Arbeitgeber, Obergrenze

Arbeitgeber dringen auf Obergrenze bei SozialbeitrÀgen

05.05.2025 - 06:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

ArbeitgeberprÀsident Rainer Dulger fordert von der schwarz-roten Koalition mehr Eingriffe in den Sozialstaat als bisher im Koalitionsvertrag festgelegt.

MotorsĂ€ge (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Reformen bei den Sozialversicherungen tun Not, da hĂ€tte ich mir mehr gewĂŒnscht als die Kommissionen, die jetzt vorgesehen sind", sagte Dulger der "SĂŒddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Dies sei einer der wenigen Punkte, an denen er mit der Union nicht einig sei. "Das Rentenniveau zu halten, ist nicht generationengerecht - hier dĂŒrfen die Ausgaben nicht weiter in diesem Maße steigen", sagte Dulger.

Die Sozialabgaben sollten bei 40 Prozent gedeckelt werden. "Das sollte man ins Grundgesetz schreiben. Aber kein Politiker will dieses Thema anfassen. Wer da nur einen falschen Satz sagt, gilt als unwĂ€hlbar. Das darf doch nicht sein." Der 61-jĂ€hrige Unternehmer ist seit 2020 PrĂ€sident der Bundesvereinigung der Deutschen ArbeitgeberverbĂ€nde (BDA) und damit deren oberster Interessenvertreter. Dulger lobte den voraussichtlich kĂŒnftigen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dessen Vorhaben, insbesondere dessen 100-Tage-Plan. "Der ist ambitioniert, schnell, lösungsorientiert." Merz habe "die Dinge verstanden, er weiß, was dieses Land braucht". Eine stĂ€rkere Beteiligung Vermögender zur Finanzierung des Sozialstaats lehnte der ArbeitgeberprĂ€sident ab. "Wenn wir bei den Steuern fĂŒr die Reichsten noch etwas draufschlagen, kommt verschwindend wenig heraus. Aber es schwĂ€cht den Standort weiter", sagte er. Trotz des allgemeinen Mangels an Fach- und ArbeitskrĂ€ften spricht sich Dulger fĂŒr eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Meine persönliche Sicht ist, dass Deutschland ein Pflichtjahr fĂŒr alle braucht", sagte er. Das könne beim MilitĂ€r stattfinden, beim technischen Hilfswerk, bei der Feuerwehr oder auch im Krankenhaus. "Der Staat bietet Bildung und Schutz, daher sollte jeder junge Mann und jede junge Frau im Gegenzug ein Jahr lang etwas fĂŒr unsere Gemeinschaft tun." Auch die sozialen Sicherungssysteme könnten diese Hilfe gebrauchen, sagte er.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 67212142 |