Zitadelle von Erbil, Reise

Zitadelle von Erbil: Zeitreise auf den Hügel von Qelat Hewler

31.05.2026 - 09:57:06 | ad-hoc-news.de

Die Zitadelle von Erbil, lokal Qelat Hewler genannt, thront seit Jahrtausenden über Erbil im Irak. Warum dieser Hügel als eine der ältesten Siedlungen der Welt gilt – und was Reisende aus Deutschland heute dort erwartet.

Zitadelle von Erbil, Reise, Kultur
Zitadelle von Erbil, Reise, Kultur

Auf einem ovalen Hügel über den Dächern von Erbil erhebt sich die Zitadelle von Erbil, lokal Qelat Hewler („Festung von Erbil“ auf Kurdisch) genannt – ein geschlossener Ring aus Lehmziegelhäusern, der wie eine Zeitkapsel in die Geschichte des Vorderen Orients wirkt. Wer vom geschäftigen Basar die steilen Rampen hinaufsteigt, steht plötzlich in einer Welt, in der mehrere Jahrtausende Stadtgeschichte auf wenigen Hektar konzentriert sind.

Zitadelle von Erbil: Das ikonische Wahrzeichen von Erbil

Die Zitadelle von Erbil gilt als eines der markantesten Wahrzeichen des Nordirak und prägt die Silhouette der Stadt schon aus großer Entfernung. Die kompakte Anlage ruht auf einem künstlich über Jahrtausende angewachsenen Siedlungshügel, der sich deutlich über das moderne Straßennetz erhebt. Das Bild erinnert aus deutscher Perspektive entfernt an eine Kombination aus Burghügel und Altstadt – nur deutlich dichter bebaut und archaischer in der Materialität.

Internationale Organisationen wie die UNESCO beschreiben die Zitadelle als außergewöhnliches Beispiel einer kontinuierlich bewohnten Stadtanlage des Vorderen Orients. Ihre Lage auf einem rund 25 bis 30 Meter hohen Hügel über dem Umland macht sie zu einem weithin sichtbaren Orientierungspunkt und zu einem kulturellen Anker in einer Region, die von Migration, Handel und politischen Umbrüchen geprägt wurde. Auch moderne Reiseführer heben hervor, dass sich in der Zitadelle wie unter einem Brennglas ablesen lässt, wie sich Stadtleben, Herrschaft und Alltagskultur über lange Zeiträume verändert haben.

Für Reisende aus Deutschland ist Qelat Hewler dabei mehr als nur ein Fotomotiv: Der Ort bietet die seltene Gelegenheit, die abstrakten Geschichtskapitel des Schulunterrichts – Mesopotamien, Assyrer, Osmanen – mit einem konkreten, begehbaren Stadtraum zu verbinden. Zwischen restaurierten Wohnhäusern, historischen Moscheen und kleinen Museen entsteht ein eindrucksvoller Eindruck davon, wie eng Geschichte, Religion und Alltagsleben in dieser Region miteinander verwoben sind.

Geschichte und Bedeutung von Qelat Hewler

Die historische Tiefenschärfe der Zitadelle von Erbil ist einer ihrer größten Reize. Archäologische und historische Forschungen verorten die Anfänge der Siedlung in eine ferne Epoche des 3. oder 2. Jahrtausends vor Christus, also in eine Zeit, in der große Teile Mitteleuropas noch von kleineren Stammesgemeinschaften geprägt waren. In Mesopotamien – dem „Land zwischen den Flüssen“ Euphrat und Tigris – entstanden dagegen bereits hochentwickelte Stadtstaaten und Reiche.

Über lange Zeit war der Hügel von Erbil ein begehrter Standort für Herrscher unterschiedlicher Reiche: assyrische, neubabylonische, achämenidische und später hellenistische und sassanidische Machtzentren nutzten die erhöhte Position, um Verwaltung, Militär und Kultstätten zu bündeln. In islamischer Zeit – von den frühen Kalifaten über die seldschukischen und osmanischen Epochen – blieb die Zitadelle eine befestigte Oberstadt, in der wohlhabende Familien, religiöse Autoritäten und lokale Eliten lebten.

