Anlagensicherheit, Anlagen

Anlagensicherheit: 35,9 Prozent der Anlagen mit wesentlichen MĂ€ngeln

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 01:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neuer TÜV-Report zeigt steigende MĂ€ngelquoten bei Sicherheitsanlagen in Deutschland. Ab 2027 gelten zudem verschĂ€rfte EU-Maschinenvorschriften.

TÜV-Report 2026: Deutlich mehr MĂ€ngel an technischen Anlagen
Techniker bei der Wartung einer modernen elektrischen Schaltanlage mit professionellem PrĂŒfwerkzeug. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die technische Sicherheit in Deutschland bröckelt. Der TÜV-Baurechtsreport 2026 zeigt: 35,9 Prozent der geprĂŒften Anlagen wiesen wesentliche MĂ€ngel auf. 2024 lag der Wert noch bei 26,9 Prozent. Besonders betroffen sind LĂŒftungs-, Feuerlösch- sowie Sicherheitsstrom- und Sicherheitsbeleuchtungsanlagen. Nur noch 26,9 Prozent der Anlagen waren völlig mĂ€ngelfrei. Die TÜV-Verband-GeschĂ€ftsfĂŒhrung warnt vor einer systemischen Verschlechterung.

Neue EU-Regeln: Maschinenverordnung ab 2027

Ab dem 20. Januar 2027 wird die EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 verbindlich. Experten des TÜV SÜD sehen in Cybersecurity und Risikobewertung die grĂ¶ĂŸten HĂŒrden. Viele relevante Normen sind noch im Entwurfsstadium. Das schafft Unsicherheit.

Eine zentrale Neuerung: die „wesentliche VerĂ€nderung“. Erstmals im EU-Recht verankert, kann sie Betreiber bei tiefgreifenden Modifikationen an Bestandsmaschinen rechtlich zum Hersteller machen. Folge: umfangreiche Pflichten zur Neuzertifizierung und KonformitĂ€tsbewertung.

Qualifizierung als Antwort auf den FachkrÀftemangel

BildungstrĂ€ger reagieren auf die steigenden Anforderungen. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) startet ab September 2026 neue kombinierte Online- und Praxisseminare zur Elektrofachkraft fĂŒr festgelegte TĂ€tigkeiten (EFKffT). Die Zielgruppe: Personen mit technischer Berufsausbildung ohne elektrotechnische Qualifikation. Die Theorie findet im September 2026 und Februar 2027 statt, die Praxis in Essen und Mannheim im FrĂŒhjahr und Sommer 2027.

Auch Netzbetreiber ziehen nach. In Plummendorf bei Ribnitz-Damgarten trainierten gestern rund 80 Mitarbeiter des Energieunternehmens Edis. Vier Tage lang ĂŒbten sie Techniken zum Arbeiten unter Spannung, Höhenrettung und Kabelfehlerortung. Ziel: Wartung ohne Versorgungsunterbrechung.

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Die steigenden MĂ€ngelquoten und neuen EU-Vorgaben erhöhen den Druck auf die Verantwortlichen im Arbeitsschutz massiv. Mit diesen rechtssicheren Vorlagen und Checklisten erstellen Sie GefĂ€hrdungsbeurteilungen, die behördlichen PrĂŒfungen jederzeit standhalten. Rechtssichere GBU-Vorlagen jetzt kostenlos herunterladen

Rechtssicherheit und digitale Werkzeuge

Seit gestern gibt es einen neuen Praxisleitfaden zum ArbeitsstÀttenrecht von Prof. Dr. Thomas Wilrich. Das Werk wertet 60 Gerichtsurteile aus und hilft bei der Umsetzung von Arbeitsschutz- und Brandschutzpflichten.

Das Elektrohandwerk treibt parallel die Digitalisierung voran. Die EEBus Initiative und der ZVEH entwickeln ein Tool zur PrĂŒfung der kommunikativen Erreichbarkeit steuerbarer Energieanlagen nach § 14a EnWG. Es erstellt automatisiert PrĂŒfprotokolle fĂŒr WĂ€rmepumpen und Ladeeinrichtungen. Die finale Version ist fĂŒr das vierte Quartal 2026 angekĂŒndigt.

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Angesichts der zunehmenden KomplexitĂ€t bei der Umsetzung von Brandschutzpflichten suchen viele SicherheitsfachkrĂ€fte nach praxiserprobten Lösungen. Diese spezialisierte Excel-Vorlage inklusive Risikomatrix unterstĂŒtzt Sie dabei, Ihre Brandschutz-GefĂ€hrdungsbeurteilung effizient und lĂŒckenlos zu dokumentieren. Kostenlose Excel-Vorlage fĂŒr die Brandschutz-GBU sichern

Schutz vor Sabotage und Cyberangriffen

Die GefĂ€hrdungslage verschĂ€rft den Handlungsdruck. Anfang des Jahres traf ein Sabotageakt in Berlin rund 50.000 Haushalte. Die Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen stiegen 2024 um 43 Prozent. Die Bundesnetzagentur plant deshalb verstĂ€rkte Schutzmaßnahmen: bessere ZĂ€une und Überwachungssysteme an strategisch wichtigen Stromnetz-Knotenpunkten.

Die Diskussion um Resilienz erreicht auch den Gesundheitssektor. Deutschland verfĂŒgt ĂŒber 174 schwarzstartfĂ€hige Kraftwerke. Doch medizinische Fachvertreter warnen: Die Notstromreserven in KrankenhĂ€usern reichen oft nur 24 Stunden. Das Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt ergĂ€nzend private VorrĂ€te fĂŒr zehn Tage.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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