Aflatoxin, Mais

Aflatoxin B1 in deutschem Mais erstmals nachgewiesen

01.06.2026 - 19:18:26 | boerse-global.de

Eine Untersuchung belegt hohe Keimbelastung auf Schneidebrettern. Zudem wurde erstmals krebserregendes Aflatoxin in heimischem Mais entdeckt.

Aflatoxin B1 in deutschem Mais erstmals nachgewiesen - Bild: über boerse-global.de
Aflatoxin B1 in deutschem Mais erstmals nachgewiesen - Bild: über boerse-global.de

Eine aktuelle Studie zeigt alarmierende Hygienemängel.

Gefahr aus der Küche: Schneidebretter als Keimschleudern

Die Hygiene in deutschen Haushalten steht auf dem Prüfstand. Aktuelle Untersuchungen belegen, dass Küchenschneidebretter oft höhere Keimbelastungen aufweisen als Toilettensitze. Die Alltagsgegenstände gelten als wahre „Keimfallen" und erfordern deutlich strengere Reinigungsprotokolle, um die Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.

Doch nicht nur in privaten Küchen lauern Gefahren. Der Deutschen Alpenverein (DAV) meldet eine zunehmende Verbreitung von Bettwanzen in Berghütten. Rund 15 bis 20 der 325 DAV-Hütten sind jährlich betroffen. Bei über 900.000 Übernachtungen im Jahr 2024 rät der Verein Gästen dringend, ihr Gepäck zu kontrollieren und Kleidung bei hohen Temperaturen zu waschen.

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Krebserregende Stoffe im heimischen Mais

Die Landwirtschaft steht vor einem neuen Problem: Forscher der Universität für Bodenkultur (BOKU) haben erstmals Aflatoxin B1 in niederösterreichischem Mais nachgewiesen. Die Konzentrationen überschreiten die EU-weiten Grenzwerte. Das im Rahmen des TTox-Monitor-Projekts (seit 2024) entdeckte Gift ist ein hochpotentes Karzinogen und steht im Verdacht, Leberkrebs auszulösen.

Die Wissenschaftler sehen den Klimawandel als treibende Kraft. Durch steigende Temperaturen können sich die Schimmelpilze, die das Gift produzieren, nun auch in gemäßigten Breiten ausbreiten.

Gefährliche Allianzen im Mikrokosmos

Die Forschung macht Fortschritte im Verständnis von Krankheitserregern – und findet neue Wege, sie zu bekämpfen.

Tödliche Partnerschaften: Das Leibniz-HKI entdeckte eine „gefährliche Allianz" zwischen dem Hefepilz Candida albicans und dem Bakterium Enterococcus faecalis. Das bakterielle Gift Cytolysin verstärkt dabei die Zellschädigung durch direkten Kontakt und Nährstoffentzug.

Durchbruch bei Neugeborenen-Meningitis: Die ETH Zürich und die Universität Basel präsentieren eine neuartige Dreifachtherapie gegen E. coli K1-bedingte Hirnhautentzündung bei Neugeborenen. Der Ansatz kombiniert Bakteriophagen, einen Impfstoff und probiotische Bakterien. In Mäuseversuchen sank die Übertragungsrate von 83 auf 23 Prozent.

Darmflora im Alter: Jenaer Forscher fanden heraus, dass die Destabilisierung der Darmflora im Alter vor allem durch nachlassende Immunüberwachung verursacht wird – nicht durch die Mikroben selbst. Diese „Immunoseneszenz" führt zu einem Ungleichgewicht der Darmbakterien.

Gefahren aus Umwelt und Verkehr

Auch außerhalb von Küche und Labor gibt es Grund zur Vorsicht:

Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius mit drei Todesfällen während einer Reise von Argentinien zu den Kapverden wurde das Schiff desinfiziert. Es soll Mitte Juni wieder in Dienst gehen.

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Auf der dänischen Insel Anholt bereiten Experten die Obduktion eines Buckelwal-Kadavers vor. Die Warnungen sind deutlich: Infektionsrisiken durch Grippe, Toxoplasmose und Brucellose bestehen. Zudem droht eine Explosion durch angesammelte Verwesungsgase.

Der Hessische Pflanzenschutzdienst warnt vor dem Japankäfer (Popillia japonica). Nach Funden in der Region Trebur wurde eine Sperrzone mit Bewässerungs- und Transportverboten eingerichtet. Der Schädling befällt über 400 Pflanzenarten und fliegt von Juni bis September.

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