Aus deutscher Perspektive hilft ein zeitlicher Vergleich: Während etwa im 13. Jahrhundert in Mitteleuropa gotische Kathedralen wie der Kölner Dom geplant wurden, war die Zitadelle von Erbil längst ein etablierter Stadthügel mit Moscheen, Wohnhöfen und Handwerksvierteln. Sie stand an einer wichtigen Route zwischen Anatolien, dem Iran und dem Zweistromland und profitierte vom Fernhandel, der Stoffe, Gewürze, Metallwaren und Ideen durch die Region transportierte.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Umstand, dass die Zitadelle in weiten Teilen ihrer Geschichte dauerhaft besiedelt war. Berichte aus osmanischer Zeit und Reisebeschreibungen des 19. und 20. Jahrhunderts schildern eine lebendige Oberstadt mit eigenen Nachbarschaften, religiösen Einrichtungen und Marktpunkten. Erst in den 2000er-Jahren wurden die letzten Bewohner im Zuge umfangreicher Restaurierungs- und Sicherungsarbeiten umgesiedelt, um die Bausubstanz zu stabilisieren und archäologische Untersuchungen zu ermöglichen.

In der jüngeren Geschichte spielte Erbil zudem eine wichtige Rolle als Zentrum der Autonomen Region Kurdistan. Die Zitadelle von Erbil entwickelte sich in diesem Kontext zu einem symbolischen Ort kurdischer Identität, aber auch zu einem Treffpunkt der verschiedenen Bevölkerungsgruppen der Stadt – Kurden, Araber, Turkmenen, Christen und andere Minderheiten. Kulturinstitutionen und lokale Verwaltungen betonen immer wieder, dass Qelat Hewler als gemeinsames Erbe verstanden werden soll, das über ethnische und religiöse Grenzen hinweg verbindet.

Die internationale Anerkennung kulminierte im 21. Jahrhundert mit der Einstufung der Zitadelle als UNESCO-Welterbestätte. Die Begründung hebt den außergewöhnlichen universellen Wert hervor, der sich aus der langen Besiedlungsgeschichte, der dichten historischen Bausubstanz und der Rolle der Zitadelle als symbolischer Ort für die Region ergibt. Der UNESCO-Status brachte sowohl Aufmerksamkeit als auch Verantwortung: Die Zitadelle von Erbil rückte in den Fokus konservatorischer Programme, zugleich werden seither Erwartungen an behutsamen Tourismus und nachhaltige Nutzung formuliert.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Zitadelle von Erbil ein Lehrbuchbeispiel für traditionelle Wohn- und Stadtbaukunst im nördlichen Mesopotamien. Charakteristisch sind die dicken Lehmziegelmauern, die eng aneinandergerückten Häuser und die introvertierten Hofstrukturen. Viele Bauten orientierten sich weniger zur Straße als zum inneren Patio, der als geschützter Ort für Familie, Arbeit und soziale Treffen diente – ein Prinzip, das sich auch in historischen Häusern im Mittelmeerraum oder in Altstädten wie Damaskus oder Aleppo findet.

Besonders markant ist die umlaufende Außenfassade der Zitadelle: Von unten betrachtet präsentiert sich ein beinahe geschlossener Ring aus bräunlichen Mauern und Fassaden, der nur an wenigen Punkten durch drei Haupteingänge unterbrochen wird. Diese Tore führen über rampenartige Aufgänge auf das Plateau. Die Außenmauern sind nicht als klassische Burgmauern einzelner Epoche zu verstehen, sondern als über Jahrhunderte „verwachsene“ Häuserfronten, die gemeinsam eine Art Stadtmauer bilden.

