Akademie, München

Alte Akademie München: Opes plant bis zu 120 Luxusapartments mit Service

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 23:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Opes verfolgt möblierte Langzeitapartments statt regulärer Wohnungen; die Bauvoranfrage ist positiv beschieden, ein Betreiber wird noch gesucht.
Die historische Fassade der Alten Akademie in der Münchner Innenstadt bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Für das geschichtsträchtige Areal der Alten Akademie an der Neuhauser Straße in der Münchner Innenstadt zeichnet sich eine deutliche Neuausrichtung ab. Der Eigentümer, die Opes Immobilien Gruppe aus Oberhaching, plant dort statt der ursprünglich vorgesehenen 53 regulären Wohnungen nun bis zu 120 möblierte Luxusapartments mit Service.

Das Vorhaben setzt auf ein Konzept für Langzeitaufenthalte, wie aus einem Bericht der Münchner Abendzeitung vom 27. Oktober 2026 hervorgeht. Die Opes Immobilien Gruppe, die die Liegenschaften der Heinz Hermann Thiele Stiftung verwaltet, weicht damit grundlegend von den früheren Planungen des Immobilienunternehmens Signa um René Benko ab.

Positive Bauvoranfrage und Suche nach Betreibern

Für die Umgestaltung liegt bereits ein behördlicher Zwischenschritt vor. Ein Sprecher des oberbayerischen Immobilienunternehmens Opes teilte mit, dass eine entsprechende Bauvoranfrage von der Münchner Lokalbaukommission positiv beschieden worden sei.

Wer das künftige Haus betreiben wird, steht derzeit allerdings noch nicht fest: Opes befindet sich nach wie vor auf der Suche nach einem passenden Betreiber für den Komplex aus voll ausgestatteten Apartments.

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Auch hinsichtlich des zeitlichen Rahmens gibt es konkrete Anhaltspunkte. Laut einer Visualisierung des Projekts ist die Fertigstellung der Fassade an der prominenten Fußgängerzone ab dem Jahr 2029 vorgesehen.

Kommunaler Widerstand ohne rechtliche Handhabe

Auf lokaler Ebene stößt das veränderte Vorhaben auf Ablehnung. Der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel votierte gegen den geplanten Umbau des traditionsreichen Gebäudekomplexes. Dem Gremium kommt in diesem baurechtlichen Prozess jedoch lediglich ein Anhörungsrecht zu, sodass die politische Ablehnung keine bindende Wirkung entfaltet.

Das Münchner Planungsreferat stellte diesbezüglich klar, dass der Stadtverwaltung bei der Genehmigung kein Ermessensspielraum zur Verfügung stehe. Sofern ein Vorhaben sämtliche baurechtlichen Voraussetzungen erfüllt, müsse die Genehmigung nach geltendem Recht erteilt werden.

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Marktumfeld für temporäres Wohnen

Das Marktsegment für möblierte Premiumunterkünfte im Münchner Stadtzentrum gilt als ertragreich. Vor allem bei temporären Aufenthalten verzeichnet der Markt im Stadtgebiet hohe Preise.

Während der Wiesn 2026 verlangten private Anbieter für möblierte Apartments in der bayerischen Landeshauptstadt vereinzelt mehr als 3000 Euro täglich. Das von Opes anvisierte Modell mit Dienstleistungsangeboten zielt auf zahlungskräftige Gäste ab, die über Wochen oder Monate hinweg Wohnraum im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt nachfragen.

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