Zitadelle von Saladin, Kairo

Zitadelle von Saladin in Kairo: Macht, Marmor und grandiose Blicke

01.06.2026 - 10:11:18 | ad-hoc-news.de

Die Zitadelle von Saladin, lokal Qalat Salah al-Din genannt, thront über Kairo in Ägypten – ein Monument aus Stein, Geschichte und Glauben. Warum ihr Besuch für Reisende aus Deutschland so eindrucksvoll ist.

Zitadelle von Saladin, Kairo, Reise
Zitadelle von Saladin, Kairo, Reise

Wer sich der Zitadelle von Saladin nähert, der Qalat Salah al-Din (sinngemäß „Burg des Salah ad-Din“) genannt wird, sieht Kairo und zugleich Jahrhunderte der Geschichte zu Füßen liegen: Kuppeln und Minarette, massive Mauern aus Kalkstein, der Dunst über dem Nil und die Silhouette der Millionenmetropole im Hintergrund.

Hier oben, auf einem Felssporn südöstlich der Altstadt von Kairo, verschmelzen mittelalterliche Militärarchitektur, osmanische Pracht und der Klang der Muezzins zu einem Szenario, das für viele Besucherinnen und Besucher zum emotionalen Höhepunkt einer Ägypten-Reise wird.

Zitadelle von Saladin: Das ikonische Wahrzeichen von Kairo

Die Zitadelle von Saladin gilt als eines der markantesten Wahrzeichen von Kairo und als Symbol für die islamische Geschichte Ägyptens. Sie dominiert den Mokattam-Hügel am Rand der historischen Altstadt und bietet eindrucksvolle Ausblicke über die Dächer der Stadt, bei klarer Sicht bis zu den Pyramiden von Giza.

Für Reisende aus Deutschland ist die Zitadelle einer der Orte, an denen sich die verschiedenen Epochen der ägyptischen Geschichte besonders anschaulich verdichten: von den Kreuzfahrerkriegen über die Herrschaft der Ayyubiden und Mamluken bis zum Osmanischen Reich und der Moderne. Anders als bei den Pyramiden, die noch tiefer in die Vergangenheit führen, zeigt sich hier die islamisch geprägte Phase, die Kairo zur Metropole des östlichen Mittelmeerraums machte.

Der Name geht auf Sultan Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub zurück, im Westen als Saladin bekannt. Er ließ im 12. Jahrhundert ein umfassendes Befestigungssystem für Kairo anlegen, zu dem die Zitadelle als militärischer und politischer Kern gehörte. Über Jahrhunderte hinweg residierten hier Sultane, Gouverneure und Könige – bis ins 19. Jahrhundert war die Anlage das Machtzentrum Ägyptens.

Heute ist die Zitadelle ein Museums- und Monumentenkomplex: mehrere Moscheen, historische Gebäude, Museen und weite Höfe fügen sich zu einem Ensemble, das jedes Jahr zahlreiche internationale Gäste anzieht. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist Teil des größeren, von der UNESCO gewürdigten historischen Kairoer Altstadtbereichs.

Geschichte und Bedeutung von Qalat Salah al-Din

Die Geschichte der Zitadelle von Saladin beginnt in einer Epoche intensiver politischer und religiöser Auseinandersetzungen. Ende des 12. Jahrhunderts war Ägypten Schauplatz der Kreuzzüge und Teil eines größeren Machtgefüges zwischen christlichen Königreichen im Nahen Osten und muslimischen Herrschern in Ägypten, Syrien und Mesopotamien.

Salah ad-Din, der Begründer der Ayyubiden-Dynastie, ließ in dieser Situation die Verteidigung Kairos grundlegend umbauen. Seine Idee: die bislang eher offenen Städte Kairo und Fustat durch Befestigungen zu schützen und mit einer stark befestigten Zitadelle zu sichern, die zugleich als Regierungssitz dienen sollte. Der gewählte Standort am Mokattam-Hügel erlaubte die Kontrolle über den Zugang zur Stadt und zum Niltal.