Im Inneren öffnen sich enge Gassen, die sich dem ovalen Grundriss des Hügels anpassen. Kleine Plätze, Kreuzungen und Blickachsen auf Moscheen oder größere Hofhäuser lockern das dichte Gefüge auf. Dass viele Gebäude heute nicht mehr in ihrem Originalzustand erhalten sind, liegt an Erdbeben, Witterung, Vernachlässigung und späteren Umbauten. Restaurierungsprojekte versuchen, typische Elemente wie dekorative Stuckarbeiten, Holzbalkone, traditionelle Fensteröffnungen und die Nutzung lokaler Materialien wieder herauszuarbeiten.

Kulturell interessant ist auch die Funktionsmischung der Zitadelle. Historisch vereinte sie Wohnquartiere, religiöse Gebäude, Verwaltungsstrukturen und kleine Handwerksbetriebe auf engem Raum. Moscheen mit schlanken Minaretten, traditionelle Wohnhäuser mit Innenhöfen, vielleicht auch kleinere religiöse Einrichtungen anderer Gemeinschaften und einfache Läden beschrieben einst ein Kaleidoskop des städtischen Lebens. Moderne Museumsprojekte greifen diese Vielfalt auf, indem sie in ausgewählten Gebäuden Ausstellungen zu Themen wie Stadtgeschichte, traditionelles Handwerk, Textilien oder Alltagskultur einrichten.

Die Restaurierung der Zitadelle ist ein langfristiges Projekt, an dem lokale Behörden, internationale Experten und Organisationen beteiligt sind. Ziel ist es, die historische Substanz zu sichern, einsturzgefährdete Bereiche zu stabilisieren und zugleich eine Nutzung zu ermöglichen, die sowohl kulturelle als auch touristische Aspekte berücksichtigt. Ausstellungen, Kulturzentren und Bildungsangebote sollen Qelat Hewler mittelfristig zu einem lebendigen Anziehungspunkt machen, der sowohl die Bevölkerung Erbils als auch internationale Gäste anspricht.

Für architektur- und kulturinteressierte Reisende aus Deutschland lässt sich der Besuch mit bekannten Vergleichspunkten einordnen: In der Dichte der verwinkelten Gassen erinnert der Ort entfernt an arabische Altstädte wie die Medina von Fès, in der dominanten Hügelstruktur eher an mittelalterliche Burgstädte. Anders als in vielen europäischen Altstädten ist die Materialität jedoch stärker von Lehm und unverputztem Mauerwerk geprägt, was der Zitadelle insbesondere in der goldenen Stunde vor Sonnenuntergang eine eindrucksvolle Farbstimmung verleiht.

