Omega-3 und Alzheimer-PrĂ€vention: Was die Forschung heute ĂŒber die FettsĂ€uren fĂŒrs Gehirn weiĂ
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 14:35 Uhr | pressetext, AD HOC NEWSNeue Untersuchungen bestĂ€tigen die Bedeutung von Omega-3 â wichtiger Baustein der PrĂ€vention und in Longevity-Konzepten
Eine 2023 im "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlichte Untersuchung hatte anhand von Langzeitdaten und einer Meta-Analyse von 48 LĂ€ngsschnittstudien mit insgesamt mehr als 100.000 Teilnehmern deutliche ZusammenhĂ€nge zwischen mangelnder Omega-3-Versorgung und dem Risiko fĂŒr Demenz und kognitiven Abbau aufgezeigt.
Inzwischen sind zahlreiche weitere systematische Reviews und Meta-Analysen hinzugekommen. Auch sie unterstreichen die grundsĂ€tzliche Bedeutung der langkettigen Omega-3-FettsĂ€uren EPA und DHA fĂŒr das Gehirn, zeigen aber auch: Entscheidend sind offenbar unter anderem Ausgangssituation, Alter, Dosierung, Zusammensetzung und der Zeitpunkt der Intervention. Fasst man die wissenschaftlichen Date aktuell zusammen, zeigt sich klar, dass Omega-3 vor allem in der PrĂ€vention von Alzheimer und Demenz sowie zum Erhalt der kognitiven LeistungsfĂ€higkeit beitragen kann und somit Baustein jeglicher PrĂ€ventions- und Longevity-Konzepte sein sollte.
DHA, EPA oder ALA? Omega-3 ist nicht gleich Omega-3
Bei Omega 3 gibt es allerdings ein MissverstĂ€ndnis, das in der öffentlichen Diskussion hĂ€ufig untergeht: "Omega-3" bezeichnet nicht eine einzelne Substanz. FĂŒr den menschlichen Organismus sind vor allem die Alpha-LinolensĂ€ure ALA sowie die langkettigen FettsĂ€uren EPA und DHA von Bedeutung. Gerade DHA ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen im Gehirn und spielt fĂŒr zahlreiche neuronale Funktionen eine zentrale Rolle.
WĂ€hrend EPA und DHA vor allem in fettreichem Fisch beziehungsweise Fischöl vorkommen, liefern pflanzliche Lebensmittel wie Leinöl, WalnĂŒsse oder Rapsöl hauptsĂ€chlich ALA. Diese muss der Körper dann jedoch erst in EPA und DHA umwandeln â und diese Umwandlung erfolgt nur begrenzt. Eine vegane Möglichkeit, EPA und DHA direkt aufzunehmen, bietet dagegen Algenöl.
Konzentration allein genĂŒgt nicht: Auch QualitĂ€t und Frische eines Omega-3-Ăls sind entscheidend
Wer Omega-3 ĂŒber ein NahrungsergĂ€nzungsmittel zufĂŒhren möchte, findet heute ein kaum noch ĂŒberschaubares Angebot. Die Unterschiede hinsichtlich Herkunft, EPA- und DHA-Gehalt, Zusammensetzung und QualitĂ€t können jedoch erheblich sein.
Ein wichtiger Faktor ist dabei die Oxidation: Die empfindlichen mehrfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren können durch Sauerstoff, Licht und WĂ€rme oxidieren. Ein QualitĂ€tsparameter ist deshalb der sogenannte «TOTOX-Wert», der Hinweise auf den Oxidationsgrad und damit die Frische eines Omega-3-Ăls liefert. Auch die tatsĂ€chliche Menge an EPA und DHA, deren VerhĂ€ltnis zueinander, die verwendete Ăl-Form und transparente QualitĂ€tsanalysen sollten bei der Auswahl berĂŒcksichtigt werden
Die hÀufigste Leserfrage: "Welches Omega-3 soll ich denn nun nehmen?"
Der ausfĂŒhrliche Omega-3-Beitrag von Alzheimer Deutschland , dem Info-Portal zu Neurowissenschaften, aktuellen Therapien und PrĂ€vention, fĂŒhrt immer wieder zu Anfragen von Lesern, Betroffenen und Angehörigen, welche Omega-3-PrĂ€parate denn konkret empfehlenswert seien.
Die Redaktion hat deshalb verschiedene Produkte und deren Zusammensetzung, Dosierung und QualitĂ€tsmerkmale nĂ€her betrachtet. Dabei wurden sowohl Fischöl-PrĂ€parate als auch vegane Alternativen aus Algenöl berĂŒcksichtigt.
Die Testsieger dieser Recherche sowie ausfĂŒhrliche Informationen zu DHA, EPA und ALA, zur aktuellen Studienlage, zu natĂŒrlichen Omega-3-Quellen und zu wichtigen QualitĂ€tskriterien finden Interessierte im jetzt aktualisierten Omega-3-Ratgeber von Alzheime Deutschland - "Alzheimer vorbeugen: Neue Meta-Studie bewertet Omega-3 ĂŒberraschend hoch": https://www.alzheimer-deutschland.de/alzheimer-praevention/nahrungsergaenzung/alzheimer-vorbeugen-meta-studie-bewertet-omega-3-hoch
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