern, in Cafés oder Souvenirläden, sind gelegentlich einfache Englischkenntnisse vorhanden, insbesondere bei jüngeren Mitarbeitenden. Allgemein sind die Englischkenntnisse in Großstädten Chinas unter jüngeren Menschen verbreiteter als auf dem Land. Wer kein Chinesisch spricht, kann mit einer Übersetzungs-App, Kartenmaterial auf dem Smartphone und schriftlichen Adressen gut zurechtkommen.

    In China hat sich die bargeldlose Zahlung stark verbreitet, insbesondere per Smartphone-Apps. Internationale Kreditkarten werden in großen Hotels, gehobenen Restaurants und manchen Geschäften in Shanghai akzeptiert, in kleineren Läden oder bei Straßenständen jedoch nicht immer. Es ist daher ratsam, eine international gängige Kreditkarte mitzuführen und zusätzlich eine kleinere Menge Bargeld in chinesischer Währung bereitzuhalten. Die Verbreitung der in Deutschland gewohnten Girocard-/EC-Systeme ist in China begrenzt; sie kann meist nicht direkt eingesetzt werden.

    Trinkgeld ist in China traditionell nicht fest verankert und in vielen Alltagsbereichen nicht üblich. In touristischen Kontexten, etwa bei organisierten Ausflügen oder privaten Guides, hat sich jedoch ein freiwilliges Trinkgeld etabliert. Es gibt keine allgemein verbindlichen Prozentsätze; kleine Aufmerksamkeiten als Anerkennung guter Leistung sind möglich, aber nicht verpflichtend.
  • Kleiderordnung und Fotografieren
    In der Zhujiajiao-Wasserstadt gibt es keine strenge Kleiderordnung. Da der Ort jedoch Tempel und religiöse Stätten umfasst, ist respektvolle Kleidung angebracht: Schultern und Knie sollten in Tempeln eher bedeckt sein, und es ist üblich, in Innenräumen von Gebetshallen leise zu sprechen. Beim Fotografieren gilt: Menschen nur mit ihrem Einverständnis im Nahbereich fotografieren und Hinweisschilder beachten, die das Fotografieren in bestimmten Bereichen – etwa in Tempeln oder kleinen Museen – einschränken können.
  • Einreisebestimmungen
    Für die Einreise nach China gelten für deutsche Staatsangehörige Visabestimmungen, die sich ändern können. Oft ist für touristische Aufenthalte ein Visum erforderlich, das vorab beantragt werden muss. Da die Regelungen und mögliche Ausnahmen variieren, sollten Reisende die jeweils aktuellen Bestimmungen rechtzeitig vor der Abreise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den chinesischen Auslandsvertretungen prüfen. Für Aufenthalte außerhalb der Europäischen Union empfiehlt sich zudem der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, da die deutsche gesetzliche Krankenversicherung in China in der Regel keinen umfassenden Schutz bietet.
  • Zeitverschiebung
    China verwendet landesweit eine einheitliche Zeitzone, die sogenannte „China Standard Time“. GegenĂĽber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt der Zeitunterschied ĂĽblicherweise +7 Stunden, gegenĂĽber der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) meist +6 Stunden. Wer in Shanghai landet, erlebt daher je nach Jahreszeit einen deutlichen Jetlag; ein ruhiger erster Tag kann helfen, sich aufzuwärmen und an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.

Warum Zhujiajiao auf jede Shanghai-Reise gehört

Für viele Besucherinnen und Besucher ist Zhujiajiao mehr als ein hübsches Ausflugsziel: Die Wasserstadt erzählt leise, aber eindrücklich von der Lebensweise entlang der Kanäle, von Handel und Handwerk, von Tempeln und Teehäusern. Wer nur die glitzernde Seite Shanghais sieht, erlebt vor allem die moderne, internationale Metropole. Erst im Zusammenspiel von Innenstadt und Umland – und hier spielt Zhujiajiao eine zentrale Rolle – entsteht ein vollständigeres Bild der Region.

Der Reiz liegt im Kontrast: Nach einer Fahrt durch Schnellstraßen und Hochhaussiedlungen taucht man in Gassen ein, die von roten Laternen gesäumt sind, in denen Holzboote anlegen und in denen ältere Bewohner am Kanalrand Karten spielen oder Gemüse waschen. Städtebau, der in Europa seit Jahrhunderten von Straßen dominiert wird, wirkt hier anders: Wasser ist Verkehrsweg, Bühne und Lebensraum zugleich.