Zitadelle von Erbil besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Die Zitadelle von Erbil liegt im Zentrum der Stadt Erbil im Norden des Irak, in der Autonomen Region Kurdistan. Vom internationalen Flughafen Erbil sind es je nach Verkehr etwa 20 bis 30 Minuten Fahrzeit mit dem Taxi ins Stadtzentrum. Aus Deutschland gibt es zeitweise direkte oder umsteigepflichtige Verbindungen nach Erbil, häufig über große Drehkreuze im Nahen Osten oder in der Türkei. Die reine Flugzeit ab Frankfurt, München oder Berlin liegt – je nach Routing – in einer Größenordnung von etwa 4 bis 6 Stunden, wobei mit Umsteigezeiten deutlich längere Gesamt-Reisezeiten möglich sind. Eine Anreise per Bahn aus Mitteleuropa ist praktisch nicht realistisch; Fernbusangebote konzentrieren sich in der Regel auf regionale Routen im Nahen Osten.
  • Öffnungszeiten
    Da sich die Rahmenbedingungen im Irak ändern können und Restaurierungsarbeiten den Zugang beeinflussen, variieren die Öffnungszeiten der Zitadelle von Erbil. Teilbereiche können zeitweise geschlossen oder nur im Rahmen von Führungen zugänglich sein. Am besten ist es, kurz vor der Reise die aktuellen Informationen über offizielle Stellen oder lokale Tourismusinformationen in Erbil zu prüfen. Grundsätzlich ist tagsüber der Zugang zu bestimmten Bereichen meist möglich, während Abendöffnungen von Programmen, Veranstaltungen oder Sicherheitslage abhängen können.
  • Eintritt
    Eintrittsregelungen können sich im Zuge der weiteren Entwicklung des Areals verändern. Zeitweise wurde für den Besuch bestimmter Museen oder Ausstellungen innerhalb der Zitadelle ein Eintrittsgeld erhoben, während der Zugang zu Außenbereichen kostenfrei blieb. Da Gebührenstrukturen angepasst werden können, empfiehlt sich eine zeitnahe Information über aktuelle Konditionen vor Ort, etwa über Hotelrezeptionen oder lokale Reiseleiter. Preisangaben im Internet können schnell veralten; Reisende sollten mit einem moderaten Eintrittspreis rechnen, der üblicherweise in der lokalen Währung Irakischer Dinar erhoben und teilweise auch in US-Dollar akzeptiert wird. Zur groben Orientierung kann man davon ausgehen, dass Eintritte meist im niedrigen einstelligen Eurobereich liegen, Wechselkurse schwanken jedoch.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in Erbil ist kontinental und geprägt von heißen, trockenen Sommern und vergleichsweise milden Wintern. Für einen Besuch der Zitadelle empfehlen sich insbesondere Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November), wenn die Temperaturen angenehmer sind und längere Stadtspaziergänge leichter fallen. Im Hochsommer können die Temperaturen tagsüber deutlich über 35 °C steigen, weshalb Besichtigungen eher auf die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag gelegt werden sollten. Im Winter kann es kühl und gelegentlich regnerisch werden, die Sicht auf die Stadt ist dann aber oft klar.
  • Sprache, Kommunikation und Führung
    In Erbil sind Kurdisch (vor allem Sorani) und Arabisch die wichtigsten Amtssprachen. Englisch wird in touristischen Einrichtungen, Hotels, bei jüngeren Menschen und in Teilen der Dienstleistungsbranche vielfach zumindest grundlegend verstanden. Deutschsprachige Angebote sind deutlich seltener; Reisende aus Deutschland kommen im Alltag mit Englisch in der Regel am besten voran. Für eine vertiefte historische Einordnung kann sich eine geführte Tour – auf Englisch oder nach Absprache in anderen Sprachen – lohnen, da lokale Guides den Wandel der Zitadelle aus erster Hand erläutern.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist der Irakische Dinar. In Erbil sind internationale Kreditkarten in vielen größeren Hotels, Restaurants und Einkaufszentren verbreitet, in kleineren Geschäften und Taxis spielt Bargeld jedoch weiterhin eine große Rolle. Für den Besuch der Zitadelle und der umliegenden Basare empfiehlt sich daher ausreichend Bargeld in lokaler Währung. Trinkgeld wird – ähnlich wie in anderen Ländern der Region – geschätzt, ist aber nicht in allen Situationen zwingend. In Restaurants sind 5 bis 10 Prozent üblich, sofern kein Servicezuschlag enthalten ist. Für Guides, Fahrer und andere Dienstleistungen bietet sich ein kleines Zusatzhonorar als Anerkennung an, abhängig von Dauer und Qualität der Leistung.
  • Kleiderordnung und Umgangsformen
    Die Zitadelle von Erbil liegt in einer überwiegend muslimischen Gesellschaft, in der vielerorts eine eher konservative Kleidungs- und Umgangskultur gepflegt wird. Reisende aus Deutschland sollten sich dezent kleiden: Schultern und Knie bedeckt, keine zu engen oder transparenten Kleidungsstücke. Für den Besuch von Moscheen oder religiösen Einrichtungen sind je nach Ort zusätzliche Anforderungen möglich, etwa das Bedecken des Kopfes bei Frauen. Generell gilt ein respektvoller Umgang beim Fotografieren von Menschen; vor Porträtaufnahmen sollte ausdrücklich gefragt werden.
  • Fotografieren und Sicherheit
    Die Zitadelle bietet zahlreiche Panorama- und Detailmotive, vom Blick über die Stadt bis zu Texturen der Lehmziegel. In der Regel ist das Fotografieren für private Zwecke in den Außenbereichen erlaubt; in Museen oder bei bestimmten Exponaten können Einschränkungen gelten. Im gesamten Irak – auch in der Autonomen Region Kurdistan – ist die Sicherheitslage dynamisch. Reisende sollten sich vor der Reise umfassend informieren, lokale Hinweise beachten und offizielle Empfehlungen ernst nehmen.
  • Einreisebestimmungen
    Für deutsche Staatsbürger können unterschiedliche Einreiseregeln für die Autonome Region Kurdistan und andere Teile des Irak gelten. Visa-Bestimmungen, Sicherheitslage und Einreiseformalitäten ändern sich bisweilen relativ kurzfristig. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sorgfältig prüfen und die dortigen Bewertungen zur Lage in Erbil und im Irak berücksichtigen. Eine gültige Reisekrankenversicherung mit Auslandsdeckung ist dringend zu empfehlen, da die europäische Krankenversicherungskarte außerhalb der EU in der Regel nicht gilt.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Der Irak liegt in einer Zeitzone, die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel um eine Stunde voraus ist. Während der Sommerzeit in Deutschland (MESZ) kann die Zeitverschiebung abweichen; je nach saisonaler Umstellung kann es zeitweise keine oder eine andere Differenz geben. Vor Abflug empfiehlt sich ein kurzer Abgleich der aktuellen Zeitverschiebung, insbesondere bei Umsetzung von Anschlussflügen oder Transfers.

