DGB plant eigene Rentenkommission
20.01.2026 - 13:43:29 | dts-nachrichtenagentur.deDGB-Vorstandsmitglied Anja Piel ergÀnzte, der Konflikt verlaufe nicht zwischen Jung und Alt. "Er verlÀuft zwischen Arm und Reich. Zwischen denen, die arbeiten, und denen, die von ihrem Kapital leben", sagte sie. Insbesondere junge Menschen profitierten von einem stabilen Rentenniveau. "Wenn das Niveau sinkt, zahlen sie mehr ein und bekommen weniger raus. Das ist Betrug an der jungen Generation." Piel verwies darauf, dass die Rentenausgaben gemessen am BIP in den letzten 20 Jahren sogar gesunken seien - von 10,4 auf 9,4 Prozent. Die Rente werde durch gute Löhne, mehr BeschÀftigung und eine starke Tarifbindung gestÀrkt.
Fahimi erklĂ€rte, Arbeitsrechte und der Sozialstaat seien nicht Ursache der derzeitigen wirtschaftlichen SchwĂ€che. Die BeschĂ€ftigten seien nicht schuld an der Krise. Mit Blick auf die Debatten ĂŒber Lohnfortzahlung bei Krankheit, lĂ€ngere Arbeitszeiten oder ein höheres Rentenalter sagte die DGB-Chefin, dass nichts davon helfe, die Auftragslage in der Wirtschaft zu verbessern und die AuftragsbĂŒcher wieder zu fĂŒllen. "Nichts davon schafft Zukunftssicherheit fĂŒr BeschĂ€ftigte", sagte sie.
Piel ergĂ€nzte, der Sozialstaat sei kein Luxus, sondern ein Standortvorteil. "Gut ausgebildete BeschĂ€ftigte, gesunde ArbeitskrĂ€fte, soziale Sicherheit. Das sind unsere StĂ€rken. Das macht uns wettbewerbsfĂ€hig", erklĂ€rte das DGB-Vorstandsmitglied. Statt KĂŒrzungsdebatten forderte sie echte Reformen. "Wir mĂŒssen den Sozialstaat klĂŒger machen, nicht kaputtsparen. One-Stop-Prinzip statt Behörden-Odyssee", forderte Piel.
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