Die ersten Bauten der Zitadelle entstanden im späten 12. und frühen 13. Jahrhundert. Mauerzüge, Türme und innere Befestigungen wurden angelegt, Wasserzisternen geschaffen und der Zugang so kontrolliert, dass Angreifer nur unter hohem Risiko vordringen konnten. Überlieferungen zufolge soll es einen Tunnel bzw. eine Verbindung gegeben haben, über die Wasser aus dem Nil zur Zitadelle gelangte, um eine langfristige Versorgung zu sichern – ein typisches Merkmal mittelalterlicher Festungstechnik in dieser Region.

Unter den nachfolgenden Mamluken-Sultanen wurde die Anlage weiter ausgebaut und zu einem politischen Zentrum ersten Ranges. Die Mamluken – ursprünglich Militärsklaven, die zur herrschenden Klasse aufstiegen – regierten von hier aus Ägypten und Teile Syriens. In dieser Zeit entstanden Paläste, Moscheen und Verwaltungsgebäude innerhalb der Festungsmauern, und die Zitadelle wurde Schauplatz großer Zeremonien und militärischer Paraden.

Mit der osmanischen Eroberung Ägyptens im 16. Jahrhundert wechselte die politische Rolle: Die Zitadelle wurde Sitz der Gouverneure des Osmanischen Reiches und blieb Verwaltungszentrum. Der Charakter der Anlage veränderte sich, indem neue Bauten im osmanischen Stil entstanden, während ältere Strukturen angepasst oder überformt wurden.

Im 19. Jahrhundert wurde Muhammad Ali Pascha, ein osmanischer Gouverneur albanischer Herkunft, zur prägenden Figur. Er gilt oft als Begründer des modernen Ägyptens. Von der Zitadelle aus leitete er Reformen, modernisierte Armee und Verwaltung und ließ neue Gebäude errichten. Berüchtigt ist das sogenannte Massaker an den Mamluken im Jahr 1811: Bei einer Einladung in die Zitadelle wurden zahlreiche Mamluken-Führer in einem Hinterhalt getötet, um die Macht Muhammad Alis abzusichern. Dieses Ereignis ist eines der dramatischsten Kapitel der Zitadellengeschichte.

Bis ins 19. und frühe 20. Jahrhundert blieb die Zitadelle Sitz der Herrscher – zunächst unter osmanischer Oberhoheit, später unter der Dynastie des Muhammad Ali, die den Titel Khedive und später König führte. Erst mit dem Übergang zur modernen Staatsorganisation und der Verlegung von Regierungsinstitutionen verlor die Anlage ihre zentrale Verwaltungsfunktion und entwickelte sich zunehmend zu einem historischen Monument und touristischen Ziel.

Für die Geschichtsschreibung ist Qalat Salah al-Din deshalb bedeutsam, weil sich an ihr die politischen Umbrüche Ägyptens über mehrere Jahrhunderte ablesen lassen: vom ayyubidischen Machtaufbau über die Mamlukenzeit, die osmanische Phase bis hin zur ägyptischen Monarchie und der Republik. Kulturhistorisch zeigt sie den Übergang von klassischer islamischer Militärarchitektur zu repräsentativen Bauten, in denen Religion, Herrschaft und Repräsentation zusammenkommen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Zitadelle von Saladin ist kein einheitliches Gebäude, sondern ein vielschichtiger Komplex aus Mauern, Höfen, Moscheen, Palästen und Museen. Besucher betreten eine Art Stadt in der Stadt – mit unterschiedlichen architektonischen Phasen, die von der mittelalterlichen Festung bis zur osmanischen und spätosmanischen Epoche reichen.

Die äußeren Befestigungen bestehen aus mächtigen Mauern und Türmen, die teilweise auf die ayyubidische und mamlukische Zeit zurückgehen. Die Mauern folgen dem Felsrelief und sind so angelegt, dass Angreifer aus der Ebene unter Beschuss genommen werden konnten. Massive Steinblöcke, Schießscharten und bastionsartige Vorsprünge lassen die militärische Funktion deutlich erkennen. Im Vergleich zu europäischen Burgen des Hochmittelalters wirken die Mauern eher glatt und monumental als mit filigranen Details versehen – was dem unterschiedlichen Klima, Material und militärischen Kontext geschuldet ist.