Warum Qelat Hewler auf jede Erbil-Reise gehört

Wer Erbil besucht, erlebt in der Zitadelle eine Verdichtung der Stadt- und Regionalgeschichte, die weit über einzelne Sehenswürdigkeiten hinausgeht. Der Aufstieg über die Rampen führt symbolisch wie praktisch von der lauten Gegenwart der Großstadt in eine historische Oberstadt, die trotz Restaurierungsarbeiten noch immer von ihren alten Strukturen erzählt. Von den Kanten des Hügels bietet sich ein weiter Blick über die Dächer, Moscheen, neuen Hochhäuser und Verkehrsachsen Erbils – ein Panorama, das traditionelles Stadtgefüge und moderne Entwicklung nebeneinander sichtbar macht.

Für deutschsprachige Reisende, die sich für Geschichte, Kultur und Architektur interessieren, ist Qelat Hewler ein idealer Ausgangspunkt, um den Irak jenseits der Schlagzeilen kennenzulernen. Der Ort öffnet ein Fenster in die Vielschichtigkeit einer Region, die oft nur mit Konflikten in Verbindung gebracht wird, in Wirklichkeit aber auf eine der reichsten Zivilisationsgeschichten der Menschheit zurückblickt. Der Besuch erlaubt es, abstrakte Begriffe wie Mesopotamien, Assyrer oder Osmanen in konkrete Räume zu übersetzen, die man durchschreiten, sehen, riechen und hören kann.

Zudem liegt die Zitadelle in unmittelbarer Nähe weiterer Attraktionen. Direkt am Fuß des Hügels breitet sich der Basar von Erbil aus, in dem sich Gewürze, Stoffe, Goldschmuck, Haushaltswaren und Alltagsgegenstände in einem farbenreichen Durcheinander präsentieren. Öffentliche Plätze mit Springbrunnen und Grünanlagen dienen als Treffpunkte für die Bevölkerung, besonders in den Abendstunden und an Wochenenden. In fußläufiger Distanz finden sich moderne Einkaufszentren, Restaurants und Hotels, die die Zitadelle als ständiges Hintergrundbild behalten.

Gerade für Besucher aus Deutschland, die eine Kombination aus Geschichte und Gegenwart, aus Altstadt-Ambiente und moderner Infrastruktur suchen, bietet Erbil eine spannende Mischung. Die Zitadelle fungiert in diesem Gefüge als Orientierungspunkt und symbolisches Zentrum – ähnlich wie in europäischen Städten Kathedralen, Burgen oder historische Marktplätze. Sie erinnert daran, dass Städte stets im Wandel sind, ihre vergangenen Schichten jedoch weiterwirken und neue Generationen prägen.

