GrĂŒnderverband erwartet GeschĂ€ftsaufgaben wegen Gesundheitsreform
16.04.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deHintergrund ist das Vorhaben der Bundesregierung, zur Sanierung der Krankenkassen die beitragsfreie Familienversicherung fĂŒr Ehepartner weitgehend zu streichen, wovon insbesondere auch SelbststĂ€ndige betroffen wĂ€ren, die weniger als 565 Euro im Monat verdienen. Lutz befĂŒrchtet, dass viele Betroffene ihre berufliche UnabhĂ€ngigkeit aufgeben mĂŒssen, um die Kostenlast zu bewĂ€ltigen. Viele stĂŒnden dann vor der Wahl, entweder den Traum vom eigenen Business aufzugeben und in einen abhĂ€ngigen Midijob zu flĂŒchten oder die SelbststĂ€ndigkeit massiv auszubauen, was oft mit familiĂ€ren Verpflichtungen kollidieren wĂŒrde, sagte er.
"SelbststĂ€ndige zahlen als freiwillig Versicherte rund 240 Euro Mindestbeitrag nur fĂŒr die Kranken- und Pflegeversicherung. Bei 650 Euro Gewinn blieben ihnen nach Abzug der Krankenversicherung 410 Euro, nach Abzug der einkommensabhĂ€ngigen Rentenversicherung dann noch 290 Euro netto", rechnet der VGSD-Vorstand vor. Angestellte in einem vergleichbaren Midijob wĂŒrden nach Abzug der Sozialabgaben hingegen ĂŒber rund 633 Euro verfĂŒgen.
Um diese soziale Schieflage zu verhindern, drĂ€ngt der Verband auf eine grundlegende Reform der Beitragslogik. "Wenn die Familienversicherung fĂ€llt, muss im Gegenzug eine faire, einkommensabhĂ€ngige Beitragsbemessung eingefĂŒhrt werden", forderte Lutz.
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