Im Inneren der Zitadelle sind es vor allem drei Bereiche, die für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland von besonderem Interesse sind:

1. Die Muhammad-Ali-Moschee (Alabastermoschee)

Die Muhammad-Ali-Moschee ist das architektonische Herzstück der Zitadelle und von weither sichtbar. Sie wurde im 19. Jahrhundert im Auftrag von Muhammad Ali Pascha erbaut und dominiert die Silhouette der Anlage mit ihrer großen zentralen Kuppel und den beiden schlanken Minaretten.

Architektonisch orientiert sich die Moschee am Stil der osmanischen Hauptstadt Istanbul. Besucherinnen und Besucher werden an die Sultan-Ahmed-Moschee oder die Süleymaniye-Moschee erinnert: eine große zentrale Kuppel, flankiert von Halbkuppeln, ein weitläufiger Innenraum und ein rechteckiger Hof mit umlaufenden Arkaden.

Besonders auffällig sind die Fassaden und Teile des Innenraums, die mit hellem Alabaster verkleidet sind. Dieser helle Stein, kombiniert mit den goldenen und farbigen Verzierungen im Inneren, verleiht der Moschee ihren volkstümlichen Namen „Alabastermoschee“. Innen erwartet Besucher ein hoher, lichtdurchfluteter Raum mit reich verzierten Decken, eleganten Kronleuchtern und ornamentalen Dekoren. Der Stil ist typisch für die osmanische Spätzeit und verbindet osmanische Traditionen mit Elementen, die an europäische Einflüsse erinnern.

Im Hof findet sich häufig ein Uhrturm, der als Geschenk Frankreichs galt – heute ein Symbol für die Verflechtungen zwischen Ägypten und Europa im 19. Jahrhundert. Für deutsche Reisende bietet sich ein Vergleich mit großen Moscheen in Istanbul an, die ähnliche räumliche Wirkung entfalten, jedoch meist mit noch reicherer Fliesendekoration.

2. Weitere Moscheen und historische Gebäude

Neben der Muhammad-Ali-Moschee beherbergt die Zitadelle weitere Moscheen, darunter ältere Bauten, die auf mamlukische oder frühosmanische Zeit zurückgehen. Sie fallen im Vergleich schlichter aus, sind aber architektonisch und historisch bedeutsam, da sie die kontinuierliche religiöse Nutzung der Zitadelle dokumentieren.

Palastbauten und Verwaltungsgebäude – teilweise nur noch in Fragmenten oder als umgewidmete Strukturen vorhanden – zeugen von der Funktion der Zitadelle als Regierungszentrum. Einige dieser Gebäude wurden in Museen umgewandelt, in denen unter anderem militärische Geschichte oder Polizeigeschichte präsentiert werden.

3. Museen innerhalb der Zitadelle

In der Zitadelle befinden sich mehrere Museen, die je nach aktueller Nutzung und Renovierungslage unterschiedliche Sammlungen zeigen. Typischerweise gehören dazu ein Militärmuseum, das Uniformen, Waffen und Inszenierungen der ägyptischen Militärgeschichte präsentiert, sowie ein Polizeimuseum, in dem die Geschichte der Sicherheitskräfte thematisiert wird.

Die Ausstellungen geben Einblick in die jüngere Geschichte Ägyptens – von der osmanischen Zeit über die britische Einflussphase bis zu den Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Besucher sollten beachten, dass sich die Ausrichtung solcher Museen und die Präsentation mit der Zeit ändern kann; es empfiehlt sich, vor einem Besuch aktuelle Informationen über geöffnete Bereiche und Sonderausstellungen einzuholen.

Atmosphäre und Kunst

Über die einzelnen Gebäude hinaus lebt Qalat Salah al-Din von seiner Atmosphäre. Die Kombination aus weiten Innenhöfen, schattigen Gängen und Panoramablicken auf Kairo schafft vielfältige Perspektiven. Künstlerische Details – wie kalligrafische Inschriften, florale Ornamente und aufwendige Holzarbeiten – sind in den Moscheen und Innenräumen zu finden, während die Außenbereiche vor allem von ihrer Monumentalität und dem Spiel von Licht und Schatten leben.

Architekturhistoriker betonen häufig, dass die Zitadelle ein Lehrbuch der islamischen Baugeschichte in Ägypten auf engem Raum bietet: Hier lassen sich in einem Nachmittag Baustile, politische Machtverhältnisse und religiöse Repräsentation über mehrere Jahrhunderte hinweg nachvollziehen. Für ein Publikum aus Deutschland, das etwa mit der Chronologie von Romanik, Gotik und Barock vertraut ist, bietet die Zitadelle einen vergleichbaren, wenn auch kulturell unterschiedlichen Überblick über „Epochen in Stein“.

Zitadelle von Saladin besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Zitadelle von Saladin liegt am Mokattam-Hügel östlich der historischen Altstadt von Kairo. Von zentralen Stadtteilen wie Downtown Kairo oder dem Bereich um den Nil ist die Entfernung überschaubar; je nach Verkehrslage ist mit Fahrzeiten zwischen etwa 20 und 40 Minuten zu rechnen. Öffentlicher Nahverkehr führt nicht direkt bis vor das Haupttor; üblich sind Fahrten mit Taxi oder per App-basiertem Fahrdienst. Für Reisende aus Deutschland ist Kairo über große internationale Drehkreuze wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf mit Direkt- oder Umsteigeverbindungen erreichbar. Die Flugzeit von Mitteleuropa nach Kairo liegt in der Regel bei rund 4 bis 5 Stunden, abhängig von Abflugort und Verbindung.
  • Öffnungszeiten
    Die Zitadelle ist in der Regel tagsüber täglich geöffnet, meist vom Vormittag bis zum späten Nachmittag. Da sich Zeiten je nach Saison, religiösen Feiertagen und organisatorischen Vorgaben ändern können, sollten Reisende die aktuell geltenden Öffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch über offizielle Stellen oder lokale Informationsangebote prüfen. Formulierungen wie „täglich geöffnet“ sind als allgemeine Orientierung zu verstehen und ersetzen keine tagesaktuelle Recherche.
  • Eintritt
    Für den Besuch der Zitadelle und der darin befindlichen Hauptattraktionen – insbesondere der Muhammad-Ali-Moschee und der Museen – wird in der Regel ein Eintrittsgeld erhoben. Die Preise werden in der lokalen Währung, dem ägyptischen Pfund (EGP), ausgewiesen. Für Reisende aus Deutschland ist es sinnvoll, den ungefähren Gegenwert in Euro einzuplanen; Wechselkurse können jedoch schwanken. Der Erwerb eines Tickets erfolgt üblicherweise an Kassen im Eingangsbereich. Es ist ratsam, sich vorab über aktuelle Tarife, etwaige Ermäßigungen oder kombinierte Tickets für weitere Sehenswürdigkeiten in Kairo zu informieren.
  • Beste Reisezeit
    Für einen Besuch der Zitadelle von Saladin eignen sich die milderen Monate von etwa Oktober bis April besonders gut, wenn die Temperaturen in Kairo häufig angenehmer sind als in den sehr heißen Sommermonaten. Die Mittagsstunden können auch im Winter warm sein, daher empfiehlt sich der Besuch am frühen Vormittag oder in den späteren Nachmittagsstunden. Neben dem Klima spielt auch das Besucheraufkommen eine Rolle: Wer möglichst ruhige Eindrücke bevorzugt, sollte die Kernzeiten von geführten Gruppen meiden und nach Möglichkeit an Wochentagen kommen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografie
    In Kairo wird Arabisch gesprochen; im touristischen Umfeld, insbesondere an bekannten Sehenswürdigkeiten wie der Zitadelle, sind Englischkenntnisse relativ verbreitet. Deutsch wird vereinzelt von Reiseleitern oder in Hotels gesprochen, ist aber keine Standardsprache. Bei Zahlungen dominiert Bargeld in ägyptischen Pfund, wenngleich in vielen Hotels, größeren Restaurants und touristischen Einrichtungen auch Kreditkarten verbreitet sind. Kleinere Betriebe und Taxi- oder Fahrdienste sind häufig auf Bargeld eingestellt. Trinkgeld (Bakschisch) ist Teil der lokalen Kultur: Für kleine Dienstleistungen werden oft kleinere Beträge erwartet; es empfiehlt sich, einige Münzen oder kleine Scheine bereitzuhalten. Beim Besuch der Muhammad-Ali-Moschee und anderer sakraler Räume ist auf angemessene Kleidung zu achten: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, bei Frauen ist ein Tuch für den Kopf empfehlenswert, falls es vor Ort verlangt wird. Schuhe werden beim Betreten von Moscheen in der Regel ausgezogen; Beutel für das Schuhwerk werden manchmal angeboten oder können mitgebracht werden. Fotografieren ist in vielen Außenbereichen möglich, im Inneren von Museen und Moscheen können jedoch Einschränkungen gelten. Hinweise vor Ort sollten beachtet werden; bei Unklarheiten ist eine Rückfrage sinnvoll.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. In der Regel ist für Ägypten ein Reisedokument notwendig, das bestimmte Mindestgültigkeitsanforderungen erfüllt; häufig besteht zudem eine Visumspflicht, die entweder vorab oder bei Ankunft geregelt werden kann. Da sich Bestimmungen ändern können, ist eine zeitnahe Information vor Abreise unerlässlich. Hinsichtlich Gesundheit empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung, da die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland außerhalb der EU in der Regel keinen umfassenden Schutz bietet. Informationen zu empfohlenen Impfungen und Gesundheitsrisiken sollten über spezialisierte Beratungsstellen oder offizielle Gesundheitsbehörden eingeholt werden.
  • Zeitverschiebung und Klima
    Ägypten liegt in einer Zeitzone, die je nach Regelungen zur Sommerzeit in einem geringen Zeitunterschied zu Mitteleuropa stehen kann. Reisende sollten vor der Abreise prüfen, wie groß die Differenz zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) bzw. Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) aktuell ist. Das Klima in Kairo ist überwiegend heiß und trocken. Sonnenbrille, Kopfbedeckung, Sonnenschutzmittel und ausreichend Trinkwasser sind bei einem Besuch der Zitadelle sehr empfehlenswert. Schattenplätze innerhalb der Anlage bieten zwar Erholung, doch insbesondere die großen Hof- und Freiflächen können sehr sonnig sein.

Warum Qalat Salah al-Din auf jede Kairo-Reise gehört

Aus der Perspektive einer Reise aus Deutschland vereint die Zitadelle von Saladin mehrere Motive, die eine Fernreise nach Ägypten so faszinierend machen: historische Tiefe, architektonische Vielfalt, religiöse Bedeutung und die unmittelbare Erfahrung einer pulsierenden Gegenwart. Während die Pyramiden und das Ägyptische Museum vor allem die pharaonische Epoche repräsentieren, öffnet Qalat Salah al-Din den Blick auf das islamische und moderne Ägypten.

Beim Gang durch die Zitadelle wird deutlich, wie sich Macht und Religion räumlich überlagern. Die Blicke von den Mauern hinunter auf die Altstadt lassen die Dichte der Stadt und die Vielzahl der Moscheen und Minarette erahnen. Das Nebeneinander historischer Kuppeln und moderner Hochhäuser macht sichtbar, wie sehr Kairo eine Stadt im Übergang ist, in der Tradition und Gegenwart unmittelbar ineinandergreifen.

Für viele Besucherinnen und Besucher gehört der Moment, wenn man aus dem Halbdunkel eines Gangs in den hellen, weiten Hof der Muhammad-Ali-Moschee tritt, zu den eindrucksvollsten Erlebnissen: das Echo der Schritte, die mosaikartige Wirkung der Steine, der Blick auf die Kuppel und der Horizont von Kairo im Hintergrund. Wer abseits der Hauptwege einen ruhigeren Platz findet, etwa an den äußeren Mauern mit Blick auf die Stadt, erlebt die Zitadelle als Ort der Kontemplation und des Innehaltens.

Reiseführer und Kulturjournale betonen immer wieder, dass die Zitadelle ein Schlüssel zum Verständnis Kairos ist: Als langjährige Residenz der Herrscher spiegelte sie politische und gesellschaftliche Entwicklungen wider, zugleich fungierte sie als religiöses Zentrum und militärischer Stützpunkt. Für ein deutschsprachiges Publikum ist sie damit ein „Scharnier-Ort“, an dem sich bekannte historische Koordinaten – Kreuzzüge, Osmanisches Reich, Kolonialzeit, Nationalbewegungen – räumlich verorten lassen.