Ein weiterer Grund für einen Besuch ist die Möglichkeit, die Restaurierungs- und Entwicklungsprozesse einer Welterbestätte im Werden mitzuerleben. Anders als in vielen europäischen Altstädten, deren Sanierung längst abgeschlossen ist, befindet sich Qelat Hewler in einer Phase, in der vorhandene Strukturen gesichert, neue Nutzungen erprobt und kulturelle Angebote aufgebaut werden. Beobachten zu können, wie ein solches Projekt Schritt für Schritt Form annimmt, ist für kulturinteressierte Reisende besonders reizvoll.

Zitadelle von Erbil in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken taucht die Zitadelle von Erbil immer wieder als Motiv für Panoramaaufnahmen, Reiseberichte und Kulturbeiträge auf. Besonders beliebt sind Fotos, die den Kontrast zwischen den warmen Tönen der Zitadellenmauern und dem intensiven Blau des Himmels hervorheben, sowie Aufnahmen bei Nacht, wenn die Silhouette des Hügels beleuchtet wird. Reisende teilen kurze Videoclips vom Aufstieg, von Blicken über den Basar oder von kulturellen Veranstaltungen im Umfeld.

Häufige Fragen zu Zitadelle von Erbil

Wo liegt die Zitadelle von Erbil genau?

Die Zitadelle von Erbil befindet sich im historischen Stadtzentrum von Erbil im Norden des Irak, in der Autonomen Region Kurdistan. Sie thront auf einem markanten Hügel über dem Basar und ist von vielen Punkten der Stadt aus sichtbar. Vom internationalen Flughafen Erbil sind es je nach Verkehr etwa 20 bis 30 Minuten Fahrzeit mit dem Auto oder Taxi bis zum Fuß des Hügels.

Warum gilt Qelat Hewler als so bedeutend?

Qelat Hewler wird als bedeutend angesehen, weil die Zitadelle auf einem Siedlungshügel steht, der über Jahrtausende hinweg bewohnt war. Dadurch bündelt der Ort zahlreiche historische Schichten, von antiken mesopotamischen Kulturen über islamische Reiche bis zur jüngeren Geschichte der Autonomen Region Kurdistan. Die kompakte Anlage ermöglicht es, Stadt-, Architektur- und Kulturgeschichte auf engem Raum zu erleben und zu studieren.

Kann man die Zitadelle von Erbil derzeit besuchen?

Die Zitadelle von Erbil ist grundsätzlich für Besucher zugänglich, allerdings können einzelne Bereiche aufgrund von Restaurierungsmaßnahmen oder organisatorischen Anpassungen vorübergehend geschlossen sein. Museen und Ausstellungen innerhalb der Zitadelle werden schrittweise entwickelt und können unterschiedliche Öffnungszeiten haben. Reisende sollten sich kurz vor ihrem Besuch über aktuelle Hinweise lokaler Behörden, Tourismusinformationen oder Unterkünfte informieren und eventuelle Sicherheits- und Reisehinweise beachten.

Was sollten Reisende aus Deutschland beim Besuch beachten?

Reisende sollten die klimatischen Bedingungen (heiße Sommer, mildere Frühjahrs- und Herbstmonate), eine respektvolle, dezente Kleidung sowie kulturelle Gepflogenheiten berücksichtigen. Englischkenntnisse sind hilfreich, da Deutsch eher selten gesprochen wird. Wichtig ist zudem, vor der Abreise die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu prüfen und eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Vor Ort empfiehlt sich Bargeld in lokaler Währung, da Kartenzahlung nicht überall möglich ist.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Zitadelle?

Die angenehmsten Reisezeiten für Erbil und die Zitadelle sind Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November), wenn die Temperaturen moderater sind und Stadtbesichtigungen weniger anstrengend werden. Im Hochsommer kann es sehr heiß werden, weshalb Besichtigungen auf die frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden gelegt werden sollten. Der Winter ist meist kühler und gelegentlich regnerisch, bietet aber oft eine klare Sicht auf Stadt und Umgebung.

Mehr zu Zitadelle von Erbil auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 69453566 |