Wer eine Shanghai-Reise plant und nur begrenzt Zeit hat, kann Zhujiajiao ideal als Tagesausflug einbauen. Am Vormittag lässt sich die Altstadt erkunden, eine Bootsfahrt unter den Steinbrücken hindurch unternehmen und in einem der vielen einfachen Restaurants am Wasser ein Mittagessen genießen. Am Nachmittag bleiben Zeit für Tempelbesuche, Fotostopps und kleine Einkäufe, bevor es zurück in die Großstadt geht.

Für Reisende aus Deutschland bietet der Besuch zudem eine seltene Gelegenheit, traditionelle chinesische Architektur und Alltagskultur im Kontext einer Großregion zu erleben, die sonst vor allem mit wirtschaftlicher Dynamik und moderner Skyline in Verbindung gebracht wird. Der Abgleich zwischen bekannten Bildern – Hochhäuser, Neon, internationale Marken – und der Realität des Alltags in einer historischen Wasserstadt schärft den Blick für die Vielschichtigkeit des Landes.

Auch für Familien ist Zhujiajiao interessant: Kinder erleben die Bootsfahrt als Abenteuer, und die kleinen Brücken, Gassen und Märkte bieten viele Eindrücke auf engem Raum. Für kulturinteressierte Reisende eröffnet der Ort Zugang zu Tempeln, traditionellen Wohnhäusern und kleinen Museen, die Einblicke in vergangene Lebenswelten geben. Fotografiebegeisterte finden unzählige Motive – vom Spiegelbild der Brücken im Wasser über Laternen und Hausfassaden bis zu Szenen des Alltags.

Zhujiajiao-Wasserstadt in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Medien taucht Zhujiajiao häufig auf, wenn Reisende ihre Eindrücke von Shanghai teilen. Besonders beliebt sind Motive, in denen traditionelle Boote und Steinbrücken in der Abenddämmerung zu sehen sind, während Laternen und Häuser im Wasser reflektiert werden. Kurze Video-Clips zeigen oft den Kontrast zwischen der hektischen Innenstadt Shanghais und der ruhigen Atmosphäre in der Wasserstadt. Für viele Nutzerinnen und Nutzer wird Zhujiajiao damit zu einem Symbol für das „andere“, langsamere China, das sich innerhalb kurzer Zeit von einer Megacity aus erreichen lässt.

Häufige Fragen zu Zhujiajiao-Wasserstadt

Wo liegt die Zhujiajiao-Wasserstadt genau?

Zhujiajiao liegt westlich des Stadtzentrums von Shanghai im Distrikt Qingpu. Die Wasserstadt ist Teil des größeren Stadtgebiets und befindet sich in einer Entfernung von grob 40 bis 50 km vom Bund und den innerstädtischen Vierteln.

Wie alt ist Zhujiajiao?

Zhujiajiao entwickelte sich über mehrere Jahrhunderte hinweg als Handelsort an einem Netz von Kanälen. Viele historische Darstellungen verorten den Aufschwung des Ortes in eine Zeit, in der in China kaiserliche Dynastien herrschten und der Wasserhandel eine zentrale Rolle spielte. Exakte Gründungsdaten werden von seriösen Quellen jedoch nicht einheitlich angegeben.

Wie erreicht man Zhujiajiao von Shanghai aus?

Von der Innenstadt Shanghais lässt sich Zhujiajiao per öffentlichem Verkehr (U-Bahn mit Busanschluss), Taxi, Ride-Hailing-Service oder im Rahmen organisierter Tagesausflüge erreichen. Die Fahrzeit variiert je nach Verkehr und gewähltem Verkehrsmittel, liegt aber typischerweise im Bereich von rund einer Stunde.

Was ist das Besondere an der Zhujiajiao-Wasserstadt?

Besonders sind die Kanäle, Steinbrücken und traditionellen Wohnhäuser, die zusammen mit Tempeln, Gärten und Märkten ein geschlossenes historisches Stadtbild erzeugen. Zhujiajiao zeigt eine Wasserstadt-Kultur, in der Boote lange eine ähnliche Rolle wie Straßen in europäischen Städten spielten.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Zhujiajiao?

Angenehm sind vor allem die Übergangsjahreszeiten Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen moderater und die Luftfeuchtigkeit oft niedriger sind als im Sommer. Wer große Besucherströme vermeiden möchte, wählt nach Möglichkeit einen Wochentag und plant den Besuch für Vormittag oder späten Nachmittag.

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