Arbeitgeber dringen auf Obergrenze bei SozialbeitrÀgen
05.05.2025 - 06:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDie Sozialabgaben sollten bei 40 Prozent gedeckelt werden. "Das sollte man ins Grundgesetz schreiben. Aber kein Politiker will dieses Thema anfassen. Wer da nur einen falschen Satz sagt, gilt als unwĂ€hlbar. Das darf doch nicht sein." Der 61-jĂ€hrige Unternehmer ist seit 2020 PrĂ€sident der Bundesvereinigung der Deutschen ArbeitgeberverbĂ€nde (BDA) und damit deren oberster Interessenvertreter. Dulger lobte den voraussichtlich kĂŒnftigen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dessen Vorhaben, insbesondere dessen 100-Tage-Plan. "Der ist ambitioniert, schnell, lösungsorientiert." Merz habe "die Dinge verstanden, er weiĂ, was dieses Land braucht". Eine stĂ€rkere Beteiligung Vermögender zur Finanzierung des Sozialstaats lehnte der ArbeitgeberprĂ€sident ab. "Wenn wir bei den Steuern fĂŒr die Reichsten noch etwas draufschlagen, kommt verschwindend wenig heraus. Aber es schwĂ€cht den Standort weiter", sagte er. Trotz des allgemeinen Mangels an Fach- und ArbeitskrĂ€ften spricht sich Dulger fĂŒr eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Meine persönliche Sicht ist, dass Deutschland ein Pflichtjahr fĂŒr alle braucht", sagte er. Das könne beim MilitĂ€r stattfinden, beim technischen Hilfswerk, bei der Feuerwehr oder auch im Krankenhaus. "Der Staat bietet Bildung und Schutz, daher sollte jeder junge Mann und jede junge Frau im Gegenzug ein Jahr lang etwas fĂŒr unsere Gemeinschaft tun." Auch die sozialen Sicherungssysteme könnten diese Hilfe gebrauchen, sagte er.
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