Praktisch bietet sich der Besuch gut mit weiteren Höhepunkten der Altstadt kombinieren: dem Khan-el-Khalili-Basar, den historischen Moscheen im islamischen Kairo oder den koptischen Kirchen südlich des Zentrums. Wer etwas Zeit einplant, kann einen halben Tag in der Zitadelle verbringen und anschließend in die engen Gassen der Altstadt hinabsteigen – ein starker Kontrast zwischen luftiger Höhe und dichter urbaner Textur.

Auch für Familien oder kulturinteressierte Gruppen aus Deutschland ist die Anlage geeignet, da sie genügend Raum zum Erkunden und Verweilen bietet und durch ihre Ausblicke und monumentalen Bauten unmittelbar anspricht. Selbst ohne vertiefte Vorkenntnisse erschließt sich vielen Gästen intuitiv, dass hier über Jahrhunderte Geschichte geschrieben wurde.

Zitadelle von Saladin in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist die Zitadelle von Saladin ein häufiges Motiv: Panoramaaufnahmen mit den Minaretten der Muhammad-Ali-Moschee im Vordergrund und dem Häusermeer Kairos im Hintergrund, Sonnenuntergänge hinter dem Dunst der Stadt oder stimmungsvolle Nachtbeleuchtungen prägen das digitale Bild dieses Ortes. Reisende teilen Eindrücke von der Innenarchitektur, von stillen Momenten im Hof und vom lebhaften Treiben auf den Zugangswegen.

Häufige Fragen zu Zitadelle von Saladin

Wo liegt die Zitadelle von Saladin genau?

Die Zitadelle von Saladin befindet sich auf dem Mokattam-Hügel am südöstlichen Rand der historischen Altstadt von Kairo. Sie liegt oberhalb des dicht bebauten Zentrums und ist von vielen Punkten der Stadt aus sichtbar. Von zentralen Stadtteilen wie Downtown Kairo ist sie in einer Fahrzeit von etwa 20 bis 40 Minuten erreichbar, abhängig von Verkehr und gewähltem Verkehrsmittel.

Wann wurde Qalat Salah al-Din erbaut?

Die Anfänge von Qalat Salah al-Din gehen auf das späte 12. Jahrhundert zurück, als Sultan Salah ad-Din nach den Kreuzzügen eine umfassende Befestigung Kairos veranlasste. Die Zitadelle wurde unter ihm begonnen und unter seinen Nachfolgern weiter ausgebaut. Spätere Herrscher, insbesondere Mamluken und Osmanen, ergänzten die Anlage durch weitere Mauern, Paläste und Moscheen, sodass sich heute mehrere Epochen in der Architektur ablesen lassen.

Was ist das Besondere an der Zitadelle von Saladin?

Besonders ist das Zusammenspiel aus strategischer Lage, historischer Bedeutung und architektonischer Vielfalt. Die Zitadelle war über Jahrhunderte Sitz der Herrscher Ägyptens und Schauplatz wichtiger politischer Ereignisse. Mit der markanten Muhammad-Ali-Moschee, den weiten Höfen, den Befestigungsanlagen und den wechselnden Ausstellungen bietet sie einen kompakten Überblick über islamische Baukunst und ägyptische Geschichte. Hinzu kommen die weiten Ausblicke über Kairo, die vielen Besuchern in Erinnerung bleiben.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?

Für einen ersten, eher kompakten Eindruck sollten mindestens zwei bis drei Stunden eingeplant werden, um die wichtigsten Bereiche zu sehen: den Zugang über die Mauern, die Muhammad-Ali-Moschee, ausgewählte Museen und einige Aussichtspunkte. Wer sich intensiver mit Geschichte und Architektur beschäftigen möchte, sollte eher einen halben Tag einplanen, insbesondere wenn zusätzliche Foto-Stopps, Pausen im Schatten oder eine Kombination mit der angrenzenden Altstadt vorgesehen sind.

Wann ist die beste Tageszeit für den Besuch?

Die angenehmsten Eindrücke ergeben sich meist am frühen Vormittag oder späten Nachmittag. Dann ist das Licht für Panoramafotos besonders reizvoll und die Temperaturen sind, je nach Jahreszeit, etwas milder als in der Mittagszeit. Im Winter ist der Vormittag oft klar und frisch, im Sommer kann der späte Nachmittag mit tiefer stehender Sonne stimmungsvoll sein. Generell empfiehlt es sich, den Tagesverlauf auch im Hinblick auf andere Programmpunkte in Kairo zu planen.

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