Zuckerhut Rio de Janeiro: Warum der Pao de Acucar Reisende fesselt
31.05.2026 - 10:09:34 | ad-hoc-news.deWenn sich die Abendsonne über der Guanabara-Bucht senkt, färbt sich der Himmel über Rio de Janeiro in Rosa- und Goldtöne – und mitten in dieser Kulisse ragt der Zuckerhut Rio de Janeiro, der „Pao de Acucar“ (wörtlich: „Brotlaib aus Zucker“), als markante Silhouette in den Himmel. Kaum ein anderes Bild steht so sehr für Rio de Janeiro und Brasilien wie dieses steile Granitmassiv mit seiner Seilbahn, das wie ein natürlicher Aussichtsturm über Stadt, Strand und Meer wacht.
Zuckerhut Rio de Janeiro: Das ikonische Wahrzeichen von Rio de Janeiro
Der Zuckerhut Rio de Janeiro ist ein rund 396 m hoher Granit- und Quarzitfelsen direkt an der Mündung der Guanabara-Bucht in den Atlantik. Er steht auf einer schmalen Halbinsel, die die berühmten Stadtviertel Botafogo und Urca vom offenen Meer trennt. In Luftlinie nur wenige Kilometer von der berühmten Copacabana entfernt, bietet der Pao de Acucar einen nahezu 360-Grad-Blick auf Rio de Janeiro: auf die Hochhauskulisse im Zentrum, die geschwungenen Stadtstrände, den Corcovado mit der Christusstatue und die bewaldeten Hügel im Hinterland.
Brasiliens Tourismusbehörden bezeichnen den Zuckerhut zusammen mit der Christusstatue Cristo Redentor als eine der wichtigsten Visitenkarten des Landes. Schon früh galt der Berg Seeleuten als markanter Orientierungspunkt, lange bevor Rio zur Millionenmetropole und zum Synonym für Strand, Samba und Karneval wurde. Reiseführer wie das „ADAC Reisemagazin“ und deutschsprachige Ausgaben von Marco Polo und Merian führen den Pao de Acucar seit Jahren als eine der Top-Sehenswürdigkeiten Rio de Janeiros und heben die spektakuläre Lage zwischen Dschungelgrün und Atlantikblau hervor.
Für Reisende aus Deutschland ist der Zuckerhut nicht nur ein Foto-Motiv, sondern eine Art komprimierte Essenz von Rio de Janeiro: Von hier aus lässt sich auf einen Blick verstehen, wie eng in dieser Stadt Natur und Urbanität, Meer und Berge, Reichtum und Favela, Strandleben und Großstadtverkehr miteinander verflochten sind. Auch Kulturmagazine wie GEO und National Geographic betonen diese besondere Geografie und die Wirkung des Lichtes, die den Blick vom Pao de Acucar zu einem der berühmtesten Panoramen der Welt macht.
Geschichte und Bedeutung von Pao de Acucar
Der Name „Pao de Acucar“ stammt aus der Kolonialzeit und geht auf die portugiesischen Kolonialherren zurück. In der Zeit, als Zucker eines der wichtigsten Exportgüter Brasiliens war, pressten die Portugiesen das Zuckerrohr zu konischen Laiben, die zum Transport und Handel geformt und anschließend in Formen gegossen wurden. Die Gestalt des Berges erinnerte sie an diese Zuckerlaibe – der Name setzte sich durch und blieb erhalten, auch nachdem sich die Wirtschaftsgrundlagen der Stadt drastisch verändert hatten.
Geologisch gehört der Zuckerhut zu einer Folge von Granitkupeln, die entlang der Guanabara-Bucht zu finden sind. Das harte Gestein widerstand über Millionen Jahre der Erosion; weichere Gesteinsschichten wurden abgetragen, die markanten „Inselberge“ blieben stehen. Ähnliche Formen kennt man aus anderen tropischen Küstenregionen, doch die Kombination aus Meer, urbaner Kulisse und dichtem Atlantikwald macht den Pao de Acucar einzigartig. Brasilianische Geografen weisen auf die Bedeutung dieses Landschaftstyps für das Stadtklima hin: Die bewaldeten Felsen wirken als Frischluftreservoir und tragen zur Durchlüftung der dicht bebauten Küstenbereiche bei.
Mit der Kolonisierung der Guanabara-Bucht durch die Portugiesen im 16. Jahrhundert gewann der Zuckerhut früh strategische Bedeutung. In seiner Nähe entstanden Batterien und Forts zur Verteidigung des Hafens; in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich bis heute die Militärfestung Forte de São João, die zu den ältesten Militäranlagen Brasiliens zählt. Historiker verweisen darauf, dass die Silhouette des Zuckerhuts seit dem 19. Jahrhundert auf Seekarten und später auch auf frühen Fotografien ständig präsent ist und damit langsam zum Symbol einer sich modernisierenden Hafenstadt wurde.
Im 20. Jahrhundert wuchs der Pao de Acucar endgültig zum globalen Wahrzeichen heran. Die Eröffnung der Seilbahn machte den Gipfel für ein breites Publikum zugänglich und fiel in eine Phase, in der Rio de Janeiro sich als mondäne Metropole zwischen Europa und Südamerika inszenierte. Zeitgenössische Berichte in europäischen Zeitungen beschrieben die Fahrt damals als technisches Wunderwerk – vergleichbar mit dem Status, den etwa die Jungfraubahn im Berner Oberland für den Tourismus in den Alpen einnahm. Heute ist der Zuckerhut ein fester Bestandteil von Imagekampagnen des brasilianischen Fremdenverkehrsamtes und wird von internationalen Tourismusorganisationen als eines der prägnantesten Stadtpanoramen weltweit geführt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Was den Pao de Acucar von vielen anderen Stadtbergen unterscheidet, ist die ikonische Seilbahn, die „Bondinho do Pao de Acucar“. Sie verbindet die Talstation im Stadtteil Urca zunächst mit dem kleineren Morro da Urca und von dort aus in einem zweiten Abschnitt mit dem eigentlichen Zuckerhut-Gipfel. Die Seilbahn wurde im frühen 20. Jahrhundert eröffnet und mehrfach technisch und gestalterisch modernisiert. Sie gehört damit zu den ältesten touristisch genutzten Seilbahnen der Welt in einer Küstenmetropole.
Der heutige Betrieb setzt auf moderne Kabinen mit großen Panoramascheiben, die freie Sicht auf Meer, Strände, Stadtviertel und umliegende Hügel ermöglichen. Brasilianische Ingenieursverbände verweisen darauf, dass der Bau einer Seilbahn in einem feuchten, tropischen Küstenklima besondere Anforderungen an Korrosionsschutz und Wartung stellt. Überlaufende Tropenschauer, salzige Luft und starke Winde erfordern ein angepasstes Sicherheitskonzept, das durch regelmäßige Inspektionen und Modernisierungen sichergestellt wird. Während die technische Ausstattung fortlaufend erneuert wurde, blieb die Grundidee eines fast schwebenden Übergangs vom Hafenbecken hinauf zum Granitgipfel unverändert.
Architektonisch ist das Ensemble rund um die Stationen bewusst zurückhaltend gehalten, um den Felsen als Protagonisten zu inszenieren. Besonders auf dem Morro da Urca wurden in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Terrassen, kleine Veranstaltungsflächen und Gastronomie-Angebote geschaffen, die den Blick über die Bucht in Szene setzen. Abends finden hier gelegentlich kulturelle Veranstaltungen und Konzerte statt, die den Zuckerhut als Bühne nutzen. Brasilianische Kulturmagazine heben die Verbindung von Natur, Technik und urbanem Lebensstil hervor: Die Seilbahnstationen dienen als Treffpunkt, Aussichtsplattform und Eventfläche zugleich.
Künstlerisch ist der Zuckerhut in unzähligen Gemälden, Fotografien, Filmaufnahmen und Werbespots präsent. Brasilianische und internationale Fotografen nutzen den Kontrast zwischen dem weichen Licht der Tropensonne, den markanten Felskonturen und dem lebhaften Stadtbild als immer wieder neues Motiv. Reise- und Kunstmagazine vergleichen den Pao de Acucar häufig mit anderen ikonischen Stadtsilhouetten wie dem Tafelberg in Kapstadt oder dem Panorama von Hongkong – mit dem Unterschied, dass in Rio die Nähe von Regenwald, Strand und Großstadt auf besonders engem Raum erlebbar wird.
Ein weiteres Charakteristikum ist die Vegetation des Atlantikwaldes, der die Flanken des Zuckerhuts überzieht. Trotz seiner exponierten Lage und des touristischen Drucks finden sich hier typische Pflanzenarten des „Mata Atlântica“, eines stark bedrohten Küstenregenwaldes, der sich entlang der brasilianischen Atlantikküste erstreckte. Lokale Umweltorganisationen betonen, dass der Schutz dieser Vegetation nicht nur aus naturschutzfachlicher Sicht wichtig ist, sondern auch für das Mikroklima der Stadt und die Stabilität der Hänge. Wanderwege, die am Fuß des Zuckerhuts und auf dem Morro da Urca angelegt wurden, sollen Besuchern dieses Ökosystem näherbringen, ohne es zu stark zu belasten.
Der Zuckerhut hat in der Popkultur zudem einen festen Platz. In internationalen Filmen und Serien dienen Panoramaaufnahmen oft als visuelle Abkürzung, um den Schauplatz „Rio de Janeiro“ sofort zu etablieren. Von den James-Bond-Filmen über Musikvideos bis hin zu Sportsendungen – die Kamera fährt regelmäßig über die Seilbahn hinweg auf den Felsen zu. Diese Bilder haben sich weltweit eingeprägt und prägen die Vorstellung von Rio nicht weniger als der Karneval oder die Strände.
Zuckerhut Rio de Janeiro besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Der Zuckerhut liegt im Stadtteil Urca an der Mündung der Guanabara-Bucht. Von der Innenstadt Rio de Janeiros dauert die Anfahrt mit Taxi oder App-basierten Fahrdiensten je nach Verkehrslage typischerweise 20–40 Minuten. Aus Strandvierteln wie Copacabana oder Ipanema ist der Weg ähnlich lang oder etwas kürzer. Öffentliche Buslinien verbinden die Küstenviertel mit Urca; viele Reiseführer empfehlen für Ortsunkundige jedoch individuelle Transfers oder offizielle Taxis, da diese in der Regel komfortabler und für Besucher übersichtlicher sind. - Anreise aus Deutschland
Von Deutschland aus wird Rio de Janeiro über den internationalen Flughafen Rio de Janeiro/Galeão (Aeroporto Internacional Tom Jobim) bedient. Von Frankfurt am Main gibt es zeitweise Nonstop-Flüge, ansonsten führen häufige Verbindungen über Drehkreuze wie Lissabon, Madrid, Paris oder São Paulo. Die reine Flugzeit auf einer Direktverbindung liegt üblicherweise bei etwa 11–12 Stunden; mit Umstieg verlängert sich die gesamte Reisezeit entsprechend. Von München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg aus führt der Weg meist über ein europäisches oder brasilianisches Drehkreuz. - Öffnungszeiten
Die Seilbahn zum Pao de Acucar verkehrt ganzjährig und orientiert sich an täglichen Betriebszeiten, die tagsüber beginnen und in den Abend hineinreichen. Da sich Fahrpläne und Öffnungszeiten ändern können und Sonderfahrten etwa zu Feiertagen oder Veranstaltungen möglich sind, empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Seite des Zuckerhuts oder der Betreibergesellschaft kurz vor der Reise. Die Formulierung „Öffnungszeiten können variieren – direkt bei Zuckerhut Rio de Janeiro prüfen“ ist für die Planung sinnvoll. - Eintritt und Tickets
Für die Fahrt mit der Seilbahn auf den Zuckerhut wird ein Eintritt bzw. Fahrpreis erhoben. Dieser umfasst in der Regel beide Seilbahnabschnitte (Talstation–Morro da Urca–Zuckerhut) und gilt pro Person. Es existieren häufig unterschiedliche Preiskategorien, etwa nach Alter oder für bestimmte Zeiten. Da Preise aufgrund von Währungsschwankungen und saisonalen Anpassungen variieren können, lässt sich eine längerfristig verlässliche Euro-Angabe schwer festlegen. Für Reisende aus Deutschland ist es ratsam, den aktuellen Preis kurz vor der Reise in Euro umzurechnen. Generell gilt: Tickets lassen sich oft online vorab erwerben, was Wartezeiten an der Kasse reduziert, vor allem in der Hochsaison oder an Wochenenden. - Beste Reisezeit und Tageszeit
Rio de Janeiro liegt in den Tropen und hat ganzjährig relativ milde bis warme Temperaturen. Für viele Besucher aus Mitteleuropa gelten die brasilianischen Wintermonate Juni bis August als angenehm, da die Luft etwas trockener und die Temperaturen moderater sind als im Hochsommer. Allerdings kann es auch in dieser Zeit zu Wetterumschwüngen und Nebel kommen. Für den Besuch des Zuckerhuts sind klare Tage mit guter Fernsicht ideal. Beliebt sind Fahrten kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Stadt im warmen Licht leuchtet und nach und nach die Lichter angehen. Wer Menschenmassen vermeiden möchte, wählt eher den frühen Vormittag an Wochentagen. In den brasilianischen Ferien und rund um Karneval ist mit deutlich größerem Andrang zu rechnen. - Klima, Kleidung und Sicherheit
Das tropische Klima bedeutet häufig hohe Luftfeuchtigkeit und plötzliche Regenschauer. Leichte, atmungsaktive Kleidung, Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme) und ausreichend Trinkwasser sind empfehlenswert. Auf dem Gipfel kann es bei Wind frischer wirken, daher ist eine leichte Jacke sinnvoll. Im Hinblick auf persönliche Sicherheit gilt Rio de Janeiro als Stadt mit sichtbaren sozialen Gegensätzen und Kriminalität, insbesondere in einigen Stadtvierteln. Viele Reisehinweise empfehlen, Wertgegenstände möglichst unauffällig zu tragen, auf große Mengen Bargeld zu verzichten und bei Dunkelheit besonders umsichtig zu sein. Der Bereich rund um die Talstation des Zuckerhuts ist touristisch geprägt und in der Regel gut frequentiert, dennoch sollten übliche Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. - Sprache vor Ort
Offizielle Landessprache ist Portugiesisch. In touristischen Einrichtungen wie der Seilbahnstation, Hotels oder größeren Restaurants wird meist auch Englisch gesprochen; in einigen Fällen verstehen Mitarbeitende einfache spanische oder andere romanische Sprachen. Deutsch ist nicht weit verbreitet, taucht aber gelegentlich in mehrsprachigen Infomaterialien auf. Für Reisende aus Deutschland sind grundlegende englische Sprachkenntnisse hilfreich; einfache portugiesische Höflichkeitsfloskeln werden von Gastgebern positiv wahrgenommen. - Zahlung und Trinkgeld
In Brasilien ist die Landeswährung der Real (BRL). In Rio de Janeiro sind Kreditkarten (Visa, Mastercard, teilweise auch andere) in touristischen Einrichtungen, Hotels und Restaurants weit verbreitet. Debitkarten aus Deutschland können je nach Bank an Geldautomaten funktionieren, sollten aber vor der Reise hinsichtlich Auslandsnutzung geprüft werden. Bargeld ist vor allem für kleinere Beträge, Straßenstände oder öffentliche Verkehrsmittel nützlich. Trinkgeld ist in vielen Restaurants bereits in Form einer Servicegebühr auf der Rechnung ausgewiesen; zusätzliche kleine Beträge werden geschätzt, sind aber nicht zwingend. Bei Fahrdiensten und kleineren Dienstleistungen sind aufgerundete Beträge üblich. - Fotografie und Drohnen
Der Zuckerhut ist einer der meistfotografierten Orte Brasiliens. Fotografieren mit Smartphone oder Kamera ist für Privatpersonen grundsätzlich erlaubt, sofern keine Absperrungen überschritten und Sicherheitsanweisungen beachtet werden. Der Einsatz von Drohnen wird in Brasilien durch nationale Luftfahrt- und Sicherheitsbehörden reguliert und ist in vielen touristischen Bereichen stark eingeschränkt oder genehmigungspflichtig. Besucher sollten sich vor dem Einsatz von Drohnen unbedingt über die aktuelle Rechtslage informieren und im Zweifel darauf verzichten. - Zeitzone und Zeitverschiebung
Rio de Janeiro liegt in einer Zeitzone, die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel um mehrere Stunden nachgeht. Je nach Jahreszeit – und in Europa zwischen Normal- und Sommerzeit – variiert die Zeitdifferenz. Für die Planung von Flügen und Telefonaten ist der Abgleich mit einer aktuellen Zeitzonendatenbank kurz vor Reiseantritt sinnvoll. Brasilien verzichtet aktuell auf eine Sommerzeitumstellung, während in Deutschland zwischen MEZ und MESZ gewechselt wird. - Einreisebestimmungen und Gesundheit
Für deutsche Staatsbürger gelten für die Einreise nach Brasilien je nach Reisedauer und Zweck unterschiedliche Regelungen, die sich ändern können. Daher sollten Reisende vorab die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Gesundheitsfragen, etwa empfohlene Impfungen oder Hinweise zu Moskitoprävention, sind zusätzlich die Informationen von Tropeninstituten und der eigenen Krankenversicherung hilfreich. Eine Auslandsreisekrankenversicherung, die auch Rücktransport abdeckt, ist für Fernreisen grundsätzlich empfehlenswert.
Warum Pao de Acucar auf jede Rio de Janeiro-Reise gehört
Wer zum ersten Mal auf dem Gipfel des Zuckerhuts steht, erlebt oft einen Moment des Innehaltens: Unter einem breitet sich die Megacity aus, doch durch die Distanz wirken Lärm und Hektik gedämpft. Stattdessen dominieren Wind, Licht und das Panorama. Die geschwungene Linie der Copacabana, der schmale Landstreifen zwischen Felsen und Meer, die fernen Inseln im Atlantik – alles fügt sich zu einer Ansicht, die Reisemagazine gern als „Panorama der Extreme“ beschreiben.
Der Zuckerhut ermöglicht es, Rio de Janeiro als Ganzes zu erfassen. Aus deutscher Perspektive ist dieser Überblick besonders hilfreich, weil die Stadt im Alltag oft über Bilder von Karneval, Fußball oder Strand hinaus kaum greifbar ist. Von oben wird deutlich, wie sehr die Topografie das Stadtleben prägt: Steile Hügel begrenzen Viertel, enge Täler sind dicht bebaut, dazwischen ziehen sich Küstenlinien und Lagunen. Städteplaner und Geografen verweisen immer wieder darauf, dass die räumliche Struktur der Stadt Chancen und Herausforderungen zugleich schafft – vom Naherholungswert der Grünflächen bis zu Fragen der Erreichbarkeit einzelner Stadtteile.
Für Kulturinteressierte punktet der Pao de Acucar auch als Ausgangspunkt für Entdeckungen in der Umgebung. In der Nähe liegen historische Festungen, kleinere Strände wie Praia Vermelha und der traditionsreiche Stadtteil Urca mit Wohnhäusern aus verschiedenen Epochen. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Besuch mit einem Spaziergang am Fuß des Felsens oder mit einem Abstecher zu weiteren Aussichtspunkten kombinieren, etwa zum Corcovado mit der Christusstatue oder zum Stadtviertel Santa Teresa mit seinen alten Straßenbahnlinien.
Viele Reiseführer empfehlen den Zuckerhut auch, weil er sich gut in unterschiedlich lange Aufenthalte integrieren lässt. Ob kurzer Stopp während einer Brasilien-Rundreise, verlängertes Wochenende oder mehrwöchiger Aufenthalt in Rio – der Besuch lässt sich flexibel planen und ist nicht an bestimmte Feiertage oder Saisonhöhepunkte gebunden. Zudem ist der Gipfel auch für Besucher mit eingeschränkter Mobilität im Rahmen der baulichen Möglichkeiten zugänglich, da der Hauptaufstieg über die Seilbahn erfolgt und auf den Plattformen Wege und Geländer vorhanden sind.
Nicht zuletzt hat der Zuckerhut eine emotionale Bedeutung, die sich schwer in Fakten fassen lässt. Viele Reisende berichten davon, dass sich bei der Rückkehr in die Stadt der erste Blick auf den Pao de Acucar wie ein Wiedersehen mit einem vertrauten Gesicht anfühlt. Der Berg ist für Rio de Janeiro, was für Paris der Eiffelturm oder für New York die Skyline von Manhattan ist – ein Fixpunkt in der Wahrnehmung, der hilft, sich räumlich und innerlich zu verorten.
Zuckerhut Rio de Janeiro in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
In den sozialen Medien ist der Zuckerhut einer der meistgeteilten Orte Brasiliens: Ob Sonnenaufgang über der Guanabara-Bucht, faszinierende Drohnenaufnahmen (im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben) oder Zeitraffer-Videos von der Seilbahnfahrt – der Pao de Acucar gilt als „instagrammable“, ohne seine historische und kulturelle Tiefe zu verlieren.
Zuckerhut Rio de Janeiro — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Zuckerhut Rio de Janeiro
Wo liegt der Zuckerhut Rio de Janeiro genau?
Der Zuckerhut befindet sich im Stadtteil Urca von Rio de Janeiro an der Mündung der Guanabara-Bucht in den Atlantik. Er liegt südlich des Stadtzentrums und in relativer Nähe zu den bekannten Strandvierteln Copacabana und Botafogo. Die Talstation der Seilbahn ist von diesen Gebieten aus in etwa 20–40 Minuten zu erreichen, je nach Verkehrssituation.
Wie hoch ist der Pao de Acucar?
Der Pao de Acucar ist rund 396 m hoch und besteht aus Granit und Quarzit. Durch seine unmittelbare Lage am Meer wirkt er besonders eindrucksvoll, weil der Höhenunterschied nahezu direkt aus dem Meeresspiegel heraus wahrnehmbar ist. Zusammen mit weiteren Felsen an der Guanabara-Bucht bildet er eine markante Felslandschaft, die für die Silhouette Rio de Janeiros charakteristisch ist.
Wie gelangt man auf den Zuckerhut?
Die meisten Besucher nutzen die Seilbahn „Bondinho do Pao de Acucar“, die in zwei Abschnitten von der Talstation in Urca über den kleineren Morro da Urca bis zum Gipfel des Zuckerhuts führt. Tickets werden vor Ort und häufig auch online angeboten. Teilstücke am Fuß des Felsens lassen sich zudem über Wanderwege und Pfade erkunden; der eigentliche Gipfel ist jedoch über die Seilbahn oder spezielle Kletterrouten zugänglich, für die alpine Erfahrung und professionelle Ausrüstung nötig sind.
Was ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch des Zuckerhuts?
Grundsätzlich ist der Zuckerhut ganzjährig zugänglich. Viele Reisende schätzen die brasilianischen Wintermonate Juni bis August wegen milderer Temperaturen als angenehm. Unabhängig von der Jahreszeit empfehlen sich Tage mit klarer Sicht, um das Panorama bestmöglich zu erleben. Besonders beliebt sind die frühen Abendstunden rund um den Sonnenuntergang; wer es ruhiger mag, wählt eher den Vormittag an Wochentagen.
Ist ein Besuch des Zuckerhuts fĂĽr Reisende aus Deutschland sicher?
Der Bereich rund um die Seilbahnstation und die Plattformen ist touristisch geprägt und wird regelmäßig frequentiert. Wie in vielen Großstädten mit sozialen Gegensätzen sollten Besucher jedoch auf ihre Wertsachen achten und allgemeine Vorsichtsmaßnahmen beherzigen. Offizielle Reisehinweise, etwa vom Auswärtigen Amt, geben einen guten Überblick über die Sicherheitslage in Rio de Janeiro. Eine sorgfältige Planung der An- und Abreise, vorzugsweise mit vertrauenswürdigen Transportmitteln, trägt wesentlich zu einem entspannten Besuch